Kunststoffplatte und Verfahren zu ihrer Herstellung Für Bauzwecke, insbesondere für die Verkleidung von Wänden und Treppenstufen, als Balkonverklei dung '.', aber auch als Tischplatte, Möbelbelag u. dgl. ist es bekannt, zementgebundene Kunststeinplatten zu ver wenden. Solche Platten benöti 'gen eine relativ lange Zeit zum Abbinden. Zudem haben zementolebundene Platten, wenn sie der Giessform entnommen werden, eine rauhe Oberfläche und müssen geschliffen und poliert werden, um ästhetisch zu wirken. Deswegen sind ihre Gestehungskosten relativ hoch.
Ihre mechani sche Beanspruchbarkeit auf Zug und Biegung ist ge- rin'-.
Es ist auch bekannt, Holzplatten mit einem Kunst stoffbelag, z. B. Polyesterharz zu versehen.
Die Erfindung will die genannten Nachteile vermei den und Kunststoffplatten ermöglichen, die rasch her- stellbar sind, keiner Nachbearbeitung bedürfen und eine gute Festigkeit aufweisen.
Die Erfindun- betrifft eine Kunststoffplatte, welche dadurch aekennzeichnet ist, dass sie eine Aussenschicht aus Polyesterharz und weitere Schichten aufweist, und alle Schichten durchgehend polyestergebunden sind.
Das Verfahren zur Herstellung einer derartigen Kunststoffplatte ist dadurch gekennzeichnet, dass im Kaltgiessverfahren in eine waagrechte, mit glatten In nenflächen versehene, oben offene Hohlform aus Span- tafeln, eine Aussenschicht aus härtbarein Polyesterharz mit Härter eingebracht, anschliessend auf diese flüssige Harzschicht eine saugfähige Zwischenschicht eingelegt und nach dem Aufsaugen und Gelieren der Aussen schicht eine weitere,
sich mit der Aussenschicht bin dende zweite Schicht aus Polyesterharz mit Härter auf gebracht wird In einer Ausführungsforin einer Platte kann unter einer durchsichtigen Aussenschicht aus Polyesterharz eine erste Schicht aus bemustertem Fliesspapier und ine zweite Schicht aus Polyesterharz mit Zuschlagstof fen vorgesehen werden. Anstelle der bemusterten Schicht kann auch eine Schicht aus gefärbtem Poly esterharz oder Glasseide verwendet werden.
In einer bevorzuaten Ausführungsforin kann die Platte beidsei tig, eine durchsichtige Aussenschicht und darunter<B>je</B> eine bemusterte Fliesspapierschicht und zwischen die sen beiden eine in Polyesterharz gebettete Schicht aus Glasfasern aufweisen. Das bemusterte Fliesspapier kann mit Bild einer Holzmaserung Marmorierung o. dgl. versehen sein.
Bei der Herstellung der Platten kann es vorteilhaft sein, die Aussenschicht und die bemusterte erste Zwi schenschicht am Rand der Giessform hochzuziehen und dadurch die Seitenflächen der Platte zu verkleiden. Für die Herstellung einer Platte mit beidseitiger Aus senschicht kann in die Giessform nach der Aussen schicht aus durchsichtigem Polyesterharz mit Härter und dem bemusterten Fliesspapier nach der Gelierung der Harzschicht eme sich mit dieser bindenden Füll schicht aus Polyesterharz mit einer Einlage aus Glas seide und auf diese eine weitere Schicht aus bemuster tem Fliesspapier und über diese eine Aussenschicht aus durchsichtigem Polyesterharz mit Härter aufgebracht werden,
welche durch die Fliesspapierschicht hindurch mit der Füllschicht bindet. Nach der Aushärtung des Kunstharzes kann die Platte in ihrem endgültigen Zu stand aus der Form genommen werden.
Die vorgenannten Arbeitsgänge werden zweckmäs- sig unmittelbar hintereinander durchgeführt und die Polymerisation darf erst danach einsetzen. Nach etwa <B>2-3</B> h ist die Aushärtung der Platte beendet; sie kann fix und fertig und hochglänzend aus der Form genom men werden. Es bedarf also keinerlei Nachbearbeitung herkömmlicher Art, wie Schleifen, Polieren, Bürsten usw. Weitere Vorteile lieolen in der hohen Säure- und Laugenbeständigkeit dieses Materials. Voraussetzung für eine einwandfreie Oberfläche der Platten ist die glatte Innenfläche der Formen.
Die Platten können schnell und billig hergestellt werden und besitzen zudem eine gute Biegezugfestig- keit. Sie weisen eine gewisse Transparenz auf, was vor allem mit dem insbesondere gemusterten Fliesspapier als Einbettung ein besonders ansprechendes Aussehen ergibt.
Anhand der folgenden Ausführungsbeispiele wird der Gegenstand der Erfindung näher erläutert: Beispiel<B>1:</B> Zur Herstellung einer Tischplatte in der Grösse von<B>1</B> m? und 22 mm Stärke mit Marmorcha rakter ist der Arbeitsvorgang folgender: Man mischt <B>1 kg</B> Spezialpolyesterharz mit 20 cm3 Katalysator (Härter) und<B>10</B> crn3 Kobalt-Beschleuniger und giesst dieses in eine entsprechende, oben offene Hohlforin. Die Form muss vollkommen waagrecht stehen.
Mit Hilfe eines Pinsels wird das Harz gleichmässig auf der Form verteilt; es entsteht eine ca. <B>1</B> mm starke Schicht (nach dem Aushärten Glanzschicht genannt). Ebenso wird das Harz an den Seitenwänden der Form hochge zogen. In diese flüssige Harzschicht wird dann ein mit Marmormuster bedrucktes Fliesspapier eingelegt, wel ches von der Harzschicht sofort aufgesogenwird.
Bei einer Raumtemperatur von<B>18' C</B> tritt nach ca. 20 min. die Reaktion ein;<B>d.</B> h., die Glanzschicht geliert und beginnt auszuhärten. Nun wird die Füllschicht zu bereitet.
<B>7 kg</B> Spezial-Polyesterharz werden 140 cm3 Härter und<B>70</B> cm3 Beschleuniger beigegeben und verrührt. Dann kommen 22<B>1</B> trockener Steinsand zu dem Harz und alles wird zu einem mörtelartigen Brei gemischt und in die Form, auf die inzwischen zwar gelierte aber nicht vollkommen ausgehärtete Glanzschicht, aufgegos sen. Beide. Schichten verbinden sich nun; das Harz- Sandgemisch kann jedoch nicht bis zum Boden der Form durchdrin-en.
Polyester-Harz hat die Eigenschaft, mit Hilfe eines Härters bei Raumtemperatur in jeder Schichtstärke auszuhärten. Der Härter enthält sehr viel Sauerstoff, der an das Harz abgegeben wird. Dadurch erstarrt das Harz bei leichter Wärmeentwicklung nach ca. 11/, h. Nach einer weiteren Stunde ist das Harz-Sandgemisch ausgehärtet und die Reaktionstemperatur geht wieder zurück; die Platte erkaltet. Hierbei verliert sie etwas an Volumen.
Zwischen Harz und Platte bilden sich Risse, die Platte hat sich von der Form gelöst und kann nun her ausgenommen werden. Die Tischplatte ist fertig und bedarf keiner Nachbehandlung im herkömmlichen Sinne.
Seiten und Oberfläche der Platte sind hochglän zend und das Marmorbild des Fliesspapiers ist durch die transparente Glanzschicht sichtbar.
Beispiel 2: Nach dem in Beispiel<B>1</B> angegebenen Verfahren kann man auch einfarbige Tafeln herstellen. Hierbei lässt man das Fliesspapier aus der Glanz schicht heraus und färbt das Harz der Füllschicht mit einer Polyesterfarbe ein, welches dann anschliessend auch dem Füllstoff den gcwünschten Farbton gibt.
Beispiel<B>3:</B> Bei der Herstellung von Fassadenplat ten wird im Prinzip das gleiche Verfahren wie in Bei spiel<B>1</B> angewendet. Das Harz (nicht transparent und schwer entflammbar) wird auf eine Form mit glatter, beschichteter Oberfläche aufgebracht. Verbrauch wie der<B>1 kg</B> Harz für<B>1</B> M2 mit den notwendigen Katalysa toren. In diese Harzschicht wird eine Glasseidenmatte eingelegt, welche von dem noch flüssigen Harz sofort umschlossen wird. Nachdem das Harz ausgehärtet ist, kann eine ca. <B>1,5</B> mm starke Platte von der Form ab gehoben werden, welche wieder eine vollkommen glatte Oberfläche hat und ausserdem eine sehr hohe Zugfestigkeit aufweist.
Beispiel 4: Die Herstellung von Balkonverkleidung geschieht auf ähnlicher Basis. Als Form dient wieder eine vollkommen glatt beschichtete Spanplatte. Das Harz ist ein transparentes Spezialharz und für<B>1</B> m2 Balkonverkleidung werden<B>3 kg</B> Harz mit Härter und Beschleuniger angerührt.<B>1 kg</B> wird in die Form gegos sen und in diese Schicht ein mit dem Bild von Holzma serung bedrucktes Fliesspapier eingelegt. Hierauf wird wieder<B>1 kg</B> Harz gegossen und gleichmässig verteilt.
In diese zweite Schicht wird eine Glasseidenmatte zur Verstärkung eingelegL Sobald das Harz wieder durch die Glasseide nach oben durchgedrungen ist, wird ein zweites Fliesspapier, diesmal mit dem Bild nach oben, eingelegt. Als letzte Schicht wird nochmals <B>1 kg</B> Harz als zweite Glanzschicht aufgetragen.
Alle in den vorstehenden Beispielen beschriebenen Arbeitsvorgänge müssen direkt hintereinander durchge führt werden, und die Polymerisation darf erst danach einsetzen. Nach ca. <B>1</B> h kann die gehärtete Tafel aus der Form genommen werden und bedarf keinerlei Nachbearbeitung mehr.
Plastic sheet and process for their production For construction purposes, especially for the cladding of walls and steps, as a balcony cladding '.', But also as a table top, furniture covering and. Like. It is known to use cement-bonded artificial stone slabs. Such plates take a relatively long time to set. In addition, cement-bonded panels have a rough surface when they are removed from the mold and must be sanded and polished in order to be aesthetically pleasing. Therefore their prime costs are relatively high.
Their mechanical resistance to tension and bending is low.
It is also known to use wooden panels with a synthetic material covering, e.g. B. to provide polyester resin.
The invention aims to avoid the disadvantages mentioned and to enable plastic sheets that can be produced quickly, do not require any post-processing and have good strength.
The invention relates to a plastic plate which is characterized in that it has an outer layer made of polyester resin and further layers, and all layers are polyester-bonded throughout.
The process for producing such a plastic sheet is characterized in that, in the cold casting process, an outer layer made of hardenable polyester resin with hardener is introduced into a horizontal hollow mold made of chipboard, which is provided with smooth inner surfaces and is open at the top, and an absorbent intermediate layer is then placed on this liquid resin layer and after absorbing and gelling the outer layer another,
A second layer of polyester resin with hardener that binds to the outer layer is applied. In one embodiment of a plate, a first layer of patterned blotting paper and a second layer of polyester resin with supplements can be provided under a transparent outer layer of polyester resin. Instead of the patterned layer, a layer of colored polyester resin or fiberglass can also be used.
In a preferred embodiment, the plate can have a transparent outer layer on both sides and below each a patterned blotting paper layer and between these two a layer of glass fibers embedded in polyester resin. The patterned blotting paper can be provided with a picture of a wood grain marbling or the like.
When producing the panels, it can be advantageous to pull up the outer layer and the patterned first intermediate layer at the edge of the casting mold and thereby cover the side surfaces of the panel. For the production of a plate with a double-sided outer layer, in the casting mold after the outer layer of transparent polyester resin with hardener and the patterned blotting paper after the gelling of the resin layer eme itself with this binding filling layer made of polyester resin with an insert made of glass silk and on this one another layer of patterned blotting paper and over this an outer layer of transparent polyester resin with hardener are applied,
which binds through the blotting paper layer with the filling layer. After the resin has cured, the plate can be removed from the mold in its final state.
The above-mentioned operations are expediently carried out one after the other and the polymerization may only start afterwards. The hardening of the plate is finished after about 2-3 hours; it can be taken out of the mold ready-made and with a high-gloss finish. There is therefore no need for conventional post-processing, such as grinding, polishing, brushing, etc. Further advantages are the high resistance to acids and alkalis of this material. The smooth inner surface of the mold is a prerequisite for a perfect surface of the panels.
The plates can be produced quickly and cheaply and also have good flexural strength. They have a certain transparency, which results in a particularly attractive appearance, especially with the particularly patterned blotting paper as embedding.
The subject matter of the invention is explained in more detail with reference to the following exemplary embodiments: Example <B> 1 </B> For the production of a table top with a size of <B> 1 </B> m? and 22 mm thick with marble character, the process is as follows: Mix <B> 1 kg </B> special polyester resin with 20 cm3 catalyst (hardener) and <B> 10 </B> crn3 cobalt accelerator and pour this into an appropriate , hollow hole open at the top. The shape must be perfectly horizontal.
With the help of a brush, the resin is distributed evenly on the mold; an approx. <B> 1 </B> mm thick layer is created (called a glossy layer after curing). Likewise, the resin is pulled up on the side walls of the mold. Blotting paper, printed with a marble pattern, is then inserted into this liquid resin layer, which is immediately absorbed by the resin layer.
At a room temperature of <B> 18 'C </B> it occurs after approx. 20 minutes. the reaction begins; <B> d. </B> h., the gloss layer gels and begins to harden. Now the filling layer is prepared.
<B> 7 kg </B> special polyester resin are added to 140 cm3 hardener and <B> 70 </B> cm3 accelerator and stirred. Then 22 <B> 1 </B> dry stone sand are added to the resin and everything is mixed into a mortar-like paste and poured into the mold onto the glossy layer that has now gelled but not fully hardened. Both. Layers are now joining; however, the resin-sand mixture cannot penetrate to the bottom of the mold.
Polyester resin has the property of hardening with the help of a hardener at room temperature in any layer thickness. The hardener contains a lot of oxygen, which is released into the resin. As a result, the resin solidifies after approx. 11 /, h with slight heat development. After a further hour, the resin-sand mixture has hardened and the reaction temperature drops again; the plate cools down. In doing so, it loses some volume.
Cracks form between the resin and the plate, the plate has detached itself from the mold and can now be removed. The table top is finished and does not require any post-treatment in the conventional sense.
The sides and surface of the plate are high-gloss and the marble image of the blotting paper is visible through the transparent glossy layer.
Example 2: Using the method given in example <B> 1 </B> one can also produce single-colored panels. Here, the blotting paper is left out of the glossy layer and the resin of the filling layer is colored with a polyester paint, which then gives the filler the desired color.
Example <B> 3: </B> In principle, the same process is used to manufacture facade panels as in example <B> 1 </B>. The resin (not transparent and flame-retardant) is applied to a mold with a smooth, coated surface. Consumption like <B> 1 kg </B> resin for <B> 1 </B> M2 with the necessary catalysts. A glass silk mat is inserted into this resin layer, which is immediately enclosed by the still liquid resin. After the resin has hardened, an approx. 1.5 mm thick plate can be lifted off the mold, which again has a completely smooth surface and also has a very high tensile strength.
Example 4: The manufacture of balcony cladding takes place on a similar basis. A completely smooth coated chipboard serves as the form. The resin is a transparent special resin and <B> 1 </B> m2 of balcony cladding is mixed with <B> 3 kg </B> resin with hardener and accelerator. <B> 1 kg </B> is poured into the mold and in this layer a blotting paper printed with the image of Holzma is inserted. <B> 1 kg </B> resin is then poured again and distributed evenly.
A glass silk mat is inserted into this second layer for reinforcement. As soon as the resin has penetrated up through the glass silk again, a second blotting paper is inserted, this time with the image facing up. As the last layer, <B> 1 kg </B> resin is applied again as a second gloss layer.
All of the operations described in the above examples must be carried out one after the other, and polymerization may only start afterwards. After about <B> 1 </B> h, the hardened sheet can be removed from the mold and does not require any further processing.