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CH471626A - Verfahren zum Brennschneiden von Einschnitten bestimmter Tiefe sowie Anwendung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Brennschneiden von Einschnitten bestimmter Tiefe sowie Anwendung des Verfahrens

Info

Publication number
CH471626A
CH471626A CH1703167A CH1703167A CH471626A CH 471626 A CH471626 A CH 471626A CH 1703167 A CH1703167 A CH 1703167A CH 1703167 A CH1703167 A CH 1703167A CH 471626 A CH471626 A CH 471626A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
cutting
sep
pressure
oxygen
cut
Prior art date
Application number
CH1703167A
Other languages
English (en)
Inventor
Lange Gerhard
Original Assignee
Messer Griesheim Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Messer Griesheim Gmbh filed Critical Messer Griesheim Gmbh
Publication of CH471626A publication Critical patent/CH471626A/de

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K7/00Cutting, scarfing, or desurfacing by applying flames
    • B23K7/001Cutting, scarfing, or desurfacing by applying flames for profiling plate edges or for cutting grooves
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Laser Beam Processing (AREA)
  • Gas Burners (AREA)

Description


  Verfahren     zum    Brennschneiden von     Einschnitten    bestimmter Tiefe  sowie Anwendung des Verfahrens    Das Brennschneiden war ursprünglich ein reines  Trennverfahren. Es hat sich heute zu einem Fertigungs  verfahren entwickelt mit einer Genauigkeit und Wirt  schaftlichkeit, die mit anderen Trennverfahren vorteil  hafterweise konkurrieren können.  



  Voraussetzung für die Herstellung von Schnittflächen  mit hoher Oberflächengüte und Masshaltigkeit ist eine  von Spritzern und Verunreinigungen saubere Schneid  düse, die richtige Einstellung der     Heizflamme    und des  Schneidsauerstoffdruckes sowie die Einhaltung der die  sen Faktoren entsprechenden Vorschubgeschwindigkeit  des Brenners. Abhängig sind diese Faktoren wiederum  von der zu schneidenden Materialdicke und Materialart,  dem benutzten Brenngas und der Temperatur des Werk  stückes. Beim Brennschneiden wird eine exotherme Re  aktion benötigt. Ausserdem muss die Zündtemperatur des  Metalls niedriger sein als seine     Schmelztemperatur,    und  das Verbrennungsprodukt muss sich vom Schneid-Sauer  stoffstrahl leicht bewegen lassen.  



  Die Heizflamme hat die Aufgabe, den Werkstoff auf  Zündtemperatur vorzuwärmen. Sie besteht im allgemei  nen aus mindestens einem Ring konzentrisch um die  Schneid-Sauerstoffbohrung angeordneter Einzelflammen.  Die Wärmeübertragung an das Werkstück erfolgt dabei  durch Strahlung des Flammenkegels und Berührung des  Werkstückes durch die Flammengase der Beiflammen.  



  Die richtige Schneidsauerstoffmenge ergibt sich  durch den in     Abhängigkeit    von Düsengrösse und damit  Materialdicke vorgeschriebenen Sauerstoffdruck. Dieser  ist bei jedem Düsenfabrikat verschieden, und die Ein  stellung erfolgt aufgrund der zu jedem Brenner gehören  den Schneidtabelle.  



  Der Schneidsauerstoff wird benötigt zur Verbrennung  des in der zu bildenden Schnittfuge vorhandenen Ma  terials und zur kinetischen Entfernung des verbrannten  Materials, nämlich der     flüssigen    Schlacke. Zu letzterem  sind Kräfte erforderlich, die vom Strahl auf die Schlacke  übertragen werden müssen und die proportional der  Zähigkeit, der Vorschubgeschwindigkeit senkrecht zur    Strömungsrichtung und der Berührungsfläche sind.

   Da  bei ist man bisher davon ausgegangen, - Schweissen und  Schneiden, 1952, Heft 6, S. 204 -, dass die erforderliche  Sauerstoffmenge für die Verbrennung und die zum Aus  blasen der Schlacke etwa gleich gross     sind.    Der Versuch,  den Druck über das angegebene Mass hinaus zu erhöhen,  zeigte, dass zwar die Schnittgeschwindigkeit zunächst  etwas erhöht wird, jedoch bei anhaltender Druckerhö  hung rasch abfällt. Die Ursache dieses Verhaltens wird  damit erklärt, dass der zur Oxydation benötigte Sauer  stoffanteil für eine bestimmte Eisenmenge, die in  Schlacke umgesetzt werden muss, immer gleich gross  bleibt. Die nicht an der Oxydation     teilnehmende    Sauer  stoffmenge wird bei Druckerhöhung grösser.

   In gleicher  Weise wird auch die Kühlwirkung durch die entstehende  Entspannungskälte intensiver, so dass der Schneidvor  gang in seinem Ablauf verzögert wird.  



  Weitere Untersuchungen (Technische Mitteilung  1959, Heft 2 - Cochius, Kohtz und Teske - Absatz 5.2  zur Thermodynamik des Brennschneidens) haben er  geben, dass der Sauerstoffdruck um nicht mehr als 1,5 at  verändert werden darf, wobei der Düsennenndruck in  nerhalb des Änderungsbereiches liegt. Zu niedrige  Drücke ergaben einen zu starken Riefennachlauf und  festhaftende Schlacken. Die höchste Schneidgeschwindig  keit, d. h. Vorschubgeschwindigkeit des Brenners, ist  die, bei der der Schnitt gerade noch nicht abreisst. Dabei  entsteht jedoch durch die Ablenkung des Sauerstoff  strahles mit zunehmender Schnittiefe ein starker Riefen  nachlauf, der die Oberflächengüte des Schnittes gege  benenfalls beeinträchtigen kann, beim Geradeschnitt  aber sonst nicht von Nachteil ist.

   Beim Schneiden von  Ecken kann allerdings der Schneidstrahl an der Ober  kante des Werkstückes die Ecke bereits umfahren ha  ben, während an der Unterkante die Ecke vom Schneid  strahl noch nicht erreicht wurde, so dass hier der       Schneidstrahl    quer     zur    Schnittrichtung abgelenkt wird  und eine grössere Abrundung der unteren Kante erfolgt.  



  Die Ablenkung des     Schneidsauerstoffstrahles    ent-      gegen der Schnittrichtung entsteht dadurch, dass der  auftretende Sauerstoff zu Anfang     ziemlich    rein vorhan  den ist und damit eine     grosse        Oxydationsgeschwindigkeit     besitzt, während mit dem Eindringen des Sauerstoff  strahles in die Schnittfuge der Reinheitsgrad und damit  auch die Oxydationsgeschwindigkeit abnehmen. Bei zu  geringer Schneidgeschwindigkeit werden die Riefen zu  stark und es entstehen Auswaschungen. Die Hersteller  der Düsen haben daher in den Schneidtabellen auch  Werte für die günstigste Schneidgeschwindigkeit angege  ben.  



  Das Anschneiden erfolgt normalerweise von einer  Werkstückkante aus, wobei erst die Kante durch die  Heizflamme auf Zündtemperatur vorgewärmt wird und  dann mit Öffnen des Schneidsauerstoffventils der  Schnitt beginnt. Bei der Azetylen-Sauerstoff-Flamme  liegt die heisseste Stelle dicht vor der Spitze des     hell-          leuchtenden    Flammenkegels. Der Abstand des Brenners  von der Werkstückoberfläche soll daher so gross sein,  dass die Kegelspitzen der Flammen fast aufsitzen, damit  die Wärmeleistung voll ausgenutzt wird.  



  Wenn der Anschnitt im vollen Material erfolgen soll,  z. B. zum Schneiden von Aussparungen, muss erst ein  Loch gestochen werden. Hierzu ist die Rundloch- und  die Langloch-Stechmethode bekannt.  



  Beim Rundlochstechen wird die Schneiddüse zum  Vorwärmen senkrecht auf das zu schneidende Blech  gehalten, wobei die Flammenkegelspitzen fast aufsitzen.  Wenn die Werkstückoberfläche Zündtemperatur ange  nommen hat, wird das Schneidsauerstoffventil langsam  bis auf den in der Schneidtabelle angegebenen Maximal  druck geöffnet, wobei der Brenner gleichzeitig je nach  Blechdicke bis zu 40 mm angehoben wird, um die Düse  vor Schlackenspritzern usw. zu schonen. Dabei bohrt  sich der Schneidstrahl in das Blech ein und die Schlacke  spritzt nach oben weg, bis der Schneidstrahl an der  Blechunterkante austritt.  



  Aus diesen und wirtschaftlichen Überlegungen wird  meistens das Langlochstechen angewendet. Dabei wird  der Brenner beim kontinuierlichen Öffnen des Schneid  sauerstoffventils auf den in der Schneidtabelle angegebe  nen entsprechenden Maximaldruck nicht nach oben  weggefahren, sondern in Schneidrichtung vorwärts be  wegt. Mit dieser Methode ist ein Durchstechen bis  300 mm möglich.  



  Aus der deutschen Patentschrift Nr. 1 112 874 ist es  bekannt, zum Brennschneiden einer Tulpennahtflanken  form zunächst in die Stirnseite des Bleches in der Nähe  ihres unteren Randes und parallel zu diesem mit Hilfe  eines autogenen Schneidbrenners eine halbzylindrische  
EMI0002.0005     
  
    - <SEP> Schnittfugen  Eindringtiefe, <SEP> 02-Druck, <SEP> Flammen- <SEP> Düsenabstand <SEP> Schneid- <SEP> breite <SEP> in <SEP> der <SEP> 02-Druck <SEP> bei
<tb>  mm <SEP> Schneiddüse <SEP> atü <SEP> Kegellänge, <SEP> mm <SEP>   <SEP> Werkstück, <SEP> geschwindigkeit, <SEP> oberen <SEP> Hälfe, <SEP> Trennschnitt
<tb>  mm <SEP> mm/min <SEP> mm <SEP> bisher
<tb>  0,5 <SEP> 0,02 <SEP> 700 <SEP> 0,3 <SEP>   2,5 <SEP> 3-10 <SEP> 0,08 <SEP> 2-3 <SEP> 3 <SEP> 700 <SEP> 0,8 <SEP> 2,5
<tb>  15,0 <SEP> 0,5 <SEP> 300 <SEP> 1,2 <SEP> 3,25
<tb>  2,5 <SEP> 0;

  08 <SEP> 700 <SEP> 1,7 <SEP> 2,5
<tb>  6,0 <SEP> 30-60 <SEP> 0,16 <SEP> 4-5 <SEP> 5 <SEP> 300 <SEP> 1,2 <SEP> 2,75
<tb>  15,0 <SEP> 0,75 <SEP> 250 <SEP> 1,2 <SEP> 3,25
<tb>  15,0 <SEP> 60-100 <SEP> 0,6 <SEP> 4-5 <SEP> 6 <SEP> 270 <SEP> 3,0 <SEP> 3,0
<tb>  30,0 <SEP> 0,1 <SEP> 200 <SEP> 3,8 <SEP> 4,5
<tb>  50,0 <SEP> 200-300 <SEP> 0,2 <SEP> 6-7 <SEP> 10 <SEP> 200 <SEP> 3,5 <SEP> 4,5
<tb>  60,0 <SEP> 0,1 <SEP> 100 <SEP> 3,8 <SEP> 4,5       Hohlkehle auszuschneiden und dann einen Gehrungs  schnitt auszuführen, der die über der Hohlkehle liegende  Kante wegschneidet.

   Es hat sich gezeigt, dass der Geh  rungsschnitt in jedem Fall die untere Kante wegschnei  det, wenn der Schneidstrahl die Hohlkehle nur tangiert  und zum Teil auch dann wegschneidet, wenn er voll in  die     Hohlkehle        trifft.    Dies ist dadurch bedingt, dass der  Verbrennungsvorgang bei einem Tangieren der Hohl  kehle nicht abgebremst wird. Um dieses Verfahren zu  verbessern, wurde seinerzeit vorgeschlagen, als Bremse  für den Verbrennungsvorgang Luft oder Inertgas wäh  rend des Gehrungsschnittes in die Hohlkehle einzublasen.  



  Die Erfindung     betrifft    nun ein Verfahren zum  Brennschneiden von Einschnitten bestimmter Tiefe, wo  bei man den Schneidsauerstoffdruck gegenüber dem für  die jeweils verwendete Brennerart vorgeschriebenen  Druck abhängig von Düsenform, Brenngasart, Material  art und -dicke, Schneidgeschwindigkeit und Werkstück  temperatur um mehr als 50     %    reduziert und der     Schnitt-          tiefe    anpasst. Vorzugsweise verringert man den Sauer  stoffdruck um mehr als 75     %.     



  Die Möglichkeit, in ihrer Tiefe definierbare Schnitte  auszuführen, wobei die Schnittiefe mit einer Toleranz  von mindestens plus/minus 0,5 mm eingehalten werden  kann, eröffnet dem     Brennschneiden    eine Reihe neuer  Arbeitsgebiete. Es ist weiterhin möglich, bei der Her  stellung von Schnittfugen gleichzeitig oder nacheinander  mindestens zwei Schnitte auszuführen, die sich unter  einem der Querschnittsform der auszuschneidenden Fuge  entsprechenden Winkel treffen.  



  Eine Erklärung für das Ergebnis wird darin gesehen,  dass durch den reduzierten     Sauerstoffdruck    und der  damit reduzierten Sauerstoffmenge in der Schnittfuge  ziemlich bald eine Reduzierung der Oxydationsgeschwin  digkeit eintritt aufgrund des raschen Abnehmens des       Sauerstoff-Reinheitsgrades.    Diese Abnahme     bedingt    eine  Ablenkung des     Schneidstrahles,    die, wie Versuche zeig  ten, offenbar derart intensiv ist, dass die flüssige Schlacke  in einem erheblichen Abstand vom Brenner nach oben  aus der Schnittfuge herausgeblasen wird.  



  Vom erfindungsgemässen Verfahren werden nach  folgend anhand der Zeichnungen     Ausführungsbeispiele     näher beschrieben.  



  Es wurden Versuche zur Herstellung von Schnitt  fugen unter den folgenden Ausgangsbedingungen     durch-          geführt:     Messer     Griesheim        Schneiddüse     Brenngas: Azetylen  Material: ST 37  Temperatur: Raumtemperatur      Der Anschnitt erfolgte hierbei jeweils von der Stirn  seite aus. Aus der Tabelle     ist    zu ersehen, dass die besten  Ergebnisse in bezug auf die Schneidgeschwindigkeit mit  einem     OZ-Druck    von 0,1 bis 0,5 atü erzielt wurden.  



  Eine Ausführungsform des erfindungsgemässen Ver  fahrens betrifft die Herstellung von Einstichen begrenz  ter Tiefe, wobei man nach Erwärmen des Materials  an der Einstichstelle auf Zündtemperatur unter gleich  zeitigem Einschalten des für den Schnitt     optimalen     Brennvorschubes den Schneidsauerstoff einschaltet, wo  bei dieser den eingestellten, reduzierten Druck aufweist.  Durch die Druckreduzierung tritt kein Spritzen der  Schlacke gegen den Brenner auf. Diese wird vielmehr  durch den abgelenkten Sauerstoffstrahl entgegengesetzt  der Vorschubrichtung weggeblasen. Nach einer wesent  lich kürzeren Zeit als beim bekannten Langlochstechen  mit kontinuierlicher Druckerhöhung wird die gewünschte  Schnittiefe erreicht.

   Ein weiterer Vorteil gegenüber dem  bekannten Langlochstechen besteht darin, dass aufgrund  der von Anfang an bestehenden Fokussierung des  Schneidsauerstoffstrahles eine schmale Schnittfuge er  zielt wird. Mit diesem Verfahren kann ein dem Fräsen  oder Sacklochbohren entsprechender Arbeitsvorgang  ausgeführt werden. Für diesen Zweck     ist    eine möglichst  breite Schnittfuge von Vorteil.  



  Als weitere Anwendungsmöglichkeit wird ein Ver  fahren zur Herstellung von Tulpennahtflanken vorge  schlagen. Bisher wurden Tulpennahtflanken, wie aus  der deutschen Patentschrift Nr. 1<B>171708</B> und dem     dort     angezogenen Stand der Technik hervorgeht, mit Flämm  brennern, d. h. durch sog.     Fugenhobeln,    hergestellt. Bei  diesem Verfahren ist es notwendig, das zu entfernende  Material mittels des Sauerstoffstrahls des Flämmbren  ners zu verbrennen. Gemäss dem neuen Schneidverfah  ren wird dagegen unter Ausnutzung der Ablenkfähigkeit  des Schneidstrahles ein Schnitt durchgeführt und nur  ein Teil des abzuarbeitenden Materials verbrannt, der  andere Teil dagegen abgeschnitten.  



  Dass mit einem Brennschnitt eine Tulpennahtflanke  hergestellt werden kann, ist überraschend. Die Ablen  kung des Schneidstrahles zur Stirnfläche hin ist dadurch  zu erklären, dass der Sauerstoffstrahl aufgrund der im  schraffierten Teil des Beispiels der Fig.2 höheren  Wärme - hier ist eine Wärmeableitung kaum     möglich,     im Gegensatz zu dem Werkstück selbst, in dem sich die  Wärme verteilen kann - eine besonders starke Affinität  zu dem schraffierten Teil hat, die durch eine reduzierte  Oxydationsgeschwindigkeit offenbar noch gefördert wird.  Das Ergebnis ist, dass im unteren Teil der Stirnfläche  ein Durchbruch des Schneidstrahles eintritt und die  Tulpennahtform entsteht.  



  In den Fig. 1a-c sind zwei recht-, stumpf- oder  spitzwinklig zueinander verlaufende Schnitte gleicher  oder unterschiedlicher Tiefe ausgeführt, und zwar über  die ganze Länge des Werkstückes. Das abgetrennte Teil  stück lässt sich leicht entfernen. Die Beispiele a und b  sind Schweisskantenvorbereitungen, wie sie insbesondere  bei stossbeanspruchten Plattenverbindungen verwendet  werden. Ein Herausarbeiten dieser Schweisskanten mit  einem Fräswerkzeug oder einer Säge würde ein Viel  faches der Werkzeug- und Lohnkosten gegenüber dem  Brennschneiden erfordern. Daher wurde in der Regel  von derartigen an sich vorteilhaften Kantenvorbereitun  gen Abstand genommen.

      Bei dem in Fig. 1 d (die Fig. l d, zeigt die Stirnseite  eines Werkstückes und die Fig. 1dII einen Schnitt ge  mäss Linie II-II der Fig. ldI) wird aus einem Werkstück  ein quaderförmiger Teil herausgeschnitten, um eine ent  sprechende Aussparung zu erzielen. Diese Aussparung  braucht nicht notwendigerweise quaderförmig zu sein,  sondern könnte beliebig verlaufende     Seitenwände    auf  weisen. Wie derartige Kurvenschnitte hergestellt werden,  ist in der Brennschneidtechnik allgemein bekannt. Zum  Abtrennen des Quaders vom Werkstück ist es aber not  wendig, dass nicht nur die Seiten 1-3 des Quaders ge  schnitten werden, sondern auch die Unterseite 4. Dies  kann bei kurzen Schnittiefen mit einem horizontal an  geordneten Brenner erfolgen.

   Bei grösseren Schnittiefen  ist es zweckmässig, das Werkstück so anzuordnen, dass  der Schnitt senkrecht erfolgen kann. Bei diesem Aus  führungsbeispiel ist es zweckmässig, zur Reduzierung  des Riefennachlaufes an der Stelle, an der die Kanten  1-4 zusammenstossen, die Vorschubgeschwindigkeit zu  verringern. Auch Fig. 1e zeigt eine Ausführungsform des  erfindungsgemässen Verfahrens zur Herstellung eines  Einschnittes mit halbrundem Querschnitt.  



  Fig.2 veranschaulicht ein Werkstück mit einer  J-förmigen Tulpennahtflanke, die nach dem oben be  schriebenen Verfahren hergestellt ist.     In    dieser Figur  ist der abgeschnittene Teil schraffiert gezeichnet. Bei  einem kleinen Abstand A kann es vorkommen, dass der       schraffierte    Teil durch die Hitze in der Schnittfuge  ebenfalls mehr oder weniger     abgeschmolzen    wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zum Brennschneiden von Einschnitten be stimmter Tiefe, dadurch gekennzeichnet, dass man den Schneidsauerstoffdruck gegenüber dem für die jeweils verwendete Brennerart vorgeschriebenen Druck abhän gig von Düsenform, Brenngasart, Materialart und -dicke, Schneidgeschwindigkeit und Werkstücktemperatur um mehr als 50 % reduziert und der Schnittiefe anpasst. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man den Schneidsauerstoffdruck um mehr als 75 % reduziert. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man den Schneidsauerstoffdruck auf 0,01 bis 1 atü, vorzugsweise 0,1 bis 0,5 atü, einstellt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, zur Herstellung von Schnittfugen, dadurch gekennzeichnet, dass man gleichzeitig oder nacheinander mindestens zwei Schnitte ausführt, die sich unter einem der Querschnittsform der auszuschneidenden Fuge entsprechenden Winkel treffen. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I, zur Herstellung von Einstichen, dadurch gekennzeichnet, dass man nach Erwärmen des Materials an der Einstichstelle auf Zünd- temperatur gleichzeitig den für den Schnitt optimalen Brennervorschub und den Schneidsauerstoff einschaltet, wobei dieser den eingestellten, reduzierten Druck auf weist. PATENTANSPRUCH II Anwendung des Verfahrens nach Patentanspruch I zur Herstellung von Tulpennahtflanken.
CH1703167A 1966-12-07 1967-12-05 Verfahren zum Brennschneiden von Einschnitten bestimmter Tiefe sowie Anwendung des Verfahrens CH471626A (de)

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