Ablegeeinrichtung an einer Fliessdruckpresse Die Erfindung bezieht sich auf eine Ablegeein- richtung an einer Fliessdruckpresse.
Beim Fliesspressen von Tuben und Bechern wird eine Platine mittels -eines Stempels in die Matrize mit so hohem Druck gepresst, dass der Platinenwerkstoff um die Stempelkante herum in dem Spalt zwischen dem Umfang des Stempels und dem Innendurchmesser der Matrize heraustritt und entlang dem Stempel fliesst. Das Werkstück bleibt an dem Stempel haften und wird bei seinem Rückgang von einem Abstreifer abgestreift.
Die Fliesspressstücke sind aus verschiedenen Gründen nicht immer an jeder Stelle des Umfanges gleich lang. Wenn daher der Hinterrand des Werk stückes an dem Abstreifer zur Anlage kommt und dadurch das Werkstück vom Stempel abgestreift wird, wirkt auf das Werkstück ein Moment, das von der Anlage des längsten Randteiles an dem Abstreifer herrührt. Dieses Moment kann eine beachtliche Grösse annehmen, weil das Werkstück ziemlich fest auf dem Stempel haftet. Es ist aber völlig dem Zufall überlassen, an welchem Randabschnitt das Werkstück am längsten ist und in welcher Richtung dieses Teil beim Abstreifen abspringt .
Daher ist es bei Fliess druckpressen sehr schwierig, Ablegeeinriehtungen vor zusehen, die das Werkstück trotz des Abspringens sicher einfangen und in einer bestimmten Orientierung ablegen und weitertransportieren.
Bekannte Schaltsterne befördern zwar die fliess gepressten Werkstücke zwangläufig aus dem Stempel bereich, verhindern jedoch nicht das Abspringen der Teile. Tuben werden, falls sie beim Abspringen in die Matrize einhaken, durch den Schaltstern zer stört. Da im übrigen der Schaltstern nach einer Seite geöffnet ist, ist das Fliesspressstück gerade nach dieser einen Seite hin sich selbst überlassen, so d'ass kurze Stücke sich trotzdem überschlagen oder sich quer in den Schaltstern einlegen können. Der Schaltstern hat ausserdem den grossen Nachteil, dass bei jedem Hub einer seiner Flügel durch den Stempelbereich hin durchbewegt werden muss.
Demgegenüber weist die erfindungsgemässe Ab legeeinrichtung eine Vorrichtung auf, die nahe einem Endz des Werkstückes nach dem Abstreifen vom Stempel auf dieses eine quer zur Richtung der Stempelbewegung gerichtete Kraft ausübt.
Ausserdem ist in der Bahn des durch diese Kraft bewegten Werk stückes ein Anschlag vorgesehen, an dem das andere Ende des Werkstückes anschlägt und um den das Werkstück unter der Wirkung dieser Kraft kippt. Schliesslich ist noch in Richtung der Kraft gesehen hinter dem Anschlag ein Trichter angeordnet, in dem sich das zwangläufig mit Hilfe der Kraft und dem Anschlag um etwa 90 gedrehte Werkstück fängt. An den Trichter schliesst sich ein Rohr an, in dem das Werkstück dann weiterbefördert wird.
Die erfindungsgemässe Einrichtung weist zunächst den Vorteil auf, dass im Zusammenwirken zwischen der quer zur Stempelbewegung angreifenden Kraft und dem Anschlag das Werkstück unabhängig von dem beim Abstreifen entstehenden Moment stets in die gleiche Richtung gelenkt wird. Die Stücke können nicht mehr in jeder beliebigen Richtung abspringen, sondern werden zwangläufig in die Trichteröffnung eingeführt, und zwar nach einer ebenfalls zwangläufig erfolgenden Drehung um etwa 90 .
Dadurch ist ge währleistet, dass sämtliche Werkstücke in der glei chen Richtung und Lage einer Folgemaschine zuge führt werden.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, dass der Arbeitsraum von dieser Ablegeeinrichtung nicht durchkreuzt wird, so dass der Konstrukteur die Stempelbewegung ohne Rücksicht auf die Ablegeein- richtung wählen kann. Die erfindungsgemässe Ein- richtung ist auch besonders einfach im Aufbau und erfordert keine Wartung.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Ausführungsform, die in der Zeichnung dargestellt ist, beschrieben.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt, Fig. 2 eine Draufsicht in Richtung des Pfeiles II der Fig. 1 auf eine Ausführungsform der Erfindung. In der Zeichnung ist der Pressstempel mit 1 be zeichnet,
der durch eine Bohrung 2 des Abstreifers 3 hindurchtritt und auf eine in der als Ausnehmung ausgebildeten Matrize 4 durch eine nicht gezeichnete Vorrichtung eingesetzte Platine mit einem derart grossen Druck aufsetzt, dass durch .den Spalt zwischen der Innenwand der Matrize 4 und dem Umfang des Stempels 1 der Platinenwerkstoff austritt und sich entlang dem Stempel vorschiebt. Dadurch bildet sich das becherförmige Werkstück 5.
Dieses Werkstück 5 haftet verhältnismässig fest auf dem Stempel 1 und wird von diesem durch den Abstreifer 3 abgestreift, wenn sich der Stempel 1 durch die genau dem Aussen durchmesser des Stempels 1 entsprechende Bohrung 2 in die gezeichnete Stellung zurückbewegt.
Auf dem Abstreifer 3 ist an einem Träger 6 eine Haube 7 befestigt, die im Querschnitt U-förmig ist, wobei der Abstand der Haubenschenkel nur wenig grösser ist als die Breite des Werkstückes. Am Steg der Haube ist eine Blattfeder 8 so befestigt, dass sie bei ausgefahrenem Stempel 1 auf das Werkstück 5 drückt. Unterhalb der Bahn des Werkstückes 5 ist ein An schlag 9 in Form eines durchgehenden Stiftes in der Haube befestigt. Unterhalb der Haube 7 ist ein Trichter 10 angeordnet, an den sich ein Transport rohr 11 anschliesst.
Beim Rückhub des Stempels 1 kommt das Werk stück 5 an dem Abstreifer 3 zur Anlage und wird von dem durch die Bohrung 2 zurückgehenden Stempel abgestreift, weil das Werkstück 5 nicht durch die Bohrung 2 hindurchtreten kann. Dabei drückt die Feder 8 auf das vordere Teil des Werkstückes 5. So bald das Werkstück 5 durch die Rückwärtsbewegung des Stempels 1 freigegeben wird, kann die Feder 8 das Werkstück 5 nach unten bewegen.
Dabei schlägt jedoch das hintere Teil des Werkstückes an dem Anschlag 9 auf, so d'ass das Werkstück 5 zwangsweise um den Anschlag 9 kippt, in dem Trichter 10 ge fangen wird und durch das Transportrohr 11 weiter- transportiert wird.
Anstelle der Feder 8 kann auch irgendeine andere Vorrichtung vorgesehen werden, die auf das vordere Teil des Werkstückes 5 entweder dauernd oder aber nur in dem Augenblick, in dem der Stempel das Werk stück 5 freigibt, eine Kraft ausübt;
beispielsweise kann diese Kraft auch durch ein periodisch bewegtes Teil ausgeübt werden, das beispielsweise mit dem Stempel antrieb gekoppelt ist und, in dem Augenblick auf das vordere Teil des Werkstückes 5 einen Kraftimpuls überträgt, in dem der Stempel 1 gerade ganz aus dem Werkstück 5 herausgezogen ist. Zweckmässig erfolgt diese Kraftübertragung auch unter Zwischenschaltung einer Feder.
Schliesslich kann die Kraft auch durch einen Druckluftstrom aufgebracht werden, der in An- griffsrichtung der Kraft auf das vordere Teil des Werkstückes 5 gerichtet ist. Auch dieser Luftstrom kann periodisch gesteuert sein und möglicherweise zugleich zum Kühlen des Werkstückes 5 dienen.
Dadurch, dass an dem vorderen Teil des Werk- stückes 5 eine Kraft angreift, wird nicht nur das Ab springen des Werkstückes in beliebige Richtungen verhindert, sondern das Werkstück 5 wird auch zwangsweise und nicht nur im freien Fall aus dem Bereich des Stempels herausgeführt, so dass durch diese Art der Ablegeeinrichtung eine beachtliche Leistungssteigerung der Presse möglich ist. Die Hub zahl des Stempels findet also nicht dort ihre Grenze, wo die Ablegeeinrichtung nicht mehr mitkommt, weil die Fallgeschwindigkeit der Werkstücke 5 der Ab legegeschwindigkeit eine obere Grenze setzt.
Wie erwähnt, weist die Einrichtung auch noch eine Haube 7 auf, die eine Bewegung des Werkstückes 5 quer zu der Ebene verhindert, die durch die Rich tung der an dem Werkstück 5 angreifenden Kraft und der Richtung der Stempelbewegung bestimmt ist.
Die Haube 7 besteht zweckmässig aus durchbro chenem Blech und kann bei Bedarf sehr rasch gegen eine schmälere oder breitere Haube ausgewechselt werden, wenn schmälere oder breitere Werkstücke fliessgepresst werden.
Im vorstehenden ist eine Ausführungsform be schrieben, bei der die in Richtung des Pfeiles 12 wir kende Kraft am vorderen Teil des Werkstückes 5 und der Anschlag 9 am hinteren Teil des Werkstückes angreift. Die Erfindung soll hierauf nicht beschränkt sein, sondern auch Ausführungsformen mit umfassen, bei denen die Kraft am hinteren Teil des Werkstückes und der Anschlag 9 am vorderen Teil des Werk stückes angreift.
Wichtig ist, dass in dem Augenblick, in dem der Stempel ganz aus dem Werkstück heraus tritt, an diesem Werkstück ein Moment angreift, das stärker ist als dasjenige Moment, das durch die Un ebenheit des vorderen Randabschnittes des Werk stückes auf das Werkstück einwirkt, so dass dieses mit Sicherheit in vorbestimmter Lage in den Auffang trichter 10 geworfen wird.
Deposition device on an impact extrusion press The invention relates to a deposition device on an impact extrusion press.
When extruding tubes and cups, a blank is pressed into the die using a punch with such high pressure that the blank material emerges around the punch edge in the gap between the circumference of the punch and the inner diameter of the die and flows along the punch. The workpiece sticks to the punch and is wiped off by a scraper when it retracts.
For various reasons, the extruded pieces are not always the same length at every point on the circumference. Therefore, when the rear edge of the work piece comes to rest on the stripper and thereby the workpiece is stripped from the punch, a moment acts on the workpiece which results from the abutment of the longest edge part on the stripper. This moment can take on a considerable size because the workpiece adheres quite firmly to the punch. However, it is entirely up to chance at which edge section the workpiece is the longest and in which direction this part jumps off when it is stripped.
For this reason, it is very difficult in impact extrusion presses to provide depositing units that reliably capture the workpiece despite it jumping off and deposit it in a certain orientation and transport it on.
Well-known switching stars transport the extruded workpieces inevitably out of the punch area, but do not prevent the parts from jumping off. If tubes hook into the die when jumping off, the star switch will destroy them. Since, moreover, the star switch is open to one side, the extruded piece is left to itself on this one side, so that short pieces can nevertheless overturn or insert themselves transversely into the star switch. The star switch also has the major disadvantage that one of its wings has to be moved through the punch area with each stroke.
In contrast, the inventive Ab laying device has a device which, near an end of the workpiece, after it has been stripped from the punch, exerts a force on the workpiece transversely to the direction of the punch movement.
In addition, a stop is provided in the path of the workpiece moved by this force, against which the other end of the workpiece strikes and around which the workpiece tilts under the action of this force. Finally, seen in the direction of the force, a funnel is arranged behind the stop, in which the workpiece, which is inevitably rotated by about 90 ° with the help of the force and the stop, is caught. A pipe connects to the funnel, in which the workpiece is then conveyed on.
The device according to the invention first of all has the advantage that in the interaction between the force acting transversely to the punch movement and the stop, the workpiece is always steered in the same direction regardless of the torque generated during stripping. The pieces can no longer jump off in any direction, but are inevitably inserted into the funnel opening after a likewise inevitable rotation of about 90.
This ensures that all workpieces are fed to a downstream machine in the same direction and position.
A further advantage of the invention is that the working space is not crossed by this depositing device, so that the designer can select the punch movement regardless of the depositing device. The device according to the invention is also particularly simple in construction and requires no maintenance.
The invention is described below with reference to an embodiment which is shown in the drawing.
1 shows a longitudinal section, FIG. 2 shows a plan view in the direction of arrow II in FIG. 1 of an embodiment of the invention. In the drawing, the ram is marked with 1 be,
which passes through a bore 2 of the stripper 3 and touches a plate inserted in the die 4 designed as a recess by a device (not shown) with such great pressure that through the gap between the inner wall of the die 4 and the circumference of the punch 1 the blank material emerges and advances along the punch. The cup-shaped workpiece 5 is thereby formed.
This workpiece 5 adheres relatively firmly to the punch 1 and is stripped from this by the stripper 3 when the punch 1 moves back through the hole 2 corresponding exactly to the outer diameter of the punch 1 into the position shown.
On the stripper 3, a hood 7 is attached to a carrier 6, which is U-shaped in cross-section, the distance between the hood legs being only slightly greater than the width of the workpiece. A leaf spring 8 is attached to the web of the hood in such a way that it presses on the workpiece 5 when the punch 1 is extended. Below the path of the workpiece 5 is a stop 9 is attached in the form of a pin in the hood. Below the hood 7, a funnel 10 is arranged, to which a transport tube 11 connects.
During the return stroke of the punch 1, the work piece 5 comes to rest on the stripper 3 and is stripped by the punch going back through the bore 2 because the workpiece 5 cannot pass through the bore 2. The spring 8 presses on the front part of the workpiece 5. As soon as the workpiece 5 is released by the backward movement of the punch 1, the spring 8 can move the workpiece 5 downwards.
In doing so, however, the rear part of the workpiece hits the stop 9, so that the workpiece 5 forcibly tilts around the stop 9, is caught in the funnel 10 and is transported on through the transport tube 11.
Instead of the spring 8, any other device can be provided which exerts a force on the front part of the workpiece 5 either permanently or only at the moment when the punch releases the workpiece 5;
For example, this force can also be exerted by a periodically moving part, which is, for example, coupled to the punch drive and transmits a force impulse to the front part of the workpiece 5 at the moment when the punch 1 has just been pulled out of the workpiece 5 . This power transmission also expediently takes place with the interposition of a spring.
Finally, the force can also be applied by a stream of compressed air which is directed in the direction in which the force acts on the front part of the workpiece 5. This air flow can also be controlled periodically and possibly at the same time serve to cool the workpiece 5.
Because a force acts on the front part of the workpiece 5, not only is the workpiece prevented from jumping off in any direction, but the workpiece 5 is also forced out of the area of the punch and not only in free fall, see above that this type of depositing device enables a considerable increase in the performance of the press. The stroke number of the punch does not find its limit where the depositing device can no longer keep up, because the falling speed of the workpieces 5 sets an upper limit to the depositing speed.
As mentioned, the device also has a hood 7 which prevents the workpiece 5 from moving transversely to the plane which is determined by the direction of the force acting on the workpiece 5 and the direction of the punch movement.
The hood 7 is expediently made of perforated sheet metal and, if necessary, can be exchanged very quickly for a narrower or wider hood when narrower or wider workpieces are extruded.
In the above, an embodiment is be written in which the in the direction of arrow 12 we kende force acts on the front part of the workpiece 5 and the stop 9 on the rear part of the workpiece. The invention is not intended to be limited to this, but also to include embodiments in which the force acts on the rear part of the workpiece and the stop 9 acts on the front part of the workpiece.
It is important that at the moment when the punch emerges completely from the workpiece, a moment acts on this workpiece that is stronger than the moment that acts on the workpiece due to the unevenness of the front edge section of the workpiece, so that this is thrown into the collecting funnel 10 with certainty in a predetermined position.