Verfahren zur Befestigung mindestens einer elektrischen Leitung an einem Seil Das Patent betrifft ein Verfahren zur Befestigung mindestens einer elektrischen Leitung an einem Seil. Dieses Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass man vorfabrizierte Befestigungselemente, welche mindestens einen nach einer Schraubenlinie verlaufenden Ab schnitt aufweisen, von der Seite her über dem Seil und der Leitung oder den Leitungen anbringt, so dass sie von den Befestigungselementen umwunden wer den, wobei die Ganghöhe der genannten Schrauben linie so gross ist, dass die elastische Grenze des Ma terials der Befestigungselemente bei ihrem Anbringen nicht überschritten wird.
Das Patent betrifft auch ein Befestigungselement zur Durchführung dieses Verfahrens. Dieses Befesti gungselement zeichnet sich dadurch aus, dass es zwei Abschnitte aufweist, die nach gegensinnig gewun denen Schraubenlinien verlaufen.
Das Patent betrifft auch eine Anwendung des Ver fahrens. Dieselbe zeichnet sich dadurch aus, dass man mehrere elektrische Leitungen mittels der Befesti gungselemente an einem zentralen Zugseil und zu gleich an mehrarmigen Führungssternen befestigt, die an den Enden ihrer Arme mit Rollen versehen sind und das so gebildete Ganze mittels des Zugseils in einen Kanal einzieht, wobei die Rollen auf dessen Wand abrollen.
Ausführungsbeispiele des Verfahrens werden an hand der beiliegenden Zeichnung erläutert. Es zeigen: Fig. 1 und 3 eine erste Form des Befestigungs elementes, Fig. 2 und 4 eine andere Form des Elementes, Fig. 5 ein Tragseil mit Luftleitung, Fig. 6 einen Schnitt durch die Anordnung gemäss Fig. 7, Fig.7 die Anordnung einer Leitung an einem Tragseil, Fig. 8 und 9 die Anordnung von mehreren Lei tungen an einem Tragseil, Fig. 10 eine andere Ausführung des Befestigungs elementes,
Fig. 11 bis 13 das Anbringen eines Elementes ge mäss Fig. 10, Fig. 14 bis 16 eine weitere, dem Element nach Fig. 10 ähnliche Form des Elementes, Fig. 17 das Montieren einer Leitung, Fig. 18 das Befestigen einer Leitung an einem Tragseil, Fig. 20, 21 eine Einzelheit, Fig. 22, 23 eine Anwendung des Verfahrens zum Einbringen von Leitungen in unterirdische Kanäle.
In Fig. 1, 2 ist ein schraubenlinienförmig vor geformtes Element 10 dargestellt, das beispielsweise aus rundem Metall- oder Kunststoffdraht besteht. Diese Elemente können auch aus einem flachen Band hergestellt werden. Sie können entweder stückweise oder in Form eines Bandes ab einem Haspel ver wendet werden. Die Schraubenlinie, die sie bilden, kann rechts- oder linksgängig sein.
Bei der Verwendung solcher Elemente werden jeweils Elemente mit einem innern Durchmesser ge wählt, welcher genügend gross ist, um das Tragseil und das oder die an ihm zu befestigenden Fern leitungen zu umschliessen. Die Ganghöhe p dieser Elemente 10 ist gross genug, damit die Elemente von der Seite auf das Tragseil und an die elektrische Leitung angebracht werden können, ohne dass die elastische Grenze ihres Materials überschritten wird.
In der Ausführung gemäss Fig. 2 und 4 sind die Enden der Elemente 10 mit Haken 12 versehen. Diese Haken 12 sind derart bemessen, dass sie dem Durchmesser der elektrischen Leitung oder des Trag seils entsprechen. Vorzugsweise entsprechen sie dem Durchmesser des letzteren, so dass die Elemente an diesem Tragseil eingehängt werden können, um axiale Verschiebungen zu vermeiden.
In Fig. 5 ist eine solche Anordnung dargestellt. Das Tragseil 14 ist an Hängestangen 16 aufgehängt. Die Fernleitung 18 wird mittels eines Elementes 10 an diesem Tragseil 14 befestigt. Die Haken 12 entsprechen dem Durchmesser des Tragseils 14 und sind an diesem Seil 14 eingehängt.
Fig. 6, 7 zeigen in Ansicht und Querschnitt eine ähnliche Anordnung. Das Tragseil 14 ist ein sieben- litziges rechtsgängiges Seil, und die Leitung 18 be steht aus drei dreiadrigen Einzelleitungen mit einer Schutzhülle.
Das Element 10 hat einen Steigungswinkel und einen Drall, die dem Steigungswinkel und dem Drall von Tragseil und Leitung entsprechen. Bei den Be rührungsstellen 20 zwischen dem Element 10 und dem Tragseil greift dieses Element in die schrau- benlinienförmigen äussern Vertiefungen zwischen den Litzen des Seils ein (Fig. 6). Dadurch wird jede axiale Verschiebung unterbunden.
Alle Teile einer solchen Anordnung sind fest an einander verbunden. Auch wenn das Ganze beispiels weise steil geneigt ist, besteht keine Gefahr, dass die verschiedenen Teile in bezug aufeinander rutschen. Dies wird auch im Falle von Schwingungen ver mieden.
Dadurch, dass die Haken 12 am Tragseil einge hängt sind, wird auch jede Verletzung der isolieren den Hülle der Leitung durch diese Haken 12 ver mieden. Aus diesem Grunde werden vorzugsweise die Haken am Tragseil eingehängt statt an der Lei tung selbst, obwohl dies an sich auch möglich wäre.
In Fig. 8 und 9 ist eine ähnliche Ausführung dar gestellt, bei welcher jedoch anstatt einer einzigen Leitung 18 eine Anzahl getrennter Leitungen 19 vor gesehen sind. Das in bezug auf Fig. 6, 7 Gesagte gilt jedoch hier auch.
In Fig. 10 ist eine andere Ausführungsform des Elementes 10 dargestellt. Das dargestellte Element weist einen mittleren geraden Abschnitt 22 auf und besteht links von diesem Abschnitt aus einem links gängigen schraubenlinienförmigen Abschnitt 24 und rechts von diesem Abschnitt aus einem rechtsgängi gen, schraubenlinienförmigen Abschnitt 26; selbst verständlich könnten die Abschnitte 24, 26 auch vertauscht werden. Die freien Enden dieser Ab schnitte sind ebenfalls mit Haken 12 versehen.
In Fig. 11 bis 13 ist das Verfahren zur Befesti gung der Fernleitung am Tragseil mittels eines sol chen Elementes dargestellt. Zuerst werden die Haken 12 durch Einhängen an dem Tragseil 14 befestigt. Anschliessend wird der mittlere Abschnitt 22 im Uhrzeigerdrehsinn (bezogen auf Fig.12) um das Ganze gedreht. Dies wird so lange gemacht, bis die links- und rechtsgängigen schraubenlinienförmigen Abschnitte 24, 26 ganz um das Seil 14 und die Lei tung 18 gewunden sind (Fig. 13). Der Abschnitt 22 liegt an der Leitung 18. In Fig. 14 bis 16 ist eine weitere Ausführung der Elemente 10 dargestellt.
Gegensinnig gewundene Ab schnitte 25, 27 werden bei 28 stirnseitig aneinander- gebracht. Eine rohrförmige Hülle 34 wird zum Kup peln dieser beiden Abschnitte über ihre Enden auf gesteckt. Diese Hülle 34 besteht selbst aus zwei schraubenlinienförmig gewundenen Elementen 30, 32 (Fig. 15). Der innere Durchmesser der Hülle 34 ist beispielsweise um 15-20% kleiner als der äussere Durchmesser der Abschnitte 25, 27; infolgedessen klemmt diese Hülle diese Abschnitte fest.
Die anein- andergeklemmten Abschnitte 25, 27 werden wie im Falle von Fig. 11 bis 13 angebracht, und die Hülle 34 liegt dann in der gleichen Lage wie der Abschnitt 22 in Fig. 13. Die Hülle 34 könnte auch durch eine metallische, an den Elementen 25, 27 angeschweisste Hülle oder durch ein Rohr aus Kunststoff ersetzt werden.
Mit Bezug auf Fig. 17 wird ein Verfahren zum kontinuierlichen Aufhängen einer Luftleitung an Masten E näher erläutert. Auf einem beweglichen Fahrzeug C wird .eine Vorratsrolle B für das Tragseil 14 und eine Vorratsrolle A für die Luftleitung 18 an gebracht. Das Seil 14 und die Leitung 18 werden gleichzeitig abgewickelt und mittels Elementen 10 vom Arbeiter aneinander befestigt. Die Elemente 10 sind entweder von der in Fig. 1 oder 2 oder von der in Fig. 10 und 14 gezeigten Gattung. Das Seil 14 wird über schematisch dargestellte Träger F ge führt. Das Seil 14 könnte aber auch im voraus an den Trägern F angebracht werden, in welchem Falle die Vorratsrolle B ausbleiben würde.
In Fig. 18 ist ein Verfahren dargestellt, gemäss welchem ein Seil 14 und eine Leitung 18 mit Hilfe einer Art Matrize D verbunden werden können. Eine Vorratsspule S für ein kontinuierliches Element 10 aus abwechselnd gegensinnig gewundenen Teilen ist auf einem Schwenkrahmen 40 vorgesehen, so dass Spule S hin und her um die Bewegungsachse des Seils und der Leitung schwenkbar ist.
Die somit aus Seil, Leitung und Befestigungs elementen gebildete Einheit kann auf eine Vorrats rolle A' (Fig. 19) aufgerollt und ähnlich wie nach Fig. 17 verwendet werden. Das Element 10 beein trächtigt die Biegsamkeit des Ganzen in keiner Weise.
Im Gegensatz zum vorstehenden wurden bis jetzt weiche, nicht vorgeformte Befestigungselemente ver wendet. Es stellte sich jeweils das Problem, wo und wie solche Elemente abgeschnitten werden durften. Mit den beschriebenen Elementen stellt sich dieses Problem überhaupt nicht, denn sie können irgendwo abgeschnitten werden, ohne dass die Klemmkraft des restlichen Teils beeinträchtigt wird. Ferner sind keine Endbefestigungsklammern nötig. Mit andern Worten gestatten die beschriebenen Elemente eine vollkommene Befestigung, ohne Hilfe von zusätz lichen Organen wie Klemmen oder dergleichen.
Im allgemeinen ist der innere Durchmesser der Befestigungselemente ungefähr gleich der Summe der Durchmesser des Seils und der Leitung. Wenn eine axiale Verschiebung auf jeden Fall vermieden werden muss, wird dieser Durchmesser etwas kleiner gewählt. Die Elemente verlaufen dann in den schraubenlinien- förmigen Vertiefungen des Seils, und ihre Enden kön nen eventuell in den überzug der Leitung eingreifen. Eine derart enge Befestigung ist allerdings nicht immer erwünscht wegen des Widerstandes, den das Ganze dem Wind bietet, der das Ganze unter Umständen in starke Schwingungen versetzt, was bei einer loseren Befestigung vermieden werden kann.
Zur loseren Befestigung müssen die Befestigungs elemente einen innern Durchmesser aufweisen, der grösser als die Summe der Durchmesser von Seil und Leitung ist. Der Wind bzw. quer gerichtete Luft ströme können somit leichter durch die verschiedenen Teile der Anordnung passieren, wobei die Leitung senkrecht unter und parallel zum Seil hängt.
In Fig.20 sind zwei Elemente 10, 10' darge stellt. Die Enden dieser Elemente überlappen sich, so dass sie ein kontinuierliches Befestigungselement bilden. Um das Ende jedes Elementes kann ein Band T oder eine Kunststoffolie umgebunden werden, um eine Verletzung der Leitungsisolierung zu vermei den (Fig.21).
In Fig. 22, 23 ist eine Anwendung der Erfindung dargestellt. Das Einführen von Leitungen in unter irdische Kanäle bietet oft Schwierigkeiten. In diesem Falle können beispielsweise drei Leitungen 18, 18', 18" um einen dreiarmigen, Rollen 46 tragenden Führungsstern 42 mittels Elementen 10 befestigt wer den.
Eine ganze Reihe von solchen Sternen 42 kann gemäss Fig. 22 zwischen den Leitungen befestigt wer den. Ein Zugseil 48 verbindet alle Sterne, die so viele Arme 44 aufweisen, als Leitungen vorhanden sind. Das Ganze kann dann leicht durch einen Kanal 50 gezogen werden, auf dessen Wand die Rollen 46 ab rollen.