Verfahren zur Herstellung von Kondensatoren. Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren zur Herstellung von Kondensatoren, zum Beispiel von Schicht- oder Wickelkon densatoren, und besteht darin, dass der Kör per eines solchen Kondensators durch einen Schneidvorgang aus einem grösseren Aus gangskondensator hergestellt wird und die an die Schnittflächen, angrenzenden Teile der Belegungen (leitenden Schichten) mindestens des einen Belagsatzes so weit zerstört werden, dass au der Schnittfläche keine den Betrieb des Kondensators störende elektrische Ver bindung zwischen den Belegungen mehr be steht. Hierbei ist unter Schneiden jede Form von Schnittflächen erzeugender Bearbeitung zu verstehen.
Als Belagsatz soll die Gesamt heit der Belebungen (also der einzelnen La gen, Windungen aus Metall) angesehen wer den, die beim Anschluss des Kondensators an die gleiche Polarität des angeschlossenen Stromkreises angeschlossen wenden. Schneidet man ein Dielektrikumsband, das auf beiden Seiten mit Metallbelegungen versehen ist, auf irgendeine Weise durch, so werden die Belegungen über die durch den Schneidvor gang entstandene Stirnseite des Dielektri kumsbandes hinüber durch Verschmieren oder Verquetschen in mehr oder weniger gut lei tende Berührung miteinander gebracht.
Ein Kondensator, der auf diese Weise zum Bei spiel durch Abschneiden kleiner Stücke von einem etwas grösseren Ausgangskondensator auf eine gewünschte Kapazität eingestellt worden ist, hat also an den Schnittflächen eine Verbindung zwischen den beiden Be legungen, die sieh je nach der Innigkeit der Berührung als vollständiger Kurzschluss oder wenigstens als störende Leitfähigkeit auswirken kann.
Die so erhaltenen Konden- satwren sind also in den weitaus meisten Fäl- len nioht zu gebrauchen, weil die Belegungen über das Diellektrikum hinweg an der Schnitt stel!le miteinander verbunden sind. Besteht der Kondensator aus. mehreren Lagen von Di- elektrikumsbändern, die zwischen sich jeweils einzelne metallische Belegungen einschliessen (Schiehtkondensator),
oder besteht er aus einem Wickel aus zwei Dielektrikumsbändern und zwischen ihnen eingeschlossenen Metall- belegungen (Wickelkondensator), so wird nach dem Schneiden selbstverständlich die ge samte Schnittfläche von einer grossen Anzahl von Entladungsbahnen zwischen den einzel nen Belegungen, also auch zwischen Belegun gen verschiedener Polarität, überzogen sein. Im Sinne der Erfindung werden deshalb die an die Schnittflächen angrenzenden Teile der leitenden Schichten Belegungen mindestens des einen Belagsatzes so weit zerstört, dass aal der Schnittfläche keine den Betrieb des Kon- densators störende elektrische Verbindung zwischen den Belegungen mehr besteht.
Je nach der Art des Dielektrikums kann die Zerstörung der Belegungen zwischen den einzelnen Dielektrikumslagen auf verschie dene Weise erfolgen. Wenn beispielsweise Glas oder sonst ein gegen Säuren unempfind licher Stoff das Dielektrikum bildet, so kann die Zerstörung der Belegungen etwa durch Eintauchen der Schnittflächen in ein Säure bad erfolgen. Es ist auch möglich, ein belie biges bekanntes chemisches Verfahren zu ver wenden oder das Belagmetall auf elektroly tischem Web zu entfernen, wenn das Dielek trikum aus nicht quellenden Stoffen besteht. Bei thermoplastischen Dielektriken genügt unter Umständen eine Erwärmung der Schnittfläche, wobei infolge der starken Aus dehnung des thermoplastischen Stoffes die Leitfähigkeit der darauf aufgebrachten metal lischen Belegungen verloren geht.
Schneidet man einen Kondensator mit thermoplasti schem Dielektrikum mittels eines elektrisch erhitzten, glühenden Drahtes oder Bandes, so genügt bereits die auf diese Weise dem Di elektrikum während des Schneidens zuge führte Wärme zum Zerreissen der leitenden Verbindungen an der Schnittstelle. Bei die sem Verfahren wird mit Vorteil hinter dem schneidenden glühenden Draht ein Band oder ein zweiter, dünnerer und ungeheizter Draht durch den entstandenen Trennspalt geführt, um ein Zusammmkleben der auseinauder- geschnittenen Teile hinter dem Schneidwerk zeug zu verhindern.
Zweckmässigerweise wird dabei ein Band verwendet, dessen Dicke etwas geringer ist als der Durchmesser des schneidenden Drahtes.
Wenn die Belegungen so dünn sind (zum, Beispiel durch Metallaufdampfen oder Ka thodenzerstäubung in einer Grössenordnung von beispielsweise 0.1,u Dicke aufgebrachte Belegungen). dass sie bei einem Durchschlag um die Durchschlagstelle herum selbsttätig verschwinden und den Kurzschlussstromunter brechen können (selbstausheilende Konden satoren), so kann das Zerstören der Belegun gen an den Schnittstellen auch durch Anlegen einer genügend grossen Spannung an die Be- lagsätzo erfolgen.
Zwischen den beiden Belag sätzen fliesst dann nämlich über die Kurz schlussbahnen auf der Schnittfläche ein Strom, der die auf der Schnittfläche befind lichen Metallteilchen und die gegen den Rand zu mit solchen auf der Schnittfläche befind lichen Metallteilchen in Berührung stehenden Teile der Belegungen verdampfen lässt, so dass auf diese Weise die Stromleitung zwischen den Belegungen unterbrochen wird.
Dissees Verdampfen oder Wegbrennen der uner wünschten Metallteile kann nach dem Schnei den für sich vorgenommen werden; es kann aber genau so gut schon während des Schnei dens gleich miterfolgen indem man sämtliche Belegungen einer Polarität des einen Belag satzes des Kondensators einerseits und das aus Metall bestehende Schneidwerkzeug ander seits an die entsprechende Spannung legt, so dass Ausbrennen und Ausheilen des Kon- dernsato,rs durch Stromübergang zwischen Kondensatormetall und Schneidv-erkzeug stattfindet.
Die Spannung kann aber auch in diesem Fall. an die Belegungen beider Belag- sätza des Kondensators gelegt werden, diie dann beim Schneiden durch das Schneidwerk- zeug miteinander in leitende Verbindung ge bracht werden, so dass das Auzbrennen durch Stromübergang von Belegungen des einen über das Sehneid-,verkzeug zu Belegungen des andern Bela-gsatzes bewirkt wird.
Wird das Ausbrennen dagegen erst nach dem Schnei den vorgenommen, so kann man auch in der Weise vorgehen, dass man auf die Stirnseite des Kondensators eine Metallfolie auflegt und diese einerseits, anderseits aber die gesamten Belegungen beider Belagsätze des Konden- sators an Spannung legt.
Das Verfahren eignet sich nicht nur zum Abgleichen eines einzelnen Kondensators durch Abschneiden kleiner Teile, sondern ebenso auch zur Herstellung kleinerer Einzel kondensatoren aus einem grossen Ausgangs kondensator durch Abschneiden der einzelnen Kondensatoren von dem Ausgangskonden sator.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, Kon densatoren für die Hochfrequenztechnik da durch herzustellen, dass ein fortlaufender Glimmerstreifen nach einem bekannten Ver fahren auf beiden Seiten mit einem leitenden Metallüberzug versehen wird und dann flache Stücke entsprechend der Grösse des gewünsch ten Kapazitätswertes von dem Streifen abge schnitten werden. Dieses Verfahren hat sich jedoch nicht als brauchbar erwiesen. Man hat daher später vorgeschlagen, dem auf dem Streifen des dielektrischen Stoffes aufge brachten leitenden Metallüberzug quer zu dem fortlaufenden Streifen liegende Ausspa rungen zu geben, innerhalb welcher das Ab schneiden der flachen Stücke erfolgen sollte.
Damit ging aber wieder der Vorteil ver loren, den das ursprüngliche Verfahren hatte und wohl auch haben sollte, nämlich von einem grösseren Kondensator, gewissermassen einem Ausgangskondensator, je nach Bedarf eine Anzahl kleinerer Kondensatoren mit be liebigen versehiedenen Kapazitätswerte ab schneiden zu können.
Die Erfindung beseitigt das Hindernis, das der Ausführung dieses Gedankens ent gegenstand, und ermöglicht gleichzeitig seine Anwendung nicht nur auf einfache Konden- s s atoren mit einem einzigen auf beiden Sei ten metallisierten Dielektrikumsstreifen, son dern auch auf beliebig grosse Schicht- und Wickelkoudensatoren, von denen nach einer Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens einzelne Kondensatoren abge- schnitten werden können. Der Ausgangskon densator kann auf eine beliebige bekannte Art und Weise hergestellt sein; er kann in ge tränktem oder in ungetränktem Zustand zer schnitten werden; die herausgeschnittenen oder abgeschnittenen kleineren Kondensatoren können jede beliebige Form erhalten.
Sie können beispielsweise mit Vorteil kubische oder quaderförmige Gestalt haben, so dass sie sich ausserordentlich bequem in die üblichen viereckigen Gehäuse einsetzen lassen oder aber nach Eintauchen in einen sie rings um gebenden Isolierlack oder eine Vergussmasse selbst als solche viereckige Kondensatoren ohne Gehäuse verwendet werden können. Man erreicht dadurch, dass die bei Wickelkonden satoren bisher nicht vermeidbaren toten Zwickel und Ecken in vierkantigen Konden satorbechern wegfallen, und kann mehrere Kondensatoren unter ausserordentlich guter Raumausnutzung neben- oder übereinander gestapelt anordnen.
Ein Nachteil des Verfahrens ist jedoch der, dass die Kondensatoren nicht beispiels weise würfelförmig aus einem beliebig gro ssen Würfel herausgeschnitten werden kön nen, dass vielmehr lediglich flache Stücke als Ausgangskondensator benutzt werden dürfen, weil man ja in der Lage sein russ, an den ab geschnittenen Kondensatoren einerseits die Belegungen des einen und anderseits die Be legungen des andern Belegsatzes für sich mit einer Zuführungselektrode zu versehen. Man ist deshalb darauf angewiesen, diese beson dere Herausführung der Belegungen der zwei Belegsätze für sich auf je eine Seite bereits .
im grossen Ausgangskondensator vorzuneh men, und kann infolgedessen die Breite des Ausgangsko#n.denis,atoro (gemessen zwischen den Seiten., die zur Anbringuug von An- schltissen geeignet sind) höchstens so gross machen wie die der später davon abgeschnit tenen Kou@densatareu. Der Ausgangskonden sator ist ,
deshalb so auszuführen"dass von ihm Kondensatoren von immer derselben Höhe und Breite abgeschnitten werden können, ,deren Abmessungen also nur in Richtung,der Längserstreckung des Ausgangskondensators verschieden sein können.
Bei begrenzter Länge des Ausgangskondensators liesse sich eins weitere Vergrösserung seiner Abmessun gen und damit der Zahl der aus ihm gewinn baren Kondensatoren bestimmter Abmessun gen nur noch durch Vergrösserung seiner Höhe erreichen, so dass dis abgeschnittenen Kon densatoren parallel zu ihrer Schichtung noch mals unterteilt werden könnten.
In seiner Breite zwischen den zur Anbringung von Anschlüssen geeigneten Seiten liesse sich der Ausgangskondensator jedoch nur dann ver grössern, wenn man auf eine Unterteilung der abgeschnittenen Kondensatoren in dieser Richtung verzichten würde, was zu ausser- ,ordentlich langen, aber sehr schmalen, abge schnittenen Kondensatoren führen würde, deren Verlustwinkel durch den Ohmsehen Widerstand der Metallischichten verhältnis mässig ungünstig wäre.
Dieser Nachteil lässt sich nach einer Aus führungsform der Erfindung dadurch besei tigen, dass man die metallischen Belegungen des Ausgangskondensators derart ausführt, dass sie bei der nachfolgenden Zerstörung der an die Schnittflächen angrenzenden Teile in verschiedenem Mass zerstört werden. Dies kann am einfachsten durch die Verwendung von Metallschichten verschiedener Dicke er zielt werden. Es können aber auch verschie denartige Metalle, beispielsweise Kupfer oder Silber für die schwerer und Zink oder Kad mium für die leichter zerstörbaren Belegun- gen, verwendet werden.
Man kann die Anord nung so treffen, dass die Belegungen des einen Belagsatzes einzeln und als Ganzes in der Weise ausgeführt werden, dass sie weni ger leicht zerstört werden können. Dies hat aber den Nachteil, dass man am abgeschnitte nen Kondensator auf allen Seiten nach der Zerstörung der leichter zerstörbaren Teile der Belegungen nur Belegungen dieses einen Belagsatzes antreffen wird, während sich die Belegungen des andern Belagsatzes auf allen Seiten von den Schnittflächen des Konden- sators zurückgezogen haben werden. Es ist infolgedessen erforderlich, die Belegungen jedes Belagsatzes so auszuführen, dass inner halb der gleichen Belegung des Kondensators Teile beider Art abwechselnd auftreten.
Die Belegungen für den andern Belagsatz müs sen dann so ausgebildet sein, dass Stellen, die weniger leicht zerstört werden können, sol chen Stellen in den Belegungen des ersten . Belagsatzes gegenüberliegen, die leicht zer störbar sind, und umgekehrt.
Schneidet man einen solchen Kondensator nun irgendwie durch und sorgt dafür, dass die leichter zerstörbaren Belegungsteile au den Stirnflächen beseitigt werden (beispiels weise durch chemische oder elektrolytische Einwirkungen), so hat man bei entsprechen- ,der Wahl der Schnittstelle an der einen Stirnseite des Kondensators nur noch die übrig gebliebenen Teile der Belegungen des einen Belagsatzes, an der andern Stirnseite die übriggebliebenen Teile der Belegungen des andern Belagsatzes und kann hier nun in bekannter Weise die Stromanschlüsse anbrin- gen.
Es ist schon ein Verfahren bekannt ge worden (im folgenden kurz #Vakuumtrom- melverfahren" genannt), nach dem Konden satoren dadurch hergestellt werden sollten, dass auf eine im Vakuum umlaufende Trom mel abwechselnd dielektrisehe und metal- lische Schichten aufgedampft werden.
Nach dem eine genügende Anzahl! von u'indungen dieser Schichten auf der Trommel aufge bracht ist, sollte der so entstandene hohl zylinderförmige Kondensator in axialer R-ieh- t.ung aufgetrennt und von der Trommel ge löst werden.
Hierbei war vorgesehen, dass man die Beliegungen verschiedener Polarität in Richtung der Trommelachse gegeneinander versetzte, so dass auf der einen Stirnseite des entstehenden Hohlzylinders nur Belegungen der einen, auf der andern Stirnseite nur Be- legungen der andern Polarität freilagen. Die- sesVerfahren ist-unwirtschaftlich, da.
nament lich bei grösseren Kondenisatordicken die not- #endige Wärmeabfuhr wegen des um die Trommel herrschenden Vakuums nicht zu :er reichen ist und infolgedessen die Aufdampf- gesehwindigkeit sehr niedrig bleiben muss. Ausserdem lässt sich aus denn bereits oben er wähnten Grunde auch hier die Walzenlänge, also die Breite des nachher erhaltenen Kon densators, nicht beliebig vergrössern.
Macht man die Walze zu lang, so rücken die beiden Stirnseiten zu weit auseinander, so dass die Stromanschlüsse, die ja am einen Rand jeder Belegung angeordnet sind, sehr weit vom andern Rand ihrer Beilegung abrücken. Dann sind die Stromwege in denn einzelnen Konden satorlagen zu ungünstig, und man erhält wegen des zu hohen Ohmschen Widerstandes der Metallbelegungen einen zu grossen Ver lustwinkel.
Wendet man das oben beschriebene Ver fahren hier an, se wird dieser Nachteil voll kommen beseitigt. Man kann der Walze eine nur durch mechanische Rücksichten begrenzte Länge geben, wenn man die Düsen, die zum Aufdampfen der Belegungen für die eine Polarität dienen, so unterteilt, dass abwech selnd Streifen leichter und schwerer Zerstör barkeit auf die darunter liegende dielek trische Schicht aufgedampft werden, und wenn man die zum Aufdampfen der Belegun gen für die andere Polarität dienende Düse in gleicher Weise, jedoch so unterteilt, dass schwerer zerstorbare Streifen leichter zer störbaren Streifen der ersten Polarität gegen überliegen, und umgekehrt.
Diese Streifen können von gleicher oder verschiedener Breite sein. Nach dem Auf dampfen wird der erhaltene hohlzylinder- förmige Kondensator von der Trommel ab gezogen, flachgepresst und dieser flaehge- presste Kondensator dann parallel zu den Begrenzungslinien der erwähnten Streifen in Einzelkondensatoren zerschnitten. Dann werden die an die Schnittflächen angrenzen den Teile der Belegungen zerstört, wobei auf der einen Stirnseite der Kondensatoren die Belegungen der einen, auf der andern Seite der Kondensatoren die Belegungen der andern Polarität infolge ihrer oben erwähnten ver schiedenen Ausführung mehr angegriffen werden.
Nach dieser Behandlung hat man also auf der einen Stirnseite der Konden satoren lediglich Belgungen einer Polarität, auf der andern Seite nur Belegungen der andern Polarität, und die Kondensatoren kön nen in der bekannten Weise durch Aufbrin gen von lötfähigen Metallschichten mit Stromanschlüssen versehen werden.
Die Behandlung der Kondensatoren nach dem Schneiden erfolgt am besten, wie bereits erwähnt, nach einem chemischen oder elek trolytischen Verfahren; aber auch die Aus- brenübehandlung kann angewendet werden, wenn man die Dicke der aufgebrachten Schichten so versichieden gross macht, dass beim Ausbrennen nur die dünneren Belegun gen zerstört werden, während die dickeren Belegungen im grossen und ganzen unversehrt bleiben.
Ein weiterer Vorteil des erfindungs gemässen Verfahrens ergibt sich aus folgen- dem: Es ist bekannt, dass bei selbstausheilenden Kondensatoren bessere Ausbrennresultate er zielt werden, wenn die Belegungen des Kon- densators in einzelne kleine Teilflächen unterteilt werden, die miteinander nur über schmale stromleitende Stege verbunden sind.
Schlägt an irgendeiner Stelle innerhalb einer der kleinen Kapazitätsflächen der Konden sator durch, so kann die in den andern Kapa zitätsflächen aufgespeicherte Energie nicht schlagartig zur Durchschlagstelle hinströ men, wo sie in diesem Fall einen starken Fun ken mit grosser Energieumsetzung und Gas entwicklung hervorrufen würde, so dass der Kondensator im weiten Umkreis der Durch- sch1ä:gstellie mechanisch aufgerissen und<B>be-</B> schädigt würde.
Die zwischen den einzelnen Teilflächen dem Beilegungen eingeschalteten schmalen .Stege begrenzen durch ihre Wir kung als induktive oder Ohmsche Wider stände den Kurzschlussstrom vor allem im ersten Augenblick ausserordentlich. Die .sehr ,dünne Belegung hat -also Zeit,
mit einem ver hältnismässig schwachen Strom um die Dureh- sehlagstelle herum sauber zu verschwinden. Damit isst der Kurzschlussstrom unterbrochen.
Solche Kondensatoren nennt man entkop- pelte Kondensatoren. Einen solchen entkoppelten Kondensator kann man nun so herstellen, dass man einen nach dem erfindungsgemässen Verfahren her gestellten Kondensator durch Einsägen einer Anzahl von Schlitzen von einer Seite aus in mehrere Teilkondensatoren zerlegt, die auf der gegenüberliegenden Seite durch schmale Stege zusammenhängen. Auf diese Weise werden einzelne schmale, zungenartige Teile innerhalb jeder einzelnen Belegung des Kon- densators gewonnen, die über Stege von ge ringer Breite miteinander in leitender Ver bindung stehen.
Es entsteht, mit andern Wor ten, auf diese Weise ein entkoppelter Kon densator. Natürlich können die Schlitze auch von verschiedenen Seiten aus in den Konden satorkörper hineingesägt werden.
Der mit solchen Schlitzen versehene Kon densatorkörper kann in eine Vergussmasse ge taucht oder in ein Gehäuse eingesetzt und mit einer Vergussmassse vergossen werden, die nicht nur den Kondensatorkörper umgibt, sondern auch die Schlitze ausfüllt, so dess auf diese Weise ein fester Block erhalten wird, dessen einzelne Zungen sich nicht mehr gegeneinander bewegen können. Hat der her- ausgeischnittene Kondensator quaderförmige Gestalt, so empfiehlt es sich, ihn so aus dem Ausgangskondensator herauszuschneiden, dass die Schichtung quer zur Längserstreckung des Kondensatorquaders liegt.
Dadurch wird die Fläche der einzelnen Belegung möglichst klein, was an sich schon eine Entkopplung des Kondensators bedeutet, da die Einzelschich ten einer Polarität vorzugsweise über ver hältnismässig schmale Strombrücken mitein ander und mit dem Stromanschluss verbunden werden. Diese Brücken wirken dann im Durchschlagfall wie die schmalen Stege, von denen oben die Rede war.
Die Stromanschlüsse an nach dem Ver fahren gemäss der Erfindung von einem Aus gangskondensator abgeschnittenen Konden satoren können in bekannter Weise so erfol gen, dass jeweils dio Belegungen des einen Belegsatzes auf einer, die Belegungen des andern Belagsatzes aber auf einer andern Seite bis an den Rand der Dielektrikums- streifen heraus geführt ist und auf diese Sei ten Brücken aus Metall aufgebracht, beispiels weise durch das Schoopsche Spritzverfahren aufgespritzt werden, die dann mit jeder ein zelnen Lage oder Windung einer Polarität in Verbindung stehen und an die die Zufüh rungsdrähte des Kondensators angeschlossen, zum Beispiel angelötet, werden können.
Um eine bessere leitende Verbindung zwi schen den aufgebrachten Anschlussbrücken und den einzelnen Belegungen zu erzielen, können die Ränder der Belegungen zusam men mit den sie tragenden Dielektrikumsstrei fen derart um 180 Grad umgeklappt werden, dass das Metall an den Stirnseiten des Kon- densators nach aussen zu liegen kommt. Die aufgebrachte Anschlussbrücke kommt auf diese Weise sicher mit dem Belegungsmetall in Berührung und haftet besser auf ihm.
Bei den Ausgangskondensatoren, die Be- legungen haben, deren Widerstandsfähigkeit gegen das Zerstören verschieden gross ist, die also nach allen Richtungen zerschnitten wer den können, kann ein Umklappen der Rän- der natürlich nicht vorgenommen werden.
Die Anbringung der seitlichen Strom anschlüsse kann deshalb hier einige Schwie rigkeiten machen, weil die einzelnen Schich ten ausserordentlich dünn sind und nicht flä chenhaft aus den Stirnseiten des Konden- sators herausstehen, sondern lediglich im Querschnitt erfa.ssbar sind.
Es wird sich daher empfehlen, die Stromanschlüsse nicht dadurch herzustellen, dass man das Metall mit der Spritzpistole unmittelbar auf die Stirnseiten aufbringt, sondern die beiden Stirnseiten zu nächst mit einer @letald._4chicht im Vakuum zu bedampfen und erst auf diese dann die eigentliche Schicht elektrolytisch oder durch Aufspritzen aufzubringen.
Die aufgespritzte Schicht haftet dann auf der dünnen darunter- liegenden aufgedampften Schicht, und man erhält ausser .der besseren Haftfähigkeit auch einen wesentlich besseren elektrischen Kon takt der Stroma.nsehlüsse mit den einzelnen Belegungen, da infolge der wesentlich fei neren Struktur der aufgedampften Zwischen- sehicht eine bessere Berührung mit den Stirnseiten der emzennen sehr dünnen Metall schichten zustande kommt.
In der beigeordneten Zeichnung sind einige Ausfühzungsformen des Kondensators nach der Erfindung dargestellt, und zwar zeugt die Fig. 1 den Endteil eines Ausgangskon- densators, von dem ein einzelner Konden sator bereits abgesehnitten ist, Fig. 2 einen nach dem erfindungs gemässen Verfahren hergestellten entkoppel- ten Kondensator, Fig. 3 den Querschnitt durch einen Kon densator, der in eine Umhüllung aus Ver- gussmasse eingeschlossen ist, Fig.
4 einen mach dem oben beschriebe- nen Verfahren zum Beispiel auf einer lan gen Trommel hergestellten Ausgangskon densator mit Belegungen, die verschieden leicht zerstörbar sind, aus dem ein kleiner Einzelkondensator bereits herausgeschnitten ist, Fig. 5 einen nach dem bekannten Va kuumtrommelverfahren hergestellten Konden sator noch auf der Trommel und Fig. 6 einen ebenfalls nach dem Vakuum trommelverfahren hergestellten Kondensator, bei dem Schichten, die verschieden leicht zer störbar sind, nebeneinander angeordnet sind.
In Fig. 1 bedeutet 1 den Endteil eines Ausgangskondensators. Dieser Kondensator besteht aus mehreren abwechselnden Lagen von Papier 2 und Metallbelegungen 3 und 4. Die Belegungen lassen abwechselnd auf einer Seite einen schmalen Rand des darunterlie genden Papierstreifens unbedeckt. Dieser Aus gangskondensator 1 kann durch ein beliebi ges an, sich bekanntes Verfahren hergestellt worden sein. Die Dicke der Metall- und Pa- pierschiehten und das Verhältnis ihrer Dicken zueinander ist in der Abbildung dar Deut lichkeit halber stark übertrieben.
Die Be legungen können zum Beispiel auf die jeweils darunterliegende dielektrische Schicht aufge brachte, nicht selbständige, zum Beispiel auf gedampfte Schichten von ausserordentlicher Dünne, beispielsweise 0,2,u oder kleiner, sein. Von diesem Kondensator ist der Konden sator 5 abgeschnitten, beispielsweise abge sägt. Um die Stromanschlüsse an diesem ab getrennten Kondensator anzubringen, ist auf die beiden Stirnseiten je ein leitender Steg 6 und 7 durch das Schoopsehe Verfahren auf gespritzt. An diesem Steg sind die Zufüh- ruugsdrähte 8 durch Löten befestigt.
Wie man sieht, kann von dem Konden sator 1 eine grössere Anzahl solcher kleinerer Kondensatoren 5 abgeschnitten werden, und zwar in jeweils der b wünschten Länge und der gewünschten Form. Es braucht sich also keineswegs um den in der Fig. 1 gezeichneten quaderförmigen Kondensator zu handeln. Es lassen sich auch Kondensatoren von anderem Grundriss von dem Ausgangekondensator 1 albschneiden. Die beim Schneiden auf der Schnittfläche 9 entstandenen Leitfähigkeiten müssen durch ein geeignetes Verfahren be seitigt werden, im vorliegenden Fall also bei spielsweise durch Anlegen an Spannung und hierdurch erfolgtes Ausbrennen der sehr dün nen Metallbelegungen an den Schnittflächen.
In Fig. 2 ist ein auf gleicher Weise wie der Kondensator 5 in Fig. 1 hergestellter Kondensator gezeigt, der durch Einssägen von Schlitzen 10 entkoppelt ist. Bei einem Durch schlag des Kondensators, beispielsweise in dem zungenförmigen Teil 11, kann die in den übrigen Teilen des Kondensators aufgesta pelte Energie über den schmalen Steg 12 nicht ungehemmt in den Teil 11 hineinflie- ssen, so dass die Belegung an der Durch schlagsstelle Zeit hat, unter verringertem Stromdurchlass ;sauber auszubrennen. Der Übersichtlichkeit wegen ist die Strom- ansch,lussbrüeke 7 auf :
der Vorderseite dieses Kondensators in :der Zeichnung weggelassen worden.
In Fig. 3 schliesslich ist ein Längsisichnitt durch einen .fertigen Kondensator .gemäss der Erfindung darg:
estelilt. Der Kondensator be steht wieder aus abwechselnden Lagen von Metall 13 und dielektrischen Schichten 14, wobei die Belegungen mit den sie tragenden dielektrischen Schichten an den Enden um 180 Grad derart umgeklappt sind, dass das Metall nach aussen zu liegen kommt. Auf beiden Stirnseiten sind Metallbrücken 15 und 16 aufgespritzt und an diese Metallbrücken die Drähte 17 und 18 angelötet.
Der ganze Kondensator ist schliesslich von einem Ge häuse 19 umgeben, das beispielsweise durch Tauchen des Kondensators oder Umpressen des Kondensators mit einer Isoliermasse her gestellt sein kann.
In Fig. 4 stellt 51 ein Stück eines grossen Ausgangskondensators dar, das nach den ge strichelt eingezeichneten Linien in Einzel kondensatoren zerschnitten werden soll, von denen 52 einen bereits herausgeschnittenen zeigt. Der Ausgangskondensator ist aufge baut aus abwechselnden Schichten aus di elektrischem und leitendem Material. Die Be legungen 53 der einen Polarität, d. h. die dem einen Belagsatz zugeordneten Belegungen, be stehen aus Streifen 55 von gegen Zerstörung höherer Widerstandsfähigkeit und Streifen 56 von gegen Zerstörung geringer Wider standsfähigkeit, die abwechselnd nebenein anderliegen.
Ebenso sind die Belegungen 54 der anderes Polarität, d. h. die dem andern Belagsatz zugeordneten Belegungen in der artige Streifen geteilt, die Streifen dieser Be legungen jedoch so angeordnet, dass Streifen höherer Widerstandsfähigkeit der Belegungen 54 solchen niedrigerer Widerstandsfähigheit der Belegungen 53 gegenüberstehen. Legt man die parallel zu den Streifengrenzen ver laufenden Schnittlinien dann so wie in der Abbildung angedeutet, so erhält man Einzel- kondensatoreu wie den mit 52 bezeichneten. Bei diesem verläuft die Schnittfläche 57 in den Belegungen 54 durch Streifen höherer, in den Belegungen 53 durch Streifen niedri gerer Widerstandsfähigkeit. Bei der Schnitt fläche 58 ist es umgekehrt.
Werden nun diese Stirnflächen der Behandlung zur Beseitigung der Leitfähigkeiten unterworfen, so ver schwinden an der Stirnfläche 57 die an sie angrenzenden Teile der Belegungen 53, an der Stirnfläche 58 die an sie angrenzenden Teile der Belegungen 54. Durch das an sich bekannte Aufbringen einer Metallschicht auf die Stirnseite 57 erhält man hier also einen Anschluss an die Belegungen 54, auf der Stirnseite 58 einen Anschluss an die Be legungen 53.
In Fig. 5 ist ein Kondensator dargestellt, wie er nach dem bekannten Vakuumtrommel verfahren normalerweise Hergestellt werden kann. Die obern Schiehten sind an einer Stelle weggeschnitten, um die Schichtfolge und die Form und Lage der einzelnen Schichten zueinander zeigen zu können. Es bedeutet 20 die Trommel, die um die Achse 21 rotiert. Mit 22 ist eine der an die eine Polarität, mit 23 eine der an die andere Po larität anzuschliessenden Belegungen bezeich net, welche Belegungen abwechselnd bis zum einen oder andern Rand des Dielektrikums reichen. 24, 25 und 26 sind dielektrische Schichten zwischen den Belegungen. Sie sind ebenso wie die Metallbelegungen selbst durch Aufdampfen im Vakuum hergestellt. Die Zahl der aufeinanderfolgenden Windungen wird bei dieser Anordnung ausserordentlich gross sein, die einzelne Schicht daher sehr dünn.
Denkt man sich einen Kondensator dieser Art von der Trommel abgewickelt und plattgedrückt, so hat man zwar einen verhält nismässig langen Kondensator, von dem man eventuell quer zur Längserst.re.ckung einzelne Teilkondensatoren abschneiden könnte. Dann hätte man auf der einen Seite dieser abge sehnittenen Kondensatoren die Ränder der Be legungen der einen, auf der andern Seite die Ränder der Belegungen der andern Polarität. zum Anbringen der Stromanschlüsse zur Verfügung.
Wollte man jedoch diesen Ausgangskon densator der Länge nach aufteilen, also etwa . längs der Linie A-A der Fig. 5, so erhielte man im Querschnitt durchaus gleichartige Schnittflä.cli-en der einzelnen Belegungen, und man könnte durch kein Verfahren erreichen, dass man auf einer Seite nur die gerad.zah- ligen und auf einer andern Seite nur die un- geiradzahligen Schichten mit Anschlüssen ver sehen könnte.
Dagegen zeigt Fig. 6 die Anwendung des vorliegenden Verfahrens auf die Herstellung von Kondensatoren nach dem Vakuumtrom- melverfahren. Es bedeutet 27 die Trommel, 28 die Achse, um die die Trommel rotiert, 29 und 30 je eine Belegung der beiden je an eine Polarität anzuschliessenden Belagsätze, und 31, 32 und 33 verschiedene dielektrische Schichten des Kondensators. Die Belegung 29 ist nun in eine grosse Anzahl paralleler Streifen geteilt, von denen die Streifen 34, 35, 36 eine höhere, die Streifen 37, 38, 39 eine geringere Widerstandsfähigkeit, bei spielsweise begen den Angriff einer Säure, haben.
Ebenso ist die Belegung 30 in eine gleiche Anzahl Streifen aufgeteilt, von denen die Streifen 40, 41 und 42 eine höhere Wi derstandsfähigkeit haben und den Streifen geringerer Widerstandsfähigkeit der andern Belegung 29 gegenüberliegen, während die Streifen 43, 44 und 45, die den Streifen 34, 35 und 36 begenüberliegen, bei dieser Be legung die geringere Widerstandsfähigkeit besitzen.
Nach dem Abwickeln dieses Kon- densators von der Trommel erhält man aber mals einen Kondensator, von dem nunmehr nur einzelne Kondensatoren durch Abschnei den längs einer Erzeugenden des ehemaligen Hohlzylinders gewonnen werden können, son dern ausserdem auch Kondensatoren durch Abschneiden längs der Linien B-B, C-C, D-D, E-E. Man erhält auf diese Weise auf einer verhätlnismässig langen Trommel eine grössere Anzahl solcher Einzelkonden satoren, als es bei den bisherigen Verfahren möglich war.
Musste der in Fig. 5 dargestellte Kondensator in seiner Ausdehnung parallel zur Trommellänge als Ganzes verwendet wer den, so dass man mit der Trommellänge nicht über ein gewisses durch die ungünstige Form der nachher erhaltenen Einzelkonden satoren bedingtes Mass hinausgehen konnte, so kann die Trommel bei der Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens beliebig lang sein, wenn nur durch eine genügend feine Unterteilung der Belegungen in Einzelstrei fen dafür gesorgt wird, dass der von der Trom mel abgenommene Ausgangskandensator auch quer zur Richtung der Erzeugenden des ehe mals durch ihn gebildeten Hohlzylinders, zer schnitten werden kann.