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CH191032A - Verfahren zum Kopieren auf positiven Diazotypschichten. - Google Patents

Verfahren zum Kopieren auf positiven Diazotypschichten.

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Publication number
CH191032A
CH191032A CH191032DA CH191032A CH 191032 A CH191032 A CH 191032A CH 191032D A CH191032D A CH 191032DA CH 191032 A CH191032 A CH 191032A
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CH
Switzerland
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sep
rays
diazo
dependent
areas
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Naamlooze Vennootschap Grinten
Original Assignee
Naamlooze Vennootschap Chemisc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Naamlooze Vennootschap Chemisc filed Critical Naamlooze Vennootschap Chemisc
Publication of CH191032A publication Critical patent/CH191032A/de

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  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)

Description


  Verfahren zum Kopieren auf positiven     Diazotypschichten.       Positive     Diazotypschichten    wurden bis  her hauptsächlich zum Kopieren von Strich  zeichnungen mittels     Durchstrahlung    dersel  ben und nur vereinzelt zur Herstellung von  Halbton- (z. B. von     Rasterhalbtonoriginalen)     und     Rückstrahl-(Reflex-)kopien    verwendet.  



  Für letztgenannte Zwecke wurden beson  dere Massnahmen getroffen (bezüglich     Diazo-          typhalbtonkopien        vergl.    D. R. P. 577400;  bezüglich     Diazotyprückstrahlverfahren        vergl.          britische        Patentschrift        42.512,6).    Ohne diese  besonderen Massnahmen waren genügend  gute Halbton- und     Rückstrahlkopien    mit  den meisten positiven     Diazotypschichten    bis  her nicht zu erhalten. Zwar beschreibt     Kögel     im D. R.

   P. 802786 die Herstellung von       Rückstrahlkopien    mittels     Diazoschichten,    im  allgemeinen waren in der Praxis die Ergeb  nisre nach diesem Verfahren jedoch unge  nügend, in einem günstigen Falle,     nämlich     bei der Verwendung von     1-Diazo-2-oxy-          naphtalin-4-sulfosäure    nach dem     Beispiel       -der genannten Patentschrift, die vorüber  gehend auch technisch zu diesem Zwecke  verwendet ist, nur mittelmässig, so     dass,    sich  ,

  das     Verfahren    in der Technik nicht dauernd  durchgesetzt hat und durch das bekannte       Alunaverfahren    (Kombination von Silber  photographie und     Diazotypie)    ersetzt wurde.  Schlecht und praktisch unbrauchbar sind die  Ergebnisse, wenn man ,statt den im     D.    R. P.

    802786 empfohlenen     Diazoverbindungen    mit       Diazoverbindungen        arbeitet,    die in dem .die       Diazogruppe    enthaltenden Kern     Aminogi-up-          pen    enthalten und     unter    denen sich gerade  die sonst praktisch für die     Diazotypie    besten       Diazoverbindungen    befinden,. Zur Erklä  rung hiervon     können    herangezogen werden:  J.

   M.     Eder,    Zeitschrift für wissenschaft  liche Photographie,     B:d.    33, Heft 1,     Seite        12.,     und     Ikuzo        Fükushima    und     Masao        Florio    in       Journ.        Soc.        Chem.        Ind.    Japan 1931, Seiten       3i67        B--3:

  72    B.     Wie    in .diesen Veröffent  lichungen beschrieben, haben empfindliche           Diazoverbindungen    ein     grosses    Absorptions  vermögen für die wirksamen, Strahlen, wel  ches die daraus gebildeten.     Phenole    nicht,  jedenfalls:

   nicht in einem Masse besitzen, dass  dies im allgemeinen auf ,den Verlauf der       Reaktion    grossen     Einfloss:    ausüben     könnte.     Hierdurch wird .der sogenannte     "Aufroll-          effekt\         bezw.    der Umstand, dass die     Diazo-          photolyse        praktisch    vielfach .eine sogenannte       Reaktion        "Nullter        Ordnung"    ist,     bedingt,     der - wie ja klar ist - solche     Diazotyp-          schichten,

      im besonderen also die mit     Amino-          diazoverbindungen,    ohne weitere Massnahmen  für     das        Rückstrahlverfahren    ungeeignet  macht und der wegen der mit diesem Reak  tionsverlauf einhergehenden     steilen    Gra  dation eine gute Halbtonwiedergabe unmög  lich macht.

   Besonders bei den     dickern        bezw.     konzentrierteren Schichten, .die manchmal  bei der     Halbtonwiedergabe    wegen der damit  verbundenen ,grossen     Maximalschwärzung    und  beim     Rückstrahlverfahren    wegen. der damit  verbundenen grösseren     Bildkraft    besonders  interessant waren, trat     genannter        Aufroll-          effekt    usw. kräftig in die Erscheinung.

   Da  nun die     obgenannten    Methoden     gewisse     Komplikationen mit sich bringen -     beim          Diazotyphalbtonverfahren        mussi    ein     Raster-          halbtonoriginä1    oder nach     D.    R.

   P.     577-100     ein besonders abgestimmtes Original, beim       Diazotyprückstrahlverfahren    nach     britischer          Patentschrift    425126 ein Raster oder     dergl.          verwendet    werden - so bestand das     Bedürf-          nis    nach neuen Wegen,

   auf denen die aus       andern    Gründen so beliebten positiven     Diazo-          typschicUten    mit     Aminodiazoverbindungen     für das     Halbton-    und     Rückstrahlkop.ieren       mit 'Erfolg verwendet werden könnten. Wie  schon gesagt standen hier ohne die bisher  bekannten besonderen Massnahmen der be  sonders bei diesen     Diazoverbindungen    eigen  tümliche     Photolysenverlauf        bezw.    das "Auf  rollen" im Wege.  



  Es wurde nun gefunden, dass beim Ar  beiten mit positiven     Diazotypschichten    mit       Diazoverbindungen,    die     Aminogruppen    im  Kern enthalten, die Gebiete geringerer Ab  sorption, die sich in .dem Bereich .des Spek  trums, in dem diese     Diazoverbinduugen     praktisch Lichtempfindlichkeit aufweisen,  finden, zur Erzielung von     brauchbaren     photographischen     Bildern,    insbesondere Halb  ton- und     Rückstrahlkopien,    praktisch aus  nutzbar sind.

   Nach der     Erfindung        werden          für    deren Zwecke aber nicht nur die oben  angegebenen Strahlen bevorzugt, sondern es  müssen auch, soweit dies praktisch. möglich  ist, keine Strahlen mit zur     Anwendung     kommen, die in den Gebieten der grossen  Absorption der betreffenden     Diazoverbin-          dung    liegen. Sowohl .die nach der     Erfindung          ausnutzbaren    als die möglichst zu vermei  denden     Gebiete    liegen bei den: verschiedenen  Verbindungen an verschiedenen Stellen des  Spektrums.

   Meistens weichen sie bei einan  der in     Bezug    auf chemische     Konstitution     verwandten     Diazoverbindungen    wenig von  einander ab.  



  Praktisch     ausnutzbare        Gebiete    geringerer  Absorption und zu     vermeidende        Gebiete     grosser     Absorption    liegen bei den nachfol  gend beispielsweise aufgeführten     Diazover-          bindungen    mit     Aminogruppen    etwa wie folgt:

    
EMI0002.0085     
  
    <U>D</U>i<U>a</U>z<U>o</U>v<U>erb</U>indungen <SEP> <U>Ausnutzba</U>r <SEP> <U>Zu <SEP> ve</U>rmei<U>den</U>
<tb>  Paradiazobenzylanilin <SEP> . <SEP> 2850-ä200 <SEP> 2$50 <SEP> und <SEP> kürzer <SEP> AE
<tb>  4000-4900 <SEP> <U>3200-4000</U>
<tb>  Paradiazodiphenylamin <SEP> 2900--312100 <SEP> 2900 <SEP> und <SEP> kürzer <SEP> .,
<tb>  <U>4600-5300 <SEP> 82.00-.4600</U>
<tb>  <U>3-</U>Di<U>azoearbazol <SEP> 420</U>0-<U>5000</U> <SEP> 4200 <SEP> <U>u</U>n<U>d</U> <SEP> kürzer <SEP> "
<tb>  <U>4-Dazo-8-6-,diäthoxybenzoylanilin <SEP> . <SEP> 4200-4900 <SEP> 4200 <SEP> und <SEP> kürzer <SEP> ,</U>
<tb>  Orthodiazodimethylanilin <SEP> .

   <SEP> <B>2900-3700</B> <SEP> 2900 <SEP> und <SEP> kürzer <SEP> "
<tb>  4800-5800 <SEP> 3700-4800       
EMI0003.0001     
  
    Diaz<U>o</U>verbindungen <SEP> Ausnu<U>tzb</U>ar <SEP> Z<U>u <SEP> vermeiden</U>
<tb>  Paradiazodimethylamlin <SEP> . <SEP> -. <SEP> 2850-3200 <SEP> 2850 <SEP> und <SEP> kürzer <SEP> AE
<tb>  <U>42</U>,<U>00-4900</U> <SEP> 3<U>200-4200</U>
<tb>  Paradiazodimethylmetatoluidin <SEP> . <SEP> 2850-3200 <SEP> 2850 <SEP> und <SEP> kürzer <SEP> "
<tb>  4200<U>-500.0 <SEP> 3</U>20<U>0-</U>4,2100
<tb>  Para-diazoorthochlordimethylanilin <SEP> . <SEP> 28532.00 <SEP> <B>2850</B> <SEP> und <SEP> kürzer <SEP> .,
<tb>  <U>4400-5100 <SEP> 3200-4400</U>
<tb>  Paradiazodimethylanilinmetasulfosäure <SEP> 2,850-32-00 <SEP> 2850 <SEP> und <SEP> kürzer <SEP> "
<tb>  4150-48<U>00 <SEP> 13-200-4150</U>
<tb>  Para,diazodiäthylanilin <SEP> .

   <SEP> 2800-32,00 <SEP> 280.0 <SEP> und <SEP> kürzer <SEP> ;,
<tb>  <U>4200-5000 <SEP> 3,</U>2<U>00-4200</U>
<tb>  Paradnazopiperidyl- <SEP> (oder,diamyl-, <SEP> :dibenzyl-,
<tb>  methylbenzyl-, <SEP> äthylbenzyl-, <SEP> äthylchlor--l'  benzyl- <SEP> usw.)anilin <SEP> . <SEP> 2850-32,00 <SEP> 2850 <SEP> und <SEP> kürzer <SEP> "
<tb>  <U>'</U> <SEP> 4200--J4900 <SEP> 320<U>0-4200</U>
<tb>  l'aradiazodiphenylanilin <SEP> 2900--3200 <SEP> 2900 <SEP> und <SEP> kürzer <SEP> "
<tb>  <U>4600-560,0, <SEP> 3</U>2,0<U>0-460.</U>0
<tb>  <B>USW.</B> <SEP> <U>-</U>       Es     dürfte    an dieser Stelle erwähnenswert  sein, dass man natürlich auch vom Originale  abhängt, und dass sogar     Originale    vorkom  men können,

   die man     mittels        Diazotypver-          fahren    praktisch vorläufig überhaupt nicht  kopieren kann. Zum Beispiel kann man     rein          Original    in Rot auf gelbem Grunde nicht  oder nur sehr schwer mittels dieses Verfah  rens kopieren und darauf also auch nicht  das Verfahren nach ,der     Erfindung    mit Er  folg anwenden. Für solche     Orginale    bleibt  man nach wie vor auf andere     Verfahren,     etwa mit Silberverbindungen, angewiesen.  



  Ausser den oben angegebenen     "ausnutz-          baren"        und    "zu     vermeidenden"    Gebieten gibt  es auch noch die     Gebiete    (bei den meisten       Diazoverbindungen    Wellenlängen etwa über       ca.        5000.        AE,    bei     einigenetwaüber    5700     AE),     in denen die     Diazoverbindungen    keine aus  nutzbare Empfindlichkeit besitzen. 'Strahlen  aus diesem     Gebiete    können mit zur Anwen  dung kommen, ohne den Effekt nach der  Erfindung zu verringern.

       Arbeitet    man mit  Strahlungsquellen,     die    dieselben aussenden,  so braucht man sie also nicht     auszufiltern,          es    sei denn,     da3    die von ihnen hervorge  rufene     Erwärmung    des     bestrahlten    Kopier-         systems    hinderlich sei (aus gleichem Grunde  würde man eventuell auch infrarote Strah  len ausfiltern).

   Bei der Wahl     bezw.    beim  Suchen nach einer geeigneten Strahlungs  quelle kann es aber wegen des zwecklosen  Energieverlustes nützlich sein, darauf zu  achten,     .dass    diese letztgenannten Strahlen  nur in     geringem        Masse    vorhanden     sind.     



  Zur Ausführung der     Erfindung    ist die  Frage .der     Beschaffung    der     ,geeigneten    Strah  len von Bedeutung. Da     Strahlungsquellen,     die nur oder vorwiegend nur     Strahlen,    in       einem    verhältnismässig begrenzten Spektral  gebiet aussenden, selten sind, namentlich in  dem Empfindlichkeitsbereich der gebräuch  lichen     Diazoverbindüngen,    so muss man  manchmal unerwünschte Strahlen     ausfiltern.     



       Man    kann z. B. eine sehr schöne und       automatisch    passende Ausfilterung     mittels     der gleichen     Diazoverbindung    bewirken, die       die        verwendete        Diazotypschicht    bildet.

   Da  die     Diazoverbindung    sich während ihres  Wirkens     als    Filter zersetzt, benutzt man in  diesem Falle     vorzugsweise    als Filter eine  von einer     Lösung    der     Diazoverbindung          durchströmte        Kuvette,        ein    sich bewegendes,  mit der     Filterdiazoverbindung        präpariertes         Band oder     dergl.        passende,        unveränderliche     Lichtfilter     sind    in der     Praxis    vorzuziehen.

      Beispielsweise seien folgende     Kombinationen     angegeben:  
EMI0004.0007     
  
    Diaz<U>o</U>v<U>e</U>rbindung <SEP> Strah<U>lun</U>g<U>sq</U>ue<U>l</U>le <SEP> <U>Filter</U>
<tb>  4-Diazo-,3-6-:diäthoxy- <SEP> Kopierbogenlampe <SEP> "Schott" <SEP> GG <SEP> 3 <SEP> (x) <SEP> oder <SEP> "Corning"
<tb>  <U>b</U>enz<U>oy</U>lanilin <SEP> mit <SEP> Reinkohle <SEP> <U>(xx)</U> <SEP> Noviol <SEP> A <SEP> Nr. <SEP> 0388
<tb>  P<U>aradi</U>az<U>o</U>benzylanilin <SEP> Kopierbogenlam<U>p</U>e <SEP> <U>"W</U>r<U>atte</U>n" <SEP> (xxx) <SEP> 2 <SEP> <U>A</U>
<tb>  P<U>arad</U>i<U>a</U>z<U>od</U>iph<U>eny</U>lamin <SEP> Mittagssonne <SEP> <U>"Wratten" <SEP> (xxx) <SEP> Nr. <SEP> 4</U>
<tb>  Orthodiazodimethylanilin <SEP> Kräftige <SEP> Glühlampe <SEP> "Schott" <SEP> (x) <SEP> GG <SEP> 7 <SEP> oder <SEP> GG <SEP> 11
<tb>  <U>bezw.

   <SEP> be</U>i<U>de</U>
<tb>  Orthodiazodimethylanilin <SEP> Cadmiumdampflampe <SEP> Ohne; <SEP> oder <SEP> mit <SEP> "Corning") <SEP> (xx <SEP> )
<tb>  in <SEP> Uviolglas <SEP> Red <SEP> purple <SEP> Corex <SEP> A <SEP> Nr. <SEP> 986
<tb>  fi<U>lter <SEP> 5</U> <SEP> mm <SEP> dick
<tb>  Paradiazodimethylanilin- <SEP> Hochdruckquecksilber- <SEP> 10 <SEP> mm <SEP> von <SEP> einer <SEP> wässTigen <SEP> Lösung
<tb>  meta<U>s</U>ulfosäure <SEP> dampflampe <SEP> in <SEP> <U>Uv</U>iolglas <SEP> von <SEP> 0,01 <SEP> % <SEP> K,C.rG<U>4 <SEP> in <SEP> 0,05 <SEP> n.KOH</U>
<tb>  Paradiazoäthylbenzyl- <SEP> Hochdruckquecksilber- <SEP> Ohne;

   <SEP> oder <SEP> mit <SEP> Chininsulfatfilter
<tb>  anilin <SEP> dampflampe <SEP> in <SEP> ultra  violett <SEP> wenig <SEP> @durch  <U>lässigem</U> <SEP> Ballon
<tb>  Paradiazodimethylmeta- <SEP> Zinkdampflampe <SEP> 10 <SEP> mm <SEP> von <SEP> einer <SEP> wässrigen <SEP> Lösung
<tb>  <U>tolu</U>i<U>d</U>in <SEP> in <SEP> Uviol<U>glas</U> <SEP> v<U>on <SEP> <B>0,01</B></U> <SEP> % <SEP> K2<U>Cr</U>04 <SEP> in <SEP> 0;<U>05,n.KOI</U>I
<tb>  Paradiazodiphenylamin <SEP> Zinkdampflämpe <SEP> Ohne;

   <SEP> oder <SEP> mit <SEP> 10 <SEP> mm <SEP> einer <SEP> wäss  in <SEP> Uviolglas <SEP> rigen <SEP> Lösung <SEP> von <SEP> <B>0"0#l%</B> <SEP> K2Cr04
<tb>  ' <SEP> in <SEP> 0,05 <SEP> u.KOH
<tb>  (g) <SEP> Literatur <SEP> = <SEP> Katalog <SEP> .der <SEP> Firma <SEP> Schott <SEP> und <SEP> Gen. <SEP> Jena.
<tb>  (xx) <SEP> = <SEP> "Glasscolorfilter" <SEP> der <SEP> Corning <SEP> Glass <SEP> Works <SEP> Corning <SEP> N. <SEP> Y.
<tb>  (xxx) <SEP> =der <SEP> Firma <SEP> Eastman <SEP> Kodak <SEP> Co. <SEP> Rochester <SEP> N. <SEP> Y. <SEP> (Wrattenfilter).       Mit Bezug auf Wirksamkeit ist es, wie  schon gesagt, bei der praktischen.

   Ausübung  der Erfindung vorteilhaft, eine solche Kom  bination von einer     Diazotypschicht    und einer       Strahlungsquelle    zu verwenden,     dass    mög  lichst viel von den jeweils     ausnutzbaren          neben    möglichst wenig von den unerwünsch  ten oder     unwirksamen        Strahlen    von der       Strahlungsquelle    ;geliefert wenden. Ist die       Strahlungsquelle    im     ausnutzbaren    Gebiet  kräftig, wie z.

   B. die     bekannten    Hochdruck  quecksilberdampflampen, besonders die     Su-          perhochdrucklampe    von     Bol        (vergl.        Pieter          Zeeman        Verhandelingen,    Ausgabe     Maxtinus          Nijhoff,        's-Gravenhage,    1935, Seite     ä12),    so       können    die Kopierzeiten kurz     gehalten    wer-    den.

   In dieser     Beziehung        ist    die     neuerdings     für Strassenbeleuchtung, Bühnenbeleuchtung  und     dergl.    in Verkehr gebrachte, in U. V.  wenig durchlässigem Glas     (vergl.        Osram     Lichtheft S 213,     Seite    15) ausgeführte Hoch  druckquecksilberdampflampe besonders in       Kombination    mit den meisten     Diazoverbiii-          dungen    mit tertiärer     Aminog-ruppe    -in     Para-          stellung,

  -    die wegen ihrer     Ausgiebigkeit    in  bezug auf     Schwärzung    unter den nach der  Erfindung zur Anwendung kommenden       Diazoverbindungen    noch besondere Vorzüge  haben, bequem; und sogar ohne,     besser    aber  mit geringer Filterung, kann man mit die  ser Kombination bei guter Kopierdauer  kräftige Kopien mit     guten    Halbtönen     und         gute     Ruckstrahlkopien    erhalten, was mit  denselben     Diazoverbindungen    bisher in der  Cooper     Hewitt    Lampe, im Bogenlicht oder  in der Sonne nicht möglich war.

   Schon mit  einer Lampe von dieser Art von 1000 Watt  können bei geeigneter Anordnung mit     For-          rnaten    von     Briefbogengrössen    sehr gute       Kopierzeiten    erhalten werden.  



  Man kann auch     beständige    Filterschich  ten mit der     Bildschieht    zu einem Blatte ver  einigen.  



  Es     ist        nicht        nötig,    die ganze     Bestrahlung     nur mit bevorzugten Strahlen auszuführen.  Man kann nämlich auch während eines  Teils der Bestrahlungszeit sonst nach der       Erfindung    zu vermeidende Strahlen anwen  den. Auf diese Weise können oft mit Vor  teil besondere     Halbtoneffekte        bezw.    Halb  tonkorrekturen oder Anpassungen vorge  nommen werden und im     Rückstrahlverfah-          ren    bei guter Kontrastwirkung farblose       Lichter    erhalten werden.

   Beispielsweise wird  eine     Rückstrahlkopie    hergestellt mittels eines  transparenten, einseitig mit einer 15 %     igin     Lösung von     para-Diazoäthylbenzylanilin-          chlorid    präparierten Blattes, das mit der  präparierten Seite dem     Original    zugewendet  ist, mit .einer     Hochdruckqueeksilberdam.pf-          lampe    von 1000 Watt aus U.

   V. wenig durch  lässigem Glas von 800 mm Dampfdruck mit  vorgeschaltetem     Chininfilter.    Die Bestrah  lung wird     fortgesetzt,    bis eine Probe nach  Entwicklung mit einer     Lösung    von 1       Phlorogluzin    und 2 % Natriumkarbonat     ein     positives Bild mit dunkel     gefärbtem    Grunde       ergibt    und die     optische    Dichte dieses Grun  des auf etwa ein     Viertel    ihres Anfangswer  tes gesunken ist.

   Alsdann wird weiter be  strahlt mittels einer     Hochdruckqueeksilber-          dampflampe    aus     Uviolglas    und ohne Filter,  die eine Bestrahlung mit     vorwiegender    Wir  kung bei 3650     AE    besorgt. Diese Bestrah  lung wird fortgesetzt bis eine Probe bei       Entwicklung    wie oben ein positives Bild auf  reinem weissem     bezw.    .durchsichtigem Grunde  ergibt. Die Kopie wird dann auf diese Weise  entwickelt.

      Allgemein kann bemerkt werden, dass  "zu vermeidende" Strahlen, falls sie     mit     "bevorzugten" Strahlen     ,gemischt        sind,        die     erwünschte Wirkung letzterer in hohem  Masse stören     weil    sie schon     in        geringerer          Konzentration    :den sogenannten     "Aufroll-          effekt"    hervorrufen.

   Dagegen     stören,die,    im  vorhergehenden     "bevorzugte"    -     genannten,     ,den     Aufrolleffekt    nicht hervorrufenden  Strahlen nur wenig die typische Wirkung  .der im allgemeinen gemäss     -dies.er    Erfindung  zu vermeidenden Strahlen, die den     Aufroll-          effekt        hervorrufen    und deshalb nur für be  sondere Zwecke bei der Ausführung des. Ver  fahrens angewendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Kopieren auf positiven Diazotypschichten,dadurch gekennzeichnet, dass man Diazoverbindungen, die Amino- gruppen im gern enthalten und -ein Absorp- tionsspektrum mit Gebieten geringerer und grösserer Absorption haben, verwendet, und die auskopierende Bestrahlung mit einer Strahlung ausführt, die als wirksame Strah len,
    wesentlich diejenigen aus den erstge nannten Gebieten unter mö:glichster Ver meidung von denen aus letztgenannten Ge bieten enthält. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch .gekennzeichnet, dass man Diäzo- verbindungen verwendet, die in P'ara- stellung zur Diazogruppe 'eine tertiäre Aminogruppe enthalten. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass man Diazoverbindung und Strahlungsquelle,derart wählt, dass letz tere vorwiegend nur Strahlen in den Ge bieten der geringeren Absorption der Diazoverbindung ausstrahlt. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen -1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass: Strahlungsquelle ver wendet werden, die eine kräftige Strah lung in den Gebieten der .geringen Ab sorption aussenden. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge- kennzeichnet dass Strahlungsquellen, die neben den zu verwendenden Strahlen auch zu vermeidende Strahlen aussen den, kombiniert werden mit praktisch nur letztere absorbierenden Filtern. 5.
    Verfahren nach Patentansprueh I und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, dass, der Filter eine Sub stanz mit gleichem oder ähnlichem Ab- sorptionsspektrum wie die Diazoverbin- dung der Bildschieht enthält.
    6,. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüsshen i bis 5, :dadurch ge kennzeichnet, dass der Filter die gleiche Diazoverbindung wie die Bildschicht ent hält. 7. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, :dass ein Filter von Ab kömmlingen des Chinins verwendet wird. B.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, da-ss eine Hochdruckqueck- silberdampflampe verwendet wird. 9. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dasseine Cadmiumdampf- lampe verwendet wird.
    <B>10.</B> Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3-, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Zinkdampflämpe verwendet wird. 11.
    Verfahren nach Patentansprueh I, da durch gekennzeichnet, adass während eines Teils der Bestrahlungszeit wesent lich nur Strahlen aus .den Gebieten ge ringerer Absorption der Diazoverbin- dung verwendet werden und während eines andern Teils der Bestrahlungszeit vorwiegend Strahlen aus den Spektral gebieten der grösseren Absorption der verwendeten: Diazoverbindung verwendet werden. 12.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mann die zu verwendenden Strahlen durch :die emp findliche Schicht nach dem mit dieser Schicht in Kontakt befindlichen Original sendet, welche Strahlen .dann von den hellen Teilen des Originals reflektiei t werden. PATENTANSPRUCH II Halbtonkopie, hergestellt nach dem Ver fahren gemäss Patentanspruch I.
CH191032D 1935-08-23 1936-07-31 Verfahren zum Kopieren auf positiven Diazotypschichten. CH191032A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE973598C (de) * 1951-03-20 1960-04-07 Grinten Chem L V D Lichtempfindliches Diazotypiematerial

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DE973598C (de) * 1951-03-20 1960-04-07 Grinten Chem L V D Lichtempfindliches Diazotypiematerial

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