Zweischichtige Wechselstromwicklung. Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Kurvenform. von zweischichtigen Wech- selstromwicklungen zu verbessern. Dies wird durch die Wicklung nach der vorliegenden Erfindung erreicht, indem dieselbe unter Auf rechterhaltung gleichmässiger Abstände zwi schen den einzelnen Zonenmitten zweifach geselint ist. Der Entwurf einer derartig zwei fach gesehnten Wicklung soll an dem Bei spiel einer 10poligen Dreiphasenmaschine mit<B>3</B> 115 Nuten pro Pol und Phase an Hand der Zeichnung gezeigt werden.
Von den<B>108</B> Nuten der Maschine entfallen auf jede der zehn Polteilungen 101/5 Nuten. In Abbildung<B>1</B> ist ein Nutenschema darge stellt, in dem für die ersten fünf Polteilungen die fortlaufend bezeichneten Nuten der Reihe nach eingetragen sind. In Abb. 2 sind die fünf Polteilungen zu einer Ersatzpolteilung zusammengezogen. Nach ihrer Lage in der Ersatzpolteilung werden die Nuten auf die einzelnen Phasen verteilt, im vorliegenden Fall also in drei gleichen Zonen.
Hierbei werden, um die erste Sehnung zu erreichen, die Grenzen der Zonen der beiden Schichten gegeneinander um eine der gewünschten Sehnung entsprechende Nuten- zahl versetzt angenommen. Diese Verteilung ist in der in Abb. <B>3</B> dargestellten Ersatzpol- teilung vorgenommen. Die Zonengrenzen sind hier um neun Nuten der Ersatzpolteilung, also <B>9/5</B> Nuten in bezug auf die wirklichen Pol teilungen, gegeneinander verschoben.
Die Seh- nung beträgt demnach
EMI0001.0025
Durch diese Sehnung wird die fünfte Oberwelle praktisch unterdrückt, da der Wiüklurizsfak- tor nach der Formel sin
EMI0001.0030
null wird.
Zur Durchführung der zweiten Sehnung sind jede Schicht für sich<B>je</B> wieder in eine Ober- und eine Unterschicht zerlegt ange nommen, wobei<B>je</B> die eine von zwei aufein-. anderfolgenden Nuten der angenommenen Ober-, die andere der Unterschicht angehört wie dies in der Ersatzpolteilung in Abb. 4 dargestellt ist.
Die Phasenzugehörigkeit der Leiter eine<B>'</B> r jeden der zwei angenommenen Unterschichten wird hierauf wieder in der Weise geändert, dass die Zoneugrenzen der Nutensebichten gegenüber den Zonengrenzen der zugehörigen Oberschichten um eine der gewünschten Sehnung entsprechende Nuten- zahl versetzt erscheinen.
Um die siebente Oberwelle zu unterdrücken, wird hier die Sehnung mit
EMI0002.0010
gewählt, die Zonengrenzen der einen angenommenen Schicht gegenüber derjenigen in der an der andern Sehicht also um sieben Nuten der Ersatzpolteilung (entsprechend<B>7/5</B> NUten) in bezug auf die wirkliche Polteilung ver setzt, wie es in dem Ersatzbild in Fig. <B>5</B> durchgeführt ist.
Die zweite Sehnung ist also dadurch erreicht, dass die Phasenzu gehörigkeit jeder zweiten Nut im Ersatzbild derart geändert wurde, dass die Zonengrenze, die der Gesamtheit aller zweiten Nuten ent spricht, um eine entsprechende Nutenzahl (llr,) verschoben ei-scheint.
Die neue Wicklung ist hiermit bereits eindeutig bestimmt, da sich ja für die übrigen 54 Nuten dasselbe wiederholt. Die einzelnen Leiter oder Spulenseiten sind entsprechend der vorgeschriebenen Phasenzugehörigkeit so miteinander zu verbinden, dass die Stromrich tung in bezug auf die Polarität der zugehö rigen Polteilungen für sämtliche hintereinan- dergeschalteten Leiter gleich ist.
Dies ist in Abb. <B>6</B> durchgeführt und zwar sind hier die Verbindungen als lauter gleich grosse Gabelverbindungen gewählt, wobei die Oberschicht immer die linke und die Unter schicht immer die rechte Seite einer Spule bildet. Man kann die Verbindungen aber auch in anderer Art und nach andern Ge sichtspunkten entwerfen, zum Beispiel können bei Maschinen mit geteiltem Läufer oder Ständer, Verbindungen, die von einem Teil in den andern übergreifen, weitgehend ver mieden werden.
Die im Vorstehenden beschriebene zweite Sehnung kann bei allen Maschinen vorgenom men werden, bei denen die Zahl der Nuten pro Pol und Phase in einen unechten Bruch verwandelt im Zähler eine gerade Zahl ergibt oder bei Ganzlochwicklungen überhaupt eine gerade Zahl ist, bei Einphas'enmaschinen auch wenn es eine ungerade Zahl ist.
In der neuen Wicklung ist die fünfte und siebente Ober welle praktisch vollständig unterdrückt, so dass bei Dreiphasenwicklungen, bei denen die Zonenbreite eines PhaSenStrange8 <B>2/3</B> poltei- lung umfasst, sowie bei Einphasenmaschinen, bei denen die Resultierende der bewichelten Zonen -1/s der Polteilung umfasst, wodurch auch die dritte und neunte Oberwelle unterdrückt ist, eine nahezu vollständig sinusförmige Spannungskurve erreicht ist.
Eine rein sinus- förmige Spannungskurve ist aber, abgesehen von dem Vorteil geringerer Erwärmungsver luste, mit Rücksicht auf ein einwandfreies Wirken empfindlicher Generatorschutzvorrich- tungen bei einseitigen Kurzschlüssen von grösster Bedeutung.