CH119465A - Verfahren zur Reinigung von Rohschwefelkohlenstoff durch Destillation. - Google Patents
Verfahren zur Reinigung von Rohschwefelkohlenstoff durch Destillation.Info
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Description
Verfahren zur Reinigung von Rohschwefelkohlenstoff durch Destillation. Die bekannten Verfahren zur Reinigung <B>Von</B> l'%-.ohsehwefelkohlenstoff weisen verschie dene Mängel auf; in den Destillationsblasen 1_aeibt zum Beispiel Schwefel zurück, dann ist ein wiederholtes Destillieren des durch Sehwefelwasserstoff verunreinigten Vörlau- fes erforderlich und endlich benötigen die be kannten Verfahren eine verhältnismässig grosse Apparatur und daher grosse Arbeits räume. Das vorliegende Verfahren zur Reini gung von Rohschwefelkohlenstoff von seinen Verunreinigungen, wie zum Beispiel Schwe fel, Schwefelwasserstoff und gewisse übel riechende organische Verbindungen ist da durch gekennzeichnet, dass in kontinuier lichem Arbeitsgange zunächst nach dem Prin zip der Rektifikation der Rohschwefelkohlen- #4off durch demselben entgegengeführte Schwefelkohlenstoffdämpfe von Schwefel wasserstoff befreit wird, worauf aus dem vor- gereinigten Schwefelkohlenstoff in einer De- stillationskolonne reiner Schwefelkohlenstoff abdestilliert und der hierbei auftretende schwerflüchtige flüssige Rückstand, der Schwefel und Schwefelverbindungen enthält, aus der Destillationskolonne entfernt wird. Charakteristisch für das Verfahren ge mäss der Erfindung ist, dass aus dem Roh schwefelkohlenstoff zuerst der Schwefelwas serstoff gasförmig abgeschieden wird, der mit etwa beigemengten andern Schwefelver bindungen zusammen zu Schwefel regeneriert werden kann. Der vom Schwefelwasserstoff befreite Rohschwefelkohlenstoff kann vor der Destillation einer chemischen Reinigung durch Waschen, zum Beispiel mit Laugen oder Säuren, unterworfen werden. Die sich im untern Verdampfungsraum der Destilla- tionskolonne ansammelnde Lösung von Schwefel in Schwefelkohlenstoff kann man in' bestimmten Zeiträumen ablassen oder auch dauernd abfliessen lassen. Durch das vorliegende Verfahren wird ermöglicht, auch bei grossem Tagesdurchsatz die jeweils in der Apparatur befindliche Menge von Sohwefelkohlenstoff sehr klein zu halten und so die Gefährlichkeit des Be triebes herabzusetzen. Eine Ausführungsform des Verfahrens gemäss der Erfindung ist beispielsweise die folgende: Eine dazu geeignete Apparatur ist sche matisch in der Zeichnung dargestellt. Aus einem hinter einer Schutzwand ge legenen Behälter für Rohschwefelkohlen stoff fliesst dieser einem als Rektifikations- kolonne dienenden Berieselungsturm 1 zu, in welchem das Schwefelwasserstoffgas durch von unten nach oben steigende reine Schwe- felkohlenstoffdämpfe aus dem zum Sieden erhitzten Rohschwefelkohlenstoff nach dem Prinzip der Rektifikation ausgetrieben wird. Über dem Berieselungsturm ist zwecks Nie derschlagung der vom Schwefelwasserstoff mit nach oben geführten Schwefelkohlen stoffdämpfen ein Rückflusskühler 2 angeord net. In dem am Fuss des Berieselungsturmes angeordneten, beispielsweise mit heissem Wasser beheizten Verdampfungsraum 3 sam melt sich der vom Schwefelwassertoff gerei nigte Schwefelkohlenstoff an und wird durch ein Rohr a mit Schwanenhals fortlaufend nach der Entschwefelungskolonne abge führt. Je nach dem verlangten Reinheitsgrad kann in dieses Ableitungsrohr bei W eine chemische Wäsche eingeschaltet werden. Es wird zum Beispiel der Schwefelkohlenstoff durch einen mit Natronlauge oder Säure be schickten Turm hindurch geführt. Die weitere Befreiung des Schwefelkoh lenstoffes vom Schwefel und gewissen or ganischen Schwefelverbindungen geschieht nun in der Destillationskolonne 5 in der Weise, dass der halb gereinigte Schwefel kohlenstoff in der unter der Kolonne ange ordneten Blase 4 auf eine über den Siede punkt des Schwefelkohlenstoffes erwärmte, konzentrierte Lösung von Schwefel in Schwefelkohlenstoff auffliesst. Diese kon zentrierte Schwefellösung mag zum Beispiel <B>170</B> Gewichtsteile Schwefel in<B>100</B> Gewichts- teilen Schwefelkohlenstoff gelöst enthalten. Diese Lösung wird durch einen Dampf mantel zum Beispiel auf 55 gehalten. Beim Einfliessen in diese Lösung wird nun der teil weise gereinigte Schwefelkohlenstoff ver dampft, während der Schwefel und or ganische Schwefelverbindungen in der kon zentrierten Schwefellösung zurückbleiben, von wo sie, sei es durch eine erwärmte Bahn leitung oder aber durch ein erwärmtes Ni veaurohr von Zeit zu Zeit oder fortlaufend einem Gefäss mit möglichst kaltem Wasser zufliessen, wo sich Schwefelkohlenstoff und Schwefel unter Auskristallisation des Haupt seliwefelanteils alsbald trennen. Die durch die Kolonne -5 hochsteigenden und hierbei weiterhin gereinigten Sehwefelkohlenstoff- dämpfe werden in einem Kühler 6 verdieli- tet und zum Lagerkessel abgeführt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Reinigung von @i.o@ischw@- felkohlenstoff durch Destillation, dadurch gekennzeichnet, da.ss in kontinuierlichem Ar beitsgang nach dF#m Prinzip d(,r rieldifil@a- tion der Rohschwefelkohlenstoff durch dem selben entgegengeführte Sehwefelkohlen- stoffdämpfe von Schwefelwasserstoff be freit wird,worauf aus dem vorgereinigten Schwefelkohlenstoff in einer Destillations- kolonne reiner Schwefelkohlenstoff abdestil- liert und der sehwerfltielitige flüssige Rück stand, der Schwefel und Schwefelverbindun gen enthält, aus der Deslillationskolonne abgezogen wird.UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Rektifikation und Destillation eine chemische Reinigung des Schwefelkohlenstoffes durch Waschen vorgenommen wird.
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE119465X | 1924-09-03 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
CH119465A true CH119465A (de) | 1927-03-16 |
Family
ID=5656069
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
CH119465D CH119465A (de) | 1924-09-03 | 1925-04-06 | Verfahren zur Reinigung von Rohschwefelkohlenstoff durch Destillation. |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
CH (1) | CH119465A (de) |
-
1925
- 1925-04-06 CH CH119465D patent/CH119465A/de unknown
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