AT520211B1 - Vorrichtung zur Herstellung eines Haarersatzteils - Google Patents
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Abstract
Vorrichtung zur Herstellung eines Haarersatzteils, bei dem Ersatzhaare in einem flächigen Substrat verankert sind und aus einer seiner beiden Oberflächen austreten, welche wenigstens eine Stechnadel (6) aufweist. Damit die Stechnadel (6) beim Einstechen in ein Haarbüschel möglichst wenig Haare pro Einstich erfasst und beim darauffolgende Einstechen in das Substrat in diesem zuverlässig verankert weist sie ein konisch verjüngtes Einstichende auf und ist in dessen Bereich mit einem im wesentlichen parallel zur Verjüngung (7) verlaufenden Schlitz (8) zur Haaraufnahme versehen.
Description
Patentamt
Beschreibung
VORRICHTUNG ZUR HERSTELLUNG EINES HAARERSATZTEILS [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Herstellung eines Haarersatzteils, bei dem Ersatzhaare in einem flächigen Substrat verankert sind und aus einer seiner beiden Oberflächen austreten, welche wenigstens eine Stechnadel aufweist.
[0002] Derzeit in Verwendung stehende Stechnadeln weisen an ihrem Einstichende einen gekrümmten Haken auf, mit dem die Ersatzhaare im Zuge des Einstechens erfasst werden. Mit dieser Bauweise gelingt es bei entsprechender Dimensionierung die Mindestanzahl der pro Einstich erfassten Haare auf 5 bis 6 zu reduzieren, obwohl schon lange behauptet und angestrebtwird, bloß jeweils ein einziges Haar erfassen zu können.
[0003] Vor längerer Zeit ist durch die US 3980 090 eine Stechnadel bekannt geworden, die sich allerdings in der Praxis nicht durchgesetzt hat. Diese stellt eine Hohlnadel mit abgeschrägter Spitze, ähnlich einer Kanüle, dar. Die Intention dieser Erfindung lag darin, durch stirnseitiges Einstechen der Hohlnadel in ein Haarbüschel ein einziges Haar im Hohlraum, mit Überstand nach außen, aufzunehmen. Beim darauffolgenden Einstechen der Hohlnadel in ein Substrat sollte das Haar in diesem beim Zurückziehen der Hohlnadel verankert bleiben. Diese Methode erwies sich allerdings als äußerst unzuverlässig: vielfach erfasste die Hohlnadel gar kein Haar aus dem Haarbüschel, sodass keine Haarübertragung auf das Substrat stattfand, und vielfach wurde ein bereits in das Substrat eingestochenes Haar beim Zurückziehen der Hohlnadel aus diesem wieder herausgezogen.
[0004] Es ist daher Ziel der Erfindung, eine Stechnadel bereitzustellen, mit der zuverlässlich bloß ein bis zwei Haare erfasst und zuverlässlich in ein Substrat eingesetzt werden können.
[0005] Dieses Ziel wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass die Stechnadel ein konisch verjüngtes Einstichende aufweist und in dessen Bereich mit einem im Wesentlichen parallel zur Verjüngung verlaufenden Schlitz zur Haaraufnahme versehen ist.
[0006] Die erfindungsgemäße Form des Einstichendes der Stechnadel weicht von den bisherigen Formen erheblich ab, indem das Ende weder hohl noch gekrümmt ist, sondern spitz zuläuft, und die Haaraufnahme weder durch Eintritt in eine Höhlung noch durch einen endseitigen Haken, sondern durch einen vor der Spitze befindlichen, seitlichen Schlitz erfolgt. Diese Bauform ermöglicht ein sicheres Erfassen von ein bis zwei Haaren pro Einstich in ein Haarbüschel und ein zuverlässliches Verankern dieser Haare pro Einstich in das Substrat eines Haarersatzteiles.
[0007] Im Zuge von Versuchen wurde festgestellt, dass die optimale Länge des verjüngten Einstichendes im Wesentlichen dem 4-fachen Durchmesser der Einstichnadel entspricht. Ebenso hat es sich gezeigt, dass es am günstigen ist, wenn die Länge des Schlitzes etwa die Hälfte der Länge des verjüngten Einstichendes und die Breite des Schlitzes etwa ein 10-tel des Durchmessers der Stechnadel beträgt.
[0008] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von in der Zeichnung schematisch dargestellten Prinzipskizzen näher erläutert. Es zeigen die Fig. 1 und 2 jeweils einen Ausschnitt eines Querschnitts durch einen Haarersatzteil, Fig. 3 eine Draufsicht auf einen streifenförmigen Haarersatzteil und Fig. 4 das Einstichende einer erfindungsgemäßen Stechnadel.
[0009] Fig. 1 veranschaulicht einen Haarersatzteil mit einem Substrat 1 und darin verankerten Ersatzhaaren 2 (von denen nur ein einziges dargestellt ist). Das Ersatzhaar 2 ist im Substrat 1 etwa senkrecht zur Oberfläche befestigt, außerhalb des Substrats 1 jedoch um mindestens 45° abgewinkelt, sodass es mit der Oberfläche des Substrats maximal einen Winkel von 45° einschließt und sein Austrittswinkel jenem natürlicher Haare gleich kommt.
[0010] Fig. 2 zeigt in zu Fig. 1 analoger Darstellung ein Ersatzhaar 2, das im Substrat 1 in einem schrägen Einstich 3 untergebracht ist, dh das bei seinem Austritt keine Richtungsände /4
AT520 211 B1 2019-02-15 österreichisches
Patentamt rung erfahren muss, was haarschonender ist.
[0011] Fig. 3 zeigt einen Haarersatzteil, dessen Substrat die Form eines länglichen Streifens 4 aufweist, in dem die Ersatzhaare 2 gemäß Fig. 1 oder 2 verankert sind. Der Streifen 4 weist wenigstens eine (in der Figur die obere) nichtlineare Längsberandung 5 auf, um damit eine gute Anpassung an die menschliche Kopfform zu gewährleisten.
[0012] Fig. 4 veranschaulicht das Einstichende einer Stechnadel 6, das konisch verjüngt ist und in dessen Bereich mit einem im Wesentlichen parallel zur Verjüngung 7 verlaufenden Schlitz 8 zur Haaraufnahme versehen ist. Die Länge I des verjüngten Einstichendes entspricht im Wesentlichen dem 4-fachen Durchmesser d der Stechnadel 6. Die Länge des Schlitzes 8 beträgt etwa die Hälfte der Länge I des verjüngten Einstichendes und die Breite des Schlitzes 8 ent spricht etwa einem 10-tel des Durchmessers d der Stechnadel 6.
[0013] Mit einer Vorrichtung, die wenigstens eine derartige Stechnadel 6 aufweist, lassen sich Haarersatzteile gemäß den Figs 1 bis 3 herstellen, die pro Einstich 3 maximal zwei Haare aufweisen.
Claims (3)
- Patentansprüche1. Vorrichtung zur Herstellung eines Haarersatzteils, bei dem Ersatzhaare in einem flächigen Substrat verankert sind und aus einer seiner beiden Oberflächen austreten, welche wenigstens eine Stechnadel aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Stechnadel (6) ein konisch verjüngtes Einstichende aufweist und in dessen Bereich mit einem im Wesentlichen parallel zur Verjüngung (7) verlaufenden Schlitz (8) zur Haaraufnahme versehen ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge (I) des verjüngten Einstichendes im Wesentlichen dem 4-fachen Durchmesser (d) der Stechnadel (6) entspricht.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des Schlitzes (8) etwa die Hälfte der Länge (I) des verjüngten Einstichendes und die Breite des Schlitzes (8) etwa ein 10-tel des Durchmessers (d) der Stechnadel (6) beträgt.
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