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Die Erfindung betrifft eine Dusche der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art.
Eine derartige Dusche ist durch die DE-U1-7821704 bekannt. Die Duschtasse besteht dort aus Kunststoff, und der Aussensteg ist einstückig mit der Duschtassenoberkante verbunden. Die auf die Duschtassenoberkante aufsetzbaren und gegen den Aussensteg anschlagenden Wände werden mittels einer Leiste gehalten, die sich auf einer schrägen Oberkante des Aussenstegs unter Zwi- schenfügung einer dauerelastischen Dichtmasse abstützt und mit den Wänden verschraubbar ist.
Auf diese Weise soll ein stabiles Gesamtbauteil geschaffen werden.
Oft wird vom Käufer einer Dusche verlangt, dass die Aussengestaltung der Duschtasse passend zum Boden- und/oder Wandbelag eines Badezimmers sein muss. Das bedeutet bei der bekannten Duschtasse, dass entsprechend viele Duschtassenmuster auf Lager gehalten werden müssen.
Durch die DE-C2-4208975 und die DT-A1-2551613 sind Duschen bekannt, bei denen die Duschtasse einen horizontal weit ausladenden und umgebogenen Rand aufweist, der von einem geklebten Duschtassenrahmen umgeben ist. Dieser Duschtassenrahmen hat einen nach oben überstehenden, umlaufenden Aussensteg, gegen den Trennwände anschlagen. Diese Trennwände gehen nicht bündig in die Innenfläche der Duschtasse über. Die Duschtasse weist auch einen Bodenrahmen auf. In die Unterseite des Duschtassenrahmens und die Oberseite des Bodenrah- mens sind nutförmige Aufnahmen zur Aufnahme einer Blende vorgesehen. Die Blende scheint auswechselbar zu sein. Von Nachteil ist bei diesen bekannten Duschen, dass zum Halten der Blende ein Duschtassenrahmen und ein Bodenrahmen mit ihren Aufnahmen nötig sind und dass damit ein erheblicher Aufwand an Mitteln zum Halten der Blende erforderlich ist.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Duschtasse der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art zu schaffen, mit der die Anzahl der auf Lager gehaltenen Duschtassenmuster ver- mindert werden und eine dabei vorgesehene Blende in einfacher Weise gehalten werden kann.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelost.
Die Gestaltung der Aussenfläche der nur noch nach Form und Grösse auf Lager zu haltenden Duschtassen kann nun beliebig einheitlich sein, da die Blende die Gestaltungsfunktion der jetzt nicht mehr sichtbaren Duschtassenaussenfläche übernimmt. Es brauchen damit nur die Blenden in den gewünschten Mustern bereitgestellt werden.
Die Blende kann durch flächenhafte oder räumliche Dekore gestaltet sein und vorzugsweise aus Metall, insbesondere rostfreiem Stahl oder beschichtetem Aluminium, bestehen und eignet sich besonders für niedrige Duschtassen, wie sie für ältere Menschen wegen des leichteren Ein- stiegs nützlich sind, weil dann nur wenig Material für die Blende benötigt wird.
Grundsätzlich kann die Duschtasse gemäss der Erfindung an eine oder mehrere Zimmerwände anschliessen, wobei entweder erstens diese Zimmerwände die Dusche begrenzen oder zweitens besondere, mit der Duschtasse verbindbare Trennwände an diese Zimmerwände angrenzen, oder drittens alleinstehend mit nach allen Seiten freien Trennwänden ausgebildet werden. Sofern die Duschtasse in der erstgenannten Art eingesetzt wird, werden die üblicherweise verwendeten Fliessen für die Zimmerwand im Bereich der Dusche so verfliesst, dass die Oberfläche der Fliessen bündig in die Innenfläche der Duschtasse übergeht. Das Duschwasser kann daher glatt abfliessen, und die Innenreinigung der Dusche ist einfach.
Um das Dekor der Blende leicht ändern zu können, ist nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung der Sichtteil der Blende auswechselbar ausgebildet.
Eine weitere Ausbildung gemäss der Erfindung bezieht sich auf eine Dusche, bei der zumindest ein Teil der Trennwände und die Tür aus Glas, insbesondere Hartglas, bestehen, wie es an sich allgemein bekannt ist. Diese Ausbildung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Trennwandteil und die nach innen öffnende Tür im Duschtassen- und Blendenanschlagbereich mit einer undurchsich- tigen Schicht, insbesondere Farbe, versehen sind. Dadurch kann man nicht auf die Duschtassen- oberkante oder auf die Blende durchschauen, so dass eine Verschmutzung in diesem Bereich, wie sie im Laufe der Zeit dort sicher auftreten wird, oder Klebstoff, der die Glastrennwand mit der Duschtasse verbindet, nicht sichtbar ist.
Soll statt einer nach innen eine nach aussen aufgehende Tür verwendet werden, so sind gemäss einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung Blende und Duschtassenoberkante im Bereich der Tür mit einer sich an die Türunterkante anschmiegenden Profilleiste abgedeckt.
Bei beiden Öffnungsarten der Tür ist die Tür so angeordnet, dass ihre Innenfläche bündig in die Innenfläche der Duschtasse übergeht. Auf diese Weise wird auch die Innenreinigung der Dusche
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im Bereich der Tür erleichtert.
Gemäss einer weiteren Ausbildung der Erfindung sind Trennwände vorgesehen, die an ihrer Unterkante eine in die Blende eingreifende Nut aufweisen. Dadurch wird in einfacher Weise eine Abdichtung zwischen Duschtasse und Trennwand ermöglicht, ohne zu Schimmelbildung neigende Dichtmassen wie Silikon verwenden zu müssen.
Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Dusche mit Blende,
Fig. 2 einen vergrösserten Vertikalteilschnitt der in Fig. 1 dargestellten Duschtasse im Bereich der Tür,
Fig. 3 einen vergrösserten Vertikalschnitt längs der Linie A-A in Fig. 1,
Fig. 4 einen vergrösserten Vertikalschnitt längs der Linie B-B in Fig. 1,
Fig. 5 einen vergrösserten Horizontalschnitt durch die Einzelheit C in Fig. 1 und
Fig. 6 einen der Fig. 5 ähnlichen Horizontalschnitt zum Anschluss der Duschtasse an eine ver- fliesste Zimmerwand.
Die in Fig. 1 gezeigte Dusche besteht aus einer Duschtasse 1, deren Grundrissform der eines Viertelkreises nahekommt. Die rechte, obere Ecke ist dabei abgeschrägt. Diese Dusche kann dafür vorgesehen sein, in eine Ecke eines Zimmers, vorzugsweise eines Badezimmers, eingebaut zu werden. Die Duschtasse 1 ist mit einer in Fig. 1 nicht sichtbaren Oberkante 2 (Fig. 2) versehen, die über eine durch Striche, wie der Strich 3, angedeutete Rundung in die etwa horizontale Innenfläche der Duschtasse 1 übergeht. An der tiefsten Stelle der Duschtasseninnenfläche befindet sich eine Abflussöffnung 4. Die Duschtasse 1 kann beispielsweise aus Gussmarmor oder Kunststoff bestehen.
An den seitlichen Aussenflächen der Duschtasse 1 ist eine Blende 5 in beliebiger Art, beispiels- weise durch Verschraubung, befestigt. Die Blende 5 erstreckt sich in der Höhe vom Fussboden des Aufstellorts bis kurz über die Oberkante 2 und läuft um die ganze Duschtasse 1. Die Blendenhöhe und Duschtassenhöhe sind für einen bequemen Einstieg in die Dusche vorzugsweise verhältnis- mässig gering. Die Blende 5 kann beispielsweise aus rostfreiem Stahl oder beschichtetem Alumini- um bestehen und in unterschiedlicher, flächenhafter oder/und räumlicher Aussengestaltung herge- stellt sein, so dass verschiedene Dekore zur Verfügung stehen.
An den überstehenden Rand der Blende 5 schlagen zwei vorzugsweise aus Hartglas (ESG) bestehende Glastrennwände 6,7 im Bereich des Kreisbogens an. Ferner sind auf die Blende 5 an den den Zimmerwänden zugekehrten Seiten der Dusche zwei Fertigwandelemente 8,9 aufgesetzt, wie später noch näher erläutert wird. Diese Glastrennwände und Fertigwandelemente stützen sich auf der Oberkante 2 der Duschtasse 1 ab, und ihre Innenflächen gehen bündig in die Duschtasse- ninnenfläche über. Die Glastrennwände 6,7 können mit der Blende 5 und/oder mit der Oberkante 2 der Duschtasse 1 verklebt sein. An die Glastrennwand 7 ist mittels Scharnieren 10 eine gewölbte Glastür 11 angelenkt, die sich nach aussen öffnet und am scharnierfernen Ende mit Handhaben 12 versehen ist. Die Glastür 11besteht vorzugsweise ebenfalls aus Hartglas.
Im Bereich der Glastür 11sind, wie Fig. 2 zeigt, der überstehende Teil der Blende 5 und die Oberkante 2 der Duschtasse 1 mit einer Profilleiste 13 abgedeckt, die vorzugsweise aus Kunststoff besteht, vorzugsweise sitzt diese Profilleiste im Klemmsitz auf der Blende 5 ; sie kann zusätzlich geklebt sein. Die Unterkante der Tür 11schmiegt sich im geschlossenen Zustand der Tür 11an diese Profilleiste an. Die Innen- fläche der Tür 11geht dabei bündig in die dem Innern der Dusche zugekehrte Fläche der Profilleis- te 13 über.
Die Dusche der Fig. 1 ist an der abgeschrägten Ecke der Duschtasse 1 rechts oben mit einer Installationsblende 14 versehen, die mit den Fertigwandelementen 8,9 verbunden ist und sich an diese und die Duschtasse 1 anschmiegt. Die Installationsblende 14 kann die für die Dusche nöti- gen Armaturen tragen. Die Wasserversorgung kann dann entweder durch die Duschtasse 1 vom Boden her erfolgen oder ebenfalls unsichtbar aus der Zimmerwand.
Ferner hat die Dusche an den übrigen Ecken, wie bei der Einzelheit C, besondere Eckverbin- dungen, die jeweils eine Eckblende 15 einschliessen und die später noch näher erläutert werden.
Der in Fig. 3 dargestellte Vertikalschnitt gemäss der Linie A-A in Fig. 1 zeigt die Duschtasse 1 mit der an ihr befestigten Blende 5, die über die Oberkante 2 der Duschtasse 1 übersteht und an die Glastrennwand 6 anschlägt. Die Glastrennwand 6 ist im Duschtassen- und Blendenanschlag- bereich mit einer undurchsichtigen Schicht 16, insbesondere Farbe, versehen. Dadurch sind Ver- schmutzungen oder Klebestellen in diesem Bereich nicht mehr sichtbar. Eine entgegen der Fig. 1
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nach innen sich öffnende Tür kann in derselben Weise mit einer solchen Schicht versehen sein.
Ferner ist in Fig. 3 die Eckblende 15 zu erkennen, die sich an die Innenfläche der Duschtasse 1 anschmiegt.
In Fig 4 ist die Art der Anordnung des Fertigwandelements 9 auf der Duschtasse 1 dargestellt.
Das Fertigwandelement 9 ist an seiner Unterkante mit einer Nut 17 versehen, in die die Blende 5 eingreift und die derart angeordnet ist, dass die Innenfläche dieses Fertigwandelements bündig in die Innenfläche der Duschtasse 1 übergeht. Durch die Nut 17 wird ein feuchtigkeitsdichter Ver- schluss erreicht.
Die in Fig. 5 dargestellte Einzelheit C der Fig. 1 zeigt ein Eckprofil 18, das die Glastrennwand 6 mit dem Fertigwandelement verbindet und gleichzeitig eine nach dem Duscheninneren abgeboge- ne Haltelasche 19 aufweist, an der die Eckblende 15 mittels Befestigungselemente 20, vorzugs- weise Schrauben, befestigt ist. Die Eckblende 15 schmiegt sich dabei an die Glastrennwand 6 und an das Fertigwandelement 8 an und ist diesen gegenüber mittels Schaumstoffdichtungen 21,22 abgedichtet. Der der besseren Darstellung wegen gezeigte Spalt 23 zwischen der Eckblende 18 und der Glastrennwand 6 ist in Wirklichkeit nicht vorhanden. Das Eckprofil 18 verläuft etwa über die gesamte Höhe der Glastrennwand 6 und des Fertigwandelements I. Die Breite des Eckprofils 18 (in Fig. 5 die Höhe dieses Eckprofils) ist vorzugsweise derart gewählt, dass sie der Höhe der Blende 5 entspricht.
Dadurch ergibt sich eine einzigartige optische Wirkung, vor allem, wenn zu- sätzlich die Gestaltung der sichtbaren Aussenfläche der Blende 5 entspricht.
In Fig. 6 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel angedeutete, bei dem die Fertigwandelemente 8, 9 fehlen. Stattdessen übernimmt die Zimmerwand selbst die Begrenzung der Dusche. Dargestellt ist eine Verfliessung der Zimmerwand 24 mittels Fliessen 25. Diese Fliesen werden derart verlegt, dass sie die Blende 5 abdecken und die freie Oberfläche dieser Fliessen bündig in die Innenfläche der Duschtasse 1 übergeht. Eine ähnliche Eckblende 18', wie die Eckblende 18 in Fig. 5, legt die Glastrennwand 6 an der Zimmerwand 24 fest. Dazu wird die Eckblende 18' mittels Dübel 26 und Schrauben 27 an der Zimmerwand 24 befestigt. Die Eckblende 15 schmiegt sich nun an der Fliesse 25 an.
Die mit der Blende 5 versehene Duschtasse 1 eignet sich auch für Duschen zum freien Aufstel- len als Komplettkabine. Sie eignet sich ferner, wie beschrieben, zur Renovierung von Badezim- merwänden mit neuen Wandelementen und zur konventionellen Verfliessung im Neubau. Bei der Renovierung ist es nicht erforderlich, dass die Wandflächen, an denen die Dusche angebracht wer- den solle, mit viel Schmutz und Aufwand neu verfliesst werden müssen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Dusche mit einer Duschtasse, Trennwänden und einer Tür, wobei an der Oberkante der
Duschtasse ein überstehender, umlaufender Aussensteg vorgesehen ist, gegen den die
Trennwände derart anschlagen, dass sie mit ihren Innenflächen bündig in die Innenfläche der Duschtasse übergehen, dadurch gekennzeichnet, dass der Aussensteg mit einer an den seitlichen Aussenflächen der Duschtasse (1) befestig- baren Blende (5) gebildet ist, wobei auch die Innenflächen von gegebenenfalls an die
Duschtasse angrenzenden Zimmerwänden (24,25) bündig in die Innenfläche der Dusch- tasse (1) übergehen.
2. Dusche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sichtteil der Blende (5) auswechselbar ausgebildet ist.