AT407921B - Aus einem rohr verschiessbares geschoss - Google Patents
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Description
AT 407 921 B
R
Die Erfindung bezieht sich auf ein aus einem Rohr verschiebbares Geschoß mit einer dichtung zum Abdichten des Rohres gegenüber einem über einen Übergangskonus an das anschließenden Laderaum, der das Geschoß mit einer angeklemmten Hülse für die Treibladp aufnimmt. 5 Da der Laderaum von Geschützen gegenüber dem Geschützrohr erweitert ist, muß das schoß eine Abdichtung des Rohres gegenüber den das Geschoß aus dem Rohr treibenden ladungsgasen im Laderaum bilden. Zu diesem Zweck ist das Geschoß mit einem Führungs versehen, das im Bereich des Übergangskonus zwischen Laderaum und Rohr als Ringdicht(j wirksam wird, die bei drallgebenden Rohren in die Rohrzüge eingreift und dem Geschoß beim io treiben aus dem Rohr einen entsprechenden Drall erteilt. Wird die Treibladung nicht gesondert \ Geschoß in Form von Kartuschen geladen, sondern in einer an das Geschoß angeklemmten H vorgesehen, so erstreckt sich diese Hülse im wesentlichen über die axiale Länge des Laderaurrj wobei das in das Rohr ragende Geschoß das Führungsband unmittelbar vor dem Hülsenrand so daß das Führungsband das Geschoß im Bereich des Übergangskonus gegenüber dem 15 abdichtet. Bei einer bekannten Konstruktion dieser Art (DE 39 38 122 A1) wird die Hülse mit Treibladung im Bereich des Geschoßbodens am Geschoßmantel angeklemmt, wobei eine Kle dichtung vorgesehen ist, die flüssig auf der Innenseite der Hülse für die Treibladung aufgebrn wird, um nach dem Zusammenfügen des Geschosses mit der Hülse schwerkraftbedingt in Ringspalt zwischen Geschoß und Hülse zu fließen. Die Klebedichtung erstreckt sich dabei 20 einen axialen Abschnitt im Bereich des gerundeten Geschoßbodens bis zur Klemmung was gute Abdichtung gegenüber den Treibgasen ergibt. Der Geschoßmantel bleibt somit im wes chen von einer radialen Treibgasbelastung frei. Dies gilt jedoch nicht für Geschosse, die die Hülse für die Treibladung eingesetzt sind, weil bei solchen Geschossen die Anklemmung Hülse am Geschoßmantel mit axialem Abstand vor dem Geschoßboden erfolgt. Die beim 25 der Treibladung entstehenden Treibgase können daher in einem solchen Fall den Geschoßmain zwischen dem Geschoßboden und dem Führungsband unmittelbar vor der Hülse radial belas so daß der Geschoßmantel eine entsprechend steife Ausbildung erfahren muß. Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein aus einem Rohr verschießbares Gescfv der eingangs geschilderten Art so auszugestalten, daß eine Verlängerung des Geschosses in 30 Hülse für die Treibladung möglich wird, ohne die Nachteile einer Aussteifung des Geschoßmarjt im Verlängerungsbereich in Kauf nehmen zu müssen. Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß, das Geschoß mit einem dem Du messer des Geschoßmantels entsprechenden axialen Mindestabstand vor dem Geschoßboden Bereich seines Mantels in der Hülsenöffnung geklemmt ist und daß die Ringdichtung im Bei des Geschoßbodens an der Hülsenwand anliegt. Durch die Verlegung der Ringdichtung aus dem Klemmbereich zwischen Geschoß und in den Bereich des Geschoßbodens, kann auch bei tiefer in die Hülse ragenden Geschossen radiale Belastung des Geschoßmantels durch die Treibladungsgase weitgehend vermieden den, so daß sich eine Mantelverstärkung der Geschosse erübrigt und die damit verbundejn Nachteile vermieden werden. Die Treibladungsgase werden durch die Ringdichtung daran gehindert, zwischen dem des Geschosses und der Hülsenwand in den Bereich des Geschoßmantels zu gelangen, wi wegen des axialen Mindestabstandes zwischen der bodenseitigen Ringdichtung und der Hül$< klemmung eine vorteilhafte Geschoßführung in der Hülse über die Ringdichtung erreicht wird. 45 In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Geschoß mit einer angeklemmten Hülse zur Aufnahme Treibladung in einer zum Teil geschnittenen Seitenansicht und Fig. 2 dieses Geschoß im Bereich seines Bodens in einem Axialschnitt durch die Hüls einem größeren Maßstab. 50 Gemäß den Fig. 1 und 2 ist das Geschoß 1 in eine Hülse 2 zur Aufnahme einer Treiblac(u eingesetzt, die aus Übersichtlichkeitsgründen nicht dargestellt ist. Das Geschoß 1, das als fechtskopf mit einer Hohlladung, als Spreng- oder Brandkopf oder als Wucht- oder Pfeilgesc|hi u. dgl. ausgeführt sein kann, ist mit Flügeln 3 zur Flugstabilisierung versehen. Das Geschoß 1 aber selbstverständlich auch ohne Flügel ausgebildet werden, um über eine Drallerteilung 55 erforderliche Flugstabiiität zu erreichen. Die Hülse 2 ist mit einem axialen Mindestabstand entsbi ng-R|ohr ng Τγϊι j8- ib- band mg 4us-om (tilse es, trägt, Rohr der be-icht Jen Iber «sine entli- tiefe r in der en tel en, oß die :els ch-im nfeich 35 40
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Claims (2)
- AT 407 921 B chend dem Geschoßdurchmesser vom Geschoßboden 4 am Mantel 5 des Geschosses angeklemmt, der zu diesem Zweck eine Umfangsrille 6 bildet. Wie in der Fig. 1 strichpunktiert angedeutet ist, ragt das geladene Geschoß 1 mit seinem Kopf in das Rohr 7 eines Geschützes, dessen Laderaum 8 im wesentlichen die Hülse 2 aufnimmt, die sich mit ihrem vorderen Öffnungsrand 9 bis in den Bereich des Übergangskonus 10 zwischen Rohr 7 und Laderaum 8 erstreckt. Zum Unterschied zu herkömmlichen Geschossen dieser Art weist das Geschoß 1 im Bereich des Geschoßbodens 4 eine Ringdichtung 11 auf, die sich dichtend an die Hülsenwand anlegt, wie dies insbesondere der Fig.
- 2 entnommen werden kann. Diese vorzugsweise aus Kunststoff bestehende Ringdichtung 11 bildet eine Dichtungslippe 12, die bei einer Druckbeaufschlagung des Geschosses durch die Treibladungsgase zusätzlich gegen die Wand der Hülse 2 gedrückt wird. Der keilförmige Querschnitt der Ringdichtung 11 wirkt bei einer Druckbeaufschlagung ebenfalls im Sinne einer Verstärkung des Anpreßdruckes der Ringdichtung 11 an die Hülsenwand. Wird die Treibladung in der Hülse 2 über die Zündladung 13 gezündet, so treiben die entstehenden Treibladungsgase das Geschoß 1 aus der Hülse 2 in das Rohr 7 des Geschützes aus, wobei jedoch die Abdichtung gegenüber den Treibgasen zunächst innerhalb der Hülse 2 über die bodenseitige Ringdichtung 11 des Geschosses 1 erfolgt, und zwar mit der Wirkung, daß der Mantel 5 des Geschosses 1 frei von einer radialen Druckbelastung durch die Treibladungsgase bleibt. Die Ringdichtung 11 übernimmt nach dem Austreten aus der Hülse 2 die Geschoßabdichtung gegenüber dem Rohr 7, so daß auch nach dem Geschoßaustritt aus der Hülse 2 die radiale Druckbelastung des Geschoßmantels 5 klein bleibt. Ist das Rohr mit Zügen für eine Drallerteilung ausgestattet, so wird die Ringdichtung 11 in die Züge gedrückt, so daß die Drallerteilung über die Ringdichtung 11 auf das Geschoß 1 erfolgt, wenn kein übliches Führungsband im Bereich des Übergangskonus 10 am Geschoßmantel vorgesehen ist, das diese Drallübertragung übernehmen kann. Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt, weil es nicht auf die Art des Geschosses oder dessen Flugstabilisierung ankommt, sondern lediglich darauf, durch eine bodenseitige Ringdichtung 12 eine radiale Druckbelastung des Geschoßmantels 5 durch die Treibladungsgase zu unterbinden. PATENTANSPRUCH: Aus einem Rohr verschiebbares Geschoß mit einer Ringdichtung zum Abdichten des Rohres gegenüber einem über einen Übergangskonus an das Rohr anschließenden Laderaum, der das Geschoß mit einer angeklemmten Hülse für die Treibladung aufnimmt, dadurch gekennzeichnet, daß das Geschoß (1) mit einem dem Durchmesser des Geschoßmantels entsprechenden axialen Mindestabstand vor dem Geschoßboden (4) im Bereich seines Mantels (5) in der Hüisenöffnung geklemmt ist und daß die Ringdichtung (11) im Bereich des Geschoßbodens (4) an der Hülsenwand anliegt. HIEZU 1 BLATT ZEICHNUNGEN 3
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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AT65098A AT407921B (de) | 1998-04-17 | 1998-04-17 | Aus einem rohr verschiessbares geschoss |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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AT65098A AT407921B (de) | 1998-04-17 | 1998-04-17 | Aus einem rohr verschiessbares geschoss |
Publications (2)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
ATA65098A ATA65098A (de) | 2000-11-15 |
AT407921B true AT407921B (de) | 2001-07-25 |
Family
ID=3496200
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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AT65098A AT407921B (de) | 1998-04-17 | 1998-04-17 | Aus einem rohr verschiessbares geschoss |
Country Status (1)
Country | Link |
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AT (1) | AT407921B (de) |
Citations (4)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US4047466A (en) * | 1976-07-29 | 1977-09-13 | The United States Of America As Represented By The Secretary Of The Army | Projectile fall-back prevention means |
DE3938122A1 (de) * | 1989-11-16 | 1991-05-23 | Diehl Gmbh & Co | Geschosspatrone |
US5492064A (en) * | 1993-03-18 | 1996-02-20 | Giat Industries | Propellant gas sealing device for gun munitions |
GB2305994A (en) * | 1995-10-03 | 1997-04-23 | Nat Starch Chem Invest | An explosive device |
-
1998
- 1998-04-17 AT AT65098A patent/AT407921B/de not_active IP Right Cessation
Patent Citations (4)
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GB2305994A (en) * | 1995-10-03 | 1997-04-23 | Nat Starch Chem Invest | An explosive device |
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
ATA65098A (de) | 2000-11-15 |
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