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Die Erfindung betrifft einen Ski mit Kantenschutz und einer Armierung von Teilen der Lauffläche. Die meist verwendeten, üblichen Skier weisen eine beträchtliche Länge auf, weswegen ihre Benutzung durch Anfänger, insbesondere Kinder, äusserst schwierig ist. Auch Personen die im Skifahren geübt sind, benötigen zur Ausübung von Bewegungen, wie einer Abfahrt, eines Bogens oder eines Schwunges besondere Techniken, wobei bei längeren Skiern durch falsche Bewegungen leicht Verletzungen, wie Beinbrüche, Zerrungen od. dgl., verursacht werden können.
Ferner sind Kurzskier mit einer Länge von 30 bis 80 cm und einer Breite von 8 bis 15 cm bekannt, welche z. B. für das Befahren von Schneehalden und Gletschern im Sommer als sogenannte Firngleiter empfohlen werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen solchen Kurzski zu schaffen, der hauptsächlich für Anfänger, insbesondere Kinder, bestimmt und (im Gegensatz zu bekannten Kurzskiern) auch für das Ausführen von Schwüngen geeignet ist.
Bekanntlich ist das hintere Ende des Skibrettes bei der Abfahrt und bei der Durchführung von Schwüngen besonders starken Belastungen ausgesetzt. Da das Skibrett eine gewisse Dicke nicht überschreiten kann, weil sonst das Ausführen von Schwüngen wieder erschwert ist, muss dafür gesorgt werden, dass das hintere Ende ausreichend verstärkt ist. Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass zwischen den Kantenschutzleisten am hinteren Ende der Lauffläche weitere, längs laufende Armierungsstreifen vorgesehen sind oder eine über die ganze Breite der Lauffläche reichende Armierungsplatte vorgesehen ist.
Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 ein Skiblatt eines erfindungsgemässen Skis in perspektivischer Darstellung, die Fig. 2 und 3 die Unteransichten zweier Ausführungsformen eines erfindungsgemässen Skis und Fig. einen vollständigen erfindungsgemässen Ski in perspektivischer Darstellung.
In Fig. 1 der Zeichnungen ist ein Skiblatt--l--eines erfindungsgemässen Skis dargestellt, dessen Länge 30 bis 80 cm beträgt und damit wesentlich kürzer ist als das Blatt eines herkömmlichen Skis. Die Länge des Skiblattes wird entsprechend der Grösse und des Gewichtes des Benutzers gewählt. Es wurde festgestellt, dass Blätter, die kürzer sind als 30 cm dazu neigen, in den Schnee einzusinken, wodurch bei der Abfahrt Schwierigkeiten auftreten können und dass bei Blättern, die länger sind als 80 cm, die Steuerung mittels der Zugelemente bzw. die Ausführung von Bogen oder Schwüngen Schwierigkeiten bereitet. Vorzugsweise beträgt die Länge der Skiblätter für Kinder 35 bis 55 cm und für Erwachsene 50 bis 70 cm.
Die Breite eines Skiblattes ist grösser als die eines herkömmlichen Blattes, um dadurch dessen Stabilität zu erhöhen. Die Breite liegt dabei im Bereich von 8 bis 15 cm, vorzugsweise 8 bis 11 cm, wobei sie ebenfalls von der Grösse und dem Gewicht des Benutzers abhängig gewählt ist. Blätter die schmäler als 8 cm sind, sinken in den Schnee ein, wodurch bei der Abfahrt die Geschwindigkeit vermindert wird, wogegen wieder Blätter die breiter sind als 15 cm, bei Bögen oder Schwüngen Schwierigkeiten verursachen.
Gemäss dem in Fig. 1 der Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Breite des Skiblattes im Bereich der Skischaufel etwas grösser als im Bereich des hinteren Endes
Die Dicke des Skiblattes--l--kann über dessen Länge unverändert sein, wenngleich es wünschenswert erscheint, die Dicke von der Skispitze --1'-- vom Bereich 0, 5 bis 0, 8 cm zum hinteren Ende auf 1, 5 bis 2, 2 cm anwachsen zu lassen. Wenn die Dicke geringer ist als 0, 5 cm, neigt die Skispitze --1'-- dazu zu brechen, wogegen bei einer Stärke von mehr als 0, 8 cm der Skispitze --1'-- diese so steif ist, dass eine Steuerung durch die Zugelemente--2--und damit die Abfahrt behindert wird.
Das Ende stellt einen wesentlichen Teil zur Durchführung verschiedener Benutzungsarten, wie z. B. der Abfahrt auf einem steilen oder eisigen Abhang, für das Anhalten od. dgl. dar, weswegen es starken Belastungen unterworfen ist. Dadurch kann bei einer Dicke von weniger als 1, 5 cm ein Bruch im Bereich des Fersenhalters--4--auftreten. Demgegenüber ist bei einer Stärke des Skiblattes von mehr als 2, 2 cm die Ausführung von Bögen erschwert und ist die Stabilität bei der Abfahrt herabgesetzt, wenngleich die Festigkeit des Blattes erhöht ist.
Das Ausmass der Biegung im Bereich der Schaufel wird durch den Abstand der untersten Linie des Skis bis zur Spitze bestimmt und beträgt 8 bis 13 cm, vorzugsweise 9 bis 11 cm, da eine Skispitze, die ausserhalb dieses Bereiches liegt, im Schnee kleben bleibt.
Auf der Gleitfläche des Skiblattes--l--sind an beiden Seitenkanten herkömmliche Kantenschutzleisten --5, 5'-- angeordnet und weiters sind zwischen diesen Schutzkanten--5, 5'--, wie dies in Fig. 2 der Zeichnungen dargestellt ist, zwei Endschutzleisten-6, 6'-mit einer Länge von etwa 10 cm angeordnet.
Diese Endschutzleisten-6, 6'--sind für eine exakte Abfahrt auf einem steilen oder eisigen Hang sowie für das Anhalten der Skier wesentlich. Es ist erwünscht, entweder zwei bis vier Endschutzleisten oder eine einteilige Endschutzplatte--7--vorzusehen, die, wie dies in Fig. 3 der Zeichnungen dargestellt ist, die Enden der Seitenschutzleisten--5, 5'--verbindet, wobei ihre Vorderkante geradlinig ist oder die Spitze eines Dreieckes bildet, die gegen die Mitte der Platte gerichtet ist. Weiters ist bzw. sind an der Gleitfläche des Skiblattes--l--eine oder zwei Nuten vorgesehen. Es wird in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass mehr als zwei Nuten bei der Benutzung der Skier Schwierigkeiten verursachen.
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Etwa 1 bis 3 cm von der Spitze entfernt und mittig auf der Oberfläche des Skiblattes angeordnet, ist eine Halterung --2'-- für ein Zugelement, beispielsweise ein Seil--2--angeordnet, durch welches ein Ende des Zugelementes-2-, dessen Länge der Grösse des Benutzers der Skier angepasst wird, mit dem Blatt verbunden wird. Weiters ist im hinteren Bereich der Oberfläche des Skiblattes --1-- eine Fersenhalterung --4-- derart angeordnet, dass sich die Ferse des Benutzers des Skis etwa 2 bis 5 cm vom hinteren Ende desselben befindet.
Zwischen der Skispitze und dem Fersenhalter-4-ist weiters ein Schuhspitzenhalter-3-angeordnet.
Zur Herstellung der erfindungsgemässen Skiblätter können herkömmliche, für die Fertigung von Skiern verwendete Materialien, wie einstückige Schichtplatten, Plastikmaterialien, Metalle, glasfaserverstärkte Kunststoffe od. dgl. Materialien sowie Kombinationen derselben, verwendet werden.
Erfindungsgemässe Skier werden in der nachstehend beschriebenen Weise verwendet. Beispielsweise wird zur Ausführung eines Bogens im Uhrzeigersinn das Körpergewicht nach rückwärts verlagert, wodurch die Skispitzen angehoben werden und wird auf diese über die Seile--2--derart ein Zug ausgeübt, dass die Skier im Uhrzeigersinn verschwenkt werden. Um die Skier bei Abfahrt in der Fallrichtung eines Hanges durch Schwenkung nach rechts anzuhalten, kann dies dadurch erzielt werden, dass das Körpergewicht etwas nach rückwärts verlagert wird und hierauf auf die Seile--2--ein Zug ausgeübt wird, um dadurch die Skienden in den Schnee einzudrücken und schliesslich das Körpergewicht nach rechts verlagert wird, um die Enden in die rechte Seite des Hanges einzudrücken.
Bei einer Abfahrt über einen schwach geneigten Hang können die Skier leicht dadurch abgebremst werden, dass das Gewicht des Körpers nach rückwärts verlagert und hierauf auf die Seile-2-ein Zug ausgeübt wird, wodurch sich die Skienden in den Schnee eindrücken.
Erfindungsgemässe Skier mit Zugelementen zu deren Steuerung können somit deshalb in einfacher Weise benutzt werden, da sie wesentlich kürzer sind als herkömmliche Skier, wodurch sie auch für Anfänger, beispielsweise bei der Abfahrt und der Ausführung von Bögen und beim Anhalten sehr leicht und sicher benutzt werden können. Darüber hinaus sind erfindungsgemässe Skier infolge ihres geringen Gewichtes sehr leicht zu transportieren und auf Grund ihrer geringen Materialkosten sehr ökonomisch zu fertigen.