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AT313896B - Verfahren zur herstellung von neuen thiazolidinderivaten und ihren salzen - Google Patents

Verfahren zur herstellung von neuen thiazolidinderivaten und ihren salzen

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Publication number
AT313896B
AT313896B AT03338/72A AT333872A AT313896B AT 313896 B AT313896 B AT 313896B AT 03338/72 A AT03338/72 A AT 03338/72A AT 333872 A AT333872 A AT 333872A AT 313896 B AT313896 B AT 313896B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
general formula
salt
production
thiazolidine derivatives
acid
Prior art date
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AT03338/72A
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English (en)
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Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
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Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D277/00Heterocyclic compounds containing 1,3-thiazole or hydrogenated 1,3-thiazole rings
    • C07D277/02Heterocyclic compounds containing 1,3-thiazole or hydrogenated 1,3-thiazole rings not condensed with other rings
    • C07D277/08Heterocyclic compounds containing 1,3-thiazole or hydrogenated 1,3-thiazole rings not condensed with other rings having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member
    • C07D277/12Heterocyclic compounds containing 1,3-thiazole or hydrogenated 1,3-thiazole rings not condensed with other rings having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D277/18Nitrogen atoms

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Gegenstand des Patentes Nr. 306008 ist ein Verfahren zur Herstellung von neuen Thiazolidinderivaten der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 worin R für den 1-Naphthylrest, den   5, 6, 7, 8-Tetrahydro-l-Naphthylrest   oder den Rest der Formel 
 EMI1.2 
 steht, wobei Methyl, Methoxy, Trifluormethyl, Fluor, Chlor, Brom,   R2   Wasserstoff, Methyl, Methoxy, Trifluormethyl, Fluor, Chlor, Brom, R3,   R4   und       unabhängig voneinander Wasserstoff, nieder-Alkyl oder Halogen bedeuten, und RI eine geradkettige oder verzweigte Cl 4-Alkylgruppe oder eine geradkettige oder verzweigte, gegebenenfalls halogensubstituierte    C3 ¯5 - Alkenylgruppe   symbolisiert, und ihren Salzen, welche beiden Stoffklassen als ektoparasitizide Wirkstoffe verwendbar sind. 



   Die Erfindung betrifft nunmehr ein Verfahren zur Herstellung von neuen Thiazolidinderivaten der allgemeinen Formel 
 EMI1.3 
 worin R'eine geradkettige oder verzweigte   C J., 4- Alkylgruppe   oder eine geradkettige oder verzweigte, gegebe-   nenfallshalogensubstituierteCg g-Alkenylgruppe   symbolisiert, und ihren Salzen, welche beiden Stoffklasse als ektoparasitizide Wirkstoffe verwendbar sind, nach Patent Nr. 306008, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man a) Thioharnstoffe der allgemeinen Formel 
 EMI1.4 
 worin R'die oben genannte Bedeutung besitzt, unter Einwirkung starker Säuren cyclisiert, oder b) Thioharnstoffe der allgemeinen Formel 
 EMI1.5 
 worin Ri die oben genannte Bedeutung besitzt und X für ein Halogenatom oder einen Sulfonsäurerest (z.

   B. p-   - Toluolsulfonyloxy) steht,   ohne Zusatz von Säuren cyclisiert, worauf man die so erhaltenen Verbindungen der allgemeinen Formel (I) in Form der freien Basen oder ihrer Säureadditionssalze isoliert. 



   Diese neuen Verbindungen eignen sich hervorragend zur Bekämpfung von Ektoparasiten, insbesondere aus der Klasse der Akariden. Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der oben genannten neuen Verbindungen ist dadurch gekennzeichnet, dass man a) Thioharnstoffe der allgemeinen Formel (II) oder b) solche der allgemeinen Formel   (in) einsetzt,   wobei in den genannten Formeln RI und X die oben genannte Bedeutung haben. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Ri steht vorzugsweise für die Methyl-, Äthyl-, n-Propyl-, n-Butyl-, Isopropyl-, Isobutyl-,   sec. -Butyl-,     tert.-Butyl-,   Allyl-, Crotonyl-, Methallyl-,   2, 2-Dimethylvinyl-, 2-Chlorallyl-, 3-Chlorallyl-oder   die 2, 3- - Dichlorallylgruppe. 



   Die erfindungsgemäss hergestellten 2-Aryliminothiazolidine weisen-wie schon   erwähnt - überraschender-   weise eine starke ektoparasitizide Wirkung auf, insbesondere gegen Phosphorsäureester-resistente Zeckenstämme. 



   Darüber hinaus sind sie bei der Anwendung im Rinderdip beständig und ausserdem hochwirksam gegen Räude- milben. Die erfindungsgemäss erhältlichen Stoffe stellen somit eine Bereicherung der Technik dar. 



   Die als Ausgangsmaterialien zu verwendenden Thioharnstoffe der allgemeinen Formel (II) lassen sich z. B. 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> R-NCS <SEP> R-NH-CS-Cl <SEP> HO-CHj-CH-NH-R'
<tb> (IX) <SEP> (X) <SEP> (XI)
<tb> 
 
In den obigen Formeln bedeutet R den 2, 4-Xylylrest und RI hat die oben genannte Bedeutung. 



   Die Ausgangsstoffe der allgemeinen Formel (III) erhält man beispielsweise durch Umsetzung von Isothiocyanaten (IX) oder von Thiocarbamidsäurechloriden (X) mit Aminen der allgemeinen Formel   X-CH-CH-NH-R'   (XII) oder auch durch Umsetzung von Thiocarbamidsäurechloriden der allgemeinen Formel (XIII) mit Aminen der allgemeinen Formel   R-NH2, (V).   
 EMI2.3 
 



   Die Amine (XII) erhält man z. B. durch Umsetzung von Hydrochloriden der Verbindungen (XI) mit Thionylchlorid oder   p-Toluolsulfonsäurechlorid.   Aus ihnen ist wieder durch Umsetzung mit Thiophosgen die Verbindung der Formel (XIII)   zugänglich.   Die Amine (XII) fallen bei ihrer Herstellung als Salze an. Aus ihnen werden vor oder während der Reaktion mit den Isothiocyanaten bzw. Thiocarbamidsäurechloriden oder mit Thio- 
 EMI2.4 
    durch Zufügenvon basischen Stoffen, z. B. Alkali-oder Erdalkalihydroxyden,-carbonaten,-hydrogen-Als Lösungs- oder   Verdünnungsmittel kommen für die Durchführung der Umsetzung in Frage : Kohlenwasserstoffe, wie Benzol oder Ligroin, Äther, z. B.

   Diäthyläther oder Dioxan,   HalogenkohlenwasSe, rstoffe,   wie Methylenchlorid, Äthylenchlorid,   Äthylenbromid oder Chlorbenzol,   Ester, wie Essigester, aber auch Alkohole, wie Äthanol, und sogar Wasser. Dabei wird in an sich bekannter Weise die Auswahl der geeigneten   Lösungs- oder   Verdünnungsmittel durch die Stabilität und Reaktionsfähigkeit der jeweiligen   Reaküonskompönenten   bestimmt. 



  Die Anwendung von   Lösungs- oder   Verdünnungsmitteln ist in den meisten Fällen zweckmässig, aber nicht unbedingt erforderlich. 



   Als Säuren für die Cyclisierung der Thioharnstoffe der Formel (II) kommen in Frage : wässerige oder wasserfreie starke Säuren, wie z. B. Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Phosphorsäure, Polyphosphorsäuren, Schwefelsäure, Benzolsulfonsäure oder Methansulfonsäure. Unter diesen Bedingungen können die Methallylverbindungen 
 EMI2.5 
 zwischen 0 und 150 C, vorzugsweise bei der Rückflusstemperatur der Mischung. Häufig ist es vorteilhaft, am Anfang die Reaktion unter Kühlung durchzuführen. 



   Bei der Durchführung der Reaktionen kann man im allgemeinen stöchiometrische Mengen der Ausgangskomponenten einsetzen. In einigen Fällen ist es jedoch vorteilhaft, den leichter zugänglichen Reaktionspartner in geringem Überschuss einzusetzen. 
 EMI2.6 
   (XI)- äthanol, 2- (2, 2-Dimethylvinylamino)-äthanol.    



   Die erfindungsgemäss erhältlichen neuen Stoffe haben basischen Charakter und stellen meist destillierbare Öle dar, die teilweise bei Raumtemperatur kristallisieren. Sie können als freie Basen oder in Form ihrer Salze, beispielsweise der Hydrochloride, Sulfate, Phosphate, Nitrate, Acetate, Lactate, Succinate oder Naphthalindisulfonate, angewendet werden. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 Tiere, wie Rinder und Schafe, befallen. Sie eignen sich deshalb gut für Bekämfpung von tierischen Ektoparasiten aus der Ordnung der Akariden.

   Als wirtschaftlich wichtige Ektoparasiten dieser Art, die besonders in tropischen und subtropischen Ländern eine grosse Rolle spielen, seien beispielsweise genannt : die australische und südamerikanische Rinderzecke Boophilus microplus, die   südafrikanische   Rinderzecke Boophilus decoloratus und mehrwirtige Rinder- und Schafzecken der Genera Rhipicephalus, Amblyomma und Hyalomma, alle aus der Familie der Ixodidae. 



   Im Laufe der Zeit sind in verschiedenen Gebieten Zecken gegen die als Bekämpfungsmittel bisher verwendeten Phosphorsäureester und Carbamate resistent geworden, so dass der Bekämpfungserfolg in vielen Gebieten in Frage gestellt wird. Zur Sicherung einer wirtschaftlichen Viehhaltung in den Befallsgebieten besteht daher ein Bedarf an Mitteln, mit denen Zecken, auch resistenter Stämme, beispielsweise des Genus Boophilus, sicher bekämpft werden können. In hohem Masse gegen die bisher verwendeten Phosphorsäureester und Carbamate resistent geworden sind beispielsweise in Australien der Ridgeland-Stamm und der Biarra-Stamm von Boophilus microplus. Die   erfindungsgemäss   erhältlichen Wirkstoffe erweisen sich sowohl gegen die normalempfindlichen als auch gegen die resistenten Stämme, z. B. von Boophilus, als gleich gut wirksam.

   Sie wirken dabei stark   ei-   ablagehemmend auf die adulten Formen. 
 EMI3.2 
 



   Die Applikation der Wirkstoffe erfolgt in üblicher Weise z. B. durch Bepudern, Besprühen, Begiessen, Vernebeln oder als Bad   (Dip).   Den Formulierungen oder den anwendunsgfertigen Lösungen können noch sonstige Hilfsstoffe,   Streck-und/oder oberflächenaktive Mittel bzw. Wirkstoffe, wieInsektizide oder Desinfektionsmittel   zugemischt werden. 



   Anwendungsbeispiel : In-vitro-Test auf eiablagehemmende Wirkung an Zecken
3 Teile Wirkstoff werden mit 7 Teilen eines Gemisches aus gleichen Gew.-Teilen Äthylenglykolmonome-   thylätherund Nonylphenolpolyglykoläther   vermischt. Das so erhaltene Emulsionskonzentrat wird mit Wasser auf die jeweils gewünschte Anwendungskonzentration verdünnt. 



   In diese Wirkstoffzubereitung werden adulte voll gesogene Zeckenweibchen der Art Boophilus microplus   (resistent) 1 min lang getaucht.   Nach dem Tauchen von je 10 weiblichen Exemplaren der verschiedenen Zecken stämme überführt man die einzelnen Zecken in Kunststoffschalen, deren Boden mit einer Filterpapierscheibe belegt ist. Nach 35 Tagen wird die Wirksamkeit der Wirkstoffzubereitung bestimmt durch Ermittlung der Hemmung der Ablage von fertilen Eiern gegenüber der Eiablage von unbehandelten Kontrollzecken. Die Wirkung wird in % angegeben, wobei   1000/0   bedeutet, dass keine fertilen Eier mehr abgelegt wurden, und 0% bedeutet, dass die Zecken in normaler Weise wie die unbehandelten Kontrollzecken Eier abgelegt haben. 



   Untersuchte Wirkstoffe, geprüfte Konzentration, getestete Parasiten und erhaltene Befunde gehen aus der folgenden Tabelle I hervor : 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
 
 EMI4.2 
 
 EMI4.3 
 
 EMI4.4 
 
 EMI4.5 
 
 EMI4.6 
 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 



   Analog werden erhalten :    2- (2, 4- Xylylimino) -3- (2. 2-dimethylvinyl) -thiazolidin, Sdp. : 0 01 :   152 bis   1580C ; Ausbeute : 491o   der Theorie ;
2-(2,4-Xylylimino)-3-methallyl-thiazolidin, Sdp.: 0,01: 156 bis   1610C.   



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von neuen Thiazolidinderivaten der allgemeinen Formel 
 EMI5.1 
 worin Rt eine geradkettige oder verzweigte   Cl- 4'Alkylgruppe   oder eine geradkettige oder verzweigte, gegebenenfalls halogensubstituierte C3-5-Alkenylgruppe symbolisiert, und ihren Salzen, welche beiden Stoffklassen als ektoparasitizide Wirkstoffe verwendbar sind, nach Patent Nr.   30600 8, dadurch gekennzeichnet,   dass man a) Thioharnstoffe der allgemeinen Formel 
 EMI5.2 
 worin R'die oben genannte Bedeutung besitzt, unter Einwirkung starker Säuren cyclisiert, oder b) Thioharnstoffe der allgemeinen Formel 
 EMI5.3 
 worin R'die oben genannte Bedeutung besitzt und X für ein Halogenatom oder einen Sulfonsäurerest (z.

   B. p- - Toluolsulfonyloxy) steht, ohne Zusatz von Säuren cyclisiert, worauf man die so erhaltenen Verbindungen der allgemeinen Formel (I) in Form der freien Basen oder ihrer Säureadditionssalze isoliert.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man a) einen Thioharnstoff der allgemeinen Formel (II), oder b) einen solchen der allgemeinen Formel (III) einsetzt, worin X Chlor bedeutet und Ri für Methyl, Äthyl, iso- Butyl, Allyl, Methallyl oder 2, 2-Dimethylvinyl steht.
AT03338/72A 1971-08-05 1971-08-05 Verfahren zur herstellung von neuen thiazolidinderivaten und ihren salzen Expired - Fee Related AT313896B (de)

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