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Schilift
Die Erfindung betrifft einen Schilift mit einem, eine Antriebsrolle tragenden Gestell und einem über mindestens eine vom Gestell getrennte Endrolle laufenden endlosen Seil, wobei eine Verankerung für die
Endrolle und eine dem Seilzug standhaltende Verankerung für das Gestell vorgesehen ist.
Dieser Schilift ist gemäss der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass das Gestell mit die Ver- schiebung des Gestells entlang des Bodens ermöglichenden Schiern versehen ist und einen die Antriebs- rolle für das Seil in Drehung versetzenden Motor trägt und dass jede der in bezug auf das Gestell ab- nehmbaren und so eine Verschiebung des Gestells entlang des Bodens ermöglichenden Verankerungen zwei oder mehr an einer horizontalen Stange befestigte Zähne aufweist, wobei die Zähne zur Zugrichtung einen Winkel von 90 oder weniger einschliessen.
Der erfindungsgemässe Schilift besitzt den Vorteil geringen Gewichts, ist einfach an seinen Betriebs- ort zu bringen, dort aufzustellen und später wieder abzubauen, selbst von Kindern ohne Gefahr zu be- nützen und kann leicht weiterbefördert werden. Da der Preis des erfindungsgemässen Schiliftes niedrig ge- halten werden kann, ist er auf Grund seiner übrigen Vorteile für eine kleine Personengruppe, z. B. eine
Familie, besonders geeignet.
Mit dem erfindungsgemässen Schilift ist es ohne weiteres möglich, mehrere Schifahrer, aber auch
Rodelschlitten oder andere eine Person oder eine Last tragende Schlitten mit üblicher Geschwindigkeit über einen ansteigenden Hang und über eine Entfernung von mehreren hundert Metern, ja selbst von einigen Kilometern zu befördern. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemässen Schiliftes besteht darin, dass er einfach durch menschliche Kraft am Boden entlang bewegt werden kann und dass bei der Beförderung des Schiliftes über längere Strecken vor den Schilift Zugtiere gespannt werden können, wobei die Orts- beweglichkeit des erfindungsgemässen Schiliftes durch seine abnehmbare Verankerung gegeben ist.
Schliesslich ist es auch von Vorteil, dass der erfindungsgemässe Schilift sowohl hinsichtlich seiner Weiter- beförderung als auch hinsichtlich seines Betriebes nicht an das Vorhandensein eines Kraftfahrzeuges gebunden ist.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
In der Zeichnung zeigt Fig. l eine Ansicht eines Ausführungsbeispieles eines erfindungsgemässen
Schiliftes entsprechend der Betriebsstellung, Fig. 2, 3 bzw. 4 eine Ansicht des Gestells in Seitenansicht, in Draufsicht bzw. in Vorderansicht und Fig. 5 einen Längsschnitt durch eine Einzelheit der Erfindung.
Entsprechend dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Schiliftes weist dieser ein voi. Schiern la, lb getragenes Gestell 1 auf, welches mit Hilfe eines Ankers 2 im Boden verankert werden kann. Die Zähne des Ankers 2 sind zum Boden hin gerichtet und in Richtung des auf die Verankerung wirkenden Zuges geneigt. Ein endloses Seil 3 ist durch den Motor 25 (Fig. 2) anzutreiben und läuft über eine Endrolle 4, welche in einer Haube 5 untergebracht ist. Durch eine an der Haube be- festigte Zugfeder 6, an deren der Haube 5 gegenüberliegenden Ende ein dem Anker 2 entsprechender Anker
7 angebracht ist, ist die Endrolle 4 gegen den Boden verankert. Das Seil weist ein aufsteigendes Trum 3a und ein absteigendes Trum 3b auf. Es könnte in gerader Linie zwischen dem Gestell 1 und dem Endpunkt 8 der Zugbahn geführt sein.
Im Punkt 8 ist aber, vorzugsweise mit Hilfe eines Ankers 9, ein Schäkel 10 verankert, welcher ein Paar Umlenkrollen 11 trägt. Die Endrolle 4 dient nur zur Sicherung der Seilspannung.
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Der auf dem Gestell 1 angeordnete Motor, eine Brennkraftmaschine, besitzt geringes Gewicht, so dass das Gestell 1 leicht auf dem Schnee bewegt werden kann.
Die Entfernung zwischen dem Gestell 1 und dem Umlenkpunkt 8 kann in grossem Masse entsprechend der Art des Geländes und anderer Einflüsse, von denen die Länge des gewünschten Seilzuges abhängt, ge- ändert werden. Die Länge des Seiles 3 wird entsprechend gewählt.
Der erfindungsgemässe Schilift besitzt kein im Boden befestigtes und verbleibendes Element, insbe- sondere keinen Mast. Das Seil schleift über oder im Schnee oder befindet sich an gewissen Stellen ingeringer Höhe. Die Seilbahn kann also auf sehr unterschiedlichen Hängen benützt werden und auch auf starke Neigungsunterschiede aufweisenden Geländeabschnitten. Das Gestell 1 mit dem Motor kann entweder am oberen Ende des Hanges oder an dessen Fuss aufgestellt werden.
Das Ankuppeln der Benützer oder der zu ziehenden Lasten an das Seil kann automatisch mit Hilfe selbständiger Kuppelglieder 12 vorgenommen werden, die vom Seil bei Belastung durch Reibungsschluss mitgeführt werden, sonst aber am Seil frei beweglich sind und einfach abgenommen werden können. -
Das Gestell 1 mit der Rückhol- und Antriebsvorrichtung für das Seil 3 kann in unterschiedlichen Ausführungen verwirklicht werden. Gemäss dem in den Fig. 2-5 dargestellten Ausführungsbeispiel weist das Gestell 1 einen aus Rohren hergestellten Rahmen mit den beiden Seiten 21a und 21b auf. Jede Seite ist durch ein gebogenes Rohrstück gebildet oder aus verschiedenen, unter sich durch Schweissen oder anderweitig verbundenen Rohrstücken zusammengesetzt.
Die beiden Seiten sind durch rohrförmige Querstücke 22a - 22e verbunden.
Das Gestell l trägt, wie bereits erwähnt, eine Brennkraftmaschine 25 mit einer Leistung von einigen PS. Der Motor ist unmittelbar auf dem Gestell oder mit Hilfe von Rohrstücken oder nachgiebigen Aufhängegliedern am Gestell befestigt. Der Motor kann seiner Art entsprechend mit einer Vorrichtung zum Ändern seiner Drehzahl versehen sein. Diese Vorrichtung ist von Hand oder mit Hilfe eines selbsttätigen Verstellgerätes zu steuern, das das Drehmoment des Motors dem Widerstandsmoment selbsttätig anpasst.
Dieser Motor treibt, wie in Fig. 2 gezeigt ist, unter Zwischenschaltung eines Getriebes 26 eine Welle 27 für eine Rolle 28 an, welche mindestens eine mit Gummi ausgekleidete Rille aufweist. Über diese Rolle läuft das endlose Seil 3, wobei der Antrieb der Rolle 28, wie üblich, vorgenommen wird. Mit 3a ist das aufsteigende und mit 3b das absteigende Trum des Seiles bezeichnet.
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und dann in der Seilrille 28b. Zur Vergrösserung des Umschlingungswinkels können die Drehrichtungen der beiden Rollen 27 und 28 verschieden sein.
Das aufsteigende oder rückkehrende Trum 3a des Seiles ist durch einen nachgiebigen, in Fig. 5 dargestellten und eine Hülse 34 aufweisenden Anschlag 33 hindurchgeführt ; in welchem eine ein trichterförmiges Anschlagstück 36 tragende Feder 35 untergebracht ist. Der nachgiebige Anschlag 33 ist an einem Rohrstück 37 mitHilfe einesSchnellkupplungsstückes 38 unbeweglich befestigt. Dazu dient einschraubenoder Mutternverbindungsstück oder ein Bajonettverschluss, wobei diese beiden Arten von Verbindungen als üblich anzusehen sind und laufend für die Verbindung von Leitungen gebraucht werden.
Das Gestell kann auch eine Deichsel oder Hiilsen 39 zur Aufnahme einer Gabeldeichsel 39a aufweisen, mit welcher das Gestell zu schleppen ist, sowie verschiedenes, nicht dargestelltes Zubehör, z. B. einen Brennstoffbehälter, verschiedene Unterstützungen usw. Insbesondere kann die Achse 27 mit Hilfe des Stückes 27a zur Aufnahme von Spulen oder Trommeln 40a, 40b seitlich verlängert werden, welche auf diesem Ende der Welle derart aufgebracht sind, dass sie mit dieser umlaufen können. Die Spulen oder Trommeln sind zum Aufwinden des Seiles bestimmt, wenn es beim Abbau der Seilbahn eingerollt werden soll, um die Seilbahn und das andere Zubehör unterstellen oder an einen andern Betriebsort bringen zu können.
Wenn das Kupplungsglied 12 mit seiner Last am Ende des Seillaufes angekommen ist, schlägt es gegen das Anschlagstück 36 an und das Kupplungsglied wird vom Seil gelöst. Der hiebei auftretende Stoss wird durch die Feder 35 abgefangen. Wenn das Seil aus dem Anschlag 33 entfernt werden soll, kann dieses Organ durchlösen der Befestigungsmutter 38 oder durch entsprechendes Drehen des Befestigungsstückes des Bajonettverschlusses sehr schnell vom Gestell abgenommen werden.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellte und beschriebene Ausführungsform beschränkt, insbesondere braucht der Motor nicht notwendigerweise von einer Kraftquelle unabhängig zu sein. Es kann auch ein Elektromotor verwendet werden, der an das Stromnetz anzuschliessen ist ; diese Lösung ist insbesondere für eine Seilbahn zweckmässig, die für ein Hotel bestimmt ist.