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Laufsohle für Sportschuhe
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Laufsohle für Sportschuhe, Insbesondere
Rennschuhe c oder Fussballstiefel, zu schaffen. Es wird vor allem Wert gelegt. auf geringes Gewicht ; und die Vermeidung einer Gewichtszunahme durch Aufnahme von Feuchtigkeit oder Anhaften von Schmutz, letzteres begünstigt durch Dorne und Stollen.
Ein Sportschuh soll sich aber nicht nur durch besondere Leichtigkeit, sondern auch durch Sta- bilität bzw. grosse Haltbarkeit auszeichnen, da er in besonders starkem Masse mechanischen Be- anspruchungen ausgesetzt ist.
Es wurde nun gefunden, dass ein Sportschuh, ; dessen Laufsohle aus Hexamethylendiamin-Adi- pinsäure-Polykondensat besteht und deren Rand gegebenenfalls mit einem Lederüberzug versehen ist, sämtliche im vorstehenden genannten An- forderungen erfüllt. Abgesehen davon, dass ein
Sportschuh, dessen Sohle aus dem erfindungsge- mäss verwendeten Kunststoff besteht, an sich sehr viel leichter ist als ein Sportschuh mit Ledersohle, ist die Wasseraufnahme und das Haftvermögen für Schmutzteile bei der Laufsohle nach der Er- findung ausserordentlich gering. Ferner kommen bei dem Erfindungsgegenstand die vorteilhaften mechanischen Eigenschaften des Hexamethylen- diamin-Adipinsäure-Polykondensates zur Geltung.
Dieser Kunststoff zeichnet sich durch eine hohe Abriebfestigkeit aus und er verleiht der Sohle eine zurückfedernde Wirkung. Letzteres wirkt sich vor allem, bei einem mit einer solchen Laufsohle ausgerüsteten Fussballstiefel vorteilhaft aus, bei dem das Zurückfedern der Laufsohle für das Spiel bzw. für eine sichere Ballbehandlung von erstrangiger Bedeutung ist. Es ist bisher noch kein Sportschuh, insbesondere Fussballstiefel, bekannt, der die vorstehend beschriebenen Vorteile aufweist.
Der auf dem Rand der Laufsohle angeordnete Lederüberzug beseitigt die Möglichkeit von Verletzungen durch die Kanten der erfindungsgemä- ssen Laufsohle.
In weiterer Ausbildung der Erfindung besteht der Lederüberzug mit einer Zwischensohle aus einem Stück. Die Zwischensohle aus Leder gewährleistet eine sichere Verbindung der einzelnen Sohlenschichten miteinander. Letzteres ist darauf zu- rückzuführen, dass das Leder der Zwischensohle infolge seiner langfaserigen Struktur eine ausge- zeichnete Haftung auf dem Hexamethylendiamin- Adipinsäure-Polykondensat aufweist.
Es ist zwar von Strassenschuhen her bekannt, mehrschichtige Schuhsohlen aus Polyamiden her- zustellen, wobei die einzelnen Schichten von ver- schiedener Biegsamkeit sind. In diesen Sohlen sind dann zur Einstellung einer bestimmten Biegsam- keit meistens noch Lederahfälle eingearbeitet. Die einzelnen Schichten der Schuhsohle weisen eine verschiedene Zusammensetzung auf. Beispielsweise besteht eine Schicht aus einem aus Kaprolaktam enthaltenden Polyamid und eine andere aus einem aus Hexamethylendiamin und einer Dikarbonsäure gewonnenem Polyamid. Abgesehen davon, dass die Herstellung solcher mehrschichtigen für.
Stra- ssenschuhe vorgesehenen Sohlen besonders umständlich ist, wird mit, diesen ein von der Lehre der Erfindung völlig verschiedener Zweck, nämlich die Verbesserung der Biegsamkeit des Soh- lenmateriales angestrebt. Es gehört auch zum Stand der Technik, Kunststoffe, z. B. auch Ny-' Ion, zu Kreppsohlen für Strassenschuhe zu verarbeiten. Auch Zwischensohlen aus Kunststoffen sind bekannt. Auch hiebei wird stets Wert aut Weichheit des Schuhwerkes gelegt. Demgegenüber geht die Erfindung, wie sich aus Vorstehendem ergibt, hinsichtlich der Aufgabenstellung und Lösung völlig verschiedene Wege.
Die Erfindung soll an Hand, der in, der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele erläutert werden. Es zeigen : Fig. 1 einen Sportschuh mit E der erfindungsgemässen Laufsohle in perspektivischer Ansicht, Fig. 2 eine Unteransicht des in Fig. 1 dargestellten Sportschuhes, Fig. 3 im Längsschnitt eine Einzelheit des Sportschuhes.
Der Schaft 1 des Sportschuhes trägt die an in- t
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verseheneWie aus Fig. 3 ersichtlich, ist oberhalb der Laufsohle 2 eine Zwischensohle 5 vorgesehen, die mit dem Lederüberzug aus einem Stück besteht. Ober dieser Zwischensohle 5 ist dann eine Brand- 91
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sohle 6 und über, dieser eine Einlegesohle 7 angeordnet.
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Laufsohle 2 verlaufenden Absetzung 12. Eine Me- tallplatte s ist oberhalb der Brandsohle 6 angeordnet und mittels Zacken 11, die sämtliche Sohlenschichten durchdringen, verankert. Die Metallplatte 8 ist fussseitig durch die Einlegesohle 7 abgedeckt. Sie trägt einen Gewindestutzen 9 zur Befestigung der Stollen 3 mittels eines Gewinde- bolzens 10.