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Österreichische PATENTSCHRIFT ? 18536. MARIE UNTERBERGER IN WIEN.
Warenverkaufsautomat.
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Der Automat besteht aus dem Kasten A (Fig. I Vorderansicht, Fig. II Seitenansicht, Fig. 1H Querschnitt), in welchen die Stange a und die Stange b nebeneinander derart nach
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(sobald solche verwendet werden) mit Metallösen oder einer sonstigen Versteifung zu verseilen.
Die Anordnung der hängenden Ware B ist aus Fig. 111 ersichtlich, und zwar ist das
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Das vorzeitige Abgleiten der Säckchen verhindert der in Fig. I von vorne, in Fig. II von der Seite ersichtliche Hebel C, welcher mit seinem Ansatze am Hebelende d das erste Stuck Ware, also das Säckchen B1 an seinem Abgleiten hindert (siehe Fig. III, Hebelende d).
Durch die bereits erwähnte Aufhängeordnung, dass die innerhalb der Stange a und der Stange 'betindlichen Hälften der Säckchen sich decken, ergibt sich, dass das auf der Stange a von dem Hebel C mit seinem Ansatze am Hebelende d gehaltene vorderste Säckchen B1 das auf der Stange b befindliche nächstfolgende Säckchen B2 ebenfalls an seinem Abgleiten verhindert. Hewegt man nun den Hebel C von der Stange a, nach der
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ihrer zweiten Aufängeöffnung c2 auf Stange b, aufgehängt wird. Das Säckchen B ist in diesem Falle mit einem Schlitze S versehen (siehe Fig.
XI, XII) und sind beim Aufhängen der Säckchen B dieselben so anzuordnen, dass der Schlitz S beim ersten Päckchen. BI bei
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der Ansatz vom Hebelende d in den Schlitz S des Säckchons B bei Stange a, bei Betätigung des Hebels 0 zur Stange b der Ansatz vom Hebelende d in den Schlitz 8 des Säckchens B bei Stange b u. s. f. zu stehen kommt.
Sobald nun bei Betätigung des Hebels C der Ansatz vom Hebelende d in dem Schlitz S des Säckchens B steht, so wird das oberste Säckchen B frei und gleitet ab, wogegen das nächste Säckchcn 1J durch den Hebel C resp. durch den Ansatz vom Hebelende d (welcher durch den Schlitz S an das nächstfolgende Säckchen B aufliegt) in ihrer Lage festgehalten wird. Bei weiterer Betätigung wird immer abwechselnd ein Säckchen nach dem andern frei werden und durch seine eigene Schwere abgleiten.
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besprochenen Hebel C einen zweiten solchen Hehel Z (siehe Fig.
VII) mit der schlitzförmigen Öffnung w und seinem Ansatze am Hebelende v anzubringen, welcher bei y drehbar gelagert ist und durch den später beschriebenen Stift i der Scheibe D ebenfalls mit hin und her bewegt wird. Das Verschieben des Hebels C von Stange a nach Stange b oder von der Mitte der beiden Stangen a und b zu einer der Stangen a und b und wieder retour zur Mitte, ebenso das Verschieben des Hebels C von Stange b nach Stange a ge- schieht folgendermassen :
Der Hebel C ist bei f drehbar gelagert und hat eine schlitzförmige Durchbrechung g.
Hinter dem Hebel C ist eine Scheibe D drehbar auf einer Achse A gelagert. Diese Scheibe D trägt den exzentrischen Stift i, welcher in die schlit. zförmige Durchbrechung 9 des Hebels C eingreift. Nach je einer halben Umdrehung der Scheibe D wird der Hebel C mit seinem Ansatze am Hebelende d (vermittelst des exzentrischen Stiftes i) abwochsend von Stange a nach Stange b und umgekehrt verschoben werden, oder aber von der Mitte der beiden Stangen a und b nach einer der Stangen a oder b wieder retour zur Mitte. Die Achse ist durch die Kastentüre verlängert und trägt einen Drehknopf oder die Kurbel E (siehe Fig. 11).
Es ist also, um die gewünschte Ware, resp. um je ein Säckchen zu erhalten, eine halbe Umdrehung der Scheibe D erforderlich. Wie aus der Zeichnung (Fig. VII) ersichtlich, be- wegt sich das Hebelende ;'des Hebels Z stets in gleicher Richtung mit dem Hebelende d des Hebels C und werden hiedurch die Waren (Säckchen) immer durch den Ansatz am Hebelende d des Hebeis C und durch den Ansatz am Hobelendg v des Hebels Z niedergehalten. Anstatt mit Hebeln kann die Ausführung dieses Warenautomaten auch, wie in Fig. VIH ersichtlich ist, vollzogen werden. An Stelle der Hebel tritt hier das Metallstück W, welches bei t und bei 11. dieselben Ansätze trägt wie die Hebelenden d und v der bereits erwähnten Hebel C und Z.
Bei r und s ist dieses Metallstück W derart geführt, dass dasselbe nur in horizontaler Richtung hin und her bewegt worden kann. Diese horizontale Bewegung wird diesem Metallstück W nun vermittelst des Schlitzes q, welcher auf Stift i
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Fig. IX und X zeigen die Darstellung des Ansatzes am Hebelende d des Hebels C von vorne und im Schnitt. Das Hebelende d des Hebels C trägt die Röhre K, in welcher sich eine zweite Röhre L, welche durch den Kopf M verschlossen ist, hin und her schieben lässt. Eine im Innern angeordnete Spiralfeder je drückt die innere Röhre L soweit nach aussen, als es der auf ihr angebrachte Stift 0, welcher in einem Längsschlitze P der Röhre K sich bewegt, gestattet. Hiedurch wird bezweckt, dass bei der allmählichen Entleerung des Automaten die Ware stets entsprechend zurückgehalten wird. Werden bei Ausführung des Warenverkaufsautomaten anstatt eines Hebels (Fig.
VH) zwei solcher Hebeln verwendet, so ist jeder Ansatz der beiden Hebelenden in angeführte Weise auszuführen, ebenso die beiden Ansätze t und u des Metallstückes W, sobald selbes anstatt der Hebel angewendet wird. Es ist jedoch nicht Bedingung, die Hebelenden in angeführter Weise auszuführen, sondern können selbe auch ohne Spiralfeder und aus einem Stücke sein.
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Um ein allfalliges, seitliches Vergleiten der Ware JJ (Säckchon) zu vorhindern, aind an den inneren beiden Seitenwänden des Kastens oder an der Kastentür, oder an der Decke desselben in gleicher Höhe mit den Enden'der Stange a und der Stange b je ein Stift oder Winkel e und 61 (siehe Fig. 1 und III) derart angeordnet, dass selbe das Vorfallen der Ware B (Säckchen) begrenzen, immerhin aber dasselbe, sobald es der Hebel 0 mit seinem Ansatze am Hebelende d und der Hebel Z mit seinem Ansätze am Hebelende v oder bei anderer Ausführung, sobald die beiden Ansätze t und M des Metallstückes W freigibt, ungehindert abfallen kann.
Um nun nach Einwurf der Münze immer nur eine halbe Umdrehung machen zu können, hat die Scheibe D die Einkerbung jl und die Einkerbung j2, in welcher der bei x drehbar gelagerte Winkelhebel k-mit seinem Arme kl und Arme k2 und seiner Schräge k3, sobald die Scheibe D die entsprechende Drehrichtung erreicht hat, abwechselnd mit seinem schweren Arme kl einfällt (siehe Fig. IV). Hiebei ragt der Arm k2 des Winkelhebels k in den MUnzeneinlaufkanal F. Die eingeworfene Münze fällt'in den Münzeneinlaufkanal F auf den Arm k2 des Winkelhebels k und schiebt durch ihre Schwere denselben soweit zur Seite, bis der Arm kl aus der Ein- kerbung jl oder aus der Einkerbung j2 ausgetreten ist und an den Gegenhebel l anliegt.
Hiebei hat die Münze noch nicht Raum genug zum Durchfallen und steckt zwischen der Wand des Munzeneinlanfkanals F und dem Arm k2 des Winkelhebels k (siehe Fig. V).
Der Gegenhebel l ist bei m drehbar gelagert und wird durch die Feder t. bis an den Ausschlagstift o nach abwärts gedrückt. Wird nun die Scheibe D mit der Kurbel A'nach rechts gedreht, so wird der Arm kl des Winkelhebels k infolge der bei k3 vorgesehenen
Schräge noch weiter gehoben, indem er hiebei auch den Gegenhebel l hebt. Der Arm k2 des Winkelhebels k tritt hiebei aus den Münzeneinlaufkanal F heraus und die Münze fällt durch (siehe Fig. VI).
Die Scheibe D kann nun weiter gedreht werden, bis der Arm kl des Winkelhebels k in die nächste Einkerbung einfällt. Um ein Drehen in entgegengesetzter Richtung zu ver- hindern, ist auf der Achse der Scheibe D ein Sperrad anzubringen, in welches eine Klinke eingreift (siehe Fig. VI). PATENT-ANSPRÜCHE :
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Warenflächen sich decken und wobei die Warenstücko durch das auf ihnen ruhende Ende (d) eines drehbar gelagerten Hebels (C) am Herabgleiten gehindert sind und durch das Hin und Herbewegen des Hebels ((,') abwechselnd je eines der auf den Stangen (a und b) aufgehängten Warenstücke freigegeben wird.