<Desc/Clms Page number 1>
Österreichische PATENTSCHRIFT Nu 1 771 5. AUGUST ROBERT SCHERDING IN PARIS.
Strahlgebläse für flüssige Brennstoffe.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Strahlgebläse für flüssige Brennstoffe und ist dasselbe in der Zeichnung in zwei Ausführungsformen dargestellt. Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch das Strahlgebläse nach der einen Ausführungsform und Fig. 2 einen Schnitt durch einen Teil des Strahlgobläses nach einer anderen Ausführungsform. Fig. 3 stellt einen Schnitt nach der Linie x-x der Fig. 2 dar.
Das Strahlgebläse nach Fig. 1 besteht aus einem gewöhnlichen Dampf-oder Luftinjektor 1, welcher den flüssigen Brennstoff aus einem geeigneten Behälter durch das Rohr 2 ansaugt. Der Brennstoff wird mit Dampf oder Luft gemischt und in ein besonderes Organ getrieben, welches aus einem rohrförmigen, teils zylindrischen, teils konischen Teil 3 und einem darin gelagerten Organe 4 besteht, dessen Innenwand zylindrisch und dessen Aussenseite an dem einen Ende bei 5 konisch abgeschrägt und auf dem zylindrischen Teile mit ringförmigen Rippen 6 versehen ist, welche die zylindrische Innenwand des Teiles 3 berühren und derart mit Aussparungen versehen sind, dass ein Kanal entsteht, welcher an seinem unteren Ende mit dem die Fortsetzung des Ansaugrohres 1 hildendpn Rohre 7 in
EMI1.1
dem Injektor kommenden Strahles eine schnelle Abnützung erfährt.
Dio konischf Aussenfliche 5 des Organes 4 befindet sich in einem gewissen Abstande von der konischen Innenfläche des Konus 3. Die Innenfläche des Organes 4 wird von @ einem zylindrischen Rohre 9 ausgekleidet, welches über den Konus 5 des Organes 4 hervor- ragt und hier in geringer Entfernung von der konischen Innenwand 3 endet. Um die so zwischen dieser Wand und dem Ende des Rohres ss gebildete ringförmige Öffnung beliebig zu regeln, ist das Rohr 9 an seinem unteren Ende, welches in die freie Luft mündet, in das Organ 4 : eingeschraubt, so dass es durch Drehen der Innenwand 3 genähert oder von derselben entfernt werden kann.
Über dem Ende des Rohres ss setzt sich der konische Teil 3 in einem kurzen zylindrischen
Teil 11 fort, welcher mit einem aussen ein wenig konischen und etwas erweiterten Teil 12 endet. Der so gebildete Konus mündet in ein Rohr , welches sich aus zwei, an ihrer kleinen Basis vereinigten konischen Teilen 14 und 15 zusammensetzt. Der nur schwach
EMI1.2
umgeben und so ein ringförmiger Raum zwischen beiden gebildet wird. Das Rohr 13 ist bei 16 auf-eine an dem oberen Ende des Teiles 3 befindliche Flansche aufgeschraubt, welche mit Öffnungen 17 versehen ist, durch die Luft in den ringförmigen Raum ein- treten kann.
Das Durchströmen der Gase findet in dem Apparat folgendermassen statt. Die durch den Injektor J ! erzeugte Mischung von Luft (oder Dampf) und flüssigem Brennstoff ergiesst sich in den durch die Rippen 6 und deren Aussparungen gebildeten Kanal, durchströmt denselben vollständig und tritt aus diesem in den ringförmigen Raum zwischen den konischen Innen-und Aussenwänden der Teile 5 und um alsdann durch die ringförmige Öffnung um das obere Ende des Rohres 9 in den Teil 11 einzutreten. Wie oben ausgeführt, kann die Weite dieser AustrittsÖfnung durch Drehen des Rohres 9 beliebig geregelt
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
Die hiedurch gebildete Mischung tritt alsdann in das Rohr 13, wobei ein nochmaliger Zutritt von Luft durch die Öffnungen 17 stattfindet. Die nunmehr vollständig gebildete gasförmige Mischung wird an die Verbrauchsstelle, also z. B. zur Feuerung getrieben.
In besonderen Fällen, wenn eine Erhöhung der Geschwindigkeit der Strömung und damit auch der zugeftihrten Menge von Brennstoff erwünscht wird, kann der Teil 3 auch, wie in den Fig. 2 und 3 dargestellt, ausgebildet werden. Derselbe besteht dann aus zwei, bei 20 verbundenen Teilen 18 und 19, zwischen denen eine, durch eine besondere Zuleitung 22 gespeiste Dampfkammer 21 gebildet wird, welche sich nach oben und nach innen verengt und den Dampf durch einen Kranz von engen Ausnehmungen oder Spalten 23 (Fig. 3) in den Raum zwischen 3 und 5 (Fig. 1) entweichen lässt.
Der zugeführte Dampf erhöht erheblich die Geschwindigkeit, mit welcher die Mischung durch die ringförmige Öffnung in den Teil 11 strömt und wird dadurch auch die durch das Rohr 9 angesaugte Luftmenge entsprechend vermehrt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Strahlgebläse für flüssige Brennstoffe, bestehend aus einem rohrförmigen, teils zylindrischen, teils konischen Teil und einem darin gelagerten, innen zylindrischen, aussen dagegen teils konisch abgeschrägten, teils ebenfalls zylindrischen Organe, dadurch gekennzeichnet, dass dieses Organ (4) an seinem zylindrischen Teil mit ringförmigen Rippen (6) versehen ist, welche die zylindrische Innenwand des Aussenteiles (3) berühren und derart mit Aussparungen versehen sind, dass ein Kanal entsteht, welcher an seinem unteren Ende mit dem Injektor (1, 2) in Verbindung steht, mit seinem oberen Ende dagegen in den zwischen der konischen Aussenfläche (5) des Organes (4) und der konischen Innenfläche des Teiles (3)
befindlichen Raum und aus diesen in die Feuerung selbst einmündet.