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Verfahren zur Herstellung von Estern von Aminotriazin-Formaldehyd-Kondensations- produkten
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Estern von Amino- triazin - Formaldehyd - Kondensationsprodukten durch Umsetzung von hoch verätherten Formaldehyd-Kondensationsprodukten von Aminotriazinen mit organischen Säuren bzw. deren veresterungsfähigen Derivaten.
Es wurde bereits vorgeschlagen, Reaktionsprodukte von Aminotriazin-Formaldehyd- Kondensationsprodukten herzustellen, indem die in bekannter Weise durch Umsetzung von Aminotriazin-Formaldehyd-Kondensationsprodukten mit Alkoholen in saurer Lösung in der Wärme erhaltenen Äther von Aminotriazin-Formaldehyd- Kondensationsprodukten (vgl. französische Patentschrift Nr. 827014) mit gesättigten oder ungesättigten Carbonsäuren der Fettsäurereihe (vgl. die britische Patentschrift Nr. 562089) oder
Kolophonium (vgl. die USA-Patentschrift Nr. 2229265) erhitzte. Dabei wurde im besten
Falle eine teilweise Veresterung der verwendeten
Säure erzielt, wahrscheinlich weil die Wärme- unbeständigkeit der verwendeten Aminotriazin- methyloläther zur vorzeitigen Gelierung und
Härtung des Reaktionsgemisches führt.
Anderseits aber verlangt eine praktisch genügende Veresterung meist eine relativ lange Reaktionsdauer bei mässig hohen Temperaturen. Um zu den reinen Estern zu gelangen,. musste deshalb die unveresterte Säure nach umständlichen Verfahren entfernt werden.
Die nach dem Verfahren der französischen Patentschrift Nr. 867109 bei niedrigen Temperaturen unter Verwendung beträchtlicher, vorzugsweise etwa molekularer Mengen saurer Katalysatoren herstellbaren, hochveräthertenAminotria- zin-Formaldehyd-Kondensationsprodukte (siehe auch Helvetica Chimica Acta Bd. 24, S. 317 E, 1941) zeichnen sich nun durch eine hervorragende Wärmebeständigkeit gegenüber den mit wenig Säure in der Wärme hergestellten Produkten aus.
Die grosse Menge Säure und die niedrige Tempe- ratur, die bei ihrer Herstellung verwendet werden, bewirken offenbar eine erheblich weitergehende Verätherung der vorhandenen Methylolgruppen, unter Vermeidung einer Weiterkondensation, so dass die Verätherung bis zum Hexamethyläther fortschreiten kann. Diese hoch verätherten Produkte sind gegen Wärme, sogar in Gegenwart der zu veresternden organischen Säuren, viel unempfindlicher und härten bei weitem nicht so rasch, wie die früher bekannten heiss verätherten Aminotriazin-Formaldehyd-Kondensationsprodukte.
Weiterhin konnten wärmebeständige, hoch ver- ätherte Aminotriazin-Formaldehyd-Kondensationsprodukte hergestellt werden, wenn man die letzteren mit Alkoholen unter Verwendung von einem Überschuss von Formaldehyd, also mehr als zur Bildung der Methylolverbindung des Aminotriazins nötig ist, in der Wärme mit geringen Mengen Säure veräthert (vgl. französische Patentschrift Nr. 889471). Unter diesen Arbeitsbedingungen gelingt es überraschenderweise zu
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dies unter Verwendung von grossen, vorzugsweise etwa molekularen Mengen Säure bei niederen Temperaturen möglich ist.
Es wurde nun gefunden, dass es unter Verwendung dieserwärmebeständigen, hoch verätherten Aminotriazin-Formaldehyd-Kondensationsprodukte gelingt, durch ein einfaches Schmelzverfahren direkt zu technisch verwertbaren Estern der Aminotriazin- Formaldehyd- Kondensations- produkte zu gelangen. Die organische Säure wird dabei mit dem Äther des AminotriazinFormaldehyd-Kondensationsproduktes erhitzt, wobei unter Bildung des Esters die Äthergruppe als Alkohol abgespalten wird. Ebenso entweicht dabei etwas Formaldehyd und gegebenenfalls etwas Wasser, während die Säurezahl des Reaktionsgemisches am Anfang sehr schnell, später langsamer sinkt. Vorteilhaft arbeitet man im Vakuum, um die flüchtigen Reaktionsprodukte, insbesondere Wasser, das schädlich wirken kann, zu entfernen.
Bei längerer Dauer der Wärmeeinwirkung tritt, besonders bei Temperaturen um 200 C, eine langsam fortschreitende Erhöhung der Viskosität des Reaktionsgemisches ein, welche schliesslich über eine stark fadenziehende Zwischenstufe zur völligen Gelierung des Reaktionsgemisches führen kann. Vorteilhaft wird deshalb die Veresterung durch Bestimmung der Säurezahl und Beobachtung der Viskosität kontrolliert.
Als Ätherkomponenten kommen insbesondere in Betracht die Äther von Formaldehyd-Kondensationsprodukten des Melamins oder verwandter
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Aminotriazine, wie des Formoguanamins, Melams, Melems, Mellons, Ammelins, Ammelids, 2-Chlor- 4, 6-diamino-l, 3,5-triazins usw.
Bevorzugt werden hiebei die Äther aus niedrigsiedenden Alkoholen, wie etwa Methyl-bis Amylalkohol. Selbstverständlich kommen auch Äther aus höheren Alkoholen, die gegebenenfalls substituiert sein können, in Frage.
Als Säurekomponenten kommen beispielsweise in Betracht :
Gesättigte und ungesättigte Säuren der Fettsäurereihe, weiterhin aromatische Säuren wie Benzoesäure, hydroaromatische Säuren wie Abietinsäure, oder andere technische Harzsäuren, wie Kolophonium. Auch die Naphthensäuren kommen in Frage.
Interessante Esterharze lassen sich nach dem neuen Verfahren auch unter Verwendung von mehrbasischen Säuren erzielen, wie z. B. Phtalsäure, Adipin-und Sebacinsäure, weiter die dreibasischen Harzsäuren, die aus Abietinsäure durch Kondensation mit Maleinsäure herstellbar sind.
Ferner kommen auch substituierte Carbonsäuren aller Art, z. B. hydroxylierte Fettsäuren wie Ricinolsäure in Frage.
Statt reiner Säuren können selbstverständlich auch technische Gemische derselben, sowie Naturund Kunstharze aller Art, welche noch substituierbare Carboxylgruppen besitzen, verwendet werden, z. B. Dammarharz, Schellack, saure
Alkydharze, saure Harze vom Maleinsäuretyp, u. dgl. Die Veresterung kann auch in Gegenwart geringer Mengen einer Mineralsäure oder unter
Zusatz anderer Substanzen, die beispielsweise eine Aufhellung der Farbe bzw. eine Verhinde- rung des Nachdunkeln verursachen können, vorgenommen werden.
Die neuen Ester sind neutrale oder fast neutrale Substanzen von flüssigem bis festem Aggregatzustand. Sie stellen demnach leichtflüssige bis hochviskose Öle, halbfeste, salbenartige oder wachsartige Körper oder schliesslich feste Produkte vom Typus springharter oder zähharter Harze dar.
Sie können durch Bestimmung von Säurezahl, Verseifungszahl, Esterzahl usw. charakterisiert werden, da sie durch Kochen mit alkoholischer Lauge wie Fette oder Öle gespalten werden.
Die Löslichkeit dieser Ester ist durch die Art und Menge der veresterten Säure bedingt. In der Regel sind sie leicht löslich in Benzol, Toluol, Solventnaphtha, Petroläther, Terpentin, Butylacetat, Butanol, Benzin, ferner sind sie in den technischen Ölen und vielen Harzen löslich, dagegen schwer löslich in Methylalkohol, wenig in Äthylalkohol, praktisch unlöslich in Wasser.
Selbstverständlich wird die Löslichkeit auch durch die Art von eventuellen Substituenten der Säure stark beeinflusst.
Die Produkte sind entsprechend der Wärmeunempfindlichkeit der verwendeten Ätherharze meist recht beständig, können aber gleichwohl durch Einwirkung von Wärme und insbesondere Beschleunigern gehärtet werden. Durch Verwendung von ungesättigten Säuren, welche poly- merisationsfähig sind, wie z. B. trocknenden Ölsäuren oder Acrylsäure erhält man Ester, die unter geeigneten Bedingungen polymerisiert werden können, was interessante Möglichkeiten bietet. So besitzen z. B. die Ester der Leinölsäure lufttrocknende Eigenschaften.
Die Farbe der Ester hängt praktisch nur von der Art und Reinheit der Säure, insbesondere deren Farbe ab, da die Aminotriazinkomponente sich leicht sehr hellfarbig bis wasserhell erzeugen lässt und sich beim Erhitzen nur wenig verfärbt.
Entsprechend der Mannigfaltigkeit der er- findungsgemäss herstellbaren Ester der Amino- triazin - Formaldehyd - Kondensationsprodukt" können sie für die verschiedensten Anwendungszwecke verwendet werden, z. B. als Lackrohstoffe für Einbrennlacke oder lufttrocknende Lacke, Anstrichmassen, Imprägnier-und Überzugsmassen, Streichmassen, Druckpasten, Kitte und Klebstoffe, Weichmacher, Oberflächenaktive und wasserabweisende Stoffe, Kunststoffe und andere bindemittelhaltige Materialien.
In den folgenden Beispielen bedeuten SZ Säurezahl, VZ Verseifungszahl, EZ Esterzahl, die Temperaturgrade sind Celsiusgrade.
Beispiel 1 : Für die Herstellung der in der folgenden Tabelle erwähnten MethylolmelaminEsterharze wird der Hexamethylolmelaminhexamethyläther verwendet, der wie folgt hergestellt wird : 324 Gewichtsteile (1 Mol. ) fein gepulvertes Hexamethylolmelamin wird unter Rühren in
2000 Vol.-Teilen Methylalkohol, der 100 Vol.-
Teile konz. Salzsäure enthält, eingetragen. Nach
10 Minuten ist die Methylolverbindung gelöst.
Die Lösung wird sofort mit etwa 160 Gew.-Teilen kalcinierter Soda verrührt, bis sie gegen Lakmus neutral reagiert. Das abgeschiedene Salz wird abfiltriert und die Lösung im Vakuum zum Sirup eingedampft. Dann wird in Benzol aufgenommen, vom Salz abfiltriert und eingedampft. Man erhält einen kristallhellen Sirup, der bei längerem
Stehen kristallisiert.
Für die Herstellung der neuen Esterharze werden 127 Gew.-Teile der obigen Methylätherlösung, entsprechend etwa 100 Gew.-Teilen Trockensubstanz, mit organischen Säuren im Ölbad unter Vakuum bei steigendenTemperaturen verschmolzen, derart, dass stets ein schwaches Schäumen auftritt. Das Vakuum wird dabei so geregelt, dass wohl die niedrig siedenden Bestandteile, wie Spuren Wasser und abgespaltener Methylalkohol entweichen können, aber keine oder nur geringe Mengen der Säure übergehen.
Um zu verhindern, dass die Produkte zu lange erhitzt werden, wodurch sie schliesslich gelatinieren können, wird die Reaktion kontrolliert durch bestimmen der Säurezahl und Viskosität.
Sobald die Säurezahl genügend tief ist oder die Viskosität stark ansteigt, was sich an der Bildung eines langen Fadens bei der Probe gut feststellen lässt, wird die Reaktion unterbrochen.
Die aus verschiedenen Säuren erhaltenen Ester sind in der folgenden Tabelle beschrieben :
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<tb>
<tb> No. <SEP> Gew.- <SEP> Säurekomponente <SEP> SZ1) <SEP> Reaktions- <SEP> Produkt, <SEP> Aussehen, <SEP> Aggregatzustand <SEP> VZ2) <SEP> EZ3) <SEP> SZ4)
<tb> ene <SEP> Zeit <SEP> Temperatur
<tb> a) <SEP> 150 <SEP> Stearinsäure <SEP> 129 <SEP> 2 <SEP> Std. <SEP> 100-1700 <SEP> schwach <SEP> gelbliche, <SEP> wachsartige <SEP> Masse <SEP> 134,5 <SEP> 131,4 <SEP> 3,1
<tb> 3 <SEP> " <SEP> 170-2000'"
<tb> b) <SEP> 150 <SEP> Leinölsäure <SEP> 115 <SEP> 1 <SEP> # <SEP> 100#185 <SEP> klar, <SEP> schwach <SEP> rötliches <SEP> zähflüssiges <SEP> Öl <SEP> 135,2 <SEP> 128,5 <SEP> 6,7
<tb> I <SEP> ! <SEP> " <SEP> 185-2030
<tb> c) <SEP> 150 <SEP> Kolophonium) <SEP> 90 <SEP> 1 <SEP> 103-183 <SEP> braunes <SEP> hartes <SEP> Harz, <SEP> Smp.
<SEP> 98#100 <SEP> 32,28) <SEP> 28,0 <SEP> 4, <SEP> 2
<tb> il <SEP> 183-2100
<tb> d) <SEP> 150 <SEP> Naphthensäure <SEP> 6) <SEP> 157 <SEP> 1 <SEP> # <SEP> 100#185 <SEP> klares, <SEP> bräunliches, <SEP> fast <SEP> festes, <SEP> kleb-
<tb> 1 <SEP> # <SEP> 185#200 <SEP> riges <SEP> Harz <SEP> 185,3 <SEP> 170,0 <SEP> 15, <SEP> 3
<tb> e) <SEP> 75 <SEP> Naphthensäure <SEP> 6) <SEP> 101 <SEP> l <SEP> 164#187 <SEP> klares, <SEP> bräunliches, <SEP> fast <SEP> festes, <SEP> kleb-
<tb> # <SEP> # <SEP> 187#205 <SEP> riges <SEP> Harz <SEP> 99,8 <SEP> 95, <SEP> 8 <SEP> 4,0
<tb> f) <SEP> 60 <SEP> Benzoesäure <SEP> 134 <SEP> # <SEP> # <SEP> 162#171 <SEP> klares, <SEP> hellgelbes, <SEP> springhartes <SEP> Harz <SEP> 158, <SEP> 4 <SEP> 138, <SEP> 0 <SEP> 20,4
<tb> g) <SEP> 150 <SEP> Mastix <SEP> elect.
<SEP> 36 <SEP> 1 <SEP> 90-1770 <SEP> klares, <SEP> rötlichbraunes, <SEP> hartes <SEP> Harz <SEP> 27,1 <SEP> 20, <SEP> 6 <SEP> 6,5
<tb> h) <SEP> 200 <SEP> Dammar <SEP> 17,4 <SEP> 1 <SEP> # <SEP> 115#168 <SEP> klares, <SEP> rötlichbraunes, <SEP> hartes <SEP> Harz <SEP> 16,2 <SEP> 13,0 <SEP> 3,2
<tb> 100 <SEP> Tetrahydronaphthalin <SEP> 7) <SEP> 1 <SEP> # <SEP> 168#178
<tb> i) <SEP> 37,5 <SEP> Phtalsäureanhydrid <SEP> 175 <SEP> 1 <SEP> " <SEP> 700 <SEP> wasser <SEP> helles, <SEP> halbhartes, <SEP> klebriges
<tb> 20 <SEP> Min. <SEP> 70-950 <SEP> Harz <SEP> 205,4 <SEP> 136, <SEP> 8 <SEP> 68, <SEP> 6
<tb> k) <SEP> 19,0 <SEP> Phtalsäureanhydrid <SEP> 99 <SEP> 30 <SEP> 60-95 <SEP> wasserhelles, <SEP> weiches, <SEP> klebirges <SEP> Harz <SEP> 108,6 <SEP> 82,6 <SEP> 26, <SEP> 0
<tb> 30 <SEP> # <SEP> 95#98
<tb> 1) <SEP> 26 <SEP> Sebacinsäure <SEP> 96 <SEP> # <SEP> Std.
<SEP> 95 <SEP> klares, <SEP> gelbliches, <SEP> sehr <SEP> zähviskoses
<tb> 3 <SEP> ! <SEP> " <SEP> 95-1300 <SEP> Harz <SEP> 125 <SEP> 78 <SEP> 47
<tb> m) <SEP> 40 <SEP> Acrylsäure <SEP> 9) <SEP> 129 <SEP> 1 <SEP> # <SEP> 80#90 <SEP> fast <SEP> wasserhelles, <SEP> klebriges <SEP> Harz <SEP> 139 <SEP> 121,5 <SEP> 17,5
<tb> 2 <SEP> 90#98
<tb> n) <SEP> 100 <SEP> Kokosfettsäuren <SEP> 101 <SEP> 1 <SEP> # <SEP> #154 <SEP> zähflüssiges, <SEP> hellgelbliches <SEP> Harz <SEP> 106 <SEP> 88 <SEP> 18
<tb> 1-180
<tb> Bemerkungen <SEP> :
<tb> 1) <SEP> Säurezahl <SEP> bestimmt, <SEP> sobald <SEP> das <SEP> Reaktionsgemisch <SEP> klar <SEP> geworden <SEP> ist <SEP> ;
<tb> 2) <SEP> Verseifungszahl <SEP> des <SEP> Endproduktes <SEP> ;
<tb> 3) <SEP> Esterzahl=VZ#SZ <SEP> (vom <SEP> Endprodukt) <SEP> ;
<tb> 4) <SEP> Säurezahl <SEP> des <SEP> Endproduktes <SEP> ;
<tb> 5) <SEP> im <SEP> Hochvakuum <SEP> v. <SEP> 0,1 <SEP> mm <SEP> Hg <SEP> destilliertes <SEP> Kolophonium, <SEP> Sdp. <SEP> 0, <SEP> 1Mmm=230-250 <SEP> ;
<tb> 8) <SEP> Vac. <SEP> destilliert <SEP> : <SEP> Sdp. <SEP> 18mm==170-190 <SEP> ;
<tb> 7) <SEP> Tetrahydronaphthalin <SEP> als <SEP> Verdünnungsmittel <SEP> verwendet, <SEP> wird <SEP> während <SEP> der <SEP> Reaktion <SEP> abdestilliert <SEP> ;
<tb> 8) <SEP> wegen <SEP> der <SEP> Beständigkeit <SEP> der <SEP> Kolophoniumester <SEP> gegenüber <SEP> alkoholischem <SEP> Kali <SEP> stellt <SEP> dieser <SEP> Wert
<tb> nicht <SEP> die <SEP> wahre, <SEP> sondern <SEP> eine <SEP> zu <SEP> tiefe <SEP> Verseifungszahl <SEP> dar. <SEP> Deshalb <SEP> ist <SEP> auch <SEP> die <SEP> entsprechende
<tb> Esterzahl <SEP> zu <SEP> gering;
<tb> 9) <SEP> portionenweise <SEP> zugefügt.
<tb>
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Beispiel 2 : 125 Gew. -Teile Hexamethylolmel- aminbutyläther werden mit 150 Gew.-Teilen gereinigter Leinölsäurc, l Vol. - Teil unterphosporiger Säure (50% ig) sowie 0,5 Vol.-Teile Triäthanolamin versetzt und im Vakuum von etwa 25 mm Hg in einem Rundkolben mit absteigendem Kühler und Vorlage erwärmt. Die Säurezahl der Mischung nach leichtem Aufwärmen auf 700 beträgt 110. Beim weiteren Erwärmen auf etwa 100'beginnt ein lebhaftes Kochen und der abgespaltene Butylalkohol destilliert über. Unter langsamer Steigerung der Temperatur auf 165 innerhalb von 2 Stunden sinkt die Säurezahl auf 34.
Unter weiterer Steigerung der Temperatur gegen 200 innerhalb von 2 Stunden geht die Säurezahl auf 11 zurück.
Das Produkt ist nun hochviskos und hat lufttrocknende Eigenschaften. Der stark fadenziehende, klare, bräunlich gelb gefärbte Balsam zeigt die Werte : VZ-=133 und EZ=122. Es stellt den technisch reinen Ester der Leinölsäure mit Hexamethylolmelamin dar. Während der Reaktion wurden insgesamt 54 Vol.-Teile Butylalkohol zurückerhalten. Der neue Ester stellt ein helles balsamartig dickes Öl, das in den gebräuchlichen Lacklösungsmitteln löslich ist, dar, welches in dünner Schicht über Nacht an der Luft zu einem zähen elastischen Film auftrocknet.
Der als Ausgangsstoff dienende Butyläther des Hexamethylolmelamins wird analog der französischen Patentschrift Nr. 867109 beispielsweise wie folgt hergestellt : 324 Gew.-Teile Hexamethylolmelamin, fein gepulvert, werden in 2000 Vol.-Teilen Butanol, das 100 Vol. - Teile konzentrierte Salzsäure enthält, unter Rühren bei Zimmertemperatur gelöst, was etwa 60 Minuten beansprucht. Nach weiteren 20 Minuten wird die Lösung unter gutem Rühren mit etwa 160 Gew.Teilen calc. Soda neutralisiert und dann filtriert.
Die wasserhelle Lösung wird im Vakuum eingedampft, bis kein Butanol mehr übergeht. Man erhält einen klaren, fast wasserhellen Sirup.
Beispiel 3 : 100 Gew.-Teile des Methyläthers eines hydrophoben Melaminharzes werden mit 100 Gew.-Teilen destillierter Ölsäure auf dem Ölbad im Vakuum erwärmt u. zw. innerhalb von 3 Stunden von 70 auf 180 , wobei die Säurezahl des Gemisches von 97 auf 14,0 sinkt. Man erhält einen klaren bräunlichen Balsam, löslich in den ublichen Lösungsmitteln. Viz-122, EZ=108, SZ 14.
Der als Ausgangsstoff dienende Methyläther eines hydrophoben Melaminformaldehydharzes wird analog der französischen Patentschrift Nr. 867109 beispielsweise wie folgt hergestellt :
324 Gew.-Teile eines hydrophoben Melamin-Formaldehyd-Harzes (erhalten aus 1 Mol Melamin und 6 Mol Formaldehyd durch Erwärmen in schwach alkalischer Lösung auf etwa 80r bis eine Probe der klaren Lösung mit dem gleichen Volumen Wasser verdünnt, bei Zimmertemperatur eine starke Fällung zeigt, Trocknen und Mahlen) werden in 2000 Vol.- Teilen Methylalkohol unter Zugabe von 100 Vol.- Teilen konzentrierter Salzsäure unter Rühren gelöst, was in 15 Minuten der Fall ist.
Die Temperatur steigt dabei von 20 auf 50 . Nun wird mit Soda neutralisiert, vom ausgeschiedenen Salz abfiltriert und im Vakuum eingedampft. Die heisse fast wasserfreie Lösung wird noch vom restlichen Salz abgenutscht und der MethylMelaminharz-Äther als klarer Sirup erhalten.
Beispiel 4 : Werden 60 Gew.-Teile des nach Beispiel 1 hergestellten Sebacinsäureesterharzes mit der gleichen Gewichtsmenge Tetrahydronaphthalin gelöst und mit 40 Gew.-Teilen
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gemahlen, so wird eine Pressmasse erhalten. Sie lässt sich beispielsweise bei 150'während 5 Minuten in der Heisspresse zu Gegenständen von bemerkenswerter Elastizität verpressen, welche durch längeres Nachbehandeln in der Wärme noch wesentlich an Festigkeit ge- winnen.
Beispiel 5 : 100 Gew.-Teile Methylolformo- guanaminmethyläther werden mit 100 Gew.Teilen Stearinsäure im Vakuum zusammengeschmolzen und innerhalb 3 Stunden von 100 auf 200 und dann innerhalb 2 Stunden von 200 auf 223 erhitzt. Die ursprüngliche Säurezahl von etwa 100 fällt dabei auf 12 zurück.
Das erhaltene Produkt stellt ein in der Wärme flüssiges und in der Kälte zähes schwach gelbliches Harz dar, das in vielen Lösungsmitteln, wie Benzol, Benzin, Essigester, löslich ist.
Der als Ausgangsstoff verwendete Methyläther des Methylolformoguanamins wird analog der französischen Patentschrift Nr. 867109 beispielsweise wie folgt hergestellt :
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hierauf gekühlt und zur Trockne gebracht. Zur Verätherung werden 231 Gew.-Teile des gemahlenen trockenen Produktes bei Zimmertemperatur unter Rühren in eine Mischung,
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tragen. Es entsteht sehr rasch eine klare Lösung, die nach 8 Minuten mit Soda neutralisiert, hierauf filtriert und eingedampft wird. Der Rückstand, durch Lösen in Benzol von restlichen Salzanteilen befreit, stellt den äusserst wärmebeständigen Methyläther des Methylolformoguanamins dar.
Beispiel 6 : 62, 5 Liew.-Teile des Methyläthers eines Melamin-Formaldehyd-Kondensations- produktes, das mit 9 Mol Formaldehyd auf l Mol Melamin hergestellt wurde, werden mit 75 Gew.-Teilen destillierter Leinölsäure im Vakuum erhitzt, wobei die Temperatur innerhalb 2 Stunden auf 100 stieg. Dann wurde innerhalb von 1 Stunden auf 208 weiter erwärmt. Die Säurezahl fällt dabei von 140 auf 9,5. Es wird ein klares, hochviskoses, schwach gelblich gefärbtes Harz erhalten. VZ-164, EZ= 153, 5, SZ= 9, 5.
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Der oben verwendete Äther wird wie folgt hergestellt :
126 Gew.-Teile Melamin werden mit 720 Vol.- Teilen 40 Vol. % igem Formaldehyd, welcher mit NaOH neutralisiert wurde, bei 800 gelöst. Das Wasser wird im Vakuum abdestilliert, bis eine weisse salbenartige Masse zurückbleibt. Sie
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dem kochenden Wasserbad am Rückfluss erwärmt, wobei sie sich rasch löst. Nach 5 Minuten wird mit NaOH neutralisiert und der überschüssige Methylalkohol und das Reaktionswasser abdestilliert. Der Sirup wird heiss filtriert. Man erhält den in Absatz 1 verwendeten Äther als kristallhellen Sirup.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von in organischen Lösungsmitteln löslichen Estern von Aminotriazin- Formaldehyd-Kondensationsprodukten, dadurch gekennzeichnet, dass man hochverätherte Formaldehyd-Kondensationsprodukte von Aminotriazinen erhalten, z. B. durch Verätherung von Alkoholen mit Aminotriazin - Formaldehyd - Kondensa1ions- produkten in Gegenwart von erheblichen, vorzugsweise etwa äquimolekularen Mengen Säuren bei niedriger Temperatur oder durch Verätherung von Alkoholen mit Aminotriazin-Formaldehyd-Kondensationsprodukten in der Wärme unter Verwendung von wesentlich grösseren Mengen Formaldehyd als zur Substituierung aller Wasserstoffatome der Aminogruppen des Aminotriazin, durch Methylolgruppen erforderlich ist, mit organischen Säuren oder deren veresterungsfähigen Derivaten in der Wärme umsetzt.