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Verfahren und Vorrichtung zur Ilerstellung von Bremstrommel.
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Fig. l zeigt eine Seitenansicht der erfindungsgemässen Walzmaschine, Fig. 2 einen senkrechten Schnitt durch die in der Fig. 1 gezeigte Walzeneinrichtung, Fig. 3 die Art der Befestigung der Walzen.
In den Zeichnungen bezeichnet 10 die Bremstrommel eines Kraftfahrzeuges. Diese Trommel besteht aus einem Stuck und gliedert sich in eine Scheibe 11, einen Mantel 12 und einen das offene Ende desselben versteifenden radialen Flansch. M. Die Innenfläche des Mantels 12 bildet die Bremsfläche der Trommel, die bei den normalen Innenbremsen gewöhnlich geschliffen wird.
Wie aus der Fig. 1 ersichtlich, besitzt die Maschine zum Walzen der Bremsfläche der verbesserten Bremstrommel einen Rahmen 14, ähnlich dem Rahmen einer grossen Spindelpresse, einen Tisch 15 zur Befestigung des Arbeitsstücke, der mittels der Schraube 16 längs der vorderen Wandung des Rahmens
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die Spindel 17 treibt, und ein Handrad 21 zum Hin-und Herbewegen der Hülse 18 und Spindel 17.
Die oben beschriebene Bauart der Walzmaschine ist selbstverständlich nicht ausschliesslich für die Herstellung der Bremstrommel gemäss der Erfindung anwendbar.
Fig. 2 zeigt eine Grundplatte 22, welche am Tisch 15 befestigt wird. Diese Grundplatte besitzt oben einen runden Fortsatz 23, der einen Ring 24 trägt. Zwischen diesen beiden Teilen ist Spielraum für eine kleine radiale Relativbewegung. Der Teil 23 besitzt eine Anzahl radialer Öffnungen 25, in welche Federn 26 und Federteller 27 eingebaut sind. Am unteren Ende des Ringes 24 sind mehrere Ansätze mittels der Schrauben 28 befestigt, die ein Abziehen des Ringes 24 von der Grundplatte 22 verhindern.
Würden nun die Federn 26 nicht mit den Federtellern 27 gegen die innere Fläche des Ringes 24 drücken, so könnte sich dieser frei um die Grundplatte 22 drehen. Diese Federn üben nämlich einen Druck auf den Ring 24 aus, der hinreicht, beim Betriebe ein Drehen desselben der Grundplatte 22 gegenüber zu verhindern. Hingegen gestatten sie die erwähnte radiale Verschiebung des Ringes 24 gegenüber der Platte : 2 : 2. Der obere Teil des Ringes 24 bildet eine Walzmatrize 29, in welcher die Bremstrommel M aufgenommen wird. Die Öffnung der Walzmatrize muss genau kreisförmig sein und das Metall des Ringes genügend Härte besitzen, um im Betriebe dem Druck der Walzen 43 ohne Veränderung dieser Öffnung zu widerstehen.
Der Ring 24 ist mit mehreren radialen Öffnungen 48 versehen, in denen je eine Kugel 30 durch eine Feder 31, die sich auf eine Schraube 32 stützt, gegen das Werkstück gepresst wird. Diese Bestandteile dienen dazu, ein unbeabsichtigtes Herausziehen der Trommel aus der Walzmatrize während des Walzens zu verhüten. In die Öffnung 29 des Ringes 24 wird eine Bremstrommel 10 mit ihrer Scheibe 11 nach unten eingesetzt. Die Scheibe 11 der Bremstrommel ist mit einer viereckigen Öffnung 33 ausgestattet, welche auf einem gleichgrossen viereckigen Führungsteil 54 aufsitzt, der mittels der Schrauben 35 an der Grundplatte 22 befestigt ist.
Durch das Eingreifen des Führungsteiles 54 in die viereckige Öffnung ö,') der
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über dem Flansch 57 ist der die Walzen tragende Teil 49 drehbar angeordnet und durch die Muttern 40 an einer axialen Bewegung gehindert. Dieser Teil 49 ist mit einer Anzahl von Lagern 41 ausgestattet, in denen sich die Wellenzapfen 42 der an der Mantelfläche des Treibers 38 abrollenden und mit ihren Wellenzapfen aus einem Stück bestehenden Walzen 43 drehen. Am oberen Ende eines jeden Zapfens 42
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Walzenträger 49 mittels der Schrauben 46 befestigt, so dass die Walzen 45 gegen eine axiale Verschiebung gesichert sind.
Wie ersichtlich, erfolgt der Antrieb der Walzen 45 und des Walzenträger 49 durch den Schaft 36 lediglich mittelbar unter Zuhilfenahme der Reibung zwischen den Teilen 58 und 45. Aus der
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einem kleinen Winkel 50, vorzugsweise einem Grad, zur Achse des Walzenträgers 49 geneigt gebohrt. Wenn der Treiber 38 in der Richtung des Pfeiles 47 gedreht wird, werden die Walzen 43 einen schraubenförmigen Weg abwärts hinein in die Bremstrommel nehmen, so dass der Kraftaufwand für den Vorschub gering ist.
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matrize 29 eingesetzt. Hierauf wird der Treiber 38 in der Richtung des Pfeiles 47 in Drehung versetzt und durch Betätigung des Handrades 21 die Walzen mit dem oberen Ende der Trommel in Berührung gebracht.
Sobald die Walzen die Trommel berühren, wälzen sie sich nicht nur an der Oberfläche der Trommel, sondern auch am Treiber 38 ab. Infolge ihrer Schrägstellung werden die Walzen in einer schraubenförmigen Bahn nach abwärts in das Werkstück eingezogen, bis sie die in Fig. 2 dargestellte Lage einnehmen. Sodann wird der Motor 19 reversiert, und die Walzen verlassen selbsttätig und auf demselben Wege die Trommel. Dadurch ist dann die Trommel genau der Innenform der Walzmatrize 29 entsprechend erweitert.
Unter den vielen Vorteilen des erfindungsgemässen Verfahrens soll besonders die Erzielung einer sehr glatten und genau runden Bremsoberfläche hervorgehoben werden, welche in vielen Beziehungen
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung einer Bremstrommel aus einer flachen Metallplatte, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel in eine Matrize eingebracht und hierauf deren Bremsfläche durch Walzen erweitert wird.