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AT109245B - Verfahren zur Herstellung von geformten Waren aus Kaseinkunsthorn. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von geformten Waren aus Kaseinkunsthorn.

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Publication number
AT109245B
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AT
Austria
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pieces
casein
softened
dry
heat
Prior art date
Application number
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English (en)
Original Assignee
Internat Galalith Ges Hoff & C
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Publication date
Application filed by Internat Galalith Ges Hoff & C filed Critical Internat Galalith Ges Hoff & C
Application granted granted Critical
Publication of AT109245B publication Critical patent/AT109245B/de

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von geformten Waren aus Kaseinkunsthorn. 



   Die übliche Art der Herstellung von geformten Waren aus Kaseinkunsthorn besteht darin, dass aus fertiggehärteten Stäben oder Platten vorgeformte Stücke geschnitten, gestanzt oder in anderer
Weise gewonnen werden, die auf etwa 100  im Ölbad oder in sonst geeigneter Weise erhitzt und dann durch Pressen fertiggeformt werden. Die Nachteile dieses Verfahrens sind der recht mühsame und kost- spielige Arbeitsvorgang, die schwierige Verwertbarkeit des oft in grossen Mengen entstehenden Abfalls und die Gefahr der Entformung der fertigen Waren beim Gebrauch, z. B. infolge der Einwirkung von
Feuchtigkeit. Man hat bereits vorgeschlagen, in ähnlicher Weise, wie bisher bereits Stäbe und Platten aus Kaseinmasse hergestellt werden, auch   Formstücke   durch Vorpressen der Kaseinmasse zu erzeugen und die   Formstücke   zu härten und zu trocknen.

   Aber in die Technik hat dieses Verfahren für die Erzeugung der eigentlichen Formartikel nicht Eingang gefunden, weil die geformten Stücke sich beim Härten und
Trocknen entformen, ohne dass durch Nacharbeit der fertigen Stücke wirklieh im Gebrauch   formbeständige  
Waren erhalten werden. 



   Nach dem neuen Verfahren gelingt es, aus der   ungehärteten   oder aus einer nur mit schwachen
Härtemitteln vorbehandelten Kaseinmasse Formstücke zu gewinnen, die durch nachfolgendes Härten und Trocknen Erzeugnisse guter Formbeständigkeit liefern. Dieser Erfolg wird dadurch erreicht, dass zur Herstellung der   Formstüeke   abgeteilte Stücke aus einer verhältnismässig trockenen, bis etwa   20%   oder noch etwas weniger Wasser enthaltenden Kaseinmasse verwendet werden. Die abgeteilten Stücke in zweckentsprechender Grösse und Form mit einem Gehalt an Wasser, der am besten zwischen 12-16% beträgt, werden durch Einwirkung von Wärme, z.

   B. im heissen Luftstrom, im Dampf, in einer heissen, die Kaseinmasse nicht nachteilig verändernden Flüssigkeit oder mittels irgendeiner geeigneten Heiz- vorrichtung erweicht, fertiggeformt, gehärtet, getrocknet und, wenn erforderlich, nachgearbeitet. Die
Kaseinmasse, welche in dieser Weise verarbeitet wird, kann aus wenig angefeuchtetem Kasein oder   Kaseingemiseh,   z. B. durch Kneten unter hohem Druck, mit einem so niedrigen Wassergehalt gewonnen werden, dass er 20% nicht erreicht oder nicht übersteigt. Diese verhältnismässig trockene Masse ist unmittelbar in Form von Strangschnitten für die Fabrikation von Knöpfen, Spielmarken u. dgl. verwendbar. 



   Die Strangschnitte oder sonstigen vorgeformten   Stüeke   können aber auch vor der Weiterverarbeitung noch vorgetrocknet werden, bis sie etwa lufttrocken sind, also etwa 10-14% Wasser enthalten. Sonst kann aber auch die nach irgendeinem Verfahren erhaltene Kaseinmasse von beliebigem Gehalt an Wasser für die abgeteilten oder vorgeformten Stücke verwendet werden nach entsprechender Vortrocknung bis zu einem Wassergehalt von   20%   oder noch weiter, bis sie etwa lufttrocken sind. 



   Das neue Verfahren, in welchem die Herstellung des   Kaseinkunsthorns   und der Fertigwaren jeder
Art aus demselben völlig miteinander vereinigt sind, eignet sich besonders gut für den Grossbetrieb zur
Fabrikation von Griffen, Knöpfen, Spielsteinen, Ringen, Schmuckstücken, Stäben verschiedener Form und Grösse usw. ; ein wichtiger Vorteil desselben entsteht dadurch, dass eine erhebliche Beschleunigung der Härtung der geformten Stücke möglich ist. Man kann bei Verarbeitung des angefeuchteten Kaseins oder Kaseingemisches zur Masse schwach wirkende Härtemittel hinzufügen, z. B. eine Lösung von Hexame- thylentetramin ; die geformten Stücke aus dieser Masse brauchen nur kurze Zeit in ein wirksames Härtebad, z. B. eine Lösung von Formaldehyd, gebracht zu werden ; damit sie formbeständig bleiben, genügt die
Nachhärtung in der Oberschicht. 



  Man kann die abgeteilten Stücke auch zwecks Vorhärtung zunächst in ein schwach wirkendes, z. B. aus Lösungen von Aluminiumsalzen oder andern kaseinhärtenden Metallsalzen, von Gerbsäuren 

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 oder andern auf Kasein härtend wirkenden Säuren bestehendes Bad, besonders aber in ein Bad schwach härtender   Formaldehydverbindungen,   z.

   B. von Hexamethylentetramin, bis zur   Durchhärtung   bringen ; die Erweichung und gute Pressung und Prägung der   genügend   trockenen abgeteilten   Stücke   bleibt auch 
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 wird der Härtevorgang erheblich abgekürzt und doch eine Pressformung erreicht, welche die naehträgliche
Entformung der Presslinge, wie sie bei der unmittelbaren Verarbeitung der gewöhnlichen   Kaseinmasse   zu Formstücken entstehen würde, vollständig   ausschliesst.   



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von geformten Waren aus abgeteilten   Stüeken   von   zweckent-   sprechender Grösse und Form aus Kaseinkunsthorn, dadurch gekennzeichnet, dass die   Stücke   aus einer verhältnismässig trockenen, bis etwa 20% oder noch etwas weniger Wasser enthaltenden Kaseinmasse- bestehen und unter Einwirkung von Wärme erweicht,   fertiggeformt   gehärtet, getrocknet und, soweit erforderlich, nachgearbeitet werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aus Kaseinmasse von beliebigem Feuchtigkeitsgehalt hergestellten abgeteilten Stücke getrocknet werden, bis sie etwa lufttrocken geworden sind, dann unter Einwirkung feuchter Wärme schnell erweicht, geformt, gehärtet, getrocknet und, soweit. erforderlich, nachgearbeitet werden.' 3. Verfahren nach den Ansprüchen l und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die abgeteilten Stücke nach einer Vorbehandlung mit schwach wirkenden Härtemitteln in etwa lufttrockenem Zustand unter Einwirkung von Wärme erweicht, geformt, nachgehärtet, getrocknet und soweit erforderlich, nach- (gearbeitet werden.
    4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die abgeteilten Stücke aus einer Kaseinmasse, welcher schwach wirkende Härtemittel zugesetzt sind, in etwa lufttrockenem Zustand unter Einwirkung von Wärme erweicht und dann in der angegebenen Weise weiterverarbeitet werden wobei die Nachhärtung sich auf die Oberschicht der Stücke beschränken kann.
    5. Verfahren nachAnspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die abgeteilten Stücke unter Benutzung schwach wirkender Härtemittel durchgehärtet, die in etwa lufttrockenem und durch Einwirkung von Wärme erweichtem Zustand aus diesen hergestellten fertiggeformten Stücke in der Oberschicht naeh- gehärtet und in der angegebenen Weise weiterverarbeitet werden.
AT109245D 1925-12-12 1925-12-12 Verfahren zur Herstellung von geformten Waren aus Kaseinkunsthorn. AT109245B (de)

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AT109245B true AT109245B (de) 1928-04-10

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