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AT101021B - Verfahren zur Herstellung von Äthyläthern der Zellulose oder ihrer Umwandlungsprodukte. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Äthyläthern der Zellulose oder ihrer Umwandlungsprodukte.

Info

Publication number
AT101021B
AT101021B AT101021DA AT101021B AT 101021 B AT101021 B AT 101021B AT 101021D A AT101021D A AT 101021DA AT 101021 B AT101021 B AT 101021B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
cellulose
weight
water
alkali
parts
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Leon Dr Lilienfeld
Original Assignee
Leon Dr Lilienfeld
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Leon Dr Lilienfeld filed Critical Leon Dr Lilienfeld
Application granted granted Critical
Publication of AT101021B publication Critical patent/AT101021B/de

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  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von   Äthyläthern   der Zellulose oder ihrer Umwandlung- produkte. 
In der Patentschrift   Nr. 78217   sind Verfahren zur Herstellung von Alkylderivaten der Zellulose oder ihrer   Umwandlungsprodulde besehrieben, welche durch Behandlung   von Zellulose bzw. ihren 
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 Zwecke, z. B.   kiinstliche   Fäden und Gespinste, zum Teil gar nicht, zum Teil wenig und zum Teil unvollkommen eignen. Die in Wasser bei Zimmertemperatur löslichen Zelluloseäther kommen für solche technische Zwecke aus naheliegenden Gründen überhaupt nicht in Betracht. Die in flüchtigen Lösungsmitteln löslichen, in Wasser jeder Temperatur   unlöslichen   Zelluloseäther zeigen wieder die unangenehme Eigenschaft, dass sie in die Form von technischen Gebilden, z.

   B. künstlichen Fäden gebracht, Farbstoffe gar nicht oder nur sehr schwer aufnehmen, so dass ihre Färbung bisher nur durch Einverleibung des Farbstoffes in die Lösung geschehen konnte. 



   Es wurde nan gefunden, dass Äthylderivate der Zellulose, wie sie gemäss dem vorliegenden Verfahren erhalten werden, welche in Wasser von Zimmertemperatur (160 und darüber) unlöslich, welche aber unterhalb dieser Temperatur, insbesondere unter   10 ,   in Wasser quellbar oder löslich sind, diesen Nachteil nicht zeigen, weil sie gegen Wasser von Zimmertemperatur genügend beständig sind, und, wenn in Wasser tieferer Temperatur zur Qlellung gebracht, Farbstoffe tadellos aufnehmen. 



   Äthyläther der Zellulose oder ihrer Umwandlungsprodukte von den beschriebenen Eigenschaften entstehen nun gemäss vorliegender Erfindung, wenn man Zellulose oder ihre in Alkalien unlöslichen Umwandlungsprodukte bei Gegenwart von nicht weniger als   0'3   und nicht mehr als   2'5   Gewichtsteilen 
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 mitteln behandelt, wobei die Menge des Alkalis die vorhandene Wassermenge in der Weise übersteigt, dass der Wassergehalt des Reaktionsgemisches nicht weniger   beträgt   als vier Fünftel der Alkalimenge, auf trockenes Alkali gerechnet. 



   Zur Ausführung des Verfahrens wird entweder Zellulose selbst in jeder Form, in der sie sich darbietet, oder ein in wässerigen Alkalien unlösliches Umwandlungsprodukt derselben, z. B.   alkaliunlösliche   Hydrozellulose oder   alkaliunlösliches   Zellulosehydrat od.

   dgl., mit Alkalilaugen oder festem Ätzalkali oder Gemischen von festem Ätzalkali und gesättigter Alkalilauge und Äthylierungsmitteln in der Wärme behandelt, wobei darauf geachtet wird, dass in dem Reaktionsgemische nicht weniger als   0'3   und nicht mehr als   2'5   Gewichtsteile Wasser und nicht weniger als   0'6   und nicht mehr als 3 Gewichtsteile Ätzalkali, auf 1 Gewichtsteil Zellulose gerechnet, vorhanden sind, wobei die Menge des Alkalis die vorhandene Wassermenge in der Weise übersteigt, dass der Wassergehalt des Reaktionsgemisches nicht weniger beträgt als vier Fünftel der Alkalimenge, auf trockenes Alkali gerechnet. Die   Behandlung   mit den Ätzalkalien bzw. Alkalilaugen und   Äthylierungsmitteln   kann entweder hintereinander oder auch-gleichzeitig geschehen.

   Als Äthylierungsmittel kommen sowohl Diäthylsulfat als auch die Äthylhaloide in Betracbt. Arbeitet man mit Diäthylsulfat, dann kann man die Reaktion in offenen Gefässen oder in mit   Rückflusskühlung   versehenen Gefässen   durchführen, arbeitet   man mit niedrig siedenden   Äthy1haloiden,   wie z. B. Chloräthyl oder Bromäthyl, dann wird die Reaktion zweckmässig in geschlossenen bzw. Druckgefässen, z. B. Autoklaven,   durchgeführt.   Es ist empfehlenswert, die   Reaktionsgemische während   der Reaktion zu rühren oder in Bewegung zu halten. Die Temperaturen der Reaktion bewegen sich zwischen 80 und   180 .   



   Die Isolierung der fertigen   Athylzelllllosen geschieht   am vorteilhaftesten durch gründliches Auswaschen mit Wasser von Zimmertemperatur oder darüber und nachheriges Trocknen. In vielen Fällen ist es zweckmässig, die fertigen Reaktionsgemische entweder anzusäuern bzw. zu neutralisieren oder die mit   Wasser alkalifrei gewaschenen Äthylzellulosen   einer Behandlung mit einer verdünnten Säure und nachherigem   Aufwaschen bh zur Säurefreiheit zu   unterziehen. 



   Wie weiter oben auseinandergesetzt, zeigen die nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten   ÄthylzeIMoeen gegentiber   den bisher bekannten den Vorteil, dass sie für sich oder in Form von technischen Gebilden, wie künstliche Fäden und Gespinste,   Films od. dgl., Wasser   von Zimmertemperatur gegenüber genügende Beständigkeit   aufweiten   und sich trotzdem durch Quellen in Wasser tieferer Temperatur leicht und in jeder beliebigen Schattierung färben lassen.

   Infolgedessen sind sid für die   Herstellung   einer ganzen Reihe technischer Produkte, insbesondere   künf-tlicher Fäden und Gespinste, Films, Appreturen   
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Beispiel 1 : 100 Gewichtsteile einer 50% igen Natronlauge werden vorteilhaft unter Kühlung mit 100 Gewichtsteilen gepulverten Ätznatrons zusammengerieben. In die kühle Mischung werden nun 100 Gewichtsteile fein verteilter Sulfitzellulose eingetragen und auf einer entsprechenden Vorrichtung   (Knetmaschine oder Zerfaserer od. dgl. ) vorteilhaft unter Kühlung bis zur Gleichmässigkeit verknetet.   



  Die Masse zieht an der Luft etwa 60 Gewichtsteile Wasser an. Sie wird jetzt in einen Autoklaven gebracht, mit 240 Gewichtsteilen Chloräthyl versetzt und 4 bis 10 Stunden auf einer Temperatur von 110 bis   150    gehalten. Während der Reaktion wird entweder gerührt oder der Autoklav in Bewegung gehalten. Nach 
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 säure angerührt, damit kurze Zeit behandelt, nochmals auf einer Filtriervorrichtung gesammelt und   schwefelsäurefrei   gewaschen. Dann wird die Masse getrocknet. Die fertige Äthylzellulose stellt eine griesartige oder   feinflockige, faserige. Masse dar. Sie löst sich   in Wasser von   160 und   darüber nicht, in Wasser 
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 einer ganzen Reihe von   flüchtigen Lösungsmitteln,   z. B.

   Alkohol,   Alkohol-Benzolgemiseh,   Eisessig, Chloroform, Chloroform-Alkoholgemisch, Amylacetat u. dgl.,   löslich.   Beim Eintrocknen ihrer Lösung verbleibt ein durchsichtiger, geschmeidiger Film, der in Wasser von 9 bis   100 nur   wenig und in Wasser von 5 bis   80   erst deutlich quillt. In Wasser von   10 ist   die Quellung sehr stark, sie geht unter Zerfall vor sich. 



   Beispiel 2 : 200 Gewichtsteile einer   50% igen Natronlauge   werden vorteilhaft unter Kühlung mit 100 Gewichtsteilen gepulverten Ätznatrons zusammengerieben. In diese Mischung werden nun 100 Gewichtsteile feinverteilter Sulfitzellulose eingetragen und auf einer entsprechenden Vorrichtung (Knet-   maschine oderZerfaserer od. dgl. ) vorteilhaft unter Kühlung bis zur Gleichmässigkeit verknetet. Die Masse   zieht an der Luft etwa 60 Gewichtsteile Wasser an. Sie wird jetzt in einen Autoklaven gebracht, mit 310 Gewichtsteilen Chloräthyl versetzt und 8 bis 12 Stunden avf einer Temperatur von 90 bis   150  ge-   halten. Während der Reaktion wird entweder gerührt oder der Autoklav in Bewegung gehalten. 



   Die Isolierung der gebildeten   Äthylzellulose   geschieht in der gleichen Weise wie im Beispiele 1. 



   Die fertige Äthylzellulose stellt eine krümmligflockige Masse dar. Sie löst sich in Wasser von 
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   Beispiel 3 : 200 Gewichtsteile fein zerteilter Sulfitzellulose werden mit 1800 Gewichtsteilen einer 18% igen Natronlauge getränkt und 12 bis 48 Stunden bei Zimmertemperatur stehen gelassen. Dann wird die Masse auf 600 Gewichtsteile abgepresst oder zentrifugiert. Der Pressrückstand bzw. Zentrifugierrückstand wird nunmehr unter   Kühlung   mit 250 bis 260 Gewichtsteilen gepulverten Ätznatrons angeknetet oder angerieben. Nachdem die Masse gleichmässig geworden ist, wird sie in ein   Druckgefäss,   z. B. in einen Autoklaven, gebracht, mit   450 bis   600 Gewichtsteilen   Chloräthyl   versetzt und   6 bis   12 Stunden bei einer Temperatur von   100 bis 1500 gehalten.   Während der Reaktion wird entweder gerührt oder der Autoklav in Bewegung gehalten.

   Nach dem Erkalten des Autoldaven wird die Masse auf einer entsprechenden Filtervorrichtung mit Wasser von Zimmertemperatur alkalifrei gewaschen, dann mit verdünnter Schwefelsäure behandelt, dann nochmals mit Wasser gründlichst   schwefelsäurefrei   gewaschen und getrocknet. 



   Die trockene Äthylzellulose stellt eine griessartige Masse dar, welche weder in Wasser von   160 noch   in solchem unterhalb   100 löslich   ist. Sie zeigt nur deutliche Quellung in sehr kaltem Wasser   (1   bis   5 ).   



  Die Ätbylzellulose ist, wie die vorstehend beschriebenen, in einer ganzen Reihe von   flüchtigen   Lösungmitteln löslich. Ihre Lösung hinterlässt einen durchsichtigen, geschmeidigen Film, der erst in sehr kaltem Wasser, z. B. 1 bis   5 ,   leicht quillt, ohne sich zu lösen oder zu zerfallen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Äthyläthern der Zellulose oder ihrer Umwandlungsprodukte durch Behandlung von Zellulose oder ihrer Umwandlungsprodukte mit Äthylierungsmitteln in Gegenwart basischer Substanzen, dadurch gekennzeichnet, dass man Zellulose in jeder Form, in der sie sich darbietet, oder ihre in Alkalien unlöslichen Umwandlungsprodukte bei Gegenwart von nicht weniger als 0-3 und nicht mehr als 2'5 Gewichtsteilen Wasser, auf ein Gewichtsteil Zellulose gerechnet, und bei Gegenwart von nicht mehr als 3 Gewichtsteilen und nicht weniger als 0'6 Gewichtsteilen Ätzalkali, auf ein Gewichtsteil Zellulose gerechnet, mit Äthylierungsmitteln behandelt, wobei die Menge des Alkalis die vorhandene Wassermenge in der Weise übersteigt,
    dass der Wassergehalt des Reaktionsgemisches nicht weniger beträgt als vier Fünftel der Alkalimenge, auf trockenes Alkali gerechnet.
AT101021D 1921-06-13 1921-06-13 Verfahren zur Herstellung von Äthyläthern der Zellulose oder ihrer Umwandlungsprodukte. AT101021B (de)

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