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DE976369C - Verfahren zur Herstellung eines mehrschichtigen Bandes fuer selbstregenerierende elektrische Einfolien-Kondensatoren mit Lackdielektrikum - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines mehrschichtigen Bandes fuer selbstregenerierende elektrische Einfolien-Kondensatoren mit Lackdielektrikum

Info

Publication number
DE976369C
DE976369C DES30002A DES0030002A DE976369C DE 976369 C DE976369 C DE 976369C DE S30002 A DES30002 A DE S30002A DE S0030002 A DES0030002 A DE S0030002A DE 976369 C DE976369 C DE 976369C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carrier film
film
lacquer layer
metal
several
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES30002A
Other languages
English (en)
Inventor
Hermann Heywang
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES30002A priority Critical patent/DE976369C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE976369C publication Critical patent/DE976369C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01GCAPACITORS; CAPACITORS, RECTIFIERS, DETECTORS, SWITCHING DEVICES, LIGHT-SENSITIVE OR TEMPERATURE-SENSITIVE DEVICES OF THE ELECTROLYTIC TYPE
    • H01G13/00Apparatus specially adapted for manufacturing capacitors; Processes specially adapted for manufacturing capacitors not provided for in groups H01G4/00 - H01G11/00

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
  • Fixed Capacitors And Capacitor Manufacturing Machines (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines mehrschichtigen Bandes für selbstregenerierende elektrische Einfolien-Kondensatoren mit Lackdielektrikum Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von einem mehrschichtigen, Dielektrikum und Belegungen enthaltenden Band für besonders spannungssichere Einfolien-Kondensatoren, bei dem eine Trägerfolie aus Metall auf beiden Seiten lakkiert und auf die Lackschicht, vorzugsweise beidseitig, eine Gegenbelegung aufgebracht wird, nach Patent 975 545. In dem Hauptpatent 975 545 wurde bereits ein Verfahren angegeben, durch das der Rand der Isolierschicht verbreitert wird und das im wesentlichen darin besteht, daß eine zunächst auf ihren beiden Seiten mit der Isolierschicht versehene Trägerfolie nachträglich in einem weiteren Arbeitsgang mit einem verbreiterten Isolierrand versehen wird. Bei dem Verfahren nach diesem Patent ist es nun nachteilig, daß man nur Folien solcher Breite nachträglich behandeln kann, die für die Herstellung von nur zwei Kondensatoren geeignet sind, während das Lakierverfahren ohne weiteres die Herstellung von Trägerfolien wesentlich größerer Breite gestattet. Neben anderen Vorteilen bietet die vorliegende Erfindung gegenüber diesem Verfahren den wesentlichen Vorteil, daß sie die gleichzeitige Behandlung sehr breiter Trägerfolien ermöglicht, die dann nachher auf die gewünschte Wickelbreite zugeschnitten werden.
  • Gemäß der Erfindung werden diese Vorteile dadurch erzielt, daß von einer Trägerfolie ausgegangen wird, deren Breite ein Vielfaches der für die Kondensatoren benötigten Breite beträgt und die auf beide Seiten der Trägerfolie aufgebrachte Lackschicht zunächst an in Längsrichtung des Bandes verlaufenden Trennlinien durchbohrt und danach das Metall der Trägerfolie durch die Durchbohrung der Lackschicht hindurch chemisch und/oder elektrochemisch behandelt wird. Die Trägerfolie kann durch diese chemische oder elektrochemische Behandlung sowohl oxydiert werden, wobei z. B. bei einer Aluminium-Trägerfolie um die Durchbohrung herum Aluminiumoxyd (A120.) entsteht. Sehr vorteilhaft ist es jedoch, die Trägerfolie durch die Durchbohrung der Lackschicht hindurch aufzulösen und zu entfernen, wobei es sich empfiehlt, bei der elektrochemischen Behandlung einen Strom wechselnder Polarität, insbesondere Wechselstrom zu verwenden, weil auf diese Weise besonders gleichmäßige Ätzungen erzielt werden.
  • Es sei erwähnt, daß bereits an anderer Stelle vorgeschlagen worden ist, bei der Herstellung gedruckter Schaltungen oder elektrischer Kondensatoren eine eine Lack- und Metallschicht enthaltende Folie zu ätzen, wobei der Ätzangriff auf die Metallschicht durch Fehlstellen oder frei gelassene Streifen der die Metallschicht bedeckenden Lackschicht hindurch erfolgt.
  • In der Fig. i ist ein Ausführungsbeispiel einer in dieser Weise behandelten Folie gezeigt. In ihr bedeutet i die z. B. aus Aluminium bestehende, zunächst sich über die ganze Breite erstreckende Trägerfolie. Auf ihr sind die beiden Lackschichten 2, 3 aufgebracht. Um von vornherein klarzustellen, daß die zeichnerischen Darstellungen in den Figuren nicht maßstäblich sind, sind am linken Rand der Fig. i die Dicke der Trägerfolien mit dt und die Dicke der Lackschicht mit d, bezeichnet, und es wird darauf hingewiesen, daß die Dicke dt nur wenige Mikron, etwa 3 bis io #L, höchstens etwa 2o l., beträgt und die Dicke d, ebenfalls nur wenige Mikron, z. B. nur i bis 5 #t. Die mit T bezeichnete Tiefe der chemischen Behandlung der Trägerfolie ist dagegen wesentlich größer, als die Dicke dt der Trägerfolie beträgt, z. B. etwa das 5o- bis ioofache von dt, und liegt in der Größenordnung von o,5 bis i mm.
  • Die zunächst auf ihren beiden Seiten mit den Lackschichten 2, 3 versehene Trägerfolie i wird gemäß der vorliegenden Erfindung bei 4, 5 und 6 durchbohrt. Diese Durchbohrung reicht zweckmäßig durch die gesamte lackierte Folie, d. h. also durch die beiden Lackschichten 2, 3 und durch die Trägerfolie i, jedoch genügt es auch, wenn nur eine der beiden Lackschichten 2 bzw. 3 durchbohrt wird.. Ebenfalls liegt es im Rahmen der vorliegenden Erfindung, wenn nur die beiden Lackschichten 2, 3, nicht aber die Trägerfolie i durchbohrt wird. Es kommt nämlich vor allem nur darauf an, daß ein Zugang zu dem Metall der Trägerfolie i geschaffen ist, der die chemische oder elektrochemische Behandlung der Trägerfolie ermöglicht. Nach der Durchbohrung der Folie bei 4,5 und 6 wird sie in einem später noch zu beschreibenden Verfahren durch ein chemisches oder elektrochemisches Behandlungsbad geführt, wobei dann die Trägerfolie durch die Durchbohrung 4, 5 und 6 hindurch chemisch umgesetzt wird, während die Lackschichten 2, 3 durch geeignete Wahl der Elektrolyten in den Behandlungsbädern nicht angegriffen werden. Dieser Umsetzungsprozeß kann so geleitet werden, daß aus dem Metall der Trägerfolie i ein Oxyd entsteht. Sehr vorteilhaft ist aber, wie schon erwähnt, die Durchführung des Prozesses derart, daß das Metall der Trägerfolie um die Durchbohrung herum aufgelöst und entfernt wird. In der Fig. i sind die herausgelösten Gebiete mit 4', 4"*, 5 / 5"6', 6" bezeichnet. Bei dem Ätzvorgang werden gleichzeitig auch die Längskanten der Trägerfolie in der geschilderten Weise chemisch umgesetzt bzw. aufgelöst und entfernt, so daß dort die Gebiete 7 und 8 entweder in ein Oxyd umgewandelt oder, wie es besonders vorteilhaft ist, herausgeätzt werden.
  • Eine Aufsicht auf diese Folie zeigt die Fig. 2, die weitere Einzelheiten der Erfindung erkennen läßt. Um einen durchgehenden Isolierstreifen zwischen den auf der Trägerfolie aufgebrachten Lackschichten 2, 3 zu erhalten, ist die Folie mit einer ganzen Reihe von Durchbohrungen versehen. Jede einzelne Bohrung der Bohrungsreihen 4, 5 und 6 zeigt einen rechteckigen Querschnitt, dessen Länge mit L bezeichnet ist. Die Länge dieser Durchbohrung ist verhältnismäßig klein und beträgt höchstens etwa einige Millimeter, zweckmäßig liegt sie jedoch in der Größenordnung von i mm. Die Breite der Durchbohrungen ist vorteilhaft wesentlich kleiner als ihre Länge und beträgt zweckmäßig nur wenige Zehntel eines Millimeters, so daß die Durchbohrung die Form eines kurzen Einschnittes hat. Die Lage des Querschnittes der einzelnen Bohrungen ist so, daß ihre Längserstreckung in der Richtung der Bohrungsreihen liegt, wie dies aus der Fig. 2 ersichtlich ist. Es sei jedoch betont, daß der Durchbohrungsquerschnitt z. B. auch kreisförmig oder quadratisch sein kann. Die gezeigte und beschriebene Rechteckform hat sich aber als sehr vorteilhaft erwiesen, insbesondere bei seiner gezeigten Lage relativ zur Längsrichtung der Lochreihen.
  • Zu beiden Seiten der Durchbohrungsreihen sind die chemisch behandelten Bereiche der Ätzfolie durch gestrichelte Linien angedeutet, die etwa kreisförmig um jede einzelne Bohrung herum liegen, so daß ein etwas wellenförmiger Rand entsteht. Um einen durchgehenden Isolierstreifen zwischen den Schichten 2 und 3 zu erzielen, muß gemäß der Erfindung dafür gesorgt werden, daß die Behandlungstiefe mindestens etwa gleich dem Abstand der 13ohrungen voneinander ist. Um ferner einen möglichst gleichmäßigen, d. h. möglichst wenig wellenförmigen Rand der verbleibenden Trägerfolie i zu erzielen, ist die Behandlungstiefe möglichst groß, mindestens etwa gleich dem Abstand von Lochmitte zu Lochmitte. In einem praktischen Ausführungsbeispiel beträgt die Tiefe der Behandlung etwa i mm, die Länge einer Bohrung etwa 1,2 mm, ihre Breite etwa 0,2 mm, und der Abstand von Bohrungsmitte zu Bohrungsmitte ist rund 1,5 min groß.
  • Durch die chemische oder elektrochemische Beltandlung, durch die das Metall der Trägerfolie aufgelöst und entfernt oder oxydiert wird, ist die Trägerfolie in mehrere elektrisch leitende Streifen aufgeteilt, die voneinander durch die behandelten Bereiche elektrisch isoliert sind. Sie werden aber auch bei der teilweisen Auflösung und Entfernung der Trägerfolie mindestens durch die stehengebliebenen Teile der Lackschichten :2 und 3 mechanisch zusammengehalten. Für die Herstellung von Kondensatoren werden nun bei einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel der weiteren Erfindung diese einzelnen Streifen der Trägerfolien voneinander mechanisch getrennt. Hierzu dienen gleichfalls die Durchbohrungen 4, 5 bzw. 6, die die gesamten Folien bzw. die allein stehengebliebenen Lackschichten 2, 3 so schwächen, daß die verbleibenden Streifen der Trägerfolie voneinander durch Reißen entlang der Perforierungslinie 4., 5, 6 einwandfrei getrennt werden können.
  • In Fig.3 ist in perspektivischer Ansicht ein Schnitt durch eine in dieser Weise hergestellte Folie in vergrößertem Maßstab gezeigt. In ihr bedeutet 1' z. B. den in der Fig. 2 links gebildeten Streifen i' der Trägerfolie. Auf dieser Trägerfolie liegen die Lackschichten 2, 3', die infolge der vorher geschilderten chemischen Behandlung den Rand des verbliebenen Streifens i' der Trägerfolie in ihren Rändern weit überragen. Die linke Kante des in Fig.3 dargestellten Streifens ist glatt, da diese Kante nicht durchbohrt worden ist, sondern bei der chemischen und/oder elektrochemischen Behandlung der Trägerfolie randgeätzt ist. Die rechte Kante dieser Folie zeigt dagegen die Durchbohrungen 4 mit den beim Auseinanderreißen der Trägerfoliestreifen stehengebliebenen Stegen 9. Der in Fig. 3 gezeigte Streifen kann nun vorzugsweise auf beiden Seiten mit Metallschichten io, 11, 12, 13 versehen und in der im Hauptpatent beschriebenen Weise zu einem Kondensator weiterverarbeitet werden.
  • Ein sehr vorteilhaftes Verfahren zur Durchführung der erfindungsgemäßen Vorschläge ist in den Fig. 4, 5, 6 a, 6 b und 6 c gezeigt. In der Fig. 4 bedeutet 31 eine Vorratsrolle einer Metallfolie, die als Trägerfolie für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens dienen soll. Sie wird in Richtung des Pfeiles 32 über eine Umlenkrolle 33 von der Vorratsrolle abgezogen und durch eine nur schematisch dargestellte Lackiereinrichtung 34 geführt, in der die blanke Trägerfolie i beidseitig den Lackschichten 2, 3 versehen wird. Die so beidseitig lackierte Folie wird dann über eine Umlenkrolle 35 zu einer Vorratsrolle 36 geführt und steht danach der weiteren Bearbeitung zur Verfügung. Sie kann also in dieser Form gegebenenfalls aufbewahrt oder sofort anschließend zu einer weiteren Fertigungseinrichtung gebracht werden. Diese folgende Fertigungseinrichtung ist in Fig. 5 gezeichnet. In ihr stellt wiederum 36 die Vorratsrolle der beidseitig lackierten Trägerfolie i dar. Sie gleitet in Richtung des Pfeiles 37 über die Umlenkrolle 38 zunächst an einer oder mehreren nebeneinanderliegenden Schneidevorrichtungen 39 vorbei. Jede dieser Schneidevorrichtungen besteht aus einem zahnradähnlichen Schneiderad, das beim Vorbeigleiten der Folie mit seinen scharf angespitzten Zähnen 39' die gewünschten Lochreihen 4, 5 bzw. 6 in die beidseitig lackierte Folie schneidet. Durch das Vorbeigleiten entstehen also in der Folie die in Fig. 2 gezeigten Lochreihen .4 bis 6. Nach Umlenkung durch die Rollen 40, 41 taucht diese Folie in das chemische bzw. elektrochemische Behandlungsbad 42 ein, wird dort durch die Umlenkrolle 43 wieder herausgeführt und gleitet über die Rollen 44, 45 in ein zweites Behandlungsbad 46. Nach Umlenkung durch die Rollen 47, 48 und 49 wird dann die Folie durch ein Reinigungsbad 5o geführt, in dem die Folie z. B. durch die Sprüheinrichtungen 51, 52 und 53 beidseitig gut mit Wasser oder sonstigen reinigenden Flüssigkeiten gespült und von Resten der Elektrolyten in den Behandlungsbädern 42, 46 gereinigt wird. Nach Umlenkung durch die Rolle 54 gleitet dann die Folie durch eine Trockenvorrichtung 55, die nur schematisch dargestellt ist. Als besonders vorteilhaft hat sich, wie schon oben erwähnt, eine elektrochemische Behandlung der Folie mittels Strom wechselnder Polarität, insbesondere finit Wechselstrom herausgestellt. Um dies durchzuführen, sind in den Bädern 42, 46 Elektroden 56, 57 vorgesehen, die über einen die Stromstärke regelnden Widerstand 58 z. B. an den Transformator 59 angeschlossen sind, dessen Primärseite an das Wechselstromnetz angeschlossen ist.
  • In Fig. 6a ist die Trockeneinrichtung 55 nochmals schematisch dargestellt. Von links gleitet die von der Umlenkrolle 54 (Fig. 5) kommende Folie, in der die Ätzstreifen 4 bis 8 durch gestrichelte Linien dargestellt sind, in die Trockeneinrichtung ein und wird dort in geeigneter, nicht näher dargestellter Weise getrocknet. Sie gleitet dann auf der rechten Seite der Trockenvorrichtung 55 wieder heraus und wird über eine Führungsrolle 6o geführt. Hinter dieser Führungsrolle sind für jeden nach dem Ätzen verbliebenen Trägerfolienstreifen je eine Vorratsrolle 61, 62, 63, 64 vorgesehen, deren Achsen in der gezeichneten Weise für benachbarte Trägerfolienstreifen gegeneinander versetzt sind. Durch diese Anordnung der Vorratsrollen 61 bis 64 werden also die einzelnen Streifen in verschiedenen Ebenen weitergeführt. Dadurch wird die Folie jeweils längs der Durchbohrungsstreifen 4 bis 6 zerrissen, wodurch sich besondere Schneidevorrichtungen für das Auseinanderschneiden der stehengebliebenen Trägerfolienstreifen erübrigen.
  • Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsart wird die von der Trockeneinrichtung 55 kommende Folie, wie dies in Fig. 6b gezeichnet ist, nicht längs den Durchbohrungsreihen 4, 5, 6 zerrissen, sondern in ihrer ganzen Breite auf eine Vorratsrolle 65 aufgewickelt. Dieses Verfahren hat den großen Vorteil, daß bei ihm die durch das erfindungsgemäße Verfahren der Durchbohrungsreihen gegebenen Möglichkeiten der Behandlung breiter Folien voll ausgenutzt werden. Die Vorratsrolle 65 kann nämlich jetzt weiteren Arbeitsgängen unterworfen werden, bevor ihre Aufteilung in die einzelnen Kondensatorenfolien erfolgt. So empfiehlt es sich, die Vorratsrolle einem besonderen Trocknungs- und Evakuierungsverfahren zu unterwerfen, indem die Vorratsrolle in eine Unterdruckkammer gebracht und dort vorzugsweise erwärmt wird, wobei die letzten von den chemischen Behandlungs- und Reinigungsbädern an der Rolle noch haftengebliebenen Flüssigkeitsreste von der Folie entfernt werden.
  • Bei sehr breiten Folien, die insbesondere nach dem Herausziehen von isolierenden Streifen zwischen den dünnen Lackschichten 2, 3 nur verhältnismäßig schwierig ohne Bildung von Falten zusammenhängend aufgewickelt werden können, oder bei Folien mit vielen derartigen Ätzstreifen ist es ferner von Vorteil, in der in Fig. 6 c dargestellten Weise zu verfahren und die von der Einrichtung gemäß Fig. 5 kommenden Folien nach Durchlaufen der Trocknungseinrichtung 55 in z. B. drei Folienstreifen längs einzelner Durchbohrungsstreifen auf Vorratsrollen aufzuwickeln. In dem in Fig. 6 c gezeichneten Ausführungsbeispiel besitzt die von der Einrichtung gemäß Fig. 5 kommende Folie z. B. sieben Ätzstreifen, die in der Fig. 6c durch gestrichelte Linien dargestellt sind. Die gleichzeitig mit dem Herausätzen der inneren Streifen geätzten Randstreifen sind ebenfalls durch gestrichelte Linien angedeutet. Nach Durchlaufen der Trocknungseinrichtung 55 läuft dann die Folie wieder über eine Führungsrolle 6o und wird dann von den Vorratsrollen 66, 67, 68 in den jeweils gewünschten Breiten längs den entsprechenden Ätzstreifen zerrissen und aufgerollt. Wie aus der Fig. 6 c ersichtlich ist, brauchen diese Streifen nicht alle gleiche Breite zu haben, sondern können untereinander gleich oder verschieden breit sein.
  • Gemäß einer weiteren Ausbildung der- Erfindung empfiehlt es sich ferner, zur Ausnutzung der durch das erfindungsgemäße Verfahren gebotenen Möglichkeiten die von den Vorratsrollen 65 bzw. 66, 67, 68 kommenden Folien in ihrer ganzen Breite durch eine Metallisierungseinrichtung in einem durchlaufenden Verfahren zu führen, in der die Folien mit den auf den Isolierstoffschichten 2, 3 aufzubringenden Metallschichten bedampft werden. Eine in dieser Weise behandelte Folie ist in Fig. 7 a perspektivisch im Schnitt dargestellt. In ihr stellt i' die metallischen Streifen der Trägerfolie dar, die nach dem chemischen oder elektrochemischen Behandlungsvorgang stehengeblieben sind. Die diese Folienstreifen bedeckenden Lackschichten sind wieder mit 2, 3 bezeichnet. Diese Lackschichten sind wiederum bei 4., 5 und 6 in der oben geschilderten Weise durchbohrt, so daß in der oben geschilderten nachfolgenden Behandlung der Trägerfolie die Randisolierungsstreifen 7, 8 und die inneren Isolierungsstreifen 4', 5', 6' entstanden sind. Die in dieser Weise ausgebildete, z. B. auf die Vorratsrolle 65 (Fig.6b) aufgewickelte Folie ist dann durch eine Verdampfungseinrichtung geführt, in der -auf die Isolierschichten 2, 3 unter Freilassung der gewünschten metallfreien Streifen 14, 15 die Metallschichten 70, 71 aufgebracht sind. Zur Herstellung von Kondensatoren wird nun diese Folie zu einem Kondensatorwickel aufgewickelt, der in Fig. 7b dargestellt ist. Danach erfolgt erst das Zerschneiden, insbesondere Zersägen, des Wickels in die gewünschten Kondensatorlängen. Dies erfolgt z. B. längs der in den Fig. 7a und 7b gezeigten strichpunktierten Linien in der Mitte der metallfreien Streifen 14, 15 und/oder der Lochreihen 4, 5 oder 6. Dabei kann die Länge der durch die Schnitte hergestellten Kondensatorwickel dem Bedarf entsprechend gewählt werden; insbesondere ist es auf die gezeigte Weise in einfacher Weise auch möglich, einen Kondensator herzustellen, dessen Belegungen mehrfach hintereinandergeschaltet sind. So wird z. B. bei dem am rechten Ende des Wickels gemäß Fig. 7b abgeschnittenen Wickel 69 die dreifache Spannungsfestigkeit erzielt gegenüber dem aus dem Wickel 7o hergestellten Kondensator, weil bei dem Wickel 69 die Trägerfolienstreifen i' und die auf der Oberfläche der Lackschichten aufgebrachten Gegenbelegungen 7o dreimal hintereinandergeschaltet sind, wobei sich die Kapazität eines solchen Kondensators bei gegebener Gesamtlänge der aufgewickelten Folien auf den dritten Teil vermindert.

Claims (21)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von einem mehrschichtigen, Dielektrikum und Belegungen enthaltenden Band für besonders spannungssichere Einfolien-Kondensatoren, bei dem eine Trägerfolie aus Metall auf beiden Seiten lackiert und auf die Lackschicht, vorzugsweise beidseitig, eine Gegenbelegung aufgebracht wird, nach Patent 975 545. dadurch gekennzeichnet, daß von einer Trägerfolie ausgegangen wird, deren Breite ein Vielfaches der für die Kondensatoren benötigten Breite beträgt und die auf beide Seiten der Trägerfolie aufgebrachte Lackschicht zunächst an in Längsrichtung des Bandes verlaufenden Trennlinien durchbohrt und danach das Metall der Trägerfolie durch die Durchbohrung der Lackschicht hindurch chemisch und/oder elektrochemisch behandelt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Metall der Trägerfolie durch die Durchbohrung der Lackschicht hindurch chemisch und/oder elektrochemisch aufgelöst und entfernt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Metall der Trägerfolie durch die Durchbohrung der der Lackschicht hindurch chemisch und/oder elektrochemisch oxydiert wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1,:2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Metall der Trägerfolie bis zu einer Entfernung um die Durchbohrung der Lackschicht chemisch und/ oder elektrochemisch behandelt wird, die wesentlich größer ist als die Dicke der Trägerfolie, insbesondere bei dünner Trägerfolie von wenigen Mikrometern, z. B. 6 #tm, etwa das Fünfzigfache oder mehr beträgt.
  5. 5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche i bis 4, dadurch gekennzeichnet, da,ß mit der Lackschicht gleichzeitig die Trägerfolie durchbohrt wird.
  6. 6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Lackschicht mit einer Durchbohrung versehen wird, deren Querschnitt klein ist, d. h. daß ihre größte lineare Ausdehnung nur wenige Millimeter, vorzugsweise weniger als i mm beträgt.
  7. 7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Lackschicht mit mehreren dicht aneinander in einer geraden Linie liegenden Durchbohrungen versehen wird. B.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Lackschicht mit mehreren dicht einander folgenden Durchbohrungen versehen und das Metall der Trägerfolie zwischen zwei Durchbohrungen durchgehend chemisch und/oder elektrochemisch behandelt wird. g.
  9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Lackschicht zusammen mit der Trägerfolie durch ein über die lackierte Folie abrollendes, mit mehreren spitzen Zähnen versehenes Rad nacheinander mit mehreren Durchbohrungen (Durchschnitten) versehen wird. io.
  10. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 7, 8 und g, dadurch gekennzeichnet, daß das Metall der Trägerfolie um die Durchbohrung herum bis zu einer Entfernung behandelt wird, die mindestens etwa in der gleichen Größenordnung wie der Durchbohrungsabstand liegt. i i.
  11. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche i bis io, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie mit mehreren längs paralleler Geraden verlaufenden Durchbohrungsreihen versehen wird.
  12. 12. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis i i, dadurch gekennzeichnet, daß die lackierte Trägerfolie nach ihrer chemischen und/oder elektrochemischen Behandlung längs der durch die dicht aufeinanderfolgenden Durchbohrungen gegebenen Linie zerrissen wird.
  13. 13. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche i bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig mit der chemischen und/oder elektrochemischen Behandlung der Trägerfolie durch die Durchbohrungen der Lackschicht die Trägerfolie an ihren beiden Längskanten chemisch und/oder elektrocheanisch behandelt wird.
  14. 14. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche i bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerfolie zunächst in einer Lackiereinrichtung beidseitig lackiert und danach auf eine Vorratsrolle aufgewickelt wird, daß sie dann von der Vorratsrolle fortlaufend durch insbesondere mehrere Lochungseinrichtungen, dann durch ein oder mehrere Bäder, in denen die Trägerfolie chemisch und/oder elektrochemisch behandelt wird, geführt, danach längs einer oder mehrerer Durchbohrungsreihe(n) gerissen wird und daß die so entstandenen Streifen auf je eine Vorratsrolle aufgewickelt werden.
  15. 15. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche i bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Durchbohrung bzw. Durchbohrungen der Lackschicht hindurch in einem Elektrolyten mittels eines Stromes wechselnder Polarität das Metall der Trägerfolie elektrochemisch behandelt, vorzugsweise aufgelöst und entfernt wird.
  16. 16. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche i bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Lackschicht, insbesondere auf beiden Seiten der Folie, eine dünne, regenerierfähige Metallschicht aufgebracht, vorzugsweise aufgedampft wird.
  17. 17. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß Durchbohrungen mit etwa rechteckigem Querschnitt, dessen Länge ein Mehrfaches seiner Breite beträgt, angebracht werden.
  18. 18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der Durchbohrung höchstens wenige Zehntel eines Millimeters beträgt. i9.
  19. Verfahren nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsrichtung der Durchbohrungen einer Durchbohrungsreihe in Richtung der Reihe angeordnet wird. 2o.
  20. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche i bis i9, dadurch gekennzeichnet, daß die parallelen Durchbohrungsreihen in einen Abstand zueinander bzw. zu der Längskante der Folie angeordnet werden, der etwa der doppelten Länge des Kondensatorwickels entspricht.
  21. 21. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche i bis 13 und 15 bis 2o, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerfolie zunächst in einer Lackiereinrichtung beidseitig lackiert und danach auf eine Vorratsrolle aufgewickelt wird, daß sie dann von der Vorratsrolle fortlaufend durch insbesondere mehrere Lochungseinrichtungen, dann durch ein oder mehrere Bäder, in denen die Trägerfolie chemisch und/ oder elektrochemisch behandelt wird, geführt, danach auf eine Vorratsrolle aufgewickelt, dann von der Vorratsrolle in ihrer ganzen Breite fortlaufend durch eine Metallisierungsanlage geführt wird, in der die auf den Lackschichten metallfrei zu lassenden Streifen abgedeckt, die übrigen Teile der Oberfläche metallisiert werden. a2. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche r bis 2r, dadurch gekennzeichnet, daß die nach ihrer chemischen und/oder elektrochemischen Behandlung auf einer Vorratsrolle aufgewickelte Folie vor ihrer Metallisierung in einem Unterdruckbehälter, vorzugsweise unter gleichzeitiger Erwärmung, getrocknet wird. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 972 845.
DES30002A 1949-09-20 1952-08-29 Verfahren zur Herstellung eines mehrschichtigen Bandes fuer selbstregenerierende elektrische Einfolien-Kondensatoren mit Lackdielektrikum Expired DE976369C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE977677C (de) * 1952-09-19 1968-04-04 Siemens Ag Stirnkontaktierter elektrischer Einfolienkondensator

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DE972845C (de) * 1949-10-29 1959-10-08 Technograph Printed Circuits L Mehrschichtfolie zur Herstellung gedruckter Schaltungen oder gedruckter Schaltelemente

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