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DE964720C - Geraet zum Erfassen und Unterbinden von schlauchartigen OEffnungen, insbesondere zum blutstillenden Abbinden von Wundgefaessen - Google Patents

Geraet zum Erfassen und Unterbinden von schlauchartigen OEffnungen, insbesondere zum blutstillenden Abbinden von Wundgefaessen

Info

Publication number
DE964720C
DE964720C DEK21303A DEK0021303A DE964720C DE 964720 C DE964720 C DE 964720C DE K21303 A DEK21303 A DE K21303A DE K0021303 A DEK0021303 A DE K0021303A DE 964720 C DE964720 C DE 964720C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
thread
slide
head
tying
binding
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEK21303A
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Kammer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEK21303A priority Critical patent/DE964720C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE964720C publication Critical patent/DE964720C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods
    • A61B17/12Surgical instruments, devices or methods for ligaturing or otherwise compressing tubular parts of the body, e.g. blood vessels or umbilical cord
    • A61B17/12009Implements for ligaturing other than by clamps or clips, e.g. using a loop with a slip knot

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Surgery (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Nuclear Medicine, Radiotherapy & Molecular Imaging (AREA)
  • Vascular Medicine (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Reproductive Health (AREA)
  • Medical Informatics (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Surgical Instruments (AREA)

Description

  • Gerät zum Erfassen und Unterbinden von schlauchartigen Oeffnungen, insbesondere zum blutstillenden Abbinden von Wundgefäßen Zusatz zum Zusatzpatent 936 059 Die Erfindung betrifft eine weitere Verbesserung des Gegenstandes des Patents 936 059. Dieses Patent bezieht sich auf ein. Gerät zum Erfassen und Unterbinden von schlauchartigen Offnungen, insbesondere zum blutstillenden Abbinden von Wundgefäßen, ausgestattet mit einer das abzubindende Gefäß faßbar machenden schnabelartigen Klemme und versehen mit Mitteln zum Anlegen und nachfoigenden Abschneiden eines mindest doppelt abgelinoteten Abbindefadens, welcher am Kopf des Gerätes, z. B. von umschlungenen Gliedern gehalten, in zusammenziehbaren. Schleifen vorbereitet liegt.
  • Das Gerät nach dem genannten Patent zeichnet sich der ihm zugrunde liegenden Erfindung entsprechend dadurch aus, daß es einen eigenen Antrieb aufzuweisen hat, der nur noch der manuellen Auslösung bedarf, um dann alle erforderlichen Arbeitsvorgänge selbsttätig richtig vor sich gehen zu lassen, sobald das abzubindende Wundgefäß sicher erfaßt worden ist.
  • Die vorliegende Erfindung stellt eine Weiterentwicklung dieses mit seinem eigenen, bevorzugt durch Federkraft gebildeten motorischen Antrieb ausgestatteten Gerätes dar, die für die Praxis ganz bedeutungsvolle neue Vorteile sichert. Es spielen dabei in erster Linie unter anderem die folgenden verbessernden Besonderheiten eine wichtige Rolle: 1. schnelle Arbeitsweise, die aber im Augenblick des kritischen Arbeitsvorganges, nämlich im Zeit- punkt, in dem das Gerät den Abbindefaden selbst tätig schlagartig zum Abknoten bringt, trotz des automatischen Antriebes so individuell wie möglich seitens der Bedienung des Gerätes gehandhabt und kontrolliert werden kann, damit das abzubindende Gewebe größte Schonung erfährt; 2. Schaffung einer automatischen Sicherung, die sofort erkennbar macht, wenn das selbsttätige Verknoten des Abbindefadens nicht einwandfrei ausgefallen ist; 3. selbsttätige Freigabe des abzubindenden Wundgefäßes seitens der es haltenden Klemme erst nach vollständiger Beendigung der Abbindung; 4. Schaffung einer Sicherung gegen ein zu frühes Abschneiden der Endstücke des Abbindefadens, bevor auch der zweite Knoten straff gezogen ist; 5. verbessertes Anlegen des Abbindefadens ans Gerät durch Fassen mit dem Gerät selbst, und zwar unter gleichzeitig bewirktem Spannen seines Antriebes; 6. vervollkommnetes Greifbarmachen des Abbindefadens aus einem sterilen Vorratsbehälter mit Hilfe des Gerätes selbst; 7. vollautomatisches Erfassen der Enden des Abbindefadens durch diese Endstücke von selbst ergreifende Spannglieder des Gerätes.
  • Alle diese technischen Maßnahmen macht das der Erfindung entsprechend verbesserte Gerät erreichbar. Es zeichnet sich, um diese seine fortschrittlichen Aufgaben erfüllen zu können, erfindungsgemäß zunächst dadurch aus, daß sein Eigenantrieb Sperrungen aufzuweisen hat, die seine Kraftwirkung auf die nacheinander zu betätigenden Geräteteile in gewünschten Stufen unterbrechen, derart, daß diese Sperrungen teils mittels eines am Gerätehandgriff angebrachten Bedienungsgliedes, teils selbsttätig nacheinander auslösbar gemacht sind, und zwar vorzugsweise so, daß dem Gerät eine Arbeitsweise verliehen ist, bei der sich die sprungweise an die Abbindestelle herangeführte Abbindevorrichtung des Gerätes kurz vor dieser Stelle von selbst stillsetzt und der Abbindevorgang durch weiteres Freigeben des Antriebes erst dann schlagartig automatisch eintritt, wenn dieser Antrieb vom Handgriff des Gerätes aus wieder entsperrt - wird und jetzt vom genannten Bedienungsglied aus kontrolliert langsam weiter antreibend wirksam werden kann, indem sich dann das Abknoten und Abschneiden des Abbindefadens, bevorzugt ebenfalls durch stufenweises Freigeben weiterer in Abhängigkeit voneinander nusgelöster Sperrungen des Antriebes, automatisch vollzieht.
  • Fortschrittlich ist hierbei außerdem, daß ein das Gerät treffender Stoß beim plötzlichen Stillsetzen seines vorlaufenden Kopfes vermieden bleibt, weil dieser Stoß elastisch aufgefangen wird und daher zu keiner Beunruhigung der das Gerät haltenden Hand führt.
  • Eine in den Vorgang der Doppelverknotung des Abbindefadens eingebaute Sicherung, die gewährleistet, daß der zweite Knoten nur dann ordnungsgemäß fallen kann, wenn der erste Knoten unter richtiger Spannung festgezogen ist, ist ferner dadurch erreicht, daß der das Gerät weiter betätigende Antrieb zum Schließen des zweiten Knotens erst in Abhängigkeit von einer ausreichenden Spannung der den ersten Knoten zusammengezogen haltenden Fadenenden aus seiner Sperrung ausgelöst wird.
  • Die weiteren besonderen Mittel und Vorkehrungen baulicher und funktioneller Art, die sichern, daß - die Fadenenden erst abgeschnitten werden, wenn die beiden Abbindeknoten automatisch sicher festgezogen übereinandersitzen und die dazu dienen, dem Gerät den Abbindefaden vollkommen steril gehalten anlegen zu können, ohne daß er dabei mit der Hand angefaßt werden muß und wobei nicht einmal seine beiden Enden mehr eines Anknüpfen an das Gerät von Hand bedürfen sowie weitere der Vervollkommnung des Gerätes dienende erfinderische Einzelheiten sind nachfolgend an Hand von Zeichnungen an einem Gerät, das der Erfindung entspricht, beispielsweise näher beschrieben. Es zeigt Fig. I ein dem obengenannten Zweck dienendes, im ganzen als Gefäßklemme bezeichnetes Gerät in einem axialen Schnitt nach der in Fig. 2 eingezeichneten Schnittlinie 1-1, und zwar in der zum brauch gespannten Stellung seines Federtriebes, d. h. arbeitsfertig vorbereitet zum Erfassen und Abbinden eines blutenden Wundgefäßes, wobei der Übersichtlichkeit wegen das Fadenträgerplättchen nicht mit eingezeichnet ist, welches den mit den vorbereiteten Knoten versehenen Abbindefaden haltend trägt und zu seinem Auflegen ans Gerät dient; Fig. 2 ist eine Seitenansicht der Gefäßklemme senkrecht zu Fig. I, jedoch ohne den auf der Oberseite des Handgriffes angebrachten Bedienungshebel, um die darunterliegenden Teile sichtbar zu machen; Fig. 3 stellt die inneren Teile des Gerätes dar in Ansicht nach Fig. 2, und zwar bei abgezogener, seine geschlossen abkapselnde Ummantelung bildender äußerer Gerätehülse; Fig. 4 ist wieder eine seitliche Ansicht des in gespannter Stellung wiedergegebenen Gerätes, wobei lediglich die äußere Hülse und der Griffhebel teilweise aufgeschnitten sind, um die unmittelbar darunterliegenden Teile erkennen zu lassen; Fig. 5 ist abermals eine A.ialschnittansicht der Gefäßklemme entsprechend Fig. 1, dargestellt in der ersten Arbeitsstellung des Gerätes, in der die Abbindevorrichtung bereits bis nahe an die Klemmenspitze, d. h. also an die Abbindestelle herangeführt ist; Fig. 6 entspricht wiederum der Schnittansicht nach Fig. 5, jedoch jene Stellung des Gerätes zeigend, die gegeben ist, wenn der erste Faden knoten gefallen, die Abbindevorrichtung ganz über die Klemmenspitze hinaus nach vorn geschoben und der Fadenspanner bereits zurückgelaufen ist Fig. 7 entspricht der Schnittansicht nach Fig. 6, jedoch mit dem Unterschied, daß jene Stellung des Gerätes dargestellt ist, in der jetzt auch der zweite Fadenknoten angelegt ist; Fig. 8 veranschaulicht die letzte Arbeitsstellung des Gerätes, wieder in Ansicht von der Seite, lediglich mit aufgeschnittenem Bedienungshebel, um die darunterliegende Vorrichtung zum Abschneiden des Abbindefadens und deren Betätigung zu veranschaulichen; Fig. 9 ist in gegenüber den vorhergehenden Figuren doppelter Vergrößerung die Ansicht auf den Kopf des Gerätes von vorn, und zwar unter Weglassung der Klemmenspitze; Fig. 10 zeigt in einer Teilansicht einen Längsschnitt nach der Schnittlinie X-X in Fig. 9 durch den Kopf des Gerätes, wobei aber die Klemmenspitze jetzt mit eingezeichnet ist, wie sie das ab zubindende Wundegfäß nach Anlegen des ersten Knotens vor dem Fallen des zweiten Knotens noch erfaßt hält; Fig. II veranschaulicht, wie mit der Gefäßklemme der Abbindefaden unter Verwudung einer Hilfsvorrichtung unmittelbar gefaßt werden kann, wobei diese Hilfsvorrichtung und ihr zugehöriges Fadenmagazin im Schnitt dargestellt sind; -Fig. 12 ist eine horizontale Schnittansicht nach der Schnittlinie XII-XII in Fig. I I; Fig. I3 veranschaulicht die Fadenträgerplättchenanordnung mit einem gebrauchsfertig angelegten Abbindefaden in Ansicht von oben; Fig. I4 läßt schaubildlich erkennen, wie die Fadenträgerplättchenanordnung aus zwei übereinanderzusteckenden Teilen gebildet wird.
  • Das in den nachstehend beschriebenen Figuren dargestellte Gerät stimmt in seinem grundsätzlichen Aufbau sowie in wesentlichen Einzelteilen und auch in funktioneller Hinsicht, abgesehen von den der Erfindung entsprechenden Verbesserungen, mit dem Ausfiihrungsl)eispliel des Patents 936 o5g überein. Es si!nd daher die sich entsprechenden Einzelteile auch mit übereinls,timmenl(len Bezugszeiche versehen worden, und es wird hinsichtlich des Prinzips der Arbeitsweise dieser Teile auch auf die liesbezügliche Beschreibung im genannten Patent lSezug genommen.
  • Im einzelnen zeigen die Fig. I bis 8 wieder dcil äußeren, zugleich als Handgriff dienenden Hülsenkörper I des Gerätes und ebenso den in der Achsen daran angelenkten Bedienungshebel 3 mit seiner in der Achse 6 gelenkig gehaltenen Greifklinke 7, die jetzt lediglich den Zweck zu erfüllen hat, beim Andrücken des Hebels 3 mit ihrer Spitze IO in die Kerbe 25 des beweglichen, in der Ruhestellung durch eine (nicht mit eingezeichnete) Feder offen gehaltenen Schenkels 23 der das Wundgefäß zum Abbinden erfassenden Klemmpinzette einzugreifen und diese damit durch Gegendrücken gegen den feststehenden Schenkel 21 abklemmend zu schließen.
  • Der Halteschaft 26 der Klemmschenkel 21 und 23 dient wieder als Kernstück des Gerätes. Er ist in seinem hinteren Ende durch eine lösbare Mutter 27 befestigt.
  • Auf dem Schaft 26 ist verschiebbar ebenfalls wieder der Hauptschieber 28 angeordnet, dessen vorderes Ende den mit dem Abbindefaden auszurüstenden Abbindekopf bildet. Dieser Hauptschieber 28 steht unter der Antriebskraft der unmittelbar hinter ihm sitzenden Druckfeder 29, gegen die er durch Zurückdrücken seines Kopfes gespannt wird. In seiner ganz eingeschobenen Spannstellung ist der Schieber 28 dann gesperrt zurückgehalten durch einen kleinen Zapfen I8', der hinter eine Nase 80 greift, die nach unten gebogen aus einer Blattfeder 8i herausgedrückt ist. Diese Blattfeder 8I ist hinten am Gerät mittels der beiden Schrauben 82 so befestigt, daß sie gegen das Gerät federt und mit ihrer Nase 80 den Stift I8' hintergreift. Zum Auslösen dieser Sperrung beim Gebrauch des Gerätes dient ein Schiebeplättchen 83, das mit seinem hinteren Teil unter der Blattfeder 8I liegt. Es ragt mit seinem hinteren, abgebogenen und wieder etwas verbreiterten Ende 84 durch den Schlitz85 der Blattfeder8I und erhält an dieser Feder dann dadurch die Führung. Die Blattfeder 8I hat ferner seitlich zwei halbrunde Einbuchtungen86, die in passenden Aussparungen87 des Plättchens 83 ruhen (s. Fig. 4). Wird das Plättchen 83 dem Kopf des Gerätes zu etwas verschoben, so laufen die Einbuchtungen 86 aus ihrer in Fig. 4 gezeigten Ruhestellung auf die Oberseite des Schiebeplättchens 83 auf und heben dadurch die ganze Blattfeder 8r zusammen mit ihrer Sperrnase80 etwas an. Dies hat zur Folge, daß jetzt der Hauptschieber 28 unter dem Druck seiner Feder 29 rasch nach vorn springt und den Abbindekopf des Gerätes dadurch an die Abbindestelle heranbringt. Kurz vor der Abbindestelle, wenn also die Spitze der Pinzettenarme 21 und 23 noch etwas vor den Abbindekopf vorragt, so daß sie dem Blick noch gut zugänglich ist, wird dann die Vorwärtsbewegung des Hauptschiebers 28 erneut gesperrt, und zwar dadurch, daß sein mit nach voni geführter Hemmstift I8' in passender Stellung in ein Fangloch 88 des Schiebeplättehens 83 einfällt.
  • Diese Stellung des Gerätes ist in Fig. 5 veranschaulicht.
  • Jetzt handelt es sich darum, den den Abbindefaden 31 auf seiner Stirnfiäche 30 tragenden Ab-I)indekopf möglichst vorsichtig und ständig unter der Kontrolle des Chirurgen bleibend genau zur Abbindestelle hinführen zu können, um die Ab bindung dann schlagartig vor sich gehen zu lassen. und zwar so, daß das abzubindende Gefäß in der Klemmpinzette festgehalten bleibt, bis der Doppelknoten gefallen und die Fadenenden abgeschnitten sind, welche Vorgänge sich dann automatisch schnell von selbst nacheinander abspielen sollen, ohne daß es eines weiteren Zutuns der das Gerät bedienenden Person bedarf.
  • Um diese Arbeitsweise zu erzielen, ist zunächst am Handgriffhebel 3 der in einem Schlitz I3 nach vorn verschiebbar angebrachte Bedienungsknopf II vorgesehen. An ihm sitzt auf der Unterseite eine haarnadelförmig gebogene Blattfeder 5. Diese Feder 5 greift mit einem Loch 89 in einen Zapfen 90, der auf einer Klappe 91 sitzt, die durch ein Scharniergelenk mit dem Schiebeplättchen 83 verbunden ist, in dessen Loch 88 sich, wie schon erwähnt, der Hauptschieber mit seinem Hemmstift 18' gefangen hat Wird also der Bedienungsknopf ii langsam, vorsichtig kontrolliert mit dem Daumen der das Gerät haltenden Hand der Bediemlngs- person nach vorn geschoben, so kann dieser Bewegung der Hauptschieber unter dem Druck seiner Feder 29 langsam folgen. Während dieser Bewiegung schiebt sich dann der Kopf des Hzauptschiebers aus der Stellung der Fig. 5 in die in Fig. 6 gezeigte Stellung vor die Pinzettenspitze.
  • Im Hauptschieber 28 ist jetzt noch ein zunächst durch sein Eigengewicht ganz versenkt sitzender Auslösestift 92 eingelassen, der mit seinem nach innen vorstehenden Kopf vorerst in einer Längsnutung 93 des Kernschaftes 26 entlang läuft und dann beim Vorwärtsbewegen des Schiebers 28 am Ende dieser Nutung 93, also in bestimmter Stellung des Abbindekopfes, nach außen geführt wird, wie dies in Fig. 6 gezeigt ist. Dieser Stift 92 löst dabei den Fadenspannschieber 56 aus, der mit seiner Buchse 57 ebenfalls auf dem Keruschaft 26 lagert.
  • Dieser Schieber 56 steht unter der Spannung seiner Druckfeder 58, die sich einerseits an der Buchse 57 und andererseits am Hauptschieber 28 abstützt und kräftig in ihre vollständig gespannte Stellung zusammengedrückt ist, wenn das Gerät vor jedem Gebrauch durch Zurückschieben seines Abbindekopfes, wie unten erläutert, gespannt wird (vgl.
  • Ausgangsstellung nach Fig. 1 und insbesondere auch nach Fig. 3).
  • Wie der Hauptschieber 28 nun stufenweise nach vorn bewegt wird, so führt auch der Fadenspannschieber 56 seinen Rücklauf in Stufen aus, die ganz bestimmte Aufgaben zu erfüllen haben. Beim ersten raschenVorlaufschritt des Hauptschiebers 28 in die Stellung nach Fig. 5 kann sich der Fadenspanner 56 zunächst nur um ein verhältnismäßig kurzes Stück zurückbewegen, weil sich sein T-Stückankerplättchen 94 an seitlichen Vorsprüngen Io8 sogleich wieder fängt (Fig. 3), wenn dieser Schieber, wie oben beschrieben ist, nach vorn springt und dem Fadenspanner nach hinten Raum gibt. Hat der Fadenspanner die eben beschriebene kurze Rückwärtsbewegung relativ zum Kopfstück ausgeführt, so wird er im übrigen dann vom Hauptschieber 28 durch die genannte Verankerung (94, I08) weiter nach vorn mitgenommen.
  • Bei der kurzen Rücklaufbewegung des Fadenspanners werden jedoch seine zwei an den nach vorn führenden Leisten 95 angebrachten Greifglieder 54 und 55, die zur Erfassung der beiden Enden des Abbindefadens 3I dienen, aus ihrer wenig vor der Stirnfläche 30 befindlichen Stellung mit ihrer Greiföffnung kurz hinter diese Stirnfläche geführt und dann wieder stillgesetzt. Hierdurch erfassen sie nämlich von selbst hintergreifend die genannten beiden Endstücke des mit seinem Trägerplättchen 6I zuvor der Stirnfläche 30 aufgelegten Abbindefadens (vgl. Fig. 4). Die Greifglieder 54 und 55 werden nämlich durch einen Haken mit keilförmigem Schlitz 96 gebildet, in dem sich das in ihn hereingezogene Fadenstück 97 fängt und zuverlässig sicher festklemmt, wobei das Fadenende ablösend vom Trägerplättchen zugleich weggezogen wird. Zu diesem Zweck ist das Fadenträgerplättchen 6I nämlich verbessert jetzt so ausgeführt, daß es die Fadenstücke 97 im Greifbereich der Glieder 54 und 55 freiliegend hält, wobei die Fadenenden im übrigen in Schlitzen 98 od. dgl. des Trägerplättchens 6I festgeklemmt gehalten sind, wofür sie, sehr erheblich an Catgut sparend, nur in recht kurzer Länge vorgesehen sein müssen (vgl Fig. 13).
  • Es ist oben dargelegt, wie der Auslösestift 92 im Hauptschieber 28 in bestimmter Stellung desselben nach außen gedrückt wird. Dieser Stift 92 hebt jetzt die Verankerung des T-Stückes 94 des Fadenspanners 56 in der genannten Stellung plötzlich auf, nachdem sich die Enden des Abbindefadens 3I zuvor in der eben erläuterten Weise selbsttätig in die Greifglieder54 und 55 eingefädelt haben und nachdem das abzubindende Wundgefäß 99 genügend hinter die Stirnfläche 30 gebracht ist. Dadurch kann sich jetzt die Feder 58 plötzlich erheblich weiter nach hinten entspannen und führt dadurch den Fadenschieber 56 schlagartig zurück, bis die angehängten Fadenenden 97 durch die Kraft der Feder 58 festgezogen sind. Dadurch zieht sich jetzt die erste vorbereitete Schlinge 34 des Abbindefadens 3I zur Bildung des ersten Abbindeknotens kräftig zusammen wie dies in Fig; IO dargestellt ist.
  • Die zweite Schlinge 38 des Abbindefadens ist dabei noch um die Zapfen 39 und 40 geführt, die am Kopf des Gerätes an dessen Stirnfläche 30 vorstehen. Mindestens einer dieser Zapfen oder auch beide sind federnd ausgeführt. Sobald also ein kräftiger Zug des außen um die Zapfen 39 und 40 laufenden Fadens 3I eintritt, geben die Zapfen zufolge ihrer Federung radial nach innen etwas nach.
  • Diese Zapfen 39 und 40 sitzen nun auf einem dritten Schieberstück 4I, dem sogenannten Zapfenschieber, der seinerseits über dem Hauptschieber 28 lagert. Auch ihm ist eine kräftige Feder 101 zugeordnet, die sich einerseits an seinem Innenbund 102 und andererseits an einem Bund Io3 des Hauptschiebers 28 abstützt. Diese Feder 101 kann sich entsptnen, sobald die Zapfen 39 und 40 durch den kräftigen Fadenzug federnd nach einwärts gezogen werden, weil dann die an der Stirnfläche 30 anliegenden Sperrnasen 104 der Zapfen 39 und 40 freigegeben werden. Dies hat zur Folge, daß die genannten Zapfen 39 und 40 plötzlich in den Kanal IOS des Kopfstückes des Hauptschiebers zurücktreten, wenn der sie tragende Schieber 41 nach Freigabe der Feder IOI nach hinten nachgeben kann. Die zweite vorbereitete Knotenschlinge 38 des Abbindefadens gleitet dadurch sprunghaft von den Zapfen 39 und 40 ab und legt sich im Zusammenziehen als zweiter Abbindeknoten schlagartig auf den schon vorhandenen ersten Knoten auf, weil die sich dabei verlängernden Fadenenden durch den noch unter guter Spannung seiner Feder 58 nachgebenden Fadenspanner 56 kräftig weiter angezogen werden. Durch die beschriebene Arbeitsweise ist also gewährleistet, daß der zweite A:bbindeknoten selbsttätig erst und nur dann fallen kann, wenn der erste Knoten kräftig zugezogen ist.
  • Dies ist eine zusätzliche Sicherung; denn andernfalls funktioniert das Gerät entsprechend der Erfindung nicht.
  • Nach dem beschriebenen verknotenden Abbinden des Wundgefäßes werden die überflüssigen Fadenenden schließlich auch selbsttätig noch abgeschnitten. Hierzu dienen zwei seitliche Messer 45, die als zweiarmige Hebel auf einem sie haltenden Drehzapfen 46 seitlich auf dem Hauptschieber 28 gelagert sind. Die Messer haben an ihrem hinteren Hebelarm einen vorspringenden Rundnocken 47.
  • Dieser Nocken 47 läuft an einer vorgewölbten Steuerfläche 48 des Zapfenschiebers 4I an, sobald dieser, wie oben schon erläutert, beim Fallen des zweiten Abbindeknotens zurückspringt. Dadurch wird die WIesserschneide 5I gegen die Lücke 52 an der Stirnfläche 30 des Gerätes geführt, durch die das Fadenende beidseitig zum Greifglied 54 bzw.
  • 55 läuft, an dem es unter Spannung stehend noch befestigt ist und dabei passend kurz abgeschnitten wird (Fig. 8).
  • Es ist nun noch darauf zu achten, daß die Fadenenden aber erst dann abgeschnitten werden, wenn beide Knoten auch sicher gefallen sind. Dies wird dadurch erreicht, daß der Zapfenschieber 41 bei seinem Zurückspringen, nachdem der zweite Knoten gefallen ist, kurzzeitig nochmals abgestoppt wird, bevor er seine in Fig.8 gezeichnete Endstellung einnehmen kann. Dieses Abstoppen bewirkt die Scharnierklappe 91. Diese hat seitlich zwei rechtwinklig angebogene Haken Io6, welche hinter nach oben greifende Ansätze 107 am Zapfenschieber 41 greifen und diesen beim Rücklaufen dadurch kurzzeitig sperren, bis der Bedienungshebel 3 durch Anheben des Daumens der Bedienungshand freigegeben wird. Ist dies der Fall, so kann sich die Klappe 91 durch Schwenken um ihr Scharniergelenk leicht anheben, weil sie nicht mehr durch die winkelförmig gebogene Blattfeder 5 niedergehalten ist. Dadurch wird aber zugleich durch Aufhebung der Sperrung an den Teilen Io6 und 107 der vollständige Rücklauf des Zapfenschiebers 41 entsperrt, was schließlich das Abschneiden der Fadenenden in der schon erläuterten Weise bewirkt.
  • Hiermit ist der ganze Arbeitsvorgang bei Ingebrauchnahme des dargestellten Gerätes entsprechend der Erfindung beendet.
  • Erwähnt sei noch, daß der Bedienungsknopf IS durch seine Feder 14, sobald er vom Daumen der haltenden Hand freigegeben wird, in seine in Fig. I gezeichnete Ausgangsstellung zurückkehrt und damit auch das Schiebeplättchen 83 über die durch die ScharnierklappegI gebildete Verbindung von selbst mit zurückführt, in der dann bei der nächsten Ingebrauchnahme des Gerätes der Sperrzapfen I8' ordnungsgemäß wieder hinter der Sperrnase einfallen kann. Die Feder 14 hilft überdies, einen Stoß dämpfend elastisch abzufangen, wenn der Zapfen I8' ins Fangloch 88 gelangt und den Kopfschieber 28 plötzlich stillsetzt.
  • Besonders zu erwähnen ist schließlich noch die Schraube IO9 am vorderen Ende des Hülsenkörpers I. Sie sorgt dafür, daß die Schieberteile bei ihren Arbeitsbewegungen nicht aus der Hülse heraustreten können. Durch Herausdrehen dieser Schraube IO9 lassen sich die nur aufeinandergesteckt sitzenden Schieberteile dann aber sehr leicht zur Reinigung oder eventuellen Reparatur der Hülse entnehmen, ohne daß es einer weiteren Demontagearbeit bedarf. Auch das Zusammen setzen des Gerätes erfolgt wieder gleich einfach.
  • Das oben beschriebene Gerät kann sich in seiner dargelegten, ins einzelne gehend perfektionierten Form nur dann voll befriedigend für die Praxis nutzbar machen, wenn ihm der zugehörige Abbindefaden 31 ebenfalls in einer entsprechend vervollkommneten Weise angelegt werden kann. Dabei ist vor allem auch wichtig, daß dies in einer Art geschieht, die die Sterilhaltung des Abbindefadens unbedingt gewährleistet, ohne daß ein Zugreifenmüssen mit der Hand erforderlich ist und wobei auch die hierfür nötige Bedienungshandhabung im übrigen so einfach wie möglich und rasch vorgenommen werden kann. Auch diese Aufgabe hat die Erfindung gelöst.
  • Es ist vorstehend bereits erläutert, wie der durch sein Trägerplättchen 6I an das Gerät herangebrachte Abbindefaden von den Greifgliedern 54 und 55 vorzugsweise in einer besonderen Arbeitsbewegung selbsttätig erfaßt und festgehalten wird, um dann beim Zusammenziehen der Abbindeknoten sicher gehalten zu sein.
  • Wie das Fadenträgerplättchen 6I als Hilfsmittel zur Verwirklichung der Erfindung im besonderen in seiner hierzu verbesserten Form zweckmäßig ausgebildet wird, geht aus den Fig. I3 und 14 hervor. Dort ist gezeigt, wie der Abbindefaden 3I in den beiden vorbereiteten Schlingen 34 und 38 für den ersten und zweiten Abbindeknoten auf dem Plättchen 6I festgehalten ist, wobei die Fadenenden 97 im Bereich seiner seitlichen Ausnehmung 110 freiliegend entlang geführt sind, damit an dieser Stelle die Greifglieder 54 und 55 den Faden hinterfassen können, indem sie beim Aufstecken des Trägerplättchens 6I auf die Stirnfläche 30 des Gerätes im Zwischenraum III zwischen Faden und- Plättchenaußenrand hindurchgesteckt werden können (vgl. auch Fig. 4).
  • Aus Fig. 14 ist ferner ersichtlich, daß das Fadenträgerplättchen 6I noch mit einem Hilfsplättchen 112 versehen ist, das Erhebungen II3, II4 aufzuweisen hat. Die beiden Plättchen 6i und 112 werden dabei aufeinandergesteckt, wie aus Fig. 13 und 14 hervorgeht. Der Abbindefaden 3I liegt dann obenauf und ist in seinen vorbereiteten Schlingen 34 und 38 gehalten durch die in passender Größe gewählten Erhebungen II3, II4 des unteren Hilfsplättchens 112, wobei diese Erhebungen des Plättchens 31 in entsprechenden Ausnehmungen 63, 64 und 65 durchragen.
  • Zu erwähnen ist noch, daß die Enden des Fadens 3I in seinem Trägerplättchen 6 außer in Klemmschlitzen auch noch in einer Schlitzung des Plättchens mittels einer labyrinthartigen Einschlingung gehalten sein können, um sie ohne Sperrung freiziehen zu können.
  • In der Form nach Fig. I3 werden jetzt in beliebiger Anzahl die Abbindefäden, z. B. übereinandergeschichtet, in einem verschlossenen Gefäß steril in Vorrat gehalten. .Es handelt sich dann nur noch darum, diese Fäden dem erfindungsgemäßen Gerät in steriler Form gebrauchsfertig auch an seine Stirnfläche anlegen zu können, ohne auch nur das Trägerplättchen mit den Fingern anfassen zu müssen. Hierzu kann ein Hilfsgerät nach Fig. II und 12 dienen. Es trägt auf einem rechteckförmigen, sich nach unten standsicher verbreiterten hohlen Sockel 115 geeigneter Höhe einen durch einen abnehmbaren Deckel 1 i6 verschließbaren Schacht II7, der einen der Trägerplättchenform entsprechenden Querschnitt hat und in den sich eine große Anzahl von Fadenträgerplättchen 6I, 112 in der Form nach Fig. I3 übereinandersetzen lassen. Unter diesem Schacht II7 ist ein seitlich geführter Schieber II8 ungebracht, der gerade die Höhe eines Satzes dieser Trägerplättchen einnimmt. Dieser Schieber 1 I8 kann mit einem als Handgriff dienenden Knopf 119 entgegen seiner Rückzugfeder I20, die an einem unten an ihm angebrachten Zapfen 121 und innen an der Wandung des Sockels 115 festgemacht ist, nach rechts herausgeschoben werden. Dadurch fällt das unterste Fadenträgerplättchen mit seinem Abbindefaden auf die frei gemachte Bahn des Schiebers 1 I8 und wird dann vom wieder zurückgeführten Schieber vor sich her nach links in ein Greifbett I22 herausgeführt. In dieses so mit dem Fadenträger bestückte Bett I22 wird sodann das Gerät entsprechend der Erfindung in der in Fig. II dargestellten Weise von oben her mit seiner Stirnfläche voraus eingesteckt. Zur besseren Führung dient dabei eine die Einstecköffnung umgebende Fassung I23 und ein am Schacht 117 angebrachter beidseitiger Anschlag 125.
  • Beim Einstecken des Gerätes in der in Fig. II gezeigten Art erfolgt zugleich nuch das Nachspannen der Antriebs federung des Gerätes, erzielt durch gleichzeitiges Zurückdrücken des Kopfes des Hauptschiebers 28, wobei das Gerät aus dem in den Fig. 6 bis 8 dargestellten Zustand seiner Gebrauchsendstellung in die für den nächsten Gebrauch wieder arbeitsbereite Ausgangsstellung nach Fig. I bis 4 zurückgebracht wird.
  • Bei diesem eben erläuterten Greifen des Trägerplättchens 31 kann die Klemmpinzette durch die mittlere Ausnehmung63 im Trägerplättchen hindurchgesteckt werden. Die die zweite Knotenschleife 38 haltenden Zapfen 39 und 40 des Gerätes greifen in die Plättchenausnehmungen 64 und 65 ein. Diese Zapfen stoßen dabei zugleich das Hilfsträgerplättchen 112 nach unten wegfallend aus und übernehmen so dessen Haltefunktion für die zweite vorbereitete Knotenschlinge. Auch kommen dabei die zu diesem Zweck freiliegend am Plättchen 31 entlang geführten Fadenendstücke 97 gleich richtig hinter die Greifglieder 54 und 55 des Fadenspanners zu liegen (Fig. 11). Das Fadenträgerplättchen 3I selbst fängt sich an der Stirnfläche des Gerätes mittels der Haltefeder 67 an dessen Kopf. Das so mit dem Abbindefaden neu bestückte Gerät wird sodann der Hilfsvorrichtung wieder entnommen und steht sofort zu neuem Gebrauch zur Verfügung.
  • Es ist schließlich noch auf folgendes hinzuweisen: Damit der Chirurg bzw. seine Assistenz stets erforderlicherweise übersehen kann, welcher Vorrat an Fadenträgerplättchen im Schacht II7 noch vorhanden ist, findet eine besondere ILontrollvorrichtung Verwendung. Hierzu dient nämlich ein flacher Stab I26; der oben auf dem letztenTrägerplättchen 6I,II8 aufsitzt und dem vorhandenen Vorrat entsprechend weit in einem Schlitz I27 des Deckels 1 i6 nach oben vorsteht. Dieser Stab fällt nach unten nach und vermittelt so die gewünschte Vorratsanzeige. Er kann auch eine Skala tragen, die genau in der vorstehenden Länge die noch vorhandene Stückzahl angibt. Dieser Stab -ist übrigens, wie aus Fig. II hervorgeht, in seinem unteren Teil geschllitzt. Auch ist er am unteren Ende so weit verbreitert, als es der Weite seines Schlitzes 128 entspricht. Er kann daher auch ganz durch alle Trägerplättchen hindurchgesteckt werden, da er somit unten genügend weit zusammenfedern kann, um dann in der mittleren Ausnehmung 63 der Plättchen Platz zu finden. Wird er in dieser Weise ganz nach unten durchgesteckt, so federt sein unteres Ende wieder aus, wenn es aus dem letzten Plättchen herausgetreten ist. Alle noch vorhandenen Plättchen hängen dann aufgereiht am Stab 126 und können mit ihm sehr bequem aus dem Schacht 117 wieder herausgeschoben werden, was nach Beendigung der Operation in Frage kommt, um den Rest der Abbindefaden in ein besonderes Sterilgefäß zurückzubringen. In analoger Weise kann dann der Schacht II7 auch wieder neu bestückt werden, wenn er leer geworden ist, indem der Stab I26 voll besetzt in den Schacht eingesteckt und er nach Schließen des Schachtdeckels 1 i6 dann herausgezogen wird, so daß er in der in Fig. II gezeigten Weise auf dem obersten Plättchen aufsitzt und dadurch, bis der Schacht geleert ist, wieder zur Anzeige des Vorrates dient.

Claims (15)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Gerät zum Erfassen und Unterbinden voll schlauchartigen Öffnungen, insbesondere zum blutstillenden Abbinden vonWundgefäßen, tausgestattet mit einer das abzubindende Gefäß faßbar machenden schnabelartigen Klemme und versehen mit Mitteln zum Anlegen und nachfolgendem Abschneiden eines mindestens doppelt abgeknoteten Abbindefadens, welcher am Kopf des Gerätes in zusammenziehbnren Schlingen offengehalten vorbereitet liegt, betätigt durch einen eigenen Trieb, nach Patent 936 o5g, dadurch gekennzeichnet, daß dieser Eigenantrieb Sperrungen aufzuweisen hat, die seine Kraftwirkung auf die nacheinander zu betätigenden Geräteteile in gewünschten Stufen unterbrechen, derart, daß diese Sperrungen teils mittels eines am Gerätehandgriff angebrachten Bedienungsgliedes, teils selbsttätig nacheinander auslösbar gemacht sind, und zwar vorzugsweise so, daß dem Gerät eine Arbeitsweise verliehen ist, bei der sich die sprungweise an die Abbindestelle herangeführte Abbindevorrichtung des Gerätes kurz vor dieser Stelle von selbst stillsetzt und der Abbindevorgang durch weiteres Freigeben des Antriebes erst dann schlagartig automatisch eintritt, wenn dieser Antrieb vom Handgriff des Gerätes aus wieder entsperrt wird und jetzt vom genannten Bedienungsglied aus kontrolliert langsam weiter antreibend wirksam werden kann, indem sich das Abknoten und Abschneiden des Abbindefadens dann bevorzugt ebenfalls durch stufenweises Freigeben weiterer, in Abhängigkeit voneinander ausgelöster Sperrungen des Antriebes automatisch vollzieht.
  2. 2. Gerät nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß seinem den Abbindekopf tragenden Schieber (28) eine sein Vorlaufen vor der Abbindestelle abfangende Sperrung in Form einer Einklinkung (ins', 88) mit vorzugsweise schlagdämpfend wirkender Eigenschaft, angebracht an einem vom Handgriff des Gerätes aus bedienbaren Verschiebeplättchen (83), zugeordnet ist, das sich im Sinne des Antriebes des ge nannten Schiebers (28) in kontrollierter Bewegung so verstellen läßt, daß es die genannte Sperrung (I8', 88) mitverstellt und den Schieber (28) dadurch langsam an jene Stelle heranführt, an der sich das verknotende Abbinden des Fadens dann schlagartig von selbst vollzieht.
  3. 3. Gerät nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrung des Kopfschiebers (28) an dem vom Handgriff aus bedienten Verschiebeplättchen (83) aus einer in diesem Plättchen angebrachten Ausnehmung (Loch88) besteht, worin sich ein lam Kopfschieber vorstehender Zapfen (I8') bei seiner raschen Vorwärtsbewegung fängt, oder umgekehrt der vorstehende Zapfen am Verschiebeplättchen und die zum fangenden Sperren dienende Ausnehmung am Kopfschieber angebracht ist.
  4. 4. Gerät nach Anspruch I oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß ein von seinem Bedienungsgriff aus betätigtes Verschiebeplättchen (83) einem gegen sich anfedernden Glied (80 bzw. 8I) unterliegt, welches den Kopfschieber (28) in dessen auf Antrieb gespannter Stellung sperrt und diese Sperrung bei Verschiebung des ihm unterliegenden Plättchens (83) freigibt.
  5. 5. Gerät nach Anspruch I oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß es einen Fstdenspanner (95) aufzuweisen hat, der an seinem Kopf den Abbindefaden selbsttätig erfassende Greifglieder (54, 55) trägt, die in der gespannten Ausgangsstellung des Gerätes vor der Stirnfläche (30) des Kopfschiebers (28) vorstehen und die beiden Endstücke des Abbindefadens bei einer gegenläufigen Relativbewegung dieses Fadenspanners (56) gegenüber dem Kopfschieber (28) z. B. durch einklemmendes Hintergreifen von selbst festhalten.
  6. 6. Gerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifglieder (54, 55) des Fadenspanners hakenartig ausgeführt sind, vorzugsweise versehen mit einem mit seiner Öffnung nach hinten zeigenden, sich konisch verengenden Einhängespalt (96), der zur Schaffung einer vergrößerten Reibungsfläche vorzugsweise entsprechend verbreitert ist.
  7. 7. Gerät nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der ebenfalls als Schieber über dem Kopfschieber (28) sitzende Fadenspanner durch eine Federung (58) gegen den Kopfschieber spannbar ist, und zwar derart, daß beide Schieber, die beim die Antriebskraft schaffenden Spannen des Gerätes gegeneinander gespannt sind, sich bei der Entsperrung des Kopfschiebers ebenfalls gegenläufig um einen gewissen, zum selbsttätigen Erfassen des Fadens ausreichenden Betrag in eine neue gegenseitige Sperrstellung verschieben, in der sich dann der Fadenspanner am Kopfschieber wieder fängt und nach Ausführung dieser Relativbewegung zusammen mit ihm weiter nach vorn mitbewegt wird.
  8. 8. Gerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Fadenspanner (56) in seinem Bewegungsweg eine Zwischensperrung (94, 108) aufzuweisen hat, welcher eine am Ende der Vorwärtsbewegung des Kopfschiebers (28) selbsttätig wirksam werdende Auslösung (92) zugeordnet ist, welche den Fadenspanner (56) dann für die Abknotung des Abbindefadens zu einem schlagartigen Zurückspringen freigibt.
  9. 9. Gerät nach Anspruch I oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß sein dem selbsttätigen Abknoten des Abbindefadens dienender Trieb (58) eine ihn nach dem Zusammenziehen des ersten Knotens treffende Sperrung (Io4) aufzuweisen hat, derart, daß sich diese Sperrung erst in Abhängigkeit voii dem auf dem ersten Knoten liegenden Fadenzug von selbst aufhebt.
  10. IO. Gerbt nach Anspruch I oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß es einen ebenfalls am Kopfschieber (28) getragenen weiteren Hilfsschieber (4I) aufweist, welcher durch eine eigene Feder (IoI) betätigt relativ zum Kopfschieber (28) verstellbar ist und welcher vor die Stirnfläche (30) des Kopfschiebers (28) greifende Zapfen (39, 40) aufzuweisen hat, welche für die zweite vorbereitete Knotenschlinge des Abbindefadens als von ihm umschlungene Halteglieder dienen, wobei- mindestens eines dieser zapfenförmigen Halteglieder (39, 40) sich am Kopf des Hauptschiebers verrastet und diese Verrastung zum Zurückspringen der Zapfenschieber durch den Fadenzug des ersten Abbindeknotens auslösbar gemacht ist, wodurch die zweite Fadenschlinge freigegeben wird und der Federspanner jetzt den zweiten Knoten selbsttätig schlagartig schließen kann.
  11. II. Gerät nach Anspruch I oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Zapfenschieber (4I) Steuernocken (48) aufzuweisen hat, die bei seinem relativ zum Kopf- schieber (28) erfolgenden Zurücklaufen auf ihm gelagerte Abschneidemesser (45) für die Enden des Abbindefadens schwenkbar betätigen, wobei zur Betätigung dieser Abschneidemesser insbesondere noch eine vom Bedienungsgriff des Gerätes abhängig gesteuerte Sicherung vorgesehen ist, die den Abschneidevorgang erst ausführen läßt, wenn beide Abbindeknoten sicher festgezogen sind, indem der Rücklauf des Zapfenschiebers einer erst bei Freigabe des Auslöseknopfes des Gerätes ausgelösten Sperrung unterworfen ist.
  12. I2. Gerät nach Anspruch I oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß seine einzelnen Schieberteile (28, 4I, 57) in einer gegenseitigen Steckverbindung aufeinander sitzend in seinen als Handgriff dienenden Hülsenkörper einschiebbar ausgebildet gehalten sind, derart, daß sie sich lediglich durch Lösen eines am vorderen Ende dieses Hülsenkörpers (I) angebrachten Gliedes (Schraube 109) aus diesem Hülsenkörper zwecks Reinigung herausnehmen und einzeln trennen lassen.
  13. 13. Gerät nach Anspruch I oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß ihm der Abbindefaden mittels eines Trägerplättchens angelegt wird, das so ausgebildet ist, daß es den Abbindefaden in vorbereiteten zusammenziehbaren Schlingen trägt, wobei die Fadenenden an diesem Plättchen in einem gewissen Bereich freiliegend entlang geführt gehalten sind.
  14. 14. Gerät nach Anspruch I oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenenden am Trägerplättchen in einer oder mehreren Schlitzen eingespannt bzw. labyrinthartig durchgezogen festgehalten sind.
  15. 15. Gerät nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß dem Gerät eine Hilfsvorrichtung beigegeben ist, die die Abbindefäden in einem Schacht in Vorrat gestapelt aufnimmt, aus dem sie unten durch einen Schieber nacheinander in ein Greifbett herausführbar gemacht sind.
    I6. Gerät nach Anspruch I5, dadurch gekennzeichnet, daß den Fadenträgerplättchen ein Haltestab zugeordnet ist, welcher so ausgeführt ist, daß er sich durch ihre Mittellochung durchstecken läßt, und welcher im vorderen Teil durch Längsschlitzung federnd ausgebildet ist, wobei er am vorderen Ende eine Verbreiterung trägt, die der Breite des Längsschlitzes ungefähr entspricht.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1042832B (de) * 1955-04-14 1958-11-06 Karl Kammer Geraet zum Erfassen und Unterbinden von schlauchartigen OEffnungen, insbesondere zum blutstillenden Abbinden von Wundgefaessen
DE1042831B (de) * 1955-11-03 1958-11-06 Karl Kammer Magazin zum Spenden des zum Entnehmen gestapelt in ihm vorraetig gehaltenen, zum Abbinden von Gefaessen mittels eines Abbindegeraetes dienenden chirurgischen Fadens

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DE1042831B (de) * 1955-11-03 1958-11-06 Karl Kammer Magazin zum Spenden des zum Entnehmen gestapelt in ihm vorraetig gehaltenen, zum Abbinden von Gefaessen mittels eines Abbindegeraetes dienenden chirurgischen Fadens

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