DE959469C - Schaltungsanordnung fuer Gruppenauswahleinrichtungen mit Kreuzschienenschaltern in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Gruppenauswahleinrichtungen mit Kreuzschienenschaltern in Fernmelde-, insbesondere FernsprechanlagenInfo
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Description
AUSGEGEBEN AM 7. MÄRZ 1957
19742 Villa/siαΆ
(Frankreich)
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung für Gruppenauswahleinrichtungen mit
Kreuzschienenschaltern sowie Register- und Markierbetrieb in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen.
Es sind bereits Gruppenauswahleinrichtungen bekannt, bei welchen als Verbindungsorgane Kreuzschienenschalter
verwendet werden. Die Einstellinformationen werden hierbei von Registern bzw. Speichern aufgenommen und an zentral angeordnete
Markierer übergeben, welche die Einstellkennzeichnung für die Gruppenwahlstufe vornehmen.
Die Gruppenwahlstufe besteht bei derartigen Anlagen aus· einer Eingangs- und einer Ausgangsstufe,
zwischen welchen Mischbündel verlaufen. Die Register werden an das ankommende Ende
der Eingangsstufe bedarfsweise angeschaltet und übergeben die für die Gruppenwahlstufe notwendigen
Einstellinformationen auf einen jeweils einem Mehrfachschalter zugeordneten Empfänger,
welcher vom Register nur diejenigen Einstellkennzeichen übernimmt, die zur Einstellung des Eingangs-
und Ausgangsschalters der in Frage kommenden Gruppenwahlstufe notwendig sind. Die
Gruppenwahlstufe besteht bei größeren Ämtern aus einer Anzahl von Mehrfachschaltern, welche
der Eingangsstufe zugeordnet sind, und einer entsprechenden Zahl von weiteren Mehrfachschaltern,
welche die Ausgangsstufe bilden. Allen Mehrfachschaltern einer Eingangs- und Ausgangsstufe sind
ein oder mehrere Markierer gemeinsam zugeordnet, welche die Verbindungswege über die Eingangsund
Ausgangsstufe entsprechend der aufgenommenen Einstellinformationen kennzeichnen.
Da die Mehrfachschalter aus mehreren Einzelschaltern zusammengesetzt sind und eine gemeinsame
Einstelleinrichtung besitzen, kann in einer Zeiteinheit jeweils nur ein Einstellvorgang durchgeführt
werden, d. h., bei Vorliegen mehrerer Ein-Stellaufträge über einen Mehrfachschalter müssen
diese nacheinander erledigt werden.
Ordnet man einer Gruppenwahlstufe, welche eine Anzahl Mehrfachschalter enthält, einen gemeinsamen
Markierer zu, so besteht keine Gefahr, daß Doppelverbindungen entstehen können, da ein
Markierer immer einen Markiervorgang nach dem anderen durchführt. Der zentrale Markierer, welcher
die Einstellvorgänge für alle Mehrfachschalter einer Gruppenwahlstufe vorzunehmen hat, bedeutet
für die Herstellung der Verbindungen einen Engpaß, und es ist daher bei einem entsprechend starken
Anfall von Verbindungswünschen notwendig, nicht einen, sondern mehrere Markierer einer
Schaltstufe, in diesem Fall einer Gruppenwahlstufe, zuzuteilen. Wenn beispielsweise, zwei Markierer
gleichzeitig auf dieselbe Schaltstufe einwirken, besteht die Gefahr, daß Fehlverbindungen
hergestellt werden.
Um diese Mängel zu vermeiden, wird erfindungsgemäß eine Schaltungsanordnung in der Form vorgeschlagen,
daß bei Vorhandensein mehrerer Markierer, welche einer Gruppenwahlstufe zugeordnet
sind, diese nur dann gleichzeitig ihre Markieraufträge· absetzen, wenn die Verbindungen nicht über
■45 dieselben Mehrfachschalter verlaufen, und daß die Markierer Schaltmittel enthalten, welche beim
gleichzeitigen Vorliegen mehrerer Verbindungswünsche, die ganz oder teilweise über die gleichen
Mehrfachschalter verlaufen, für eine nacheinander erfolgende Absetzung der Markiervorgänge sorgen.
Die Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Fig. 1 bis 10 näher erläutert. Hierbei
zeigt
Fig. ι ein Prinzipschema einer Gruppenwahlstufe mit Eingangs- und Ausgangsschaltern sowie
Speichern, Empfängern und Markierern,
Fig. 2 ein Schaltschema für die Eingangsstufe, Fig. 3 ein Schaltschema für eine Aushilfsstufe,
Fig. 4 ein Schaltschema für einen Empfänger mit
Anschalterelais,
Fig. 5 ein Schaltschema für Verbindungen, welche zwischen den Fig. 2, 3, 4, 6, 7 und 8 verlaufen,
Fig. 6 und 7 ein Schaltschema für einen Markierer,
Fig. 8 ein Schaltschema für Umwege aus der Eingangsstufe,
Fig. 9 ein Prinzipschema für die Steuerung der Verbindung zwischen den Mehrfachschaltern,
Fig. 10 einen Übersichtsplan, wie die Fig. 2 bis 8 zusammengehören.
In Fig. ι ist der prinzipielle Aufbau einer Gruppenwahlstufe
gemäß der Erfindung dargestellt. Es sind vier Eingangsgruppen Bi, B 2, B3 und B4
vorgesehen, in welche die ankommenden Verbindungsleitungen JE 1 bis JE 4 hineinführen. Außerdem
sind zehn Ausgangsgruppen Si bis So vorhanden,
von welchen die abgehenden Verbindungsleitungen JSi bis JSo abgehen. Die Eingangsund
Ausgangsgruppen sind miteinander durch Mischbündel (z. B. /1.1) verbunden. Zur Kennzeichnung
der Verbindungsabschnitte über die Eingangs- und Ausgangsstufe werden die Markierer
Mi und M 2 verwendet, welche die Informationen
von den Empfängern Ri bis R 4 oder R'ι bis R'4
erhalten, nachdem letztere die Einstellinformationen von den entsprechenden Speichern Ei bis E4 erhalten
haben.
Der Markierer sorgt für die Kennzeichnung einer Verbindung einer ankommenden Leitung mit go
einer abgehenden. Jede Eingangsgruppe B1 bis B 4
besteht aus einer Anzahl vertikaler Einstellschalter, wie z. B. ai,bi, ei, di, ei, fi in der Eingangsgruppe B i. Gemäß der Anordnung in Fig. 1 wird
angenommen, daß zwei Rahmen in jeder Eingangsgruppe verwendet werden, und zwar- ein Hauptrahmen,
wie z.B. C1.1, und ein Aushilfsrahmen C ι. 2. Die horizontalen Leitungen innerhalb einer
Eingangsgruppe sind vielfachgeschaltet, und zwar beispielsweise vierzig solcher Leitungen, welche
zur Aufnahme der ankommenden Verbindungsleitungen dienen. Da die verwendeten Mehrfachschalter
zweiundfünfzig horizontale Leitungen, in diesem Fall Eingänge, besitzen, werden die restlichen
zwölf Eingänge für Aushilfsverbindungen über andere Eingangsgruppen verwendet. Die Eingangsstufen
mit vier Gruppen Bi bis B 4 dienen also zur Aufnaame von 40 X 4 = 160 ankommenden
Verbindungsleitungen. In jeder Eingangsgruppe ist nur eine ankommende Verbindungs-
leitung, nämlich JEi bis JE 4 dargestellt.
Jede Ausgangsgruppe besteht aus einer Anzahl vertikaler Einzelschalter, und die horizontalen
Ausgänge sind ebenfalls vielfachgeschaltet, wobei das Vielfache jeweils in der Mitte aufgeschnitten
ist, so daß die doppelte Anzahl von abgehenden Verbindungsleitungen JSi bis JSo erreicht wird.
In jeder Ausgangsgruppe dienen acht vertikale Einzelschalter, z.B. gi.hi, ii, kl, mi, ni, 01, für
die Ausgangsgruppe 6* 1 und die vertikalen Einzelschalter
mit dem Index 2 für die Ausgangsgruppe S2. Die übrigen Ausgangsgruppen sind in gleicher
Weise angeordnet. Es ist hierbei angenommen, daß zehn Ausgangsgruppen Si bis So in der
Weise verwendet werden, daß die Ausgangsstufe 10 X 52 = 520 abgehenden Verbindungsleitungen
dienen kann: Es ist jeweils nur eine von zweiundfünfzig abgehenden Leitungen dargestellt, und zwar
JSi bis JSo.
Die Eingangs- und Ausgangsgruppen sind durch interne Mischbündel miteinander verbunden. Jeweils
die ersten zwei vertikalen Einzelschalter einer Ausgangsgruppe, wie z.B. der Gruppe5"i,
sind über die Mischleitungen /1. ι mit den vertikalen
Einzelschaltern der Eingangsgruppe B ι zusammengeschaltet.
Die übrigen Mischleitungen verlaufen in entsprechender Weise. Bei anderen Verkehrsverhältnissen
ist die Anzahl der Eingangsund Ausgangsgruppen sowie die internen Mischbündel entsprechend zu modifizieren.
Die Funktion für die Einstellung einer solchen Gruppenwahlstufe verläuft im Prinzip folgendermaßen.
Die Register £1 bis E 4 dienen zur Aufnahme der Wahlstromstöße und geben die für die
jeweilige Verbindungsherstellung innerhalb der Gruppenwahlstufe notwendigen Einstellinformationen
auf den einer Eingangsgruppe zugeordneten Empfänger, wie z. B. Ri oder R' 1 in der Eingangsgruppe
Bi. Der Empfänger kennzeichnet an dem ihm zugeordneten Mehrfachschalter die ankommende
Verbindungsleitung und veranlaßt deren Anschaltung. Daraufhin gibt der Empfänger die
für die Gruppenwahlstufe notwendige Einstellinformation mit der Kennzeichnung der gewünschten
abgehenden Verbindungsleitung auf einen freien Markierer Mi oder M 2, welcher innerhalb
der Eingangs- und Ausgangsstufe die Kennzeichnung . und Durchschaltung der Verbindungsabschnitte zwischen der ankommenden rufenden
Verbindüngsleitung und der gewünschten abgehenden Verbindungsleitung vornimmt.
An Hand der Fig. 2 bis 10 werden nun die Einzelheiten
der Schaltfunktionen für eine Verbindungsherstellung über die Gruppenwahlstufe beschrieben,
wobei auf den Normalfall, in welchem nur ein Markierer wirksam ist, verzichtet wird,
und nur diejenigen kritischen Fälle beschrieben werden, wo zwei Markierer auf die Gruppenwahlstufe
einwirken. Wenn beispielsweise eine Ausgangsgruppe durch ein Relais MF1 (Fig. 7) ausgewählt
wurde, und ein zweiter Markierer eine Verbindung in einem Rahmen durchführen will,
welcher zur ausgewählten Ausgangsgruppe gehört, spricht das Relais MH (Fig. 7) an. Das Relais M1
kann nicht ansprechen, weil die Steuererde durch den Ruhekontakt mfi/4 im ersten Markierer und
in dem zweiten Markierer mit Ruhekontakt mf 1/4 oder m/2/4 abgetrennt ist. In diesem Fall spricht
das Verzögerungsrelais MJ (Fig. 7) über folgenden Stromkreis an:
Erde, Arbeitskontakt ma 9, Ruhekontakt mi.
Arbeitskontakt mh 3, obere Wicklung von Relais MJ und Batterie.
Dabei hält sich das Relais MJ über folgenden Stromkreis:
Erde, Arbeitskontakt ma 9, Ruhekontakt mk 1,
Arbeitskontakt m; 2, obere Wicklung von Relais MJ, Batterie.
Über seinen Ruhekontakt mj 3 öffnet es den Kurzschluß seiner unteren Wicklung, so daß es
ohne Verzögerung abfällt. Über seine Ruhekontakte, wie z. B. m.74 (Fig. 6), unterdrückt es
das Erdpotential für die Prüfrelais (z. B. MC 1 und MF1). Diese Relais sind abgefallen, und wenn alle
Relais, wie MF1, in Ruhe sind, spricht Relais MK
über folgenden Stromkreis an:
Erde (Fig. 7), Arbeitskontakt ma 10, die Kette
von Ruhekontakten m/i/i bis mf 0/1, Ruhekontakt
mh i, Arbeitskontakt mj 1, Relais MK,
Batterie.
Wenn alle Relais, wie MCi und MDi, abgefallen
sind, spricht das Relais MB (Fig. 6) über folgenden Stromkreis an:
Erde, Arbeitskontakt ma 4, die Kette von Ruhekontakten mc i/i, md i/i, mc4/1, md4.l1,
. Ruhekontakt me i, Relais MB, Batterie.
Da Relais ME abgefallen ist, öffnet es seine Arbeitskontakte me 2 und me 3 und veranlaßt den
Verteiler DiS einen Schritt weiterzuschalten. Die Relais MB und MX sprechen an, der Haltestromkreis
von Relais MJ (Fig. 7) wird durch die Ruhekontakte mb 7 und mk 1 geöffnet. Das Relais MJ
fällt ab und veranlaßt über seinen Folgeumschaltkontakt mj 1 das Wiederansprechen von Relais MG.
Der Ruhekontakt mj 4 öffnet wieder, und ein neuer Prüfvorgang kann eingeleitet werden, aber die Bevorzugung
der Ausgangsgruppen wird geändert. Wenn andere freie Verbindungsleitungen in der
gewünschten Gruppe in verschiedene Ausgangsgruppen fallen, wird eine Ausgangsgruppe ausgewählt.
Die Bevorzugung wird durch die Kette von Umschaltekontakten, wie z.B. mfiJ2, mf2/2 vorgenommen,
so daß die Weiterschaltung in der Bevorzugung in einen anderen Rahmen fällt.
Wenn die Ausgangsgruppe ausgewählt ist und wenn eine Mischleftung zwischen einer rufenden
Eingangsstufe zu dieser. Ausgangsstufe in den Aushilfsrahmen C ι. 2 der Eingangsgruppe fällt, spricht
das Relais MP (Fig. 6) beispielsweise über die Arbeitskontakte mfy/y, m/8/7, m/9/7, m/0/7 an.
In diesem Fall ist es vor der Durchschaltung notwendig, sicherzustellen, daß die Auswahlmagnete
dieses Aushilfsrahmens in Ruhelage sind und der zweite Markierer keine Verbindung in diesem Aushilfsrahmen
herzustellen wünscht. Wenn angenommen wird, daß das Relais MCi und folglich 2VCi
im zweiten Markierer angesprochen haben, wird das Relais N1 über folgenden Stromkreis erregt: ng
Erde (Fig. 6), Ruhekontakt nc 1/9, Ruhekontakt«^
i, LeitungSi zwischen dem zweiten und ersten Markierer, die Kette von Ruhekontakten,
wie z.B. wc2/9, mc3/9, mc4/9,
Arbeitskontakt mp 1, linke Wicklung des Relais
NI, Batterie.
Das Relais NI wird über Erdpotential am Arbeitskontakt ma 2 über seinen Arbeitskontakt
niy und seine rechte Wicklung gehalten. Die
Steuerung der Auswahlmagnete im Aushilfsrahmen erfolgt über folgenden Stromkreis:
Erde, Ruhekontakt αsx i, asy\ (Fig. 3), Ruhekontakte
ass τ/τ, ass20/1, sechs Ruhekontakte
asei/i bis aseo/i, Leitung 43 (Fig. 3, 5, 7),
Arbeitskontakte wc 1/6, mp2, «5, Relais NM,
Batterie.
Das Relais NM zieixi an und veranlaßt das Ansprechen
von Relais MW (Fig. 6) über folgenden Stromkreis:
Erde, Arbeitskontakte nmi und
Wicklung von Relais MW, Batterie.
linke
Das Relais MW hält sich über seine rechte
Wicklung über Kontakt ma 3 und seinen Arbeitekontakt
mw2>. Die Betätigung der Auswahlmagnete,
wie z. B. ASS, des Aushilfsrahmens geschieht über folgenden Stromkreis.
Erde, Arbeitskontakte mi 2, (Fig. 6), mn S,
mp4, mw2, Leitung 69 (Fig. 6 und 4), Kontakt
cp 2 des Verbindungsrelais, Leitung 3 (Fig. 4 und 2), Arbeitskontakt ex 4 und Kontakt
c ι der Kontaktgruppe CR1, Leitung 22
(Fig. 2 und 3), im Aushilfsrahmen des Magnets ASS, Batterie.
Der Umschaltemagnet, z. B. ASX, spricht in derselben Weise an,- bis die Bank ο der Kontaktgruppe
CR ι erreicht ist:
Kontakt c 2 dieser Gruppe CR1, Leitung 21
(Fig. 2 und 3), Magnet ASX, Batterie.
Wenn ein Umschaltemagnet und ein Auswahlmagnet des Aushilfsrahmens betätigt sind, spricht
das Steuerrelais NF im Markierer über folgenden Stromkreis an:
Erde, Arbeitskontakte as χ 2 und assiJ2
(Fig. 3), Leitung 41 (Fig. 3, S und 7), Arbeitskantakte
nc 1/4, mp 5, «i4, Relais NP, Batterie.
Es ist in diesem Zusammenhang noch zu erwähnen, daß jede Verbindung über einen Mehrfachschalter
über zwei Kontakte geführt wird, und zwar über einen Durchschalte- und einen Umschaltekontakt.
Ein Auswahlmagnet kennzeichnet immer zwei Kontakte, so daß durch einen zusätzliehen
Umschaltekontakt die Ausscheidung des jeweils gewünschten Kontakts vorgenommen werden
muß. Das Relais NM ist abgefallen, nachdem es seinen Ansprechstromkreis im Aushilfsrah'men geöffnet
hat, jedoch bleibt das Relais MW (Fig. 6) betätigt. In der Zwischenzeit bewirkt der Stromkreis
in der Ausgangsgruppe die Auswahl einer freien abgehenden Verbindungsleitung in der gewünschten
Richtung, und wenn die Umschalte- und Auswahlschienen in dieser Gruppe eingestellt sind,
spricht die Doppelprüfeinrichtung F an, und die Doppelprüfung wird wie vorher durch das Relais
MS, welches abgefallen ist und das Relais MT, das anspricht, wirksam. Die Durchschaltung kann nunmehr
stattfinden, wobei das Steuerrelais NR über folgenden Stromkreis anzieht:
Erde (Fig. 7), Arbeitskontakt ma 5, Arbeitskontakt mt 2, Ruhekontakt ms 1, Arbeitskontakte
mn S, mp6 und np 1, Relais NR, Batterie.
Das Relais NR legt mit seinem Arbeitskontakt nrz Erdpotential an die Ader t der gewählten internen
Verbindung, wodurch das Ansprechen der vertikalen Magnete PV und SV veranlaßt wird,
welche die Verbindung zwischen .der ankommenden und abgehenden Verbindungsleitung herstellt.
Das Minuspotential an der α-Ader der ankommenden Verbindungsleitung wird wieder zum Relais
MU geführt, welches anspricht und mit seinem Ruhekontakt nu 1 (Fig. 6) den Magnet CX der ankommenden
Verbindung zum Empfänger abschaltet. Die Freigabe des Empfängers und des Markierers
wird veranlaßt und desgleichen die Abschaltung des Umschalte- und Auswahlmagnets im
Aushilfsrahmen, wenn der Arbeitskontakt ex4
öffnet.
Wenn der Aushilfsrahmen in zwei Eingangsgruppen unterteilt ist, ist es vor einer Durchschaltung
innerhalb dieses Rahmens notwendig, festzustellen, daß der zweite Markierer in diesem Rahmen
nicht ebenfalls eine Verbindung herstellen will. Zu diesem Zweck wird die Verbindung χ zwischen
dem Relais NQ und dem Arbeitskontakt mp 7 (Fig. 6) hergestellt. Wenn somit das Relais MP
anspricht, zieht auch das Relais NQ an. Das Relais NQ öffnet mit seinen Kontakten nq 1 und nq 2
die Leitungen 81 und 83 (Fig. 6) zwischen dem Markierer M1 und dem Markierer M 2. Das Relais
MP spricht an, jedoch kann das Relais NJ nur ansprechen, wenn in dem zweiten Markierer das
Relais MP abgefallen ist oder, falls es ange- too sprachen hat, wenn die Relais NC 1 und NC 2 in
Ruhe sind, d. h. wenn der zweite Markierer nicht in dem Aushilfsrahmen wirksam ist, der in jeder
ersten Gruppe Zugang zu diesem Rahmen hat. Die Ausscheidung wird hierbei durch bekannte Kontaktanordnungen
getroffen.
Beim Auswahlvorgang für eine interne Zwischenverbindung
-von Eingangsgruppen zu Ausgangsgruppen, in welchen die gewünschte Verbindungsleitung
liegt, kann es vorkommen, daß no keine direkte Verbindung zwischen der rufenden
Eingangsgruppe und einer Ausgangsgruppe gefunden wird, die zu der gewünschten Richtung führt.
Die Relais, wie z. B. MC 1 und .MD 1, die der Eingangsgruppe
entsprechen und den Ruf zustand kennzeichnen, bleiben in Ruhe, und beispielsweise
ein Relais MC 4, welches einer anderen Eingangsruppe entspricht, zieht an. Die Eingangsgruppe
P 4 ist in Fig. 8 in vereinfachter Form dargestellt, wobei nur die für die gegenseitige Aushilfe notwendigen
Schaltelemente gezeigt sind. Die Auswahl einer Ausgangsgruppe erfolgt durch Relais
MC4 in der vorher beschriebenen Weise. Es zieht
hierbei ein Relais MFi an, welches gehalten wird
und das Ansprechen von Relais MH steuert. Wenn der zweite Markierer keine Verbindung in dem-
selben Ausgangsrahmen einzustellen hat, spricht das Relais MI nach Schließen des Arbeitskontaktes
mh2 (Fig. 7) an. Die Betätigung des Relais MC4
veranlaßt über den betätigten Arbeitskontakt 5 OTC4/5, ein ähnlicher Kontakt wie mcijs, die Betätigung
des Relais XCa1.. Sobald das Relais NE
anzieht, spricht das Relais MM über folgenden Stromkreis an:
Erde, Kontakte/» 8 (Fig. 4), Leitung 31 (Fig. 4
undo), Ruhekontaktncij 1, Ruhekontakt mm 1
im zweiten Markierer, Arbeitskontakt we 4, Wicklung von Relais MM, Batterie.
Das Relais MM jedes Markierers trennt gegenseitig die Ansprechstromkreise auf, so daß nur
eines dieser Relais wirksam werden kann. Zuerst wird angenommen, daß die ausgewählte Ausgangsgruppe
einer internen Verbindung entspricht, die in dem Hauptrahmen der Eingangsgruppe liegt,
die eine gegenseitige Aushilfe wünscht. In diesem Fall spricht das Relais MO über einen Arbeitskontakt,
wie z. B. m/1/7, an. In der die gegenseitige Aushilfe bewirkenden Eingangsgruppe spricht ein
Relais PF', welches die rufende Eingangsgruppe kennzeichnet, über folgenden Stromkreis an:
Erde, Arbeitskontakt mi6 (Fig. 6), Arbeitskontakt mm 2, Arbeitskontakt nc4/2, ähnlich
dem Kontakt nc 1/2, Leitung 38 (Fig. 6 und 4),
Kontakte/» 13, Leitung 18' (Fig. 4, 5, 3, 8), Relais
PF', Batterie.
In jeder Eingangsgruppe sind drei Relais PF vorhanden, deren Schaltfunktionen in Verbindung
mit Fig. 9 beschrieben werden.
Die Eingangsgruppen Pi, P2, P3 und P4 enthalten
jeweils drei Relais PF, entsprechend den anderen drei Gruppen, welche innerhalb der strichpunktierten
Rahmen dargestellt sind. Somit entspricht das Relais PF12 der Eingangsgruppe P1.
So bedeutet z. B. das Ansprechen eines Relais PF 24, daß die rufende Leitung in der Gruppe P 4
liegt und die Verbindung über die Gruppe P 2 hergestellt werden soll. In dem Markierer M1 zeigt
das Schließen des Kontaktes mm2 (Fig. 9) an, daß die Verbindung durch gegenseitige Aushilfe erfolgt
und daß einer der Kontakte nc 1/2, nc 2/2, nc 3/2,
nc 4/2 zum Ausdruck bringt, daß bei seinem An-
sprechen die ausgewählte Eingangsgruppe eine gegenseitige Aushilfe bewirkt. Die rufende Eingangsgruppe wird durch Betätigung von einem der vier
Verbindungsrelais (eines je Markierer und eines je Empfänger) gekennzeichnet. Es sind drei Kontakte
von jedem Verbindungsrelais je Eingangsgruppe dargestellt, und zwar cpi/13, c/»2/i3,
^3/13 und cp4/13. In Fig. 4 ist nur ein Kontakt
cp 13 für den Empfänger R 1 der Gruppe Pi dargestellt
und nur ein Relais PF' (Fig. 8). Das in Fig. 2 dargestellte Relais PP wird in dem besonderen
Beispiel einer Verbindungsherstellung nicht verwendet, und um die Zeichnung zu vereinfachen,
ist sein Steuerstromkreis durch das Rechteck ACP schematisch dargestellt. Das Ansprechen eines Relais
PF einer Eingangsgruppe ist dann klar gezeigt, und die Bedeutung des Vielfachzeichens 6 an
der Leitung 38 in Verbindung mit den Fig. 6 und 4 ist dann leicht verständlich. Die freien Aushilfsschalter
in der rufenden Eingangsgruppe führen Erdpotential an ihrer Leitung m über Ruhekontakt
ev 7 (Fig. 2). Dieses Erdpotential veranlaßt das Ansprechen des Relais PA' in derjenigen
Gruppe, welche eine Aushilfe wünscht (Fig. 8) über folgenden Stromkreis:
Erde, Ruhekontakt ev 7 (Fig. 2), Leitung m der Aushilfsverbindung (Fig. 2, 3, 8), Arbeitskontakt pf 1, Entkopplungswiderstand, Relais
PA', Batterie.
Die Auswahl einer Aushilfsleitung in der Eingangsstufe P 4, welche die gegenseitige Aushilfe
bewirkt (Fig. 8), geschieht mit Hilfe des Magnets PSE'. Ein Magnet PSE' und ein Umschaltemagnet,
wie z. B. PSX', werden betätigt, und die Steuerung in dieser Betätigung wird über folgenden
Stromkreis zu dem Markierer gesandt:
Erde, Ruhekontakt pd'1 und pe 1, Arbeitskontakt pse' 2, einer der sechs Kontakte pse' 2,
die parallel zu den entsprechenden zwölf Gruppen liegen, die für die Aushilfe gebraucht werden,
Leitung 15' (Fig. 8, 3, 5, 4), Leitung 35 (Fig. 4 und 6), Arbeitskontakt mm3, Relais
NJ, Batterie.
Hierbei spricht das Relais NJ an. In der rufenden Eingangsgruppe (Fig. 2) wird die Betätigung
des Auswahlmagnets PSS und des Umschaltmagnets PSX oder PSY entsprechend der Kontaktgruppe,
in welcher die ankommende Verbindungsleitung liegt, folgendermaßen bewirkt:
Zuerst spricht das Relais RH in dem Empfänger
über folgenden Stromkreis an:
l05 Erde, Arbeitskontakte mm 5 und mi 2, Leitung
33 (Fig. 6 und 4), Kontakt cp 10, Ruhekontakt rh' i, vom Relais RH' des zweiten Empfängers
i?'.1, Wicklung des Relais RH, Batterie.
Die Betätigung des Relais RH veranlaßt, wie die vorhergehende Betätigung des Relais RI, über
seinen Kontakt ri2 folgenden Stromkreis:
Erde (Fig. 6), Arbeitskontakte m/3 und mm4,
Leitung 62 (Fig. 6 und 4), Kontakte/» 3 des
Verbindungsrelais, Arbeitskontakt ri2, Leitung
4 (Fig. 4 und 2), Arbeitskontakt ex 5, Kontaktbank c' und Kontakt c' ι der Kontaktgruppe
Ci? i, Magnet PSS, Arbeitskontakt pe 2,
Kette von Ruhekontakten, wie pss 1 einerseits und Erdpotential an der Kontaktbank c' der
Koritaktgruppe er 1 andererseits, Leitung 5 (Fig. 2 und 4), Arbeitskontakt η 4 oder r/5
im Empfänger R1, Leitung 10 (Fig. 4 und 2), Umschaltemagnet PSX oder PSY, Batterie.
Die Steuerung der Schaltvorgärige wird zu dem
Markierer über folgenden Stromkreis gesandt:
Erde (Fig. 2), Ruhekontakte pd 1 und'^e 1,
Arbeitskontakte psx 2 und pss2, Leitung 14,
Arbeitskontakte ri 1 und rj2, Kontakt cpii
des Verbindungsrelais, Leitung 34 (Fig. 4 und 6), Relais NK, Batterie.
In der Zwischenzeit ist der Freiwahlvorgang zu einer abgehenden Verbindungsleitung in der gewählten
Gruppe durchgeführt worden, wobei eine Doppelprüfung durch Betätigung des Relais MT
und den Abfall von Relais MvS" (Fig. 7) durchgeführt
wurde. Die Verbindung kann somit hergestellt werden, und das Relais NR spricht über folgenden
Stromkreis an:
Erde (Fig. 7), Arbeitskontakt «05, Arbeitskontakt mi 2, Ruhekontakt ms τ, Arbeitskontakt
mm7, Arbeitskontakte nJ2, mos, Relais
NR, Batterie.
Nunmehr wird Erdpotential an die Leitung t der ausgewählten Zwischenverbindung über folgenden
Stromkreis angelegt:
Erde (Fig. 7), Arbeitskontakte mi4, nr2,
inf 1/6 und mc 4/4, ähnlich wie Kontakt mc 1/4,
und über die Leitung 47 (Fig. 7, 5 und 3).
Die vertikalen Magnete SV in der Ausgangsgruppe und PV (Fig. 8) in der Eingangsgruppe
arbeiten in vorher beschriebener Weise. Der Magnet SV verbindet eine Zwischenleitung mit der abgehenden
Verbindungsleitung und der Magnet PV die Zwischenleitung mit einer Aushilfsleitung. In
der Zwischenzeit wird Erdpotential von der Ader t zu der Ader t der Aushilfsleitung gelegt und zum
Magnet EV (Fig. 2), welcher über folgenden Stromkreis anspricht:
Erde (Fig. 2) an Leitung t der Zwischenverbindung, Leitung 75 (Fig. 8), Arbeitskontakt
pv', Leitung t (Fig. 8, 3 und 2), Ruhekontakt ev 2, untere Wicklung von Magnet EV, Batterie.
Letztere hält sich über Erdpotential an der Leitung t und über seinen Arbeitskontakt ev 1 mit
seinen beiden in Reihe liegenden Wicklungen. Der vertikale Schalter EV (Fig. 2) verbindet die Aushilfsleitung
mit der ankommenden Verbindungsleitung. Die Verbindung wird damit hergestellt und Batteriespannung an die Leitung α der ankommenden
Verbindungsleitung über folgenden Stromkreis angelegt:
Batterie (Fig. 2), Leitung α der ankommenden Verbindungsleitung, Kontaktbank α des Aushilf
sschalters EV (Fig. 2), Arbeitskontakt ez/3, Leitung α der Aushilfsleitung (Fig. 2, 3, 8),
Kontaktbank α des vertikalen Schalters PV (Fig. 8) in der Eingangsstufe, Arbeitskontakt
pv' 3, Leitung α der Zwischenverbindung (Fig. 8 und 3), Arbeitskontakt sv 3 des Schalters
SV in der Ausgangsgruppe, Kontaktbank α des Schalters SV, Kontakte der Bank
σι der Doppelprüfeinrichtung in der Ausgangsgruppe, Leitung 63, Arbeitskontakte y 5
und sb 1/7. Leitung 51 (Fig. 3, 5, 7), Relais
MU im Markierer, Erde.
Das Relais MU schaltet den vertikalen Magnet CX der ankommenden Verbindungsleitung zum
Empfänger ab und gibt den Markierstromkreis frei. Für den Fall, daß· keine direkten Zwischenverbindungen
von der rufenden Eingangsgruppe zu einer Ausgangsgruppe, die freie Leitungen in der
ausgewählten Gruppe enthält, vorhanden sind, wird die Zwischen verbindung zu dem Hilfsrahmen
der ausgewählten Eingangsgruppe geleitet, um eine Ornwegverbindung zu bewirken. Das Relais MP
spricht an Stelle des Relais NO an, wenn ein Auswahlrelais der Ausgangsgruppe, ζ. Β. MFy, über
den Arbeitskontakt m/7/7 (Fig. 6), angesprochen
hat. In diesem Fall wird die Auswahl eines Aushilfsschalters für die entsprechende Verbindung in
derselben Weise durchgeführt wie vorher, aber da der vertikale Magnet PV im Aushilfsrahmen liegt,
ist es notwendig, in diesem Rahmen die Umschalte- und Auswahlmagnete, wie z. B. ASE' und ASX'
(Fig. 8), zu betätigen, wodurch die entsprechende Kontaktgruppe der ausgewählten Aushilfsleitung
durchgeschaltet wird. Die Relais NC 4, MP und Λ7 haben angesprochen, da im Fall der Aushilfsverbindung
in dem Hauptrahmen der Stromkreis für die Steuerung derjenigen Elektromagnete, welche
die horizontalen Schienen im Aushilfsrahmen betätigen, über folgenden Stromkreis geschlossen
wird:
Erde (Fig. 3), Kette von Ruhekontakten asx' 1
bis ase'6/τ, Leitung 43' (Fig. 8 und 3), Leitung 43 (Fig. 3, 5 und 7), Arbeitskontakte
nc 4/6 ähnlich wie nc τ/6, mp-z und m'5, Relais
NM, Batterie.
Dieses Relais veranlaßt die Einschaltung des Relais MW (Fig. 6) über folgenden Stromkreis:
Erde, Arbeitskontakt nmx, Arbeitskontakt
m/>3, linke Wicklung von Relais MW, Batterie.
Wenn die Auswahl einer Gruppe entsprechend der gewählten Umwegleitung beendet ist, sprach
das Relais NJ an. Der Ansprechstromkreis der Steuermagnete der Aushilfsschienen wird damit
geschlossen:
Erde (Fig. 6), Arbeitskontakte nj 1, ni^, mn.'!,
mc 1/3, wc4/3 ähnlich wie mc 1/3, Leitung 19
(Fig. 7 und 4), Leitung 19' (Fig. 4,5,3 und 8),
Arbeitskontakt pse'2, Magnet ASE', Batterie für den Auswahlmagnet und Erde an Leitung
19', wie oben, Arbeitskontakt psx' 2, Magnet 1*5
ASX', Batterie für den Umschaltemagnet.
Die Steuerung dieser Schaltvorgänge wird zu dem Markierer über folgenden Stromkreis gesandt:
Erde (Fig. 3), Arbeitskontakt asx' 2, Arbeitskontakt wie ase' 1/2, Leitung4i' (Fig. 8 und 3),
Leitung 41 (Fig. 3, 5, 7), Arbeitskontakt mc 4/4 ähnlich wie nc 1/4., Kontakte mp 5, n%4, Relais
NP, Batterie.
Sobald das Relais JV/ anspricht, werden, wenn die Ausgangsgruppe ausgewählt ist, die Umschalte-
und Auswahlmagnete PSS und PSX, welche die Kontaktgruppe zu der rufenden ankommenden
Verbindungsleitung bestimmen, angeschaltet. Die Steuerung dieses Schaltvorgangs erfolgt in dem
Markierer durch Ansprechen des Relais NK.
Sobald das Relais MI angezogen hat, wird die Auswahl der Kontaktgruppe, welche einer freien
abgehenden Verbindungsleitung in der gewünschten Richtung entspricht, bewirkt. Die Steuerung
dieses Schaltvorgangs erfolgt durch Abfallen des Relais MS und durch Ansprechen des Doppelprüfrelais
MT. Die Durchschaltung kann alsdann vorgenommen
werden, und das Relais NR spricht über folgenden Stromkreis an:
Erde, Arbeitskontaktewas und mi2 (Fig. 7),
Ruhekontakt ms 1, Arbeitskontakte mm 6, mk 5,
w/3, mp6, npi, Relais NR, Batterie.
Das Relais- NR spricht in der vorher beschriebenen
Weise an und legt Erdpotential an die Leitung t der Zwischenverbindung. Wie in dem vorhergehenden
Fall, veranlaßt dieses Erdpotential das Ansprechen der vertikalen Magnete SV und PV
der Zwischenverbindung. Das Anziehen des Magnets PV sorgt für die Einschaltung des Magnets
EV des Aushilfsschalters. Die Durchschaltung erfolgt in derselben Weise wie vorher. Batteriespannung
an der Leitung α der ankommenden Verbindungsleitung wird zu dem Relais MU in dem
Markierer geführt, welches, wie oben beschrieben, den Abfall des Magnets EX veranlaßt, wodurch die
Verbindung zwischen der ankommenden Verbindungsleitung zum Empfänger aufgetrennt und der
Markierer freigegeben wird. Im Fall eines Aushilfsrahmens, welcher zweien Eingangsgruppen gemeinsam
zugeordnet ist, ist es notwendig, sicherzustellen, daß vor der Durchschaltung in diesem
Rahmen der andere Markierer in demselben Rahmen keine Verbindung herzustellen wünscht.
Wie bereits beschrieben wurde, wird nach der Auswahl einer freien abgehenden Verbindungsleitung in der gewünschten Richtung die Prüfung
dieser Verbindungsleitung dahingehend vorgenommen, daß festgestellt wird, daß sie in diesem
Augenblick nicht durch ein anderes Schaltelement zur Gruppenauswahl belegt ist. Diese Prüfung erfolgt
mit Hilfe der Relais MS und MT (Fig. 7), und wenn die Verbindungsleitung frei ist, fällt Relais
MS ab, und Relais MT spricht an. Im umgekehrten Fall, d. h. wenn diese Verbindungsleitung
zu diesem Zeitpunkt durch einen anderen Gruppenwähler belegt ist, kann das Relais MS nicht abfallen
und veranlaßt das Ansprechen des Verzögerungsrelais MJ über folgenden Stromkreis:
Erde, Kontakt y 3 (Fig. 3), Arbeitskontakt sbi/8, Leitung 52 (Fig. 3, 5, 7), Ruhekontakt
ms 2, obere Wicklung von Relais MJ, Batterie.
Das Relais MJ hält sich über seinen eigenen Kontakt mj 2, und durch Öffnen seines Ruhekontaktes
mJ4 sorgt es für eine neue Prüfung einer internen Verbindung. Diese Prüfung wird wirksam,
nachdem der Verteiler DIS (Fig. 7) weitergeschaltet hat, um die Bevorzugung der zweiten Gruppe
zu variieren. Wenn alle internen Verbindungsleitungen, die für die Durchschaltung in Frage
kommen, besetzt sind, spricht das Relais MQ (Fig. 6) an. Sobald der Markierer durch die Anschalteeinrichtung
CP belegt ist, spricht das Relais MA an und schließt den Ansprechstromkreis
für das Relais MB, welches wiederum den Ansprechstromkreis des Relais MQ über seinen Kontakt
mb abschließt. Das Relais MQ, dessen untere Wicklung durch seinen Kontakt mq 1 kurzgeschlossen
ist, spricht nicht sofort an. Wenn alle abgehenden Verbindungsleitungen in der gewünschten
Richtung besetzt sind, kann das Relais SA nicht ansprechen, so daß die Relais, wie MCi,
MDi .. .MC4 und MD4, ebenfalls nicht ansprechen
können. Das Relais MB bleibt dann angezogen, so daß das Relais MQ nach einer bestimmten
Verzögerungszeit anzieht, welche die Unmöglichkeit für die Umleitung eines Rufes kennzeichnet.
Wenn die freie abgehende Verbindungsleitung in der gewünschten Richtung mit der Ausgangsgruppe
verbunden wird, deren interne Zwischenleitungen alle besetzt sind, zieht das entsprechende
Relais SA (Fig. 3) an, kann aber den Stromkreis für die Relais, wie z. B. MC 1, MD1, MC4, MD 4,
welche durch Ruhekontakte, wie z. B. sv6, pv6,
der Magnete der vertikalen Schalter, wie z. B. SV und PV, geöffnet sind, nicht schließen.
Der vorher beschriebene Schaltvorgang für die Betätigung des Relais MQ tritt wieder auf.
Wenn die internen Verbindungen, welche zu den Ausgangsgruppen führen und für die Verbindungsherstellung
geeignet wären, mit den. Eingangsgruppen anderer als der rufenden Gruppe verbunden
sind und wenn alle Aushilfsschalter ebenfalls besetzt sind, spricht Relais MQ über folgenden
Stromkreis an:
Erde, Kette von Arbeitskontakten, wie z. B. ev 6 (Fig.. 2), von allen Aushilfsschaltern der
rufenden Eingangsgruppe, Leitung 17 (Fig. 2 U5
und 4), Arbeitskontakt cpi 2 der Anschalteeinrichtung,
Leitung 37 (Fig. 4 und 6), Arbeitskontakt mm6, obere Wicklung von Relais MQ, Batterie.
Weiterhin sind gemeinsame Schaltmittel für die abgehenden Verbindungsleitungen derselben Richtung
vorgesehen, um das Besetztsein aller Verbindungsleitungen dieser Richtung anzuzeigen. Diese
Schaltmittel sind schematisch durch den Kontakt 12g GJS ι (Fig. 3 a) dargestellt. Die Vielfachzeichen
bedeuten, daß die Leitung ei mit allen Elementen
für die Gruppenauswahl in derselben Weise wie die Verbindungen JSE vielfachgeschaltet sind.
Wenn alle Verbindungsleitungen der gewünschten Gruppe besetzt sind und die gewünschte Gruppe
keinen Spitzenverkehr aufweist, spricht das Relais NC im Markierer (Fig. 7) über folgenden
Stromkreis an:
Erde, Kontakt GJS1 (Fig. 3), Rangierleitung; 1
des Verteilerrahmens RP1, Kontakt swi2, Leitung
53 (Fig. 3, 5 und 7), Relais NZ, Batterie.
Wenn die gewünschte Richtung Spitzenverkehr zu tragen hat, wird die Rangierleitung ;'■ 2 an Stelle
der Rangierleitung; 1 angeschlossen, und das Relais
NY zieht an Stelle von Relais NZ über folgenden Stromkreis an:
Erde, Kontakt gjs 1 (Fig. 3), Rangier leitung; 2,
Arbeitskontakt sm3, Leitung 73 (Fig. 3, 5 und 7), Relais NY, Batterie.
Wenn das Relais NY angesprochen hat, wird das Kennzeichen für den Spitzenverkehr zu der rufen
den Verbindungsleitung gesendet, und zwar vom Stromkreis II, Arbeitskontakt nyi, Leitung 74
(Fig. 6 und 4), Arbeitskontakte cpi$ und ry6, Leitung
2 (Fig. 4 und 2), Arbeitskontakt ex3, Kontaktbank
b der Kontaktgruppe er 1, Leitung b der
ankommenden Verbindungsleitung. Für den Fall, daß alle Verbindungsleitungen in der gewünschten
Richtung besetzt sind und diese Richtung keinen Spitzenverkehr aufweist, spricht das Relais NZ an
und legt über seinen Kontakt ns 1 an die Leitung b der ankommenden Verbindungsleitung ein Signal,
welches vom Generator II erzeugt wird. Dasselbe tritt in dem Fall auf, wenn das Relais MQ betätigt
ist und anzeigt, daß die Zwischenverbindungen blockiert sind. Dies ist dann der Fall, wenn die
Relais NZ und NY in Ruhe bleiben. In diesem Fall wird ebenfalls ein Signal vom Stromkreis II ausgesandt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Schaltungsanordnung für Gruppenauswahleinrichtungen mit Kreuzschienenschaltern als Verbindungsorgane sowie Register- und Markierbetrieb in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß bei Vorhandensein mehrerer Markierer (M 1 und M 2 in Fig. 1), welche einer Gruppenwahlstufe so zugeordnet sind, diese nur dann gleichzeitig ihre Markieraufträge absetzen, wenn die Verbindungen nicht über dieselben Mehrfachschalter verlaufen, und daß die Markierer Schaltmittel (MM Fig. 6) enthalten, welche beim gleichzeitigen Vorliegen mehrerer Verbindungswünsche, welche ganz oder teilweise über die gleichen Mehrfachschalter verlaufen, für eine nacheinander erfolgende Absetzung der Markiervorgänge sorgen.Hierzu 7 Blatt Zeichnungen·© 609 617/191 8.56 (609 833 2.57)
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
FR959469X | 1954-02-02 |
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ID=9487833
Family Applications (1)
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CH (2) | CH333740A (de) |
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FR (2) | FR1101793A (de) |
NL (1) | NL240173A (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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DE1036933B (de) * | 1957-01-14 | 1958-08-21 | Siemens Ag | Schaltungsanordnung zur Vermeidung von Doppelverbindungen in Koordinatenwaehlern |
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NL272353A (de) * | 1960-12-21 |
Family Cites Families (6)
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- NL NL240173D patent/NL240173A/xx unknown
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- 1954-04-01 FR FR66374D patent/FR66374E/fr not_active Expired
-
1955
- 1955-02-01 US US485555A patent/US2913534A/en not_active Expired - Lifetime
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- 1955-02-03 DE DEI9742A patent/DE959469C/de not_active Expired
- 1955-07-15 CH CH354122D patent/CH354122A/fr unknown
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FR66374E (fr) | 1957-02-11 |
CH333740A (fr) | 1958-10-31 |
FR1101793A (fr) | 1955-10-11 |
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CH354122A (fr) | 1961-05-15 |
US2913534A (en) | 1959-11-17 |
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