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Fernrohrkappe Die Erfindung betrifft Fernrohrkappen, insbesondere
für Zielfernrohre, welche zum Schutz der Linsen gegen Regen, Schnee, direkte Sonneneinstrahlung
und Staub auf die Enden des Fernrohres aufgesetzt werden.
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Es sind Zielfernrohrkappen bekannt, bei denen zwei Lederkappen, die
durch Lederriemen miteinander verbunden sind, auf die Zielfernrohrenden aufgesetzt
und durch Verdrehen einer Lederkappe die Lederriemen um das Zielfernrohr gewickelt
und die Lederkappen fest auf die Zielfernrohrenden gezogen werden. Diese Kappen
bieten aber keinen staub- und wasserdichten Schutz. Wenn sich eine Kappe verdreht,
besteht die Gefahr, daß infolge des Lockerwerdens der Lederriemen die Kappen vom
Zielfernrohr abfallen und verlorengehen. Ferner besitzen diese Zielfernrohrkappen
den Nachteil, daß das Aufsetzen und Abnehmen umständlich und zeitraubend ist, so
daß in Fällen, in denen eine schnelle und plötzliche Bereitschaft erforderlich ist,
auf den Schutz des Zielfernrohres durch die Kappen verzichtet und das Zielfernrohr
den Witterungseinflüssen ausgesetzt werden muß.
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Um das Auge vor Verletzungen durch. den Rückschlag der Waffe beim
Schuß zu schützen, werden Zielfernrohre derart eingestellt, daß sich das Auge in
einem gewissen Abstand vom Einblickende befindet. Es sind elastische Rohrstücke
aus Gummi
bekannt, welche auf das Einblickende des Zielfenirohres
aufgesetzt werden, den Abstand bis zum Auge überbrücken und des Nachts sowie bei
seitlichem Lichteinfall am Tage ein besseres Zielen ermöglichen. Ein weiterer Nachteil
der vorgenaziiii:en Zielfernrohrkappen besteht nun darin, daß das elastische Rohrstück
vor dem Aufsetzen der Ziclfernrohrkappen jedesmal abgenommen werden in#zß.
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Die vorgenannten Nachteile werden bei der Fernrohrkappe gemäß der
Erfindung in erster Linie dadurch vermieden, daß die auf die Fernrohrenden aufzusetzenden
Teile aus elastischem Werkstoff, z. B. Gummi, bestehen und mit Bohrungen aufweisenden
Ansätzen versehen sind, durch die eine die beiden Teile miteinander verbindende
elastische Schnur hindurchgeführt ist. Die Fernrohrkappe gemäß der Erfindung ist
einfach und billig in der Herstellung, gewährleistet eine einwandfreie Abdichtung
der Fernrohrenden und ist leicht und schnell abzunehmen.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird der auf das vordere Ende
des Fernrohres aufzusetzende Teil der Fernrohrkappe als Blindkappe, der andere,
auf das Einblickende aufzusetzendeTeil, als offenes elastisches Rohrstück ausgebildet.
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Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung des
Ausführungsbeispieles und der Zeichnung.
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In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel der Fernrohrkappe gemäß
der Erfindung eine Zielfernrohrkappe dargestellt, und zwar zeigt Fig. i ein Zielfernrohr
mit der aufgesetzten Zielfernrohrkappe in Seitenansicht, Fig. 2 die Zielfernrohrkappe
im Schnitt, Fig.3 die die auf die Zielfernrohrenden aufzxisetzenden Teile verbindende
elastische Schnur in Aufsicht, Fig. 4 das in Fig. i links dargestellte, auf das
Zielfernrohr aufzusetzende Teil in der Stellung, in der es mit der elastischen Schnur
verbunden wird.
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Die Zielfernrohrkappe besteht aus den beiden auf die Enden des Zielfernrohres
i aufzusetzenden Teilen 2 und 3 aus Gummi, die durch eine elastische Gummischnur
4 miteinander verbunden sind, welche an beiden Seiten des Zielfernrohres i entlangläuft
(Fig. i).
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Das Teile ist als elastisches Rohrstück ausgebildet und besteht aus
einem steiferen Stutzen 5 von dickerer Wandstärke, welcher auf das Einblickende
des- Zielfernrohres aufgeschoben wird, und aus dünnwandigen Falten 6, einem dünnwandigen
Stutzen 7 und dünnwandigen Falten 8 (Fig. i und 2-).
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Das Teil 3 ist als Blindkappe ausgebildet und auf der Unterseite mit
einem Schlitz 9 versehen, in den die Halterung io für die vordere Befestigungsklaue
zur Befestigung des Zielfernrohres auf dem Gewehrlauf hineinragt. Auf der Oberseite
der Blindkappe 3 ist ebenfalls ein Schlitz 9 angebracht, so daß die Kappe auch um
i8o° verdreht auf das Zielfernrohr aufgesetzt werden kann. Der das Zielfernrohrende
umgebende Mantel der Blindkappe 3 ist mit einem Ansatz i i versehen. Greift man
beim Abnehmen der Kappe mit einem Finger hinter den Ansatz i i, so hebt sich der
Mantel der Blindkappe vom Zielfernrohr ab, und es. kann Luft in die Kappe eintreten,
wodurch ein leichtes Abstreifen der Kappe erreicht wird (Fig. i und 2).
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Die Stirnwand der Blindkappe 3 und der Außenmantel des Rohrstückes
2 sind mit rohrförmigen Ansätzen 12 versehen, die zur Aufnahme der Gummischnur 4
dienen. Das Innenprofil der Ansätze ist dem Querschnittsprofil der Schnur angepaßt
(Fig. i und 2). Zum Zusammensetzen der einzelnen Teile der Zielfernrohrkappe werden
die rohrförmigen Ansätze 12 in ihrer Längsrichtung aufgeschnitten. Drückt man nun
die Blindkappe 3, wie in Fig. 4 dargestellt, zusammen, so öffnet sich der rohrförmige
Ansatz 12, und die, Gummischnur4 kann in ihn eingelegt werden. Entsprechend wird
die Gummischnur 4 auch in die rohrförmigen Ansätze 12 des Rohrstückes 2 gelegt.
Die Schnittflächen der Ansätze 12, werden mit einem Klebstoff bestrichen und wieder
geschlossen. Durch die Eigenspannung des Rohrstückes 2 bzw. der Blindkappe 3 werden
die Schnittflächen der Ansätze 12 fest aufeinander gedrückt und dadurch ein gutes
Verkleben gewährleistet.
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Man kann auch die Innenflächen der rohrförmigen Ansätze i2 mit Klebstoff
bestreichen, so daß die Gummischnur fest in die Ansätze eingeklebt wird.
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Die U-förmige Gummischnur 4 ist an ihren Enden mit Verdickungen
13 versehen, so daß sie sich nicht aus den Ansätzen i2 des Rohrstückes 2
herausziehen kann (Fig. i und 3). Die beiden seitlich des Zielfernrohres i verlaufenden
Stränge der Gummischnur 4 sind durch zwei Gummistränge 14, 15 miteinander verbunden
(Fig.3), zwischen die das Zielfernrohr hindurchgeschoben wird, so daß sie als Ringschnur
um das Fernrohr herumliegen. Wird nun die Blindkappe 3 vom Zielfernrohr abgezogen,
so legt sie sich oben auf das Zielfernrohrende, ohne störend am Zielfernrohr herabzuhängen.
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Wenn statt des Rohrstückes 2 eine. zweite Blindkappe 3 verwendet wird,
kann die Gummischnur 4 als Ringschnur ausgebildet und mit einem zweiten Paar Stränge
14, 15 versehen werden.
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Die erfindungsgemäße Ausbildung der Zielfe:nrohrkappe gestattet es,
diese in einfachster und billigster Weise derart herzustellen, daß die auf das Zielfernrohr
aufzusetzenden Teile für sich hergestellt werden mit rohrförmigen Ansätzen i2 für
die Aufnahme der Verbindungsschnur 4, wobei das Innenprofil der Ansätze dem Querschnittsprofil
der Schnur wenigstens annähernd entspricht, daß ctie Verbindungsschnur ebenfalls
für sich hergestellt wird, daß danach die Ansätze in Längsrichtung aufgeschlitzt
werden, die Schnur in die Ansätze eingelegt wird und schließlich vorzugsweise die
Schlitzfuge mit einem Klebstoff wieder geschlossen wird.