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DE944528C - Verfahren zum Haltbarmachen von tierischen eiweisshaltigen Stoffen, insbesondere vonSeefischen - Google Patents

Verfahren zum Haltbarmachen von tierischen eiweisshaltigen Stoffen, insbesondere vonSeefischen

Info

Publication number
DE944528C
DE944528C DEB13100D DEB0013100D DE944528C DE 944528 C DE944528 C DE 944528C DE B13100 D DEB13100 D DE B13100D DE B0013100 D DEB0013100 D DE B0013100D DE 944528 C DE944528 C DE 944528C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
urea
sea fish
derivatives
animal protein
containing substances
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB13100D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Karl Brandt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEB13100D priority Critical patent/DE944528C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE944528C publication Critical patent/DE944528C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B4/00Preservation of meat, sausages, fish or fish products
    • A23B4/06Freezing; Subsequent thawing; Cooling
    • A23B4/08Freezing; Subsequent thawing; Cooling with addition of chemicals or treatment with chemicals before or during cooling, e.g. in the form of an ice coating or frozen block
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B4/00Preservation of meat, sausages, fish or fish products
    • A23B4/14Preserving with chemicals not covered by groups A23B4/02 or A23B4/12
    • A23B4/18Preserving with chemicals not covered by groups A23B4/02 or A23B4/12 in the form of liquids or solids
    • A23B4/20Organic compounds; Microorganisms; Enzymes

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Food Preservation Except Freezing, Refrigeration, And Drying (AREA)

Description

  • Verfahren zum Haltbarmachen von tierischen eiweißhaltigen Stoffen, insbesondere von Seefischen Zum Haltbarmachen von tierischen eiweißhaltigen Stoffen, insbesondere von Seefischen, wurden schon die verschiedensten konservierend wirkenden Substanzen verwendet, die gasförmig, in fester Form, in Lösung oder auch. als Zusatzmittel zu Eis in Anwendung gebracht werden sollten. Unter anderem sind Calciumhypochlorid, Borsäure und Wasserstoffperoxyd als Konservierungsmittel bekannt. Mit allen diesen Stoffen hat sich kein annähernd befriedigender Erfolg erzielen lassen.
  • Erwünscht erscheint der Fachwelt für eine rationelle Ausübung bzw. einen ausreichenden' Aktionsradius der Hochseefischerei eine Haltbarkeit der in Eis gelagerten Seefische vorn q. Wochen. Nach dem bisherigen Stand der Technik beträgt diese Haltbarkeit in Wassereis aber nur etwa 8 Tage. Bei den bisherigen bekanntgewordenen Verfahren ist die Haltbarkeit der Seefische also ungenügend; dabei erleiden die Stoffe innerhalb yr genannten Haltbarkeitsdauer bereits Veränderungen in der Beschaffenheit, die den Gebrauchswert mindern. Ähnliches gilt entsprechend für andere leicht verderbliche tierische Erzeugnisse. Schließlich scheiden die noch am besten geeigneten Stoffe, wenn nicht auf Grund hoher Gestehungskosten oder technisch schwieriger Handhabung, so vor allem wegen ihnen anhaftender bedenklicher gesundheitlicher Wirkungen aus.
  • Es wurde nun gefunden, daß man eiweißhaltige tierische Stoffe, insbesondere die schwierig haltbar zu machenden Seefische, die volkswirtschaftlich besonders wichtig sind, in befriedigender Weise gegen Verderbnis schützen kann, wenn man als Konservierungsmittel Harnstoff oder dessen Derivate in geringer Menge von o,oi bis 3% zusetzt.
  • Es ist zwar auf angrenzendem Gebiet bekannt, Harnstoff, z. B. bei der Fütterung von Wiederkäuern, als Eiweißersatz anzuwenden,. Ebenfalls. wurde Harnstoff zu dem unzulässigen und als Lebensmittelfälschung geltenden Zweck, bei Wurst einen höheren Stickstoff- und somit Eiweißgehalt vorzutäuschen, verwandt. In der Medizin dienen Harnstoff und sowohl einfachere als auch kompliziertere Harnstoff-Derivate als Diuretica, Analgetica, Antirheumatica, Sedativa und Hypnotica. Außerdem ist in der Medizin die Verwendung von Harnstoff als wundreinigendes Mittel bekannt, wobei wirkliche Keimabtötung erst ab Konzentrationen von 300/0 erfolgen.soll. Aus diesen Veröffentlichungen geht in bezug auf die vorliegende Erfindung nur die physiologische Verträglichkeit von Harnstoff und Harnstoff-Derivaten hervor. Die Feststellung einer konservierenden Wirkung .geringer Harnstoffmengen ist neu und im Hinblick darauf, daß Harnstoff zu den am längsten bekannten und bestuntersuchten organischen Verbindungen zählt, außerordentlich überraschend.
  • Zur Erzielung der erfindungsgemäßen Frischhaltungswirkung führt man dem tierischen eiweißhaltigen Stoff, etwa Fisch, das Harnstoffprodukt z. B. durch Bestreuen, Besprühen oder Tauchen, -in fester oder gelöster Form zu. Mit Anwendung von i bis 2% Harnstoff, auf das Eiweißprodukt bezogen, bewirkt man auf diesem Wege bereits bei gewöhnlicher Temperatur eine erheblich verbesserte Haltbarkeit. Wird das behandelte Gut gleichzeitig bei tiefer Temperatur gelagert, so kann noch eine wesentliche Verlängerung der Frischlhältungsdauer erzielt werden.
  • Ähnlich wie Harnstoff wirken auch die Harnstoff-Derivate, welche die für vorliegenden Anwendungszweck erforderliche Verträglichkeit besitzen. Harnstoff-Derivate sind bereite in wesentlich geringeren Anwendungskonzentrationen wirksam, so daß der Nachteil höherer Gestehungskosten weitgehend ausgeglichen werden kann. Die Harnstoff-Derivate unterliegen nicht so leicht einer unter Ammoniak-Entwicklung verlaufenden Aufspaltung, welche -bei Harnstoff nach zu langer Konservierungsdauer eintreten, kann.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird Harnstoff und/oder Harnstoff-Derivat in der Weise zur Anwendung gebracht, daß das Frischhaltungsmittel dem zur gleichzeitigen Kühlhaltung dienenden Eis direkt beigemengt wird, und zwar am vorteilhaftesten schon bei seiner Herstellung. Um ein möglichst homogenes. Gefrieren der wäßrigen Lösungen zu begünstigen, sind hierbei möglichst hohe Gefriergeschwindigkeiten anzuwenden. -Ein besonderer Vorteil der gleichzeitigen Anwendung tieferer Temperatur bzw..der Anwendung von »Harnstoffeis« liegt auch darin, daß die Frischhaltungsmittcl'mengen erheblich reduziert werden können.
  • Zur vollständigeren Erhaltung einer unveränderten Beschaffenheit von Seefischen kann, den angewandten Harnstoff-Lösungen bzw. dem »Harnstoffeis« ein kleiner Salzzusatz beigefügt werden, dessen Zusammensetzung und. Menge auf die im tierischen Gewebe vorhandenen Salve abgestimmt ist und deren Ausspülung ausgleicht.
  • Es kann in besonderen Fällen auch zweckmäßig sein, Harnstoffe in Verbindung mit bekannten Konservierungsmitteln, wie Borsäure, Hexamethylentetramin u. dgl., anzuwenden, um die spezifischen Wirkungen zu ergänzen, wobei die anzuwendenden Mengen Harnstoffprodukt entsprechend reduziert werden können.
  • Mit Harnstoffen unter gleichzeitiger Kälteanwendung behandeltes Material weist überraschend verbesserte Haltbarkeit auf; Aussehen und Geschmack bleiben selbst bei so empfindlichen Produkten wie Seefischen über längere Zeit unverändert.
  • Wesentliche Voraussetzung für die Benutzung von Harnstoffen als Frisch-haltungsmittel ist neben der ausreichenden .geschmacklichen Indifferenz die Zuträglichkeit derartiger körperverwandter Stoffe für den menschlichen Organismus, die jedenfalls für dlie .gemäß der Erfindung in Betracht zu ziehenden Stoffe und Stoffmengen außer Frage steht. Durch vorgenommene Untersuchungen sind die Mengen Harnstoff, die in den gemäß der Erfindung mit. »Harnstoffeis« behandelten Seefischen nach deren üblicher Herrichtung und Zubereitung zurückbleiben, als sehr gering festgestellt worden.
  • Die durch die Erfindung auch bei empfindlichem Material, wie Seefischen, ermöglichte längere Frischhaltung stellt auf diesem schwierigen Gebiet einen erheblichen Fortschritt dar.
  • Beispiel Zur Frischhaltung von Seefischen wird ein Eis benutzt; welches durch Gefrieren einer 3%igen Harnstoff-Lösung gewonnen wird. Die Seefische verbleiben unter der Einwirkung dieses »Harnstoffeises« bis zu q. Wochen in genießbarem Zustand; d. h. 3 Wochen länger als mit gewöhnlichem Eis.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Haltbarmachen von tierischen eiweißhaltigen Stoffen, insbesondere von Seefischen, dadurch ,gekennzeichnet, d'aß den zu konservierenden Produkten Harnstoff und/oder dessen- physiologisch verträgliche Derivate in Mengen von o,oi bis 3% in fester oder gelöster Form gleichmäßig verteilt zugeführt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig unter Kälteanwendung gelagert wird, und zwar vorzugsweise in der Form, daß eine wäßrige Lösung von Harnstoff und/oder Harnstoff-Derivat in gefrorenem Zustand als »Harnstoffeis«, mit welchem das Frischhaltungsgut in gleichmäßige enge Berührung gebracht wird, als Frischhaltungsmittel dient.
  3. 3.Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß neben Harnstoff und/oder Harnstoff-Derivaten noch in geringer Menge ein Salzgemisch von solcher Zusammensetzung angewandt wird, daß die im Frischhaltungsgut vorhandenen Salze nach Art und Menge erhalten bleiben. q.. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, dä.ß zusammen mit Harnstoff und/oder dessen Derivaten andere bekannte Konservierungsmittel in Anwendung gebracht werden.
DEB13100D 1937-10-01 1937-10-01 Verfahren zum Haltbarmachen von tierischen eiweisshaltigen Stoffen, insbesondere vonSeefischen Expired DE944528C (de)

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DE944528C true DE944528C (de) 1956-06-14

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