DE9416319U1 - Kanalsystem - Google Patents
KanalsystemInfo
- Publication number
- DE9416319U1 DE9416319U1 DE9416319U DE9416319U DE9416319U1 DE 9416319 U1 DE9416319 U1 DE 9416319U1 DE 9416319 U DE9416319 U DE 9416319U DE 9416319 U DE9416319 U DE 9416319U DE 9416319 U1 DE9416319 U1 DE 9416319U1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- channel system
- liquid
- permeable
- water
- cable
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 239000004033 plastic Substances 0.000 claims description 16
- 229920003023 plastic Polymers 0.000 claims description 16
- 238000007689 inspection Methods 0.000 claims description 3
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 3
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 18
- 239000000463 material Substances 0.000 description 13
- 239000010410 layer Substances 0.000 description 7
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 6
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 6
- 239000002352 surface water Substances 0.000 description 6
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 5
- 239000004576 sand Substances 0.000 description 5
- -1 polyethylene Polymers 0.000 description 4
- 239000002689 soil Substances 0.000 description 4
- 239000004793 Polystyrene Substances 0.000 description 3
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 3
- 229920001169 thermoplastic Polymers 0.000 description 3
- 239000004416 thermosoftening plastic Substances 0.000 description 3
- 239000004698 Polyethylene Substances 0.000 description 2
- 101150114468 TUB1 gene Proteins 0.000 description 2
- 239000011888 foil Substances 0.000 description 2
- 238000009434 installation Methods 0.000 description 2
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 2
- 238000000465 moulding Methods 0.000 description 2
- 229920000573 polyethylene Polymers 0.000 description 2
- 229920002223 polystyrene Polymers 0.000 description 2
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 description 2
- 239000004575 stone Substances 0.000 description 2
- 238000011179 visual inspection Methods 0.000 description 2
- 239000004743 Polypropylene Substances 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 239000004927 clay Substances 0.000 description 1
- 230000000295 complement effect Effects 0.000 description 1
- 230000007797 corrosion Effects 0.000 description 1
- 238000005260 corrosion Methods 0.000 description 1
- 230000006378 damage Effects 0.000 description 1
- 230000003247 decreasing effect Effects 0.000 description 1
- 239000000835 fiber Substances 0.000 description 1
- 239000003365 glass fiber Substances 0.000 description 1
- 239000008187 granular material Substances 0.000 description 1
- 239000003673 groundwater Substances 0.000 description 1
- 238000001746 injection moulding Methods 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 229920000728 polyester Polymers 0.000 description 1
- 229920001155 polypropylene Polymers 0.000 description 1
- 229920002689 polyvinyl acetate Polymers 0.000 description 1
- 239000011118 polyvinyl acetate Substances 0.000 description 1
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 description 1
- 239000011241 protective layer Substances 0.000 description 1
- 238000007127 saponification reaction Methods 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 239000000243 solution Substances 0.000 description 1
- 125000006850 spacer group Chemical group 0.000 description 1
- 229920003002 synthetic resin Polymers 0.000 description 1
- 239000000057 synthetic resin Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E03—WATER SUPPLY; SEWERAGE
- E03F—SEWERS; CESSPOOLS
- E03F5/00—Sewerage structures
- E03F5/02—Manhole shafts or other inspection chambers; Snow-filling openings; accessories
- E03F5/022—Partitioned to allow more than one medium to flow through
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02B—HYDRAULIC ENGINEERING
- E02B11/00—Drainage of soil, e.g. for agricultural purposes
- E02B11/005—Drainage conduits
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E03—WATER SUPPLY; SEWERAGE
- E03F—SEWERS; CESSPOOLS
- E03F3/00—Sewer pipe-line systems
- E03F3/04—Pipes or fittings specially adapted to sewers
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02G—INSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
- H02G9/00—Installations of electric cables or lines in or on the ground or water
- H02G9/04—Installations of electric cables or lines in or on the ground or water in surface ducts; Ducts or covers therefor
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Hydrology & Water Resources (AREA)
- Public Health (AREA)
- Water Supply & Treatment (AREA)
- Agronomy & Crop Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Civil Engineering (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Mobile Radio Communication Systems (AREA)
Description
Kanalsystem
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein steckbares Kanalsystem mit Kanälen aus Kunststoff mit zwischengefügten wasserdurchlässigen Mitteln
für eine Kombination von Kabel- und Entwässerungskanälen.
Der überwiegende Teil der Bahnstrecken wird heute mit Kabelkanälen aus Beton ausgestattet. Diese Betonkanäle bestehen
aus dickwandigen im Querschnitt U-förmigen, wannenartigen Betontrögen von ca. 0,5 bis 1 m Länge und werden von
ebensolchen begehbaren Deckeln, die gegebenenfalls gegen Wassereinbruch abgedichtet sind, abgedeckt (DE-U 74 22 849). In
manchen Fällen sind derartige Betonkanäle (DE-U 87 07 940) mit Stahlplatten abgedeckt, die innerhalb speziell in die Tröge
eingelassener Stahlformstücke liegen. Dabei können diese Stahlformstücke auch noch Auflager zur selektiven Lagerung von
Kabel bilden. Derartige Kabelkanäle werden in der Regel auf dem Planum neben dem Schotterbett der Bahngleise in dafür
vorzurichtende Gräben - in der Regel direkt neben der Bahndammböschung - angeordnet. In dem Schotterbett und dem
Planum fallen großen Mengen Oberflächenwasser an, sodaß die
Gefahr besteht, daß die Betontröge durchfeuchtet und/oder
weggeschwemmt oder nach einem Grundbruch wegen Wassereinbruch aus ihrer Sollage verdrängt werden. Aus diesem Grunde werden
unter den Kabeltrögen umfangreiche Dränagemaßnahmen vorgenommen, beispielsweise eine wasserundurchlässige Folie in
den Damm eingelegt und die Kabeltröge mit Feinsand und 0 Filterkies umgeben oder es werden Dränagerohre unterhalb der
Kabeltröge verlegt, oder spezielle Drainmatten und Entwässerungen, z.B. gemäß DE-OS 2327618 vorgesehen.
Für derartige Betonkanäle ist mit der DE-C2 35 00 271 bereits
5 vorgeschlagen worden, gleisseitig neben den Kabeltrögen Formsteine zum Abführen von Wasser anzuordnen, die eine
langgestreckte Quaderform mit im wesentlichen senkrechten
Seitenwänden haben und im oberen Teil aus wasserdurchlässigen und im unteren Teil aus wasserundurchlässxgem Material mit
integriertem Wasserabführkanal bestehen, so daß Oberflächenwasser und auch Grundwasser im Damm an dem Kabeltrog
vorbeigeführt werden kann.
Kabeltröge aus Beton bedingen also aufwendige Erdarbeiten, sind zudem sehr schwer und können in der Regel nur mit
entsprechendem Gerät zur Baustelle transportiert und dort eingebracht werden. Zudem ist bei jeder Änderung der
Trassenführung die Filterschicht aus Kies und/oder Feinsand verloren. Da die Betontröge an ihren Enden nur mit Schürzen
einander überlappen, können sie auch leicht aus ihrer Sollposition gedrückt werden. Eine Sichtkontrolle des
Wasserabflusses ist nicht möglich.
Hauptsächlich aus Gewichtsgründen und verlegetechnischen Vorteilen, ist bereits vorgeschlagen worden (DE-Al 33 10 999)
Kabelkanalformstücke mit einem Unterteil und einem größere Höhe aufweisenden Oberteil, die beide aus rinnenförmig gebogenen
Stahlwellblechen bestehen, einzusetzen. Zwar ist bei einem derartigen Kanal das Gewichtsproblem reduziert, jedoch wirkt
ein Stahlblechkanal, der eingeerdet ist, als Fremdkörper im Bahngleis, zumal er nicht begangen werden kann und daher eine
zusätzliche Böschungsbreite benötigt. Außerdem ist mit dem Stahlkanal das Dränageproblem noch nicht beseitigt.
Nachteilig bei allen Blechkanälen ist der notwendige Korrosionsschutz und die notwendige Erdung der Kanäle gegen
0 Stromschläge.
Ein für Gleisanlagen verwendbarer Kabelkanal aus Kunststoff ist mit der DE-A 26 01 641 vorgeschlagen worden. Dabei wird
zunächst eine Wanne aus Sandwichmaterial bestehend aus GFK 5 und/oder Rovings mit einer Schutzschicht aus PUR oder PVC oder
Polyesther gefertigt, wobei die Wannenränder schräg auswärts nach unten gerichtet sind, damit sie einem in gleicher Art
zusammengesetzten Sandwich-Deckel die Möglichkeit bieten, diese Wannenränder nach Art eines Schnappverschlusses zu umgreifen.
Die einzelnen Kanalelemente sollen durch ein Muffensystem miteinander verbunden werden. Der Deckel wird mit einer in
Kunstharz gebundenen Feinkiesschicht überzogen, damit er trittsicher begehbar ist. Eine derartige Sandwichbauweise ist
in der Fertigung außerordentlich aufwendig und diese Materialien sind nach Zerstörung nicht durch Recycling wieder
zu gewinnen. Auf Grund der notwendigen Wanddicke ergibt sich zudem ein großer Verbrauch an teuren Glasfasern, die - weil in
der Regel nicht verseifungsfest und daher durch Wasser zu beschädigen - mit einer Haut aus weiteren Kunststoffmaterialien
überzogen werden müssen. Deshalb wurde vorgeschlagen, bei einer zu erwartenden Wasserbelastung zusätzlich Bleifolien in die
Wandungen der Kabelkanäle zu integrieren, die ihrerseits dann wieder durch Zwischenkunststoffschichten mit den weiteren
Kunststoffen verbindbar gestaltet werden müssen.
Aus den Schutzschriften DE-OS 1515669, EP-Al 0113195 sind
parallele Steinkanäle für Kabel bekannt, die auch gegebenenfalls Entwässerungsöffnungen besitzen für den Zu- und
Ablauf für Oberflächenwässern.
Außerdem ist ein Straßenrandkanal in der FR-PS 1432366
offenbart, der gleichzeitig auf unterschiedlichen Niveaus Oberflächenwässer abführen und als Kabeltrog dienen soll. Bei
diesen Bauformen gibt es neben den Gewichtsproblemen mit Beton auch noch die bekannte Gefahr, wenn Elektroleitungen beschädigt
sind oder auch das Problem einer elektrochemischen Lokalelementbildung mit der Folge der Zerstörung von
0 metallischen Beschlägen.
Aus der AU-B-76001/91 ist ein aus Kunststoff oder Metall
bestehender Drainagekanal bekannt, dessen U-förmige Basiswanne einen gelochten Deckel zur Einleitung von Oberflächenwässern in
5 die Wanne aufweist. Durch entsprechende Muffen mit zur Wannenkontur komplementärer Bauform lassen sich endlose
Wasserkanäle bilden, die auch einer Sichtkontrolle zugänglich
sind, entweder durch die Einlauföffnungen oder durch Abnehmen
des Deckels. Das Problem seitlicher Wasserzufuhr oder eine gleichzeitige Kabelführung ist dort nicht erörtert.
Aus der WO 94/21018 ist ein ähnlich aufgebautes einerdbares, begehbares Element für einen Kabelkanal aus Kunststoff bekannt,
insbesondere zur Anordnung entlang einer Gleistrasse, umfassend eine im Querschnitt U-förmige Wanne, deren Seitenwände an den
Wannenrändern auswärts abgewinkelt sind sowie einem auf den Wannenrändern aufliegenden geschlossenen Deckel mit
trittsicherer etwa waagerechter Oberfläche, wobei die Wanne aus recyclefähigem und/oder recycletem thermoplastischem Kunststoff
besteht, mindestens ihre Seitenwände mit Rippen versehen, die Wannenränder zunächst auswärts etwa horizontal und im Anschluß
daran etwa vertikal nach oben abgewinkelt sind, der Deckel zwischen den vertikalen Teilen der Wannenränder und auf den
horizontalen Teilen aufliegend, angeordnet ist und an den Wannenrändern Mittel zur formschlüssigen Befestigung des
Deckels vorgesehen sind.
Derartige Elemente können mit Hilfe von Steckern und/oder speziellen Verriegelungselementen zu parallelen oder
doppelstöckigen Kabelkanälen gleicher Grundform gekoppelt werden. Das Problem der Beherrschung anfallender
Oberflächenwässer wurde dabei durch spezielle, an den Seiten
oder Böden des Kanales angeordnete, Styroporkörper oder Drainmatten gelöst.
Von daher liegt der Erfindung das Problem zugrunde, einen 0 Kanal, insbesondere für Gleistrassen, vorzuschlagen, der für
variierende Kabelführungs- und Drainageprobleme wirtschaftlich
herstellbar, außerordentlich leicht aus billigen Materialien zu fertigen ist, eine ausreichende Steifigkeit aufweist, ein
Begehen ermöglicht und besondere Rücksicht auf die typischen 5 Verhältnisse an Bahndämmen und deren Drainage nimmt.
Die Lösung der Probleme ist den Ansprüchen 1 beschrieben.
Weiterbildende Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen erfaßt.
Der erfindungsgemäße Kanal besteht zunächst aus einem nach dem
Stand der Technik bekannten Kabelkanal in Wannenform mit einem darauf plazierten Deckel, wobei die Wanne beispielsweise aus
recyclefähigem und/oder recycletem thermoplastischem Kunststoff besteht, ihre Seitenwände mindestens mit Rippen versehen sind
und die Ränder der Wannen als doppelt abgewinkelte, horizontale und schließlich vertikal nach oben Profile ausgebildet sind,
auf denen bzw. zwischen denen der begehbare Deckel liegt und dort im Bereich der Wannenränder mit Mitteln zur
formschlüssigen Befestigung versehen ist. Ein solcher Kabelkanal hat die nötige Steifigkeit, um den Deckel begehen zu
können, wobei insbesondere die Verrippung der Wanne und die breite Auflagefläche der Deckel dieses ermöglichen. Zudem ist
sichergestellt, daß mit der Befestigung des Deckels, dieser nicht durch Windsog vorbeifahrender Züge aufgerissen wird. Die
Befestigungsmittel bestehen an einem Wannenrand aus ein 0 Scharnier bildende, fallenartige Vorsprünge des Wannenrandes,
die ihrerseits einen formschlüssigen Umgriff eines komplementären Vorsprunges an dem Deckel ermöglichen.
Beispielsweise kann eine derartige Falle aus zwei gegeneinander geneigten Zapfen oder Lamellen, die aus dem waagerechten Teil
des Wannenrandes herausragen und oben einen Abstand aufweisen bestehen. Zwischen diese Lamellen kann beispielsweise eine
angelartige, runde Kunststoffnase des Deckels eingedrückt
werden, sodaß der Deckel nunmehr um diese gefangene Nase bis zu 18 0° gedreht oder bei einer Drehung um beispielsweise 90° aus
0 der Falle wieder herausgezogen werden kann. Am anderen Wannenrand sind Vorsprünge oder Hinterschnitte vorgesehen, die
von einem in den Deckel integrierten Dreh- oder Schiebeverschluß hintergriffen werden können, sodaß der Deckel
nur mit Verwendung beispielsweise eines speziellen Schlüssels oder Werkzeuges zu öffnen ist. Er ist damit gegen unbefugtes
Öffnen gesichert.
Unter diesem Kabelkanal wird in gleicher oder ähnlicher Ausführung, jedoch ohne Deckel, eine zweite Wanne angeordnet,
die der Wasserführung z.B. an einem Bahndamm dient. Zwischen die beiden Wannen, insbesondere auf den Wannenrändern der
unteren Wanne sitzend, werden Bauteile zwischengefügt, die flüssigkeitsdurchlässig sind und zugleich als Abstandshalter
zwischen den beiden, für die Kabelführung und Wasserführung vorgesehenen Wannen dient. Dieses flüssigkeitsdurchlässige
Bauteil kann durch entsprechende Steckverbindungen, wie vom Stand der Technik her bekannt mit den oberen und unteren Wannen
verbunden werden. Es besteht im wesentlichen aus einer wabenförmigen oder gitterförmigen Kunststoffstruktur durch die
Flüssigkeit von dem Erdreich, welches den Kanal umgibt, in die untere Wanne abgeführt werden kann. Damit nicht in kürzester
Zeit der untere Wasserkanal zugeschlämmt ist, wird außenseitig an das flüssigkeitsdurchlässige Bauteil ein Filtervlies
angebracht.
Die Wanne selbst sollte aus recyclefähigem und/oder recycletem, nicht notwendigerweise sortenreinem thermoplastischem
Kunststoff, z.B. Polyethylen oder Polypropylen oder Poly-Vinyl-Acetat
herstellt werden. Ein Werkstoff, der sich problemlos sprit&zgr;technisch verarbeiten läßt und heute in großen Mengen zu
günstigen Preisen erhältlich ist.
Das Dränageproblem bei derartigen Kanälen wird somit auf völlig neuartige Weise gelöst, indem am Kanal zwischen den beiden
Wannen dränierbare, wasserdurchlässige Bauteile angeordnet 0 werden, wobei aber weder Beton, noch Sand, noch Kies zur
Anwendung kommen, sondern künstlich hergestellte Mittel oder Körper, die einen wasserdurchlässigen Zwischenraum zwischen den
Kanalelementen bilden. Vorzugsweise sind dies die genannten gitterartigen Kunststoffteile, die mit Drainiermitteln
außenseitig verkleidet sind, z.B. dem genannten Filtervliesen. Anstelle der Kunststoffteile oder auch für derartige
Filtervliese können auch aus einzelnen oder Mischungen von
Stoffen der Gruppe Styropor, Kunststoffgranulat, gemahlene
Altreifen, Tonkugeln oder Wirrfaservlies oder ähnlichen und gleichwirkenden Stoffen entsprechende Mittel vorgesehen werden,
die in bestimmte Formen gedrückt werden oder selbst, als eigenständige Körper vorgeformt und als wasserdurchlässiger
Körper in die Kanalwand gesetzt oder mit dieser verbunden werden. Mit anderen Worten, die Art der wasserdurchlässigen
Bauteile und des außenseitig aufzubringenden, eine Einschwämmung von Festkörpern verhindernden Vliesen ist im
Prinzip beliebig, wenn auch vorzugsweise für die Zwischenbauteile zwischen den Wannen steckbare Kunststoffgitter
verwendet werden sollen.
Ergänzend oder alternativ zu den Vliesen können auch Drainmatten oder mehrlagige Vlies- oder Folien-Matten zur
Wasserabfuhr in Höhe der Kabelkanäle angewendet werden, wie sie aus dem Bahnoberbau oder dem Stand der Technik bekannt sind.
Zur Besichtigung der unteren wasserführenden oder flüssigkeitsführenden Wanne kann vorgesehen werden, die Böden
der oben liegenden Kabelwannen mit Revisionsöffnungen zu versehen. Alternativ ist es natürlich auch möglich, derartige
Öffnungen nicht in den Boden zu schneiden, sondern den relativ leichten Kabelkanal oben abzuheben.
Damit bei einem Abheben der Kabelwanne oder bei größerem seitlichen Erddruck die flüssigkeitsdurchlässigen Bauteile
nicht zusammenfallen, kann erfindungsgemäß vorgesehen werden,
an flüssigkeitsdurchlässigen Bauteilen Querstreben anzuordnen, die diese Bauteile gegenseitig versteifen.
Die Bauteile können selbstverständlich in variabler Höhe gefertigt werden, so daß je nach zu dräinierendem Erdreich und
abzuführender Wassermenge die Abstände zwischen der Kabelwanne und der wasserführenden Wanne vergrößert oder verkleinert
5 werden kann. Zudem kann dieses Bauteil auch trapezförmig ausgebildet sein, um trotz möglicherweise waagerecht liegender
Kabelwanne eine vom Gelände her notwendige Verlegung der
11
unteren Wände mit Gefälle realisieren zu können.
unteren Wände mit Gefälle realisieren zu können.
Primär ist es denkbar, daß verschiedene Teile des Kanalsystems aus unterschiedlichen Materialien gefertigt werden, ohne den
Bereich der Erfindung zu verlassen. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und der schnellen Montage sowie der
Handhabbarkeit auf der Baustelle soll jedoch erfindungsgemäß vorzugsweise sowohl die Kabelwanne, als auch die Wasserwanne,
als auch das flüssigkeitsdurchlässige Bauteil aus recyclebarem Kunststoff hergestellt werden.
Die Wannen, in ihrer einfachsten Ausführung, sind ineinander endlos stapelbar, wenn die Deckel abgenommen und separat als
Flachteile zur Baustelle verfrachtet werden. Werkseitig ist keine Vorbestimmung der Verwendung der Wannen als Wasserwannen
oder Kabelwannen erforderlich. Erst an der Baustelle ist, bei identischer Bauweise der oberen und unteren Wannen zu
entscheiden, welche als Kabelwanne und welche als Wasserwanne fungieren soll. Gegebenenfalls ist in die Kabelwanne dann in
0 den Boden noch eine Revisionsöffnung einzuschneiden.
An Hand von schematischen Zeichnungen soll die Erfindung näher erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1 ein Kanalsystem in perspektivischer Ansicht;
Fig. 2 Einbausituation eines erfindungsgemäßen Kanales im
Schnitt.
Fig. 1 zeigt die obere Wanne 1 eines aus recycletem 0 Polyethylen gefertigten Kanalsystems 15 mit verschlossen
dargestelltem Deckel 4 und versteifenden Rippen 13 sowie den Verschluß 7 des Deckels, mit seinen Stellungen "Auf" und "Zu".
An der anderen Wannenseite ist der Deckel 4 durch Scharniere gehalten.
5 Die Wanne 2 des Kanals ist analog der Wanne 1 ausgebildet und bildet den unteren Abschluß des Kanalsystems 15. Zwischen den
Wannen 1 und 2 sind auf deren Rändern vertikal angeordnete
• ··
flüssigkeitsdurchlässige Bauteile 3 mit Gitterstruktur 12, die
wasserdurchlässig sind, angeordnet. Bei Bedarf können die Bauteile 3 durch nichtdargestellte Querrippen gegenseitig
versteift werden. Durch als Hinterschnitte oder Einschnitte oder Öffnungen ausgebildete Aufnahmen 5, 9 in den beiden Wannen
1 und 2 sowie an den oberen und unteren Kanten der Bauteile 3 sind die Einzelteile des Kanalsystem durch entsprechend
geformte - und aus dem Stand der Technik her bekannte - Stecker miteinander verbindbar und montierbar. An den Außenseiten des
flüssigkeitsdurchlässigen Bauteiles 3, bzw. des Gitterstruktur 12 ist ein Drainagevlies 6 aufgebracht, so daß keine Sand durch
die Gitterstruktur 12 in die Wanne 2 geschwemmt werden kann. Gegebenenfalls kann zusätzliches Drainagematerial oder
Drainagekörper 10 auch zwischen den Rippen 13 der Wanne 1 angeordnet werden und auch diese mit dem Filtervlies 6
überdeckt werden, so daß Wasser oberhalb des Bauteiles 3 seitlich aus dem umgebenden Erdreich auch über das Bauteil 3 in
die Wanne 2 abgeführt werden kann.
Fig. 2 zeigt eine mögliche Anordnung eines Kanalsystemes 15 für
die Tiefenentwässerung an einem Querschnitt eines Bahndammes. Das Kanalsystem 15 liegt zwischen einer steilen Stützwand 14
und der Bahnböschung 2 0 eines in Schotter 17 gelegenen Gleises 16. Vor Errichtung der Böschung ist der Untergrund zunächst mit
einer Ausgleichsschicht 19 oder hydraulisch gebundenen Tragschicht sowie gegebenenfalls mit einer durch
zwischengefügte Drainmatten entwässerten Planumsschichten 18 ausgestattet, auf die dann Schotter 17 angeordnet wird. Das
Kanalsystem selbst liegt in einer mit Erdreich oder Sand oder 0 Kies oder sonstwie aufgefüllten Mulde 21 zwischen den genannten
Böschungen. Es ist leicht zu sehen, daß ein derartiges Kanalsystem für eine Tiefenentwässerung eines Bahndammes
geeignet ist.
Claims (8)
1. Steckbares Kanalsystem (15) mit mindestens zwei übereinander angeordneten U-förmigen Wannen (1,2) deren
untere zur Abfuhr von Flüssigkeiten und deren obere zur Kabelverlegung ausgebildet ist, wobei zwischen den beiden
Wannen (1, 2) flüssigkeitsdurchlässige Bauteile (3) angeordnet und die obere Wanne (1) mit einem begehbaren
Deckel (4) verschlossen ist.
2. Kanalsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens das flüssigkeitsdurchlässige Bauteil (3) an der
Kanalaußenseite mit einem Filtervlies (6) abgedeckt ist.
3. Kanalsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das flüssigkeitsdurchlässige Bauteil
(3) im wesentlichen als gitterförmiges Kunststoffteil (12)
ausgebildet ist.
4. Kanalsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die beiden Wannen {1, 2) mit benachbarten Wannen und den zwischenliegenden Bauteilen
5 (3) über Steckvorrichtungen (5, 9) miteinander verbindbar
sind.
5. Kanalsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (11) der oberen
0 Wanne (1) mit Revisionsöffnungen versehen ist.
6. Kanalsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwei zwischen den Wannen
einander gegenüberliegende flüssigkeitsdurchlässige 5 Bauteile (3) durch Querstreben gegeneinander versteift
sind.
7. Kanalsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe (H) der
flüssigkeitsdurchlässigen Bauteile (3) in Abhängigkeit von der Lage der unteren Wanne (2) variabel ist.
8. Kanalsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß alle Teile, mindestens jedoch
die Wannen {1, 2) und das flüssigkeitsdurchlässige Bauteil
(3), aus recyclbarem Kunststoff bestehen. 10
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE9416319U DE9416319U1 (de) | 1994-09-29 | 1994-09-29 | Kanalsystem |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE9416319U DE9416319U1 (de) | 1994-09-29 | 1994-09-29 | Kanalsystem |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE9416319U1 true DE9416319U1 (de) | 1994-12-01 |
Family
ID=6914717
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE9416319U Expired - Lifetime DE9416319U1 (de) | 1994-09-29 | 1994-09-29 | Kanalsystem |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE9416319U1 (de) |
Cited By (8)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE19536896A1 (de) * | 1995-10-02 | 1997-04-10 | Wagner Frank Dipl Kaufm | Versickerungsrinnensystem |
DE29602588U1 (de) * | 1996-02-14 | 1997-06-12 | HYDROTEC Entwässerungstechnik GmbH & Co. KG, 27793 Wildeshausen | Entwässerungsrinne |
DE102004034254A1 (de) * | 2004-07-14 | 2006-02-09 | Mea Meisinger Ag | Geerdete Entwässerungsrinne |
DE102005012146A1 (de) * | 2005-03-16 | 2006-09-21 | Aco Severin Ahlmann Gmbh & Co. Kg | Rinnenkörper |
EP2816163A1 (de) * | 2013-06-21 | 2014-12-24 | Hauraton GmbH & Co. KG | Entwässerungsrinne |
EP2871296A1 (de) * | 2013-11-12 | 2015-05-13 | HAURATON GmbH & Co. KG | Filtersubstratrinnenelement und Filtersubstratrinnensystem |
EP2896746A1 (de) * | 2014-01-16 | 2015-07-22 | HAURATON GmbH & Co. KG | Entwässerungssystem |
EP2169127B1 (de) | 2004-06-18 | 2015-11-25 | Wavin B.V. | Versickerungsblock |
-
1994
- 1994-09-29 DE DE9416319U patent/DE9416319U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (10)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE19536896A1 (de) * | 1995-10-02 | 1997-04-10 | Wagner Frank Dipl Kaufm | Versickerungsrinnensystem |
DE19536896C2 (de) * | 1995-10-02 | 1998-01-29 | Wagner Frank Dipl Kaufm | Versickerungsrinnensystem |
DE29602588U1 (de) * | 1996-02-14 | 1997-06-12 | HYDROTEC Entwässerungstechnik GmbH & Co. KG, 27793 Wildeshausen | Entwässerungsrinne |
EP2169127B1 (de) | 2004-06-18 | 2015-11-25 | Wavin B.V. | Versickerungsblock |
DE102004034254A1 (de) * | 2004-07-14 | 2006-02-09 | Mea Meisinger Ag | Geerdete Entwässerungsrinne |
DE102005012146A1 (de) * | 2005-03-16 | 2006-09-21 | Aco Severin Ahlmann Gmbh & Co. Kg | Rinnenkörper |
DE102005012146B4 (de) * | 2005-03-16 | 2007-04-05 | Aco Severin Ahlmann Gmbh & Co. Kg | Rinnenkörper und Rinnensystem mit einem derartigen Rinnenkörper |
EP2816163A1 (de) * | 2013-06-21 | 2014-12-24 | Hauraton GmbH & Co. KG | Entwässerungsrinne |
EP2871296A1 (de) * | 2013-11-12 | 2015-05-13 | HAURATON GmbH & Co. KG | Filtersubstratrinnenelement und Filtersubstratrinnensystem |
EP2896746A1 (de) * | 2014-01-16 | 2015-07-22 | HAURATON GmbH & Co. KG | Entwässerungssystem |
Similar Documents
Publication | Publication Date | Title |
---|---|---|
DE4307260C2 (de) | Kabelkanalelement | |
DE69329214T2 (de) | Vorrichtung und System zum Sammeln von Mörtel und Trümmern | |
DE10123754A1 (de) | Rigolenanordnung sowie Rigolenbauteil zu dessen Aufbau | |
DE10143985C1 (de) | Rinnenabschnitt zur Herstellung einer Rinne zur Aufnahme von Oberflächenwasser | |
DE9416319U1 (de) | Kanalsystem | |
EP2896746B1 (de) | Entwässerungssystem | |
DE4135445C2 (de) | Bahnsteigkante | |
WO2009068019A2 (de) | Rigole zur speicherung und/oder versickerung/rückhaltung von oberflächenwasser | |
EP3375935B1 (de) | Unterfütterter steinplatten-pflasterbelag | |
DE2724224C3 (de) | Dränelement für die Herstellung von als Hohlwand ausgebildeten Dränsträngen sowie eine aus Dränelementen gebildete Bodenentwässerungsanlage | |
DE60022526T2 (de) | Modularer dränageblock | |
DE69601306T2 (de) | Entwässerungsanlage für strassen | |
EP0767278B1 (de) | Versickerungsrinnensystem | |
DE29617125U1 (de) | Kabelkanalelement | |
DE9421667U1 (de) | Kabelkanalelement | |
AT403492B (de) | Schachtabschluss | |
DE19955753B4 (de) | Wasserleitprofil | |
DE10131600B4 (de) | Kabeltrog | |
DE19640819A1 (de) | Verlegeelementanordnung für befestigte Rasenflächen | |
DE20219139U1 (de) | Versickerungs- und Rückhalteanlage für Regenwasser | |
AT367820B (de) | Draenageelement fuer die entwaesserung des erdbodens | |
DE19847672C1 (de) | Drainageelement | |
DE19503345C1 (de) | Vorrichtung zur Belüftung und Entwässerung von abgelagerten Materialien | |
EP4288611A1 (de) | Oberflächenentwässerungssystem sowie verfahren zum herstellen eines solchen | |
EP1103660A2 (de) | Bordsteinbrückenablauf |