[go: up one dir, main page]

DE9416319U1 - Kanalsystem - Google Patents

Kanalsystem

Info

Publication number
DE9416319U1
DE9416319U1 DE9416319U DE9416319U DE9416319U1 DE 9416319 U1 DE9416319 U1 DE 9416319U1 DE 9416319 U DE9416319 U DE 9416319U DE 9416319 U DE9416319 U DE 9416319U DE 9416319 U1 DE9416319 U1 DE 9416319U1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
channel system
liquid
permeable
water
cable
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE9416319U
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE9416319U priority Critical patent/DE9416319U1/de
Publication of DE9416319U1 publication Critical patent/DE9416319U1/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E03WATER SUPPLY; SEWERAGE
    • E03FSEWERS; CESSPOOLS
    • E03F5/00Sewerage structures
    • E03F5/02Manhole shafts or other inspection chambers; Snow-filling openings; accessories
    • E03F5/022Partitioned to allow more than one medium to flow through
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B11/00Drainage of soil, e.g. for agricultural purposes
    • E02B11/005Drainage conduits
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E03WATER SUPPLY; SEWERAGE
    • E03FSEWERS; CESSPOOLS
    • E03F3/00Sewer pipe-line systems
    • E03F3/04Pipes or fittings specially adapted to sewers
    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02GINSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
    • H02G9/00Installations of electric cables or lines in or on the ground or water
    • H02G9/04Installations of electric cables or lines in or on the ground or water in surface ducts; Ducts or covers therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Mobile Radio Communication Systems (AREA)

Description

Kanalsystem
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein steckbares Kanalsystem mit Kanälen aus Kunststoff mit zwischengefügten wasserdurchlässigen Mitteln für eine Kombination von Kabel- und Entwässerungskanälen.
Der überwiegende Teil der Bahnstrecken wird heute mit Kabelkanälen aus Beton ausgestattet. Diese Betonkanäle bestehen aus dickwandigen im Querschnitt U-förmigen, wannenartigen Betontrögen von ca. 0,5 bis 1 m Länge und werden von ebensolchen begehbaren Deckeln, die gegebenenfalls gegen Wassereinbruch abgedichtet sind, abgedeckt (DE-U 74 22 849). In manchen Fällen sind derartige Betonkanäle (DE-U 87 07 940) mit Stahlplatten abgedeckt, die innerhalb speziell in die Tröge eingelassener Stahlformstücke liegen. Dabei können diese Stahlformstücke auch noch Auflager zur selektiven Lagerung von Kabel bilden. Derartige Kabelkanäle werden in der Regel auf dem Planum neben dem Schotterbett der Bahngleise in dafür vorzurichtende Gräben - in der Regel direkt neben der Bahndammböschung - angeordnet. In dem Schotterbett und dem Planum fallen großen Mengen Oberflächenwasser an, sodaß die Gefahr besteht, daß die Betontröge durchfeuchtet und/oder weggeschwemmt oder nach einem Grundbruch wegen Wassereinbruch aus ihrer Sollage verdrängt werden. Aus diesem Grunde werden unter den Kabeltrögen umfangreiche Dränagemaßnahmen vorgenommen, beispielsweise eine wasserundurchlässige Folie in den Damm eingelegt und die Kabeltröge mit Feinsand und 0 Filterkies umgeben oder es werden Dränagerohre unterhalb der Kabeltröge verlegt, oder spezielle Drainmatten und Entwässerungen, z.B. gemäß DE-OS 2327618 vorgesehen.
Für derartige Betonkanäle ist mit der DE-C2 35 00 271 bereits 5 vorgeschlagen worden, gleisseitig neben den Kabeltrögen Formsteine zum Abführen von Wasser anzuordnen, die eine langgestreckte Quaderform mit im wesentlichen senkrechten
Seitenwänden haben und im oberen Teil aus wasserdurchlässigen und im unteren Teil aus wasserundurchlässxgem Material mit integriertem Wasserabführkanal bestehen, so daß Oberflächenwasser und auch Grundwasser im Damm an dem Kabeltrog vorbeigeführt werden kann.
Kabeltröge aus Beton bedingen also aufwendige Erdarbeiten, sind zudem sehr schwer und können in der Regel nur mit entsprechendem Gerät zur Baustelle transportiert und dort eingebracht werden. Zudem ist bei jeder Änderung der Trassenführung die Filterschicht aus Kies und/oder Feinsand verloren. Da die Betontröge an ihren Enden nur mit Schürzen einander überlappen, können sie auch leicht aus ihrer Sollposition gedrückt werden. Eine Sichtkontrolle des Wasserabflusses ist nicht möglich.
Hauptsächlich aus Gewichtsgründen und verlegetechnischen Vorteilen, ist bereits vorgeschlagen worden (DE-Al 33 10 999) Kabelkanalformstücke mit einem Unterteil und einem größere Höhe aufweisenden Oberteil, die beide aus rinnenförmig gebogenen Stahlwellblechen bestehen, einzusetzen. Zwar ist bei einem derartigen Kanal das Gewichtsproblem reduziert, jedoch wirkt ein Stahlblechkanal, der eingeerdet ist, als Fremdkörper im Bahngleis, zumal er nicht begangen werden kann und daher eine zusätzliche Böschungsbreite benötigt. Außerdem ist mit dem Stahlkanal das Dränageproblem noch nicht beseitigt.
Nachteilig bei allen Blechkanälen ist der notwendige Korrosionsschutz und die notwendige Erdung der Kanäle gegen 0 Stromschläge.
Ein für Gleisanlagen verwendbarer Kabelkanal aus Kunststoff ist mit der DE-A 26 01 641 vorgeschlagen worden. Dabei wird zunächst eine Wanne aus Sandwichmaterial bestehend aus GFK 5 und/oder Rovings mit einer Schutzschicht aus PUR oder PVC oder Polyesther gefertigt, wobei die Wannenränder schräg auswärts nach unten gerichtet sind, damit sie einem in gleicher Art
zusammengesetzten Sandwich-Deckel die Möglichkeit bieten, diese Wannenränder nach Art eines Schnappverschlusses zu umgreifen. Die einzelnen Kanalelemente sollen durch ein Muffensystem miteinander verbunden werden. Der Deckel wird mit einer in Kunstharz gebundenen Feinkiesschicht überzogen, damit er trittsicher begehbar ist. Eine derartige Sandwichbauweise ist in der Fertigung außerordentlich aufwendig und diese Materialien sind nach Zerstörung nicht durch Recycling wieder zu gewinnen. Auf Grund der notwendigen Wanddicke ergibt sich zudem ein großer Verbrauch an teuren Glasfasern, die - weil in der Regel nicht verseifungsfest und daher durch Wasser zu beschädigen - mit einer Haut aus weiteren Kunststoffmaterialien überzogen werden müssen. Deshalb wurde vorgeschlagen, bei einer zu erwartenden Wasserbelastung zusätzlich Bleifolien in die Wandungen der Kabelkanäle zu integrieren, die ihrerseits dann wieder durch Zwischenkunststoffschichten mit den weiteren Kunststoffen verbindbar gestaltet werden müssen.
Aus den Schutzschriften DE-OS 1515669, EP-Al 0113195 sind parallele Steinkanäle für Kabel bekannt, die auch gegebenenfalls Entwässerungsöffnungen besitzen für den Zu- und Ablauf für Oberflächenwässern.
Außerdem ist ein Straßenrandkanal in der FR-PS 1432366 offenbart, der gleichzeitig auf unterschiedlichen Niveaus Oberflächenwässer abführen und als Kabeltrog dienen soll. Bei diesen Bauformen gibt es neben den Gewichtsproblemen mit Beton auch noch die bekannte Gefahr, wenn Elektroleitungen beschädigt sind oder auch das Problem einer elektrochemischen Lokalelementbildung mit der Folge der Zerstörung von 0 metallischen Beschlägen.
Aus der AU-B-76001/91 ist ein aus Kunststoff oder Metall bestehender Drainagekanal bekannt, dessen U-förmige Basiswanne einen gelochten Deckel zur Einleitung von Oberflächenwässern in 5 die Wanne aufweist. Durch entsprechende Muffen mit zur Wannenkontur komplementärer Bauform lassen sich endlose Wasserkanäle bilden, die auch einer Sichtkontrolle zugänglich
sind, entweder durch die Einlauföffnungen oder durch Abnehmen des Deckels. Das Problem seitlicher Wasserzufuhr oder eine gleichzeitige Kabelführung ist dort nicht erörtert.
Aus der WO 94/21018 ist ein ähnlich aufgebautes einerdbares, begehbares Element für einen Kabelkanal aus Kunststoff bekannt, insbesondere zur Anordnung entlang einer Gleistrasse, umfassend eine im Querschnitt U-förmige Wanne, deren Seitenwände an den Wannenrändern auswärts abgewinkelt sind sowie einem auf den Wannenrändern aufliegenden geschlossenen Deckel mit trittsicherer etwa waagerechter Oberfläche, wobei die Wanne aus recyclefähigem und/oder recycletem thermoplastischem Kunststoff besteht, mindestens ihre Seitenwände mit Rippen versehen, die Wannenränder zunächst auswärts etwa horizontal und im Anschluß daran etwa vertikal nach oben abgewinkelt sind, der Deckel zwischen den vertikalen Teilen der Wannenränder und auf den horizontalen Teilen aufliegend, angeordnet ist und an den Wannenrändern Mittel zur formschlüssigen Befestigung des Deckels vorgesehen sind.
Derartige Elemente können mit Hilfe von Steckern und/oder speziellen Verriegelungselementen zu parallelen oder doppelstöckigen Kabelkanälen gleicher Grundform gekoppelt werden. Das Problem der Beherrschung anfallender Oberflächenwässer wurde dabei durch spezielle, an den Seiten oder Böden des Kanales angeordnete, Styroporkörper oder Drainmatten gelöst.
Von daher liegt der Erfindung das Problem zugrunde, einen 0 Kanal, insbesondere für Gleistrassen, vorzuschlagen, der für variierende Kabelführungs- und Drainageprobleme wirtschaftlich herstellbar, außerordentlich leicht aus billigen Materialien zu fertigen ist, eine ausreichende Steifigkeit aufweist, ein Begehen ermöglicht und besondere Rücksicht auf die typischen 5 Verhältnisse an Bahndämmen und deren Drainage nimmt.
Die Lösung der Probleme ist den Ansprüchen 1 beschrieben.
Weiterbildende Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen erfaßt.
Der erfindungsgemäße Kanal besteht zunächst aus einem nach dem Stand der Technik bekannten Kabelkanal in Wannenform mit einem darauf plazierten Deckel, wobei die Wanne beispielsweise aus recyclefähigem und/oder recycletem thermoplastischem Kunststoff besteht, ihre Seitenwände mindestens mit Rippen versehen sind und die Ränder der Wannen als doppelt abgewinkelte, horizontale und schließlich vertikal nach oben Profile ausgebildet sind, auf denen bzw. zwischen denen der begehbare Deckel liegt und dort im Bereich der Wannenränder mit Mitteln zur formschlüssigen Befestigung versehen ist. Ein solcher Kabelkanal hat die nötige Steifigkeit, um den Deckel begehen zu können, wobei insbesondere die Verrippung der Wanne und die breite Auflagefläche der Deckel dieses ermöglichen. Zudem ist sichergestellt, daß mit der Befestigung des Deckels, dieser nicht durch Windsog vorbeifahrender Züge aufgerissen wird. Die Befestigungsmittel bestehen an einem Wannenrand aus ein 0 Scharnier bildende, fallenartige Vorsprünge des Wannenrandes, die ihrerseits einen formschlüssigen Umgriff eines komplementären Vorsprunges an dem Deckel ermöglichen. Beispielsweise kann eine derartige Falle aus zwei gegeneinander geneigten Zapfen oder Lamellen, die aus dem waagerechten Teil des Wannenrandes herausragen und oben einen Abstand aufweisen bestehen. Zwischen diese Lamellen kann beispielsweise eine angelartige, runde Kunststoffnase des Deckels eingedrückt werden, sodaß der Deckel nunmehr um diese gefangene Nase bis zu 18 0° gedreht oder bei einer Drehung um beispielsweise 90° aus 0 der Falle wieder herausgezogen werden kann. Am anderen Wannenrand sind Vorsprünge oder Hinterschnitte vorgesehen, die von einem in den Deckel integrierten Dreh- oder Schiebeverschluß hintergriffen werden können, sodaß der Deckel nur mit Verwendung beispielsweise eines speziellen Schlüssels oder Werkzeuges zu öffnen ist. Er ist damit gegen unbefugtes Öffnen gesichert.
Unter diesem Kabelkanal wird in gleicher oder ähnlicher Ausführung, jedoch ohne Deckel, eine zweite Wanne angeordnet, die der Wasserführung z.B. an einem Bahndamm dient. Zwischen die beiden Wannen, insbesondere auf den Wannenrändern der unteren Wanne sitzend, werden Bauteile zwischengefügt, die flüssigkeitsdurchlässig sind und zugleich als Abstandshalter zwischen den beiden, für die Kabelführung und Wasserführung vorgesehenen Wannen dient. Dieses flüssigkeitsdurchlässige Bauteil kann durch entsprechende Steckverbindungen, wie vom Stand der Technik her bekannt mit den oberen und unteren Wannen verbunden werden. Es besteht im wesentlichen aus einer wabenförmigen oder gitterförmigen Kunststoffstruktur durch die Flüssigkeit von dem Erdreich, welches den Kanal umgibt, in die untere Wanne abgeführt werden kann. Damit nicht in kürzester Zeit der untere Wasserkanal zugeschlämmt ist, wird außenseitig an das flüssigkeitsdurchlässige Bauteil ein Filtervlies angebracht.
Die Wanne selbst sollte aus recyclefähigem und/oder recycletem, nicht notwendigerweise sortenreinem thermoplastischem Kunststoff, z.B. Polyethylen oder Polypropylen oder Poly-Vinyl-Acetat herstellt werden. Ein Werkstoff, der sich problemlos sprit&zgr;technisch verarbeiten läßt und heute in großen Mengen zu günstigen Preisen erhältlich ist.
Das Dränageproblem bei derartigen Kanälen wird somit auf völlig neuartige Weise gelöst, indem am Kanal zwischen den beiden Wannen dränierbare, wasserdurchlässige Bauteile angeordnet 0 werden, wobei aber weder Beton, noch Sand, noch Kies zur Anwendung kommen, sondern künstlich hergestellte Mittel oder Körper, die einen wasserdurchlässigen Zwischenraum zwischen den Kanalelementen bilden. Vorzugsweise sind dies die genannten gitterartigen Kunststoffteile, die mit Drainiermitteln außenseitig verkleidet sind, z.B. dem genannten Filtervliesen. Anstelle der Kunststoffteile oder auch für derartige Filtervliese können auch aus einzelnen oder Mischungen von
Stoffen der Gruppe Styropor, Kunststoffgranulat, gemahlene Altreifen, Tonkugeln oder Wirrfaservlies oder ähnlichen und gleichwirkenden Stoffen entsprechende Mittel vorgesehen werden, die in bestimmte Formen gedrückt werden oder selbst, als eigenständige Körper vorgeformt und als wasserdurchlässiger Körper in die Kanalwand gesetzt oder mit dieser verbunden werden. Mit anderen Worten, die Art der wasserdurchlässigen Bauteile und des außenseitig aufzubringenden, eine Einschwämmung von Festkörpern verhindernden Vliesen ist im Prinzip beliebig, wenn auch vorzugsweise für die Zwischenbauteile zwischen den Wannen steckbare Kunststoffgitter verwendet werden sollen.
Ergänzend oder alternativ zu den Vliesen können auch Drainmatten oder mehrlagige Vlies- oder Folien-Matten zur Wasserabfuhr in Höhe der Kabelkanäle angewendet werden, wie sie aus dem Bahnoberbau oder dem Stand der Technik bekannt sind.
Zur Besichtigung der unteren wasserführenden oder flüssigkeitsführenden Wanne kann vorgesehen werden, die Böden der oben liegenden Kabelwannen mit Revisionsöffnungen zu versehen. Alternativ ist es natürlich auch möglich, derartige Öffnungen nicht in den Boden zu schneiden, sondern den relativ leichten Kabelkanal oben abzuheben.
Damit bei einem Abheben der Kabelwanne oder bei größerem seitlichen Erddruck die flüssigkeitsdurchlässigen Bauteile nicht zusammenfallen, kann erfindungsgemäß vorgesehen werden, an flüssigkeitsdurchlässigen Bauteilen Querstreben anzuordnen, die diese Bauteile gegenseitig versteifen.
Die Bauteile können selbstverständlich in variabler Höhe gefertigt werden, so daß je nach zu dräinierendem Erdreich und abzuführender Wassermenge die Abstände zwischen der Kabelwanne und der wasserführenden Wanne vergrößert oder verkleinert 5 werden kann. Zudem kann dieses Bauteil auch trapezförmig ausgebildet sein, um trotz möglicherweise waagerecht liegender Kabelwanne eine vom Gelände her notwendige Verlegung der
11
unteren Wände mit Gefälle realisieren zu können.
Primär ist es denkbar, daß verschiedene Teile des Kanalsystems aus unterschiedlichen Materialien gefertigt werden, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und der schnellen Montage sowie der Handhabbarkeit auf der Baustelle soll jedoch erfindungsgemäß vorzugsweise sowohl die Kabelwanne, als auch die Wasserwanne, als auch das flüssigkeitsdurchlässige Bauteil aus recyclebarem Kunststoff hergestellt werden.
Die Wannen, in ihrer einfachsten Ausführung, sind ineinander endlos stapelbar, wenn die Deckel abgenommen und separat als Flachteile zur Baustelle verfrachtet werden. Werkseitig ist keine Vorbestimmung der Verwendung der Wannen als Wasserwannen oder Kabelwannen erforderlich. Erst an der Baustelle ist, bei identischer Bauweise der oberen und unteren Wannen zu entscheiden, welche als Kabelwanne und welche als Wasserwanne fungieren soll. Gegebenenfalls ist in die Kabelwanne dann in 0 den Boden noch eine Revisionsöffnung einzuschneiden.
An Hand von schematischen Zeichnungen soll die Erfindung näher erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1 ein Kanalsystem in perspektivischer Ansicht;
Fig. 2 Einbausituation eines erfindungsgemäßen Kanales im Schnitt.
Fig. 1 zeigt die obere Wanne 1 eines aus recycletem 0 Polyethylen gefertigten Kanalsystems 15 mit verschlossen dargestelltem Deckel 4 und versteifenden Rippen 13 sowie den Verschluß 7 des Deckels, mit seinen Stellungen "Auf" und "Zu". An der anderen Wannenseite ist der Deckel 4 durch Scharniere gehalten.
5 Die Wanne 2 des Kanals ist analog der Wanne 1 ausgebildet und bildet den unteren Abschluß des Kanalsystems 15. Zwischen den Wannen 1 und 2 sind auf deren Rändern vertikal angeordnete
• ··
flüssigkeitsdurchlässige Bauteile 3 mit Gitterstruktur 12, die wasserdurchlässig sind, angeordnet. Bei Bedarf können die Bauteile 3 durch nichtdargestellte Querrippen gegenseitig versteift werden. Durch als Hinterschnitte oder Einschnitte oder Öffnungen ausgebildete Aufnahmen 5, 9 in den beiden Wannen 1 und 2 sowie an den oberen und unteren Kanten der Bauteile 3 sind die Einzelteile des Kanalsystem durch entsprechend geformte - und aus dem Stand der Technik her bekannte - Stecker miteinander verbindbar und montierbar. An den Außenseiten des flüssigkeitsdurchlässigen Bauteiles 3, bzw. des Gitterstruktur 12 ist ein Drainagevlies 6 aufgebracht, so daß keine Sand durch die Gitterstruktur 12 in die Wanne 2 geschwemmt werden kann. Gegebenenfalls kann zusätzliches Drainagematerial oder Drainagekörper 10 auch zwischen den Rippen 13 der Wanne 1 angeordnet werden und auch diese mit dem Filtervlies 6 überdeckt werden, so daß Wasser oberhalb des Bauteiles 3 seitlich aus dem umgebenden Erdreich auch über das Bauteil 3 in die Wanne 2 abgeführt werden kann.
Fig. 2 zeigt eine mögliche Anordnung eines Kanalsystemes 15 für die Tiefenentwässerung an einem Querschnitt eines Bahndammes. Das Kanalsystem 15 liegt zwischen einer steilen Stützwand 14 und der Bahnböschung 2 0 eines in Schotter 17 gelegenen Gleises 16. Vor Errichtung der Böschung ist der Untergrund zunächst mit einer Ausgleichsschicht 19 oder hydraulisch gebundenen Tragschicht sowie gegebenenfalls mit einer durch zwischengefügte Drainmatten entwässerten Planumsschichten 18 ausgestattet, auf die dann Schotter 17 angeordnet wird. Das Kanalsystem selbst liegt in einer mit Erdreich oder Sand oder 0 Kies oder sonstwie aufgefüllten Mulde 21 zwischen den genannten Böschungen. Es ist leicht zu sehen, daß ein derartiges Kanalsystem für eine Tiefenentwässerung eines Bahndammes geeignet ist.

Claims (8)

Kanalsystem Schutzansprüche
1. Steckbares Kanalsystem (15) mit mindestens zwei übereinander angeordneten U-förmigen Wannen (1,2) deren untere zur Abfuhr von Flüssigkeiten und deren obere zur Kabelverlegung ausgebildet ist, wobei zwischen den beiden Wannen (1, 2) flüssigkeitsdurchlässige Bauteile (3) angeordnet und die obere Wanne (1) mit einem begehbaren Deckel (4) verschlossen ist.
2. Kanalsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens das flüssigkeitsdurchlässige Bauteil (3) an der Kanalaußenseite mit einem Filtervlies (6) abgedeckt ist.
3. Kanalsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das flüssigkeitsdurchlässige Bauteil
(3) im wesentlichen als gitterförmiges Kunststoffteil (12) ausgebildet ist.
4. Kanalsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Wannen {1, 2) mit benachbarten Wannen und den zwischenliegenden Bauteilen 5 (3) über Steckvorrichtungen (5, 9) miteinander verbindbar sind.
5. Kanalsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (11) der oberen 0 Wanne (1) mit Revisionsöffnungen versehen ist.
6. Kanalsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwei zwischen den Wannen einander gegenüberliegende flüssigkeitsdurchlässige 5 Bauteile (3) durch Querstreben gegeneinander versteift sind.
7. Kanalsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe (H) der flüssigkeitsdurchlässigen Bauteile (3) in Abhängigkeit von der Lage der unteren Wanne (2) variabel ist.
8. Kanalsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß alle Teile, mindestens jedoch die Wannen {1, 2) und das flüssigkeitsdurchlässige Bauteil
(3), aus recyclbarem Kunststoff bestehen. 10
DE9416319U 1994-09-29 1994-09-29 Kanalsystem Expired - Lifetime DE9416319U1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE9416319U DE9416319U1 (de) 1994-09-29 1994-09-29 Kanalsystem

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE9416319U DE9416319U1 (de) 1994-09-29 1994-09-29 Kanalsystem

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE9416319U1 true DE9416319U1 (de) 1994-12-01

Family

ID=6914717

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE9416319U Expired - Lifetime DE9416319U1 (de) 1994-09-29 1994-09-29 Kanalsystem

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE9416319U1 (de)

Cited By (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19536896A1 (de) * 1995-10-02 1997-04-10 Wagner Frank Dipl Kaufm Versickerungsrinnensystem
DE29602588U1 (de) * 1996-02-14 1997-06-12 HYDROTEC Entwässerungstechnik GmbH & Co. KG, 27793 Wildeshausen Entwässerungsrinne
DE102004034254A1 (de) * 2004-07-14 2006-02-09 Mea Meisinger Ag Geerdete Entwässerungsrinne
DE102005012146A1 (de) * 2005-03-16 2006-09-21 Aco Severin Ahlmann Gmbh & Co. Kg Rinnenkörper
EP2816163A1 (de) * 2013-06-21 2014-12-24 Hauraton GmbH & Co. KG Entwässerungsrinne
EP2871296A1 (de) * 2013-11-12 2015-05-13 HAURATON GmbH & Co. KG Filtersubstratrinnenelement und Filtersubstratrinnensystem
EP2896746A1 (de) * 2014-01-16 2015-07-22 HAURATON GmbH & Co. KG Entwässerungssystem
EP2169127B1 (de) 2004-06-18 2015-11-25 Wavin B.V. Versickerungsblock

Cited By (10)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19536896A1 (de) * 1995-10-02 1997-04-10 Wagner Frank Dipl Kaufm Versickerungsrinnensystem
DE19536896C2 (de) * 1995-10-02 1998-01-29 Wagner Frank Dipl Kaufm Versickerungsrinnensystem
DE29602588U1 (de) * 1996-02-14 1997-06-12 HYDROTEC Entwässerungstechnik GmbH & Co. KG, 27793 Wildeshausen Entwässerungsrinne
EP2169127B1 (de) 2004-06-18 2015-11-25 Wavin B.V. Versickerungsblock
DE102004034254A1 (de) * 2004-07-14 2006-02-09 Mea Meisinger Ag Geerdete Entwässerungsrinne
DE102005012146A1 (de) * 2005-03-16 2006-09-21 Aco Severin Ahlmann Gmbh & Co. Kg Rinnenkörper
DE102005012146B4 (de) * 2005-03-16 2007-04-05 Aco Severin Ahlmann Gmbh & Co. Kg Rinnenkörper und Rinnensystem mit einem derartigen Rinnenkörper
EP2816163A1 (de) * 2013-06-21 2014-12-24 Hauraton GmbH & Co. KG Entwässerungsrinne
EP2871296A1 (de) * 2013-11-12 2015-05-13 HAURATON GmbH & Co. KG Filtersubstratrinnenelement und Filtersubstratrinnensystem
EP2896746A1 (de) * 2014-01-16 2015-07-22 HAURATON GmbH & Co. KG Entwässerungssystem

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE4307260C2 (de) Kabelkanalelement
DE69329214T2 (de) Vorrichtung und System zum Sammeln von Mörtel und Trümmern
DE10123754A1 (de) Rigolenanordnung sowie Rigolenbauteil zu dessen Aufbau
DE10143985C1 (de) Rinnenabschnitt zur Herstellung einer Rinne zur Aufnahme von Oberflächenwasser
DE9416319U1 (de) Kanalsystem
EP2896746B1 (de) Entwässerungssystem
DE4135445C2 (de) Bahnsteigkante
WO2009068019A2 (de) Rigole zur speicherung und/oder versickerung/rückhaltung von oberflächenwasser
EP3375935B1 (de) Unterfütterter steinplatten-pflasterbelag
DE2724224C3 (de) Dränelement für die Herstellung von als Hohlwand ausgebildeten Dränsträngen sowie eine aus Dränelementen gebildete Bodenentwässerungsanlage
DE60022526T2 (de) Modularer dränageblock
DE69601306T2 (de) Entwässerungsanlage für strassen
EP0767278B1 (de) Versickerungsrinnensystem
DE29617125U1 (de) Kabelkanalelement
DE9421667U1 (de) Kabelkanalelement
AT403492B (de) Schachtabschluss
DE19955753B4 (de) Wasserleitprofil
DE10131600B4 (de) Kabeltrog
DE19640819A1 (de) Verlegeelementanordnung für befestigte Rasenflächen
DE20219139U1 (de) Versickerungs- und Rückhalteanlage für Regenwasser
AT367820B (de) Draenageelement fuer die entwaesserung des erdbodens
DE19847672C1 (de) Drainageelement
DE19503345C1 (de) Vorrichtung zur Belüftung und Entwässerung von abgelagerten Materialien
EP4288611A1 (de) Oberflächenentwässerungssystem sowie verfahren zum herstellen eines solchen
EP1103660A2 (de) Bordsteinbrückenablauf