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Anordnung zur Unterdrückung von Störgeräuschen in Nachrichtenübertragungsanlagen
In: elektrischen. Übertragungsanordnungen für Sprache oder andere Signale sind Geräusche,
welche zwischen Teilen, des Signals, z. B. in. den Spreclipa:usen, übertragen- werden,
unerwünscht. Beispielsweise werden bei der Modulation eines Rundfunksenders Geräusche,
die das Mikrofon erreichen, mit der Stimme des Sprechers übertragen. Der Geräuschhintergrund
ist nun: für den Hörer während kurzer Sprechpausen besonders störend. In, Sendern:,
welche mit automatischer Steuerung des Sprachverstärkers arbeiten, ist dies, besonders
kritisch, weil der Verstärkungsgrad bei Abwesenbeit von Sprache anwächst, also normalerweise
eine hohe Verstärkung des. Geräuschhintergrundes bewirkt wird. Gegenstand der Erfindung
ist eine verbesserte Anordnung zur Unterdrückung vonStörgeräuschen in, Naclhrich:tenü
bertragungs.anlagen durch, Sperren dies Signalweges, z. B. des Spra:chverstärkeirs,
in Signalpaus en, z. B. in Sprechpausen, und Freigabe des übertragun:gs.weges, wenn
ein Signal, bestimmter Amplitudie a@nkomm@t.
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Vorteile der vorliegenden Anordnung bestehen darin, daß sie keine
Amplitudenistörung einführt und b,ei einem scharf definierten, Signalpegel in Tätigkeit
tritt.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung ist der Signalweg, z. B. der Sprachverstärker,
beim. Fehlen eines Signails, gesperrt. Wenn eini Signal vorn ausreichender Amplitude
auftritt, betätigt es einen
Ansdösekreis,, welcher Impulse von einer
Amplitude erzeugt, die unabhängig von der Amplitude. der Eingangssignale ist. Diese
Impulse geben den Signalweg, z. B. den Spruchverstärkex, nur für einen bestimmten
Sendepegel frei, während Störungen in den Signalpausen eine Freigabe nicht bewirken.
Der Signalweg wird für eine ausreichende Zeitdauer freigehalten, um normale Lücken
in den Signalen zu, überbrücken, z. B. normale Pausen in und zwischen den Sätzen
bei Sprachübertragungen. Die erfindungsgemäße Anordnung enthält Möglichkeiten für
die Einstellung der Dauer der überbrückten Signallücken.
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Die einzelnen Merkmale. der Erfindung werden in der folgenden Beschreibung
eines; Ausführungsbeispieles. in, Verbindung mit der Zeichnung erläutert. Diese
zeigt ein schematisches. Schaltbild einer Übertragungsanordnung, die einen Sprachverstärker
verwendet. Signale, beispielsweise die eines Mikrofons. 1, werden über eineuen.
Übertragungs.weg, z. B. einen mehrstufigen Verstärker 2, auf ein Verbrauchergerät
3 gegeben. Der Verstärlier 2 sei mit einer automatischen Verstärkungsgradregeleinrichtung
üblicher Art versehen. Der Verstärker :2 wird ferner vorn einem Störgeräuschunterdrückerst.rommkreis
gesteuert, der mit 12, 13, 14 bezeichnet ist.. Dieser Stromkrens. wirkt auf die
dargestellte Stufe des, Verstärkers 2 durch die Steuerung der Leitfähigkeit einer
Triode 6, durch welche das Signal übertragen wird.
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Beim Fehlen eines Signads, ausreichender Amplitude ist die Triode
6 durch ein negatives Potential gesperrt, welches, an ihr Gitter von einer Spannungsquelle
(Batterie] 7) über Widerstände 8 und 9, Leitung to und Widerstand 11 gelangt. Die
Kathode der Triode 6 ist geerdet, ebenso die positive Seite der Spannungsquell'
7. Wenn nun das, ankommende Signal gleich oder größer als ein bestimmter Pegel isst,
betätigt eis den Auslösekreis 12, weicher eine Rechteckimpulsfollge erzeugt, die
in dem Spannungsgleichrichter 13 gleichgerichtet wird. Die erhaltene Gleichspannung
kompensiert die negative Vorspannung 7, und über den Spannungshalter 14 wird das
Gitter der Trnoide 6 auf Erdpotential, d. h. an dasselbe Potential wie die Kathode
der Triode 6, gehalten. Die Triode 6 wird dadurch leitend, und der Übertragungsweg
durch den Verstärker 2 ist freigegeben, wodurch das Signal an das Verbrauchergerät
3 gelangt. Die Anordnung kann so eingestellt werden., daß wenige Millfsekunden,
nachdem die Spannung der Signalquelle 1 einen bestimmten Pegel erreicht oder überschritten
hat, der Verstärker freigegeben wird. Die im Spitzenspannungs.detektor 13 gleichgerichtete
Impulsspannung, welche gebraucht wird, um den Spannungshalter 14 zu betätigen und
den Verstärker 2 freizugeben, kann in einem Kondensator 15 für eire ausreichende
Zeitdauer, z.. B. für die überbxückung der normalen Sprachpausen, gespeichert werden.
Diese - Spannung sinkt stetig ab. Wenn, nun die Spannung der Signalquelle 1 den,
bestimmten Pegel (bei welchem der Auslösekreis 12 betätigt wird) für eine bestimmte
Zeitdauer, z. B. 1/2 bis 1 Sekunde, nicht wieder erreicht, wird der Verstärker :2
wieder durch die Spannung der Spannungsquelle 7 blockiert. Die Spannung am KöndensaltoT
15 ist dann nämlich gerügend unter den Wert gefallen, mit dem sie den Verstärker
frei halten: kann. Sobald aber die Spannung der Quelle 1 den bestimmten Pegel erreicht,
arbeitet den Ausdösekreis. 12 und lädt den Kondensatoir 15 wieder auf den Arbeitsspannungswert
auf.
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Einzelheiten d,es. dargestellten Systems können ab,-geändert werden.
So kann, der Auslösekreis 12 ein Mullti!vnibratoa sein, oder er kann beispielsweise
zwei stabile Pegel besitzen: (wieg der beschriebene: Strom-, kreis. im Aufsatz.
vom, O. H. S ch m i t t, »Ein thermischer Auslöser«, in der Ze,i:ts,dhiriit Journal
of Scientific Instruments 1938, Bd. XV, S. 24).
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Der Auslösekreis 12, der in, der Zeichnung dargestellt ist; ist ein
üblicher kathodengekuppelter Einz:elimpulsmu;ltivibtratoir. Er besteht aus, den
zwei Trioldente2len 16 und 17,einer Doppeltriode 18. Die Anode des. ersten Teiles
ist über einen Kondens,a,tor 19 mit dein Gitter des zweiten Teiles verbunden. Ein
üblicher Widerstand -ist mit 2o bezeichnet. Die Kathoden der beiden Teile sind miteinander
über den gemeinsamen Kathodenwiderstand 21 mit Erde verbunden.
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Der Ausgang der Signalquelle 1 ist an das Gitter des ersten Teileis
der Röhre 18 über ein Poitentiometer 22 geschaltet. Das Poitentiömeter ermöglicht
die Einstellung des Pegels, bei welchem das Signal den Anslösckreis 12 betätigt.
Der Auslöselereis. erzeugt einen großen Impuls an der Anode des zweiten Teiles,
der Röhre 18, wenn, eine Spannung von positiver Polarität und ausreichender Amplitude
an das Gitter des ersten Teiles. gelegt wird. Wenn eine Wechselspannung von oder
oberhalb des Auslösewertes an das, Gitter des ersten Teiles, gelegt wird, wird eine
Serie oder- ein. Zug vom: - Impulsen erzeugt. Die Amplitude der resultierenden,
Rechteckwelle ist unabhängig von, Veiränderungen der Amplitude der Auslösesp-an-_
nungen oberhadbi des, Aus;lösewertes.
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Die Gleichrichtung der kechteckwelle, die durch den Ausdösekreis 12
erzeigt wird,, wird durch die Diode 23 in denn Spitzenspannungs:detektorkreis 13
bewirkt und ergibt eine Spannung am Widerstand B. Diese Spannung überschreitet die
Spannung der Spannungsquelle 7, so daß die Spannung von Kathode zu Erde, an der
Diode 23 positiv wird,, solange der Auslösekreis in Tätigkeit ist. Diese positive
Spannung bewirkt, daß die Diode 24 im Spannungshalter 14 leitet und dabei die Gitterzurückführung
der Sprachverstärkcrröhre 6 an Erde legt. Dadurch wird die Röhre 6 freigegeben.
Wenn der Auslösekreis nicht arbeitet, entsteht an dem Di.odenbelastungswiderstand
8 keine Span, nung, und die Spannung der Kathode der Diode 23 nach. Erde entspricht
der Spannung der Spannungs.qnelle 7. Der Kondensator 15, welcher parallel zum Dioden;belastungswiderstand
8 liegt, ist so, in den Kreis. geschaltet, daß seine Ladezeit minimal isst, wähnend
seine Entladezeit über den. Diodenbelastungswiderstand 8 lang genug ist, im zu
verhindern,
daß Sprechsilhen und gegebieinenfa@lls Sätze abgeschnitten werden. Das. Potentometer
22 ist so eingestellt, daß Geräuschspannungen den Auslösekreis. nicht betätigen.
Nur Eingangsspan, n.ungen, die eine : bestimmten Pegel überschreiten, werden. die,
Anordnung betätigen, um den. Verstärker 2 freizugeben :.
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In einem Ausführungsbeispiel besitzt ein Multivil)rationsanslösekreis
eine Betriebsfrequenz vom. ioooo Hz, und die, h:öch,ste S,ignialfrequ:enz l:i:egt
ungefähr hei 35oo Hz.