DE9209684U1 - Präzisions-Druckrohr - Google Patents
Präzisions-DruckrohrInfo
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Description
"Präzisionsdruckrohr"
SP/08.05.92
Die Erfindung betrifft einen rohrförmigen Druckbehälter zur Aufnahme von Membranfilterelementen gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1, speziell in der Anwendung zur Trennung von Flüssigkeiten.
Solche Druckbehälter, kurz Druckrohre genannt, sind allgemein bekannt und in einer Vielzahl von Varianten handelsüblich. Üblicherweise
werden zylinderförmige Membranfilterelemente mit je einer Abdichtung zur innenwand des umgebenden Zylinders an beiden
Enden eingesetzt. Daher ist den Druckrohren bekanntermaßen gemeinsam, daß der zylindrische Teil aus einfachem, ggf.
genormtem Kunststoff- oder Metallrohr ohne besondere Anforderungen an die Maßtoleranzen, insbesondere des Innendurchmessers,
besteht. Nachteilig ist hierbei die Existenz eines ungenutzten Spaltraumes, der, bei Einsatz entsprechender Medien,
zudem eine Zone für Verunreinigungen darstellen kann. Bei Einsatz von Membranfiltertypen ohne separate Dichtelemente kann
dann entweder ein Spalt zur Zylinderinnenwand entstehen, durch
den einströmende Flüssigkeit (Feed) unbeeinflußt hindurchgedrückt werden kann, oder es besteht die Gefahr einer Beschädigung
des Membranfilterelementes beim Einbau oder im Betrieb.
Bei den bekannten Druckrohren wird der radial zur Zylinderachse hinwandernde Flüssigkeitsanteil (Permeat) über einen Rohranschluß
an einer oder beiden Stirnseiten konzentrisch abgeführt. Es sind Varianten bekannt, bei denen Feed wie auch der axial
strömende Flüssigkeitsanteil (Konzentrat) jeweils stirnseitig über einen Rohranschluß neben dem Permeatrohr gefördert wird.
Dies birgt den Nachteil, daß die Strömungsquerschnitte für Feed und Konzentrat auf ein bestimmtes Maß begrenzt sind. Bei anderen
Varianten werden Feed bzw. Konzentrat über radiale Rohranschlüsse im Bereich der Zylinderenden zu- bzw. abgeführt. Dies
wiederum hat jedoch den Nachteil, daß ein entsprechend großes, ungenutztes Behältervolumen flüssigkeitsgefüllt ist. Zudem
entstehen bei allen genannten Varianten zwangsläufig Zonen nicht bewegter Flüssigkeit, so daß sich für unterschiedliche
Teilvolumina der Flüssigkeit ggf. nachteiligerweise unterschiedliche Verweilzeiten im Druckrohr ergeben können.
Es sind Lösungen bekannt, bei denen die Zwischenstücke zur Ankuppelung
eines Membranfilterelementes oder auch die stirnseitigen
Zylinderabschlüsse aus Kunststoff bestehen. Durch die begrenzte Festigkeit von Kunststoffen, insbesondere bei
erhöhten Prozeßtemperaturen, ist eine Fixierung von Membranfilterelementen in definierter Position nicht immer
möglich. Außerdem können durch Verzug der Konstruktion Beschädigungen an Membranfilterelementen gewisser Bauart
entstehen oder auch Undichtigkeiten auftreten. Ähnliche Nachteile sind bekannten Bauformen zuzuschreiben, bei denen die
Befestigung oder Abstützung der Zylinderabschlüsse im Zylinder durch einfache Sicherungsringe, -stifte oder ähnliches
realisiert wird. Hinzu kommt dort, daß eine sichere und gleichzeitig leichte Montage nicht immer möglich ist.
Druckrohre können auch in Anlagen mit hohen Anforderungen an Sterilität oder Produktreinheit zum Einsatz kommen. Daraus
ergeben sich Forderungen nach Spaltfreiheit und freier Umspülbarkeit
produktberührter Flächen, insbesondere auch im Bereich von Dichtungen. Die bekannten Druckrohrvarianten weisen
entsprechende Auslegungsmerkmale nicht aus. Auch Lösungen mit Komponenten aus Kunststoff können aus oben bereits genannten
Aspekten wie auch wegen möglicher Produktunverträglichkeit oder Veränderungen an der Oberfläche nicht in allen Fällen eingesetzt
.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Druckrohr der eingangs genannten Art anzugeben, das einen spaltfreien
Sitz von Membranfilterelementen innerhalb eines breiten Einsat
zbereiches, totzonen- und restvolumenarmen Betrieb unter
aseptischen Bedingungen sowie eine Erhöhung der stirnseitigen Strömungsquerschnitte für Feed bzw. Konzentrat bei hoher Stabilität
und einfacher Montierbarkeit der einzelnen Bauelemente ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch l gekennzeichneten
Merkmale gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen sind in den Ansprüchen 2 bis 8 festgelegt.
Daraus ergibt sich zunächst der Vorteil, daß durch Verwendung von innen kalibriertem, auf den Außendurchmesser des Membranfilterelementes
abgestimmtem Rohr für den Zylinder weder ein ungenutzter Spaltraum mit der Gefahr der Ablagerung von Verunreinigungen
oder, bei Einsatz von Membranfilterelementen ohne separate Dichtelemente des Auftretens eines Kurzschlußstromes
noch eine Beschädigung des Membranfilterelementes beim Einbau oder im Betrieb entstehen kann. Mit der genauen Abstimmung des
Zylinderinnendurchmessers kann ggf. auch das Quellverhalten von
Membranfilterelementen unter Betriebsbedingungen berücksichtigt werden.
Durch Verwendung einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung, bei der die Oberflächenrauhigkeit der Innenseite des Zylinders
einen Mittenrauhwert Ra nach DIN ISO 1302 von überall kleiner als 0,8 &mgr;&idiagr;&eegr; beträgt, können die oben genannten Vorteile noch
weiter ausgeprägt werden. Die Gefahr von Ablagerungen auf der gesamten Innenfläche des Zylinders kann so minimiert werden.
Mit der erfindungsgemäßen Gestaltung der Zylinderabschlüsse ergibt
sich der Vorteil, daß durch zwei oder mehrere, zu einem vorzugsweise radial angeordneten Anschluß für Feed oder Konzentrat
zusammenlaufende Verteilerrohre oder einen Verteileransatz mit angesetztem Rohrformteil wesentlich mehr der für Feed- oder
Konzentratfluß zur Verfügung stehenden stirnseitigen Fläche erschlossen werden kann. In einer bevorzugten Weiterbildung werden
als Verteileransatz ein exzentrischer Verteilerkonus oder eine Verteilerkalotte eingesetzt, die die Stirnfläche völlig
überdecken, wodurch sogenannte Totzonen oder Teilvolumina unbewegter Flüssigkeit nahezu vollständig vermieden werden können.
Ferner sind die Deckel der Zylinderabschlüsse so gestaltet, daß die von ihnen eingeschlossenen Verteilerkammern besonders klein
sind und dennoch eine gleichmäßige Verteilung auf die Stirnseite eines Membranfilterelementes über ein sternförmiges
Zwischenstück ermöglicht wird. Kleine Restvolumina sind ein besonderer Vorteil, insbesondere bei sehr teuren
Einsatzprodukten. Daher sind die die Membranfilterelemente axial abstützenden Zwischenstücke durch Verwendung von
rostfreiem Edelstahl ebenfalls sehr klein und doch in einem breiten Einsatzfeld von hoher Steifigkeit. Aus
Stabilitätsgründen und wegen der hohen Beständigkeit bzw. inerten Verhaltens gegenüber vielen Medien sind auch alle
anderen Bauteile des erfindungsgemäßen Druckrohrs, mit Ausnahme der elastomeren O-Ringe, aus rostfreiem Edelstahl.
Durch Verwendung von spaltfreien bzw. an offenliegenden Flächen
frei umspülbaren Dichtungseinheiten mit elastomeren O-Ringen wird das Einnisten von Keimen oder Verunreinigungen vermieden,
so daß ein erfindungsgemäßes Druckrohr auch bei hohen Ansprüchen an Sterilität bzw. Reinheit eingesetzt werden kann. Außerdem
bieten elastomere O-Ringe Kostenvorteile. In einer bevorzugten Ausgestaltung der Abdichtung der Zylinderabschlüsse bzw.
der Rohranschlüsse für die Produktleitungen wird durch eine asymmetrische Kammerung des O-Ringes der Vorteil einer sicheren
Positionierung bei einfacher Montage des Dichtelementes erzielt. Ferner wird eine Vor-Rücksprung-Zentrierung und ein
axial metallischer Anschlag vorgesehen, so daß der O-Ring auch im Einbauzustand fehlerfrei sitzt und Prozeßbedingungen sowie
äußere Einwirkungen keinen Einfluß nehmen können.
Im folgenden soll nun ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit
bevorzugten Weiterbildungen näher erläutert werden. In den Zeichnungen zeigt:
Fig. 1: die Darstellung einer erfindungsgemäßen Ausführung
eines vollständigen Druckrohres
Fig. 2: die Darstellung einer Stirnseite eines
Fig. 2: die Darstellung einer Stirnseite eines
erfindungsgemäßen Druckrohres mit 2 Verteilerrohren
Fig. 3: die Schnittdarstellung eines Zylinderabschlusses mit Verteilerkonus.
Fig. 3: die Schnittdarstellung eines Zylinderabschlusses mit Verteilerkonus.
Ein erfindungsgemäßes Druckrohr besteht aus den Grundelementen
Zylinder (1) , zwei oder mehreren Zwischenstücken (4), zwei Zylinderanschlüssen (6) mit einem Feedzulauf bzw. einem Konzentratablauf
(20) sowie ein- oder beidseitig konzentrischem Permeatablauf (13). Die gesamte Konstruktion, mit Ausnahme von
elastomeren O-Ringen (8, 18) als Abdichtungselemente, besteht
aus rostfreiem Edelstahl. Die Flüssigkeitszu- bzw. -ablaufe (13, 19, 20) sind an beiden Stirnseiten des Druckrohres angebracht
.
Der Zylinder (l) besteht aus innen kalibriertem Rohr, das von
seinem Kaliber auf den Außendurchmesser des eingesetzten Membranfilterelementes (2) abgestimmt ist. Die Länge des Rohres
entspricht in etwa der Länge der eingesetzten Filtereinheit aus einem oder mehreren Membranfilterelementen (2) und ggf. dazwischen
gesteckten Zwischenstücken (4). An beiden Rohrenden ist innenbündig je ein Ansatzstück (7), z. B. durch Schweißen angebracht.
Die zylindrische Innenfläche von Rohr und auch Ansatzstücken weist vorzugsweise einen Mittenrauhwert Ra nach
DIN ISO 1302 von überall kleiner als 0,8 &mgr;&idiagr;&eegr; auf.
Der zylindrische Innenraum des Druckrohres wird an beiden Stirnseiten jeweils durch einen Deckel (9) verschlossen, an dem
sich eine konzentrische Führungsfläche (10) befindet, mit der der Deckel (9) zum Zylinder (1) zentriert wird. Ferner befindet
sich an ihm eine konzentrische Bohrung als Aufnahme für ein Zwischenstück (4) , deren Durchmesser vorzugsweise dem des Innenkanals
(3) eines Membranfilterelementes (2) entspricht. Zum
Innenraum des Druckrohres hin wird vom Deckel (9) eine Verteilerkammer
(12) eingeschlossen, innerhalb der sich zuströmende Flüssigkeit (Feed) gleichmäßig auf die durch das sternförmige
Zwischenstück (4) unterteilte Sektoren und damit gleichmäßig auf die Stirnfläche eines Membranfilterelementes verteilen bzw.
abströmende Flüssigkeit (Konzentrat) gleichmäßig zum Konzentratablauf abgeführt werden kann. In einer bevorzugten
Weiterbildung der Erfindung hat das Ringvolumen der Verteilerkammer (12) vorteilhafterweise einen Ringaußendurchmesser von
annähernd dem des Innendurchmesser des Zylinders (l) und eine
Ringhöhe von weniger als einem Zehntel des Innendurchmessers des Zylinders (1).
Die Stirnfläche des Deckels (9) ist, im Falle eines angeschlossenen
Permeatablaufs (13), durch eine konzentrische Bohrung sowie stets durch zwei oder mehrere, diese Stelle umgebende Öffnungen
durchbrochen. In Baueinheit mit dem Deckel ist an die konzentrische Bohrung dann der besagte Permeatablauf (13) und
an die umgebenden Öffnungen der Feedzulauf (19) bzw. Konzentratablauf
(20) angeschlossen. Fig. 1 und Fig. 2 zeigen eine erfindungsgemäße Ausführung mit zwei zu einem radial orientierten
Rohranschluß (24, 25) symmetrisch zusammenlaufenden Verteilerrohren (21, 22) und geradem Permeatrohr (14) mit an
ihm angebrachtem Permeatrohranschluß (15), wobei die Einmündung der zusammenlaufenden Verteilerrohre in den Rohranschluß z. B.
durch ein passendes Übergangsstück (23) realisiert werden kann, um die Anpassung an eine ggf. größere Nennweite des Rohranschlusses
(24, 25) zu erleichtern. Erfindungsgemäß bietet sich neben dem Anschluß von mehr als zwei Verteilerrohren auch die
Möglichkeit der Anbringung eines Verteileransatzes mit angesetztem Rohrformteil. Als bevorzugte Ausgestaltung des Verteileransatzes
wird ein exzentrischer Verteilerkonus (26) oder eine Verteilerkalotte mit angesetztem Rohrformstück
vorgeschlagen. Fig. 3 zeigt eine Ausführung mit exzentrischem Verteilerkonus (26), wobei der Deckel (9) konzentrisch ringförmig
durchbrochen ist und die konzentrische Aufnahme für ein Zwischenstück (4) hier mit Bohrung für den Permeatdurchfluß,
vorteilhafterweise durch zwei Stege (27) gehalten wird. Durch den exzentrischen Verteilerkonus (26), der hier durch das an
die konzentrische Bohrung angeschlossene Permeatrohr (14) durchbrochen ist, wird ein nahezu fließender Übergang des
Strömungsquerschnittes von Feedzulauf (19) bzw. Konzentratablauf (20) zum Innenraum des Druckrohrs erzielt.
Der Deckel (9) wird mit lösbaren Verbindungselementen am Ansatzstück
(7) befestigt, so daß ein druckfester und dichter Zylinderabschluß (6) entsteht. Ohne Beeinflussung der grundlegenden
Konstruktionsmerkmale kann ein Zylinderabschluß (6) als Flansch-, Klemmflansch- oder Schraubverbindung ausgeführt sein.
Gleiches gilt für die Rohranschlüsse (15, 24, 25) . Fig. 1 und
Fig. 2 zeigen beispielhaft einen Zylinderabschluß (6) in Schraubverbindung mit Außengewinde am Ansatzstück (7) und an
sich bekannter Überwurfmutter (11) in Form einer Nutmutter. Der Deckel (9) ist vorteilhafterweise so ausgestaltet, daß Deckel
und Überwurfmutter stirnseitig außen bündig zueinander sitzen.
Zylinderabschlüsse in geflanschter Ausführung weisen Deckel und Ansatzstück als Flanschpaar und als Verbindungselemente Schrauben,
ggf. mit Muttern, bzw. Klemmschellen auf. Die Rohranschlüsse (15, 24, 25) in Fig. 1 und Fig. 2 sind ebenfalls in
Schraubverbindungsform dargestellt, wobei eine Verschraubungseinheit aus Anschlußstück (16), Gegenstück (17) und Überwurfmutter
besteht.
Bei Wahl von Schraub- oder Klemmflanschverbindungen für Zylinderabschlüsse
bzw. Rohranschlüssen wird eine freie Verdrehbarkeit der entsprechenden Paarungen zueinander ermöglicht, was
den Einbau in Anlagen erleichtert. Die Abdichtung zwischen Ansatzstück (7) und Deckel (9) sowie an den Rohranschlüssen (15,
24, 25) ist erfindungsgemäß derart gestaltet, daß ein elastomerer O-Ring (8, 18) asymmetrisch, d. h. im Ansatzstück (7) bzw.
Anschlußstück (16) mehr als 180° umschlossen, gekammert ist und die O-Ring-Kammerung durch eine entsprechende Kammerungsfläche
am Deckel (9) bzw. Gegenstück (17) bis auf einen schmalen Orbitalspalt vervollständigt wird. Das Kammervolumen ist so festgelegt,
daß beim Festziehen der Schraub- oder Flanschverbindung bis zur metallischen Berührung korrespondierender axialer
Anschlagflächen das verdrängte Volumen des O-Ringes (8, 18) den Orbitalspalt vollständig ausfüllt. Zusammen mit einer präzisen
Vor-Rücksprung-Zentrierung eines Verbindungspaares wird so eine
Spalt- und hohlraumfreie Abdichtung für Zylinderabschlüsse bzw. Rohranschlüsse erreicht.
Dank vorteilhafter Weiterbildungen erfindungsgemäßer Druckrohre,
bei denen die Zylinderabschlüsse (6) beider Zylinderenden einschließlich der Zu- und Abläufe (13, 19, 20) und Rohranschlüsse
(15, 24 25) in möglichst vielen, vorzugsweise allen Merkmalen symmetrisch zueinander sind, ist eine kostensparende
Herstellung und ein erleichterter Aufbau entsprechender Produktionsanlagen möglich. Fig. l zeigt eine in allen Merkmalen
spiegelsymmetrische Ausführung.
Die exakte axiale Positionierung von einem oder mehreren Membranfilterelementen (2) sowie die Aufnahme axialer Kräfte
durch Druckdifferenzen zwischen Feed- und Konzentraträumen übernehmen sternförmige Zwischenstücke (4) aus rostfreiem Edelstahl.
Neben ihrer Flüssigkeitsleitfunktion erfüllen sie die wesentliche Aufgabe der Abdichtung von Feed- bzw. Konzentrat und
Permea träumen, so daß die Produkt räume nur über das oder die Membranfilterelemente (2) miteinander verknüpft sind.
Hierzu dienen beidseitige Steckansätze, die mit der zentralen Bohrung einen zentralen zylindrischen Hohlkörper mit beidseitiger
Nuten zur Aufnahme von O-Ringen (5) darstellen, an den vorzugsweise
drei oder mehr sternförmig angebrachte Rippen anschließen. In vorteilhafter Ausgestaltung sind die
Zwischenstücke (4) hauptachsensymmetrisch mit Identität beider Steckansätze und können zwischen Deckel (9) und
Membranfilterelement (2) als auch zwischen zwei benachbarten Membranfilterelementen (2) eingesetzt werden. Für sterile
Bedingungen ist der Außendurchmesser der Steckansätze eines Zwischenstückes (4) beidseitig der 0-Ring-Kammerungen
reduziert, damit die bestehenden Spalte genügend durchspült und die offenliegenden Flächen der O-Ringe (5) frei umspült werden
können.
Claims (8)
1. Rohrförmiger Druckbehälter zur Aufnahme von Membranfilterelementen
(2) verschiedener Bauart, Abmessungen und Anzahl für die Trennung von Flüssigkeiten, bestehend aus einem Zylinder
(1) , zwei oder mehreren Zwischenstücken (4), zwei Zylinderabschlüssen (6) mit einem Feedzulauf bzw. einem Konzentratablauf
(20), sowie ein- oder beidseitig konzentrischem Permeatablauf (13) , dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder (1) aus innen
kalibriertem, auf den Außendurchmesser des Membranfilterelementes (2) abgestimmtem Rohr besteht, ferner, daß an jeder Zylinderseite
eine Verteilerkammer (12) durch einen Deckel (9) eingeschlossen wird, an dem sich eine konzentrische Führungsfläche
(10) und eine konzentrische Aufnahme für ein Zwischenstück (4) befindet und dessen Stirnfläche durch eine konzentrische Bohrung
bei angeschlossenem Permeatablauf sowie zwei oder mehrere, diese Stelle umgebende Öffnungen, durchbrochen ist, wobei in
Baueinheit ein vorzugsweise gerades Permeatrohr (14) an die konzentrische Bohrung und zwei oder mehrere, zu einem vorzugsweise
radial angeordneten Anschluß für Feed (19) oder Konzentrat (20) zusammenlaufende Verteilerrohre (21,22) oder ein Ver
teileransatz mit angesetztem Rohrformteil an die umgebenden Öffnungen anschließen und mit den an den Steckansätzen der Zwischenstücke
(4) befindlichen Produktabdichtungen (5) zwei nur über das oder die Membranfilterelemente (2) miteinander verknüpfte
Räume schaffen, ferner, daß alle lösbaren Verbindungen mit O-Ringen (5, 8, 18) derart abgedichtet sind, daß keine
Spalten bestehen bzw. die offenliegenden Flächen der O-Ringe von Flüssigkeit frei umspült werden können, ferner, daß die Zylinderabschlüsse
(6) und die Rohranschlüsse (15, 24, 25) ohne Beeinflussung von den grundlegenden Konstruktionsmerkmalen als
Flansch-, Klemmflansch- oder Schraubverbindung ausgeführt sein
können und ferner, daß als Werkstoff für alle Bauelemente, mit Ausnahme der elastomeren O-Ringe, rostfreier Edelstahl Verwendung
findet.
2. Druckbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Zylinderabschlüsse (6) beider Zylinderenden mit allen
Anschlüssen und Dichtungselementen vorzugsweise identisch ausgeführt sind.
3. Druckbehälter nach Anspruch l oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Innenfläche des Zylinders (1) einen Mittenrauhwert Ra nach DIN ISO 1302 von überall kleiner als 0,8 /xm aufweist.
4. Druckbehälter nach Anspruch 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet,
daß die vom Deckel (9) eingeschlossene Verteilerkammer (12) ein Ringvolumen mit einem Ringaußendurchmesser von annähernd dem
des Innendurchmessers des Zylinders (1) und einer Ringhöhe von vorzugsweise weniger als einem Zehntel des Innendurchmessers
des Zylinders (1) hat.
5. Druckbehälter nach Anspruch 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet,
daß der Verteileransatz für Feed bzw. Konzentrat vorzugsweise aus einem exzentrischen Verteilerkonus (26) oder einer Verteilerkalotte
mit angesetztem Rohrformstück besteht, wobei der Deckel (9) konzentrisch ringförmig durchbrochen ist und die
konzentrische Aufnahme für ein Zwischenstück (4) , gegebenenfalls mit Bohrung für Permeatdurchfluß, durch zwei oder mehrere
Stege (27) gehalten wird.
6. Druckbehälter nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Zwischenstück (4) aus Edelstahl aus einem zentralen zylindrischen Hohlkörper mit beidseitigen Nuten für die Aufnahme
von O-Ringen sowie 3 oder mehreren, sternförmig an ihm angebrachten
Rippen besteht, hauptachsensymmetrisch ist und sowohl zwischen Deckel (9) und Membranfilterelement (2) als auch zwischen
zwei benachbarten Membranfilterelementen (2) eingesetzt werden kann.
7. Druckbehälter nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abdichtung zwischen Ansatzstück (7) und Deckel (9) sowie an den Rohranschlüssen (15, 24, 25) derart gestaltet ist,
daß ein O-Ring im Ansatzstück (7) bzw. Anschlußstück (16) mehr als 180° und durch eine entsprechende Kammerungsfläche am
Deckel (9) bzw. Gegenstück (17) bis auf einen Orbitalspalt vollständig umschlossen gekammert ist, wobei das Kammervolumen
bei metallischem Anschlag von Ansatzstück (7) und Deckel (9) bzw. Anschlußstück (16) und Gegenstück (17) so dimensioniert
ist, daß das verdrängte Volumen des O-Ringes den Orbitalspalt vollständig ausfüllt, ferner daß sich Ansatzstück (7) und Dekkel
(9) bzw. Anschlußstück und Gegenstück (17) durch Rückbzw. Vorsprung achsgenau zueinander zentrieren.
8. Druckbehälter nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß durch Verkleinern des Außendurchmessers der Steckansätze eines Zwischenstücks (4) beidseitig der O-Ring-Kammerungen die
offenliegenden Flächen der O-Ringe (5) frei umspült werden können.
Priority Applications (1)
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DE9209684U DE9209684U1 (de) | 1992-07-15 | 1992-07-15 | Präzisions-Druckrohr |
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DE9209684U DE9209684U1 (de) | 1992-07-15 | 1992-07-15 | Präzisions-Druckrohr |
Publications (1)
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DE9209684U1 true DE9209684U1 (de) | 1992-09-17 |
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DE9209684U Expired - Lifetime DE9209684U1 (de) | 1992-07-15 | 1992-07-15 | Präzisions-Druckrohr |
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Country | Link |
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DE (1) | DE9209684U1 (de) |
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
EP1078679B1 (de) * | 1998-04-28 | 2009-07-29 | Asahi Kasei Kabushiki Kaisha | Filtrationsapparat mit einstellbarer verbindungsstruktur |
IT201900017192A1 (it) * | 2019-09-25 | 2021-03-25 | Fil Tech Srl | Sistema di chiusura per un recipiente di un apparato di filtrazione |
-
1992
- 1992-07-15 DE DE9209684U patent/DE9209684U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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WO2021059063A1 (en) * | 2019-09-25 | 2021-04-01 | Fil.Tech Srl | Closing system for a container of a filtering device |
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