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DE920808C - Spannlack, z. B. fuer Flugzeuge - Google Patents

Spannlack, z. B. fuer Flugzeuge

Info

Publication number
DE920808C
DE920808C DED3497D DED0003497D DE920808C DE 920808 C DE920808 C DE 920808C DE D3497 D DED3497 D DE D3497D DE D0003497 D DED0003497 D DE D0003497D DE 920808 C DE920808 C DE 920808C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
varnish
aircraft
clamping
tension
varnishes
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED3497D
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Dr Schweitzer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Degussa GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Degussa GmbH filed Critical Degussa GmbH
Priority to DED3497D priority Critical patent/DE920808C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE920808C publication Critical patent/DE920808C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D5/00Coating compositions, e.g. paints, varnishes or lacquers, characterised by their physical nature or the effects produced; Filling pastes
    • C09D5/08Anti-corrosive paints
    • C09D5/10Anti-corrosive paints containing metal dust

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Spannlack, z. B. für Flugzeuge Als Spannlack, z. B. für Flugzeuge, werden Lacke auf der Basis von Nitrocellulose, Acetylcellulose, ferner von Cellulosebuttersäure- oder Cellulosepropionsäureestern und den entsprechenden Mischestern oder Estergemischen verwendet. Eine Reihe von anderen hochmolekularen Filmbildnern, wie z. B. Polyvinylchloride und die nachhalogenierten Polyvinylchloride und die Vinylchloridmischpolymerisate, ferner die verschiedenen Chlorkautschuke, die auf Grund ihrer Unbrennbarkeit besonders wertvoll sind, haben sich für diese Verwendungszwecke, da sie keine genügende Spannfähigkeit besitzen, als unbrauchbar erwiesen.
  • Es wurde nun gefunden, daß als Spannlacke mit ausgezeichnetem Erfolg Lacke verwendet werden können, die aus hochmolekularen Filmbildnern, gegebenenfalls zusammen mit Weichmachern und Pigmenten erhalten werden, wenn man der Lackgrundlage geringe Anteile, z. B. etwa $ °/a hochdispersen festen Teilchen, wie z. Bi. Metall- oder Metalloidoxyden mit einer Elementarteilchengröße von unter o,o5, vorzugsweise o,oi ,u, zufügt. Derartige hochdisperse Oxyde können in hier nicht beanspruchter Weise durch Zersetzung von flüchtigen Metall- oder Metalloidverbindungen in gasförmigem Zustand in Gegenwart von brennbaren und bzw. oder unbrennbaren, vorzugsweise von sauerstoffhaltigen Gasen in einer Flamme hergestellt werden. Dabei werden die flüchtigen Verbindungen zusammen mit brennbaren, insbesondere wasserstoffhaltigen oder Wasserstoff bildenden und gegebenenfalls sauerstoffhaltigen Gasen der Flamme kontinuierlich über Brenner bei Temperaturen unterhalb des Schmelzpunktes der zu bildenden Oxyde und mit hohen Strömungsgeschwindigkeiten zugeleitet, wobei Flammentemperatur und Strömungsgeschwindigkeit so aufeinander abgestimmt sind, daß durch eine kurze Verweilzeit der gebildeten Oxyde in der Reaktionszone unerwünschte Oberflächenveränderungen, z. B. Rekristallisation, an den Oxydteilchen vermieden werden. Die Reaktionsprodukte werden rasch aus der Flammenzone entfernt und unter Aufrechterhaltung von Temperaturen oberhalb des Taupunktes der bei der Umsetzung entstandenen, leicht kondensierbaren, dampfförmigen Reaktionsprodukte abgekühlt. Dabei werden die als Aerosole gebildeten Oxyde durch Koagulation in die Aerogelform übergeführt und in an sich bekannten Vorrichtungen, wie Filtern, Zyklonen oder elektrischen Abscheidern, gewonnen. Die Abscheidung kann auch an gekühlten, gegebenenfalls bewegten Flächen, vorteilhaft an Walzen, erfolgen, wobei dann zweckmäßig durch geeignete Absteifvorrichtungen dafür Sorge getragen wird, daß die einmal abgeschiedenen Oxydteilchen vor erneuter Einwirkung der Flamme geschützt werden.
  • Durch den Zusatz von Metall- oder Metalloidoxyden mit einer Teilchengröße von o,o5 ,es. wird die Spannfähigkeit von hochmolekularen Filmbildnern bedeutend gesteigert. Auch wird die Spannung von für die Herstellung von Spannlack an sich schon geeigneten bekannten Filmbildnern noch erhöht. Bei anderen Filmbildnern, die bereits schon eine gewisse Spannfähigkeit besitzen, deren Spannung aber ohne weiteres noch nicht ausreicht, wird durch die erfindungsgemäßen Zusätze eine bessere, nunmehr ausreichende Spannung erzielt.
  • Ein für die Zwecke der Erfindung hervorragend geeigneter Stoff ist die durch thermische Spaltung von flüchtigen Siliciumverbindungen,wie Siliciumtetrachlorid, erhältliche kolloidaleKieselsäure. Analoge Produkte sind die auf ähnliche Weise gewonnenen hochdispersen Aluminium- und Titanoxyde.
  • Durch Zusätze von wenigen Prozenten, etwa 1 bis 5 %, von diesen Substanzen zu Lösungen von hochmolekularen Filmbildnern, wie zu den üblichen Spannlacken, wird deren Spannfähigkeit gesteigert. Da die Elemententeilchen der genannten hochdispersen Oxyde von ihrer Entstehung her des öfteren schwach zu gröberen Partikeln agglomerisiert sind, ist es notwendig, auf eine gute Verteilung beim Anreiben dieser Lacke oder der entsprechenden Konzentrate in der Farbreibmühle oder auf dem Walzenstuhl zu achten. Derart hergestellte Spannlacke sind je nach dein Gehalt an den genannten Zusätzen mehr oder weniger thixotrop. Es ist durch diese Zusätze möglich, unter Erhaltung der Spannfähigkeit in seither üblichen Spannlacken, z. B. in Nitrocellulosespannlacken, die Weichmacherteile, besonders die Anteile an schwer brennbaren Weichmachern, wie Trikresylphosphat, Triphenylphosphat, Trichlorphenylphosphat, oder an chlorierten schwer flüchtigen Kohlenwasserstoffen beträchtlich zu steigern und somit die Feuerempfindlichkeit dieser Lackfilme zurückzudrängen. Bei j Acetylcellulosespannlacken kann auf ähnliche Weise der Gehalt an wasserabweisenden Weichmachern, wie Triphenylphosphat oder Tributylphthälat, erhöht und hierdurch - die bekannte Feuchtigkeitsempfindlichkeit der Acetylcellulosespannlacke vermindert werden.
  • Als überraschendes Moment hat sich erwiesen, daß durch diese Zusätze sogar gewisse Filmbildner, die bisher überhaupt keine oder nur ungenügende Spannfähigkeit besaßen, zu ausgezeichneten Spannlacken verarbeitet werden können. So ist es z. B. möglich, mit Polyvinylchloriden oder nachhalogenierten Polyvinylchloriden oder Vinylchloridmischpolymerisaten durch Zusätze der genannten Art Spannlacke mit hervorragender Spannkraft zu erzeugen. Selbst bei Chlorkautschuk wird durch diese Zusätze eine gewisse Spannkraft erzeugt.
  • Derartigen Spannlacken können die üblichen Weichmacher, Natur- oder Kunstharz, Pigmente und Füllmittel zugesetzt werden.
  • Im übrigen können bei den neuen Lackkompositionen Lösungsmittel oder Gemische verwendet werden, welche neben den üblichen Anteilen an Lösungsmitteln gleichzeitig größere Anteile von Nichtlösern, wie Benzin oder Kohlenwasserstoffen, enthalten. Beispiele i. Auf einen Spannrahmen, der mit einem Flugzeugspännstoff bespannt war, wurde ein Lack folgender Zusammensetzung aufgebracht: 15010 nachchloriertes Polyvinylchlorid, 67% Esterlösungsmittelgemisch, 18% Gemisch aromatiscehr Kohlenwasserstoffe, 0,3% Weichmacher, i,5Q/o Pigment.
  • Die Auftragsmenge betrug 18 g/ni2. Nach 1/2 Jahr Bewetterung betrug die mit einem Spannungsgerät beobachtete Eindrucktiefe bei i kg Belastung = 6,1 mm, bei 0,5 kg Belastung = ,4 mm.
  • Bei einem Parallelversuch unter Verwendung praktisch derselben Lackzusammensetzung, jedoch unter Zugabe von i o/o hochdisperser, als Aerosol gewonnener Kieselsäure mit einer Teilchengröße von 0,004 bis 0,o25 ,u betrug die ebenfalls nach '/2 Jahr Bewetterung mit dem Spannungsgerät beobachtete Eindrucktiefe bei i kg Belastung = 3,5 mm, bei o,5 kg Belastung = 2 mm.
  • 2. Auf einen Spannrahmen, der mit einem Flugzeugbespannstoff bespannt war, wurde ein Lack folgender Zusammensetzung aufgebracht: 13% spritfeuchte Nitrocellulose, 3i'0/0 Esterlösungsmittelgemisch, 36% Alkoholgemisch, 1,2% Weichinachergemsch, i,% hochdisperse, als Aerosol gewonnene Kieselsäure.
  • Nach IL- Jahr Bewetterung betrug die Eindrucktiefe bei i kg Belastung = 3,2 mm, bei o,5 kg Belastung = 2 mm.
  • 3. Auf einen Spannrahmen, der mit einem Flugzeugspannstoff bespannt war, wurde ein Lack folgender Zusammensetzung aufgebracht: 7,5% mittelviscose Acetylcellulose, 23'/o Esterlösungsmittelgemisch, 26°/o Alkoholgemisch, i i % Toluol, i,i % Weichmachergemisch, 0,75% hochdisperse, als _',erosol gewonnene Kieselsäure. Die Eindrucktiefe betrug nach 1/2 Jahr Bewetterung bei i kg Belastung = 3,7 mm, bei o,5 kg Belastung = 2,2 mm.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verwendung eines Lackes aus hochmolekularen brennbaren oder unbrennbaren Filmbildnern, gegebenenfalls mit Pigmenten, und einem gegebenenfalls sehr hohen Gehalt an insbesondere schwer brennbaren oder wasserabweisenden Weichmachern mit einem geringen Zusatz, etwa 5°/o, von hochdispersen festen Teilchen, z. B. Metall- oder Metalloidoicyden, mit einer Elementarteilchengröße von unter 0,o5, vorzugsweise unter o,oi ,u, wie sie z. B. durch thermische Spaltung von entsprechenden flüchtigen Verbindungen, z. B. Siliciumverbindungen, zu erhalten sind, als Spannlack, z. B. für Flugzeuge.
DED3497D 1941-11-21 1941-11-21 Spannlack, z. B. fuer Flugzeuge Expired DE920808C (de)

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Publications (1)

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DE920808C true DE920808C (de) 1954-11-29

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DED3497D Expired DE920808C (de) 1941-11-21 1941-11-21 Spannlack, z. B. fuer Flugzeuge

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