DE9207277U1 - Fräswendeplatte - Google Patents
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Description
PATENTANWÄLTE
DR.-ING, H" NEGENDANK (4973) ■; "" » ~ ' I
HAUCK, GRAALFS, WEH^EiRTf DQRING, 3EINES, SIEMONS
HAMBURG - MÜNCHEN - DÜSSELDORF^" 36 926-19
Wilhelm Fette GmbH Grabauer Str. 24
2053 Schwärzenbek
EDO GRAALFS, Dipl. Ing. NORBERT SIEMONS, Dring. HEIDI REICHERT, Rechtsanwalt
Neuer Wall 41, 2000 Hamburg 36 Telefon (0401 36 67 55, Fax 040 · 364039
Telex 211769 inpat d
HANS HAUCK, Dipl.-Ing. WERNER WEHNERT1 Dipl.-Ing.
Mozartstraße 23, 8000 München 2 Telefon (0891 53 92 36, Fax 089-531239
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WOLFGANG DÖRING, Dring. ULRICH BEINES, Dr. rer. nat., Dipl.-Chem.
Mörikestraße 18, 4000 Düsseldorf Telefon (02111 45 07 85, Fax 0211 · 4543283
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ZUSTELLUNGSANSCHRIFT/PLEASE REPLY TO:
HAMBURG,
26. Mai 1992
Die Erfindung bezieht sich auf eine Fräswendeplatte nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Fräswendeplatten sind seit langem bekannt. Sie bestehen aus einem generell prismatischen Körper mit einer planen
Auflagefläche und mindestens einer Schneidkante, die der
Schnittlinie zwischen einer Spanfläche und einer Freifläche an der Flanke der Wendeplatte entspricht. Die Wendeplatte
wird fest in einem Werkzeughalter angeordnet dergestalt, daß die Schneidkante bei der Drehung des Werkzeughalters
einen Kreis beschreibt. Üblicherweise wird die Wendeplatte in einem Winkel zur Drehachse (Axialwinkel)
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angeordnet. Der axiale Winkel hat einen unmittelbaren Einfluß auf die Standfestigkeit des Werkzeugs und die Haltbarkeit
der Schneidkante. Ein weiches Schneiden wird bei einem relativ großen Axialwinkel erhalten.
Bei einem Axialwinkel ungleich Null und gerader Schneidkante kann kein exakter 90°-Winkel gefräst werden, weil
voreilendes und nacheilendes Ende der Schneidkante nicht auf einer gemeinsamen Zylinderfläche liegen. Außerdem ändern
sich über die Länge der Schneidkante Spanwinkel und Freiwinkel und der Spanwinkel ggf. dem Vorzeichen nach,
was für eine qualitätvolle Bearbeitung unter Umständen nachteilig ist. Für eine optimale Standfestigkeit und eine
gute Spanabfuhr sind indessen bestimmte Winkel vorzugeben, die aufgrund des beschriebenen Sachverhalts über die Länge
der Schneidkante nicht beibehalten werden können. Aus den genannten Gründen wurden Wendeplattenfräswerkzeuge für die
Umfangsschlichtbearbeitung nicht verwendet. Vielmehr wurden hierfür Fräser mit schraubenlinienförmigen Schneidkanten
eingesetzt, die die erwähnten Anforderungen erfüllen. Derartige Fräswerkzeuge sind jedoch verhältnismäßig aufwendig,
wenn sie mit auswechselaren Messern versehen sind.
Aus der EP 0 392 730 und 0 392 729 sind Fräswendeplatten bekanntgeworden, mit denen versucht wird, die Nachteile
herkömmlicher Wendeplatten zu umgehen. Der Schneidkante wird Kurvenform verliehen, und zwar als Schnittlinie eines
ebenen Schnitts durch einen Zylinder. Der Winkel der Schnittebene entspricht dem Axialwinkel. Auf diese Weise
ist gewährleistet, daß die Schnittkante auf einer Zylinderfläche liegt und mit dem Fräser ein exakter 90°-Winkel
hergestellt werden kann.
Nach einem weiteren Merkmal des bekannten Fräswerkzeugs sind Spanfläche und Freifläche kontinuierlich kurviert
dergestalt, daß sich entlang der Schneidkante ein konstanter Spanwinkel bzw. ein konstanter Freiwinkel ergeben.
Der Vorteil des bekannten Fräswerkzeugs besteht darin, daß ein relativ großer Axialwinkel gewählt werden kann. Außerdem
lassen sich Span- und Freiwinkel bei positiver Schneidgeometrie optimieren. Nachteilig ist indessen, daß die
Fertigung der bekannten Wendeplatten im spanlosen Formprozeß stattfindet, insbesondere durch Sintern. Die Herstellungsweise
im Sinterprozeß ist für sich genommen nicht übermäßig aufwendig. Sie führt jedoch naturgemäß zu nicht
zu vernachlässigenden Toleranzen, so daß die sogenannte Rundlaufgenauigkeit zu wünschen übrig läßt. Ferner erfordert
jede Wendeplattengeometrie ein eigenes Formwerkzeug,
auch wenn nur Spanwinkel oder Freiwinkel eine geringfügige Änderung erfahren. Bei unterschiedlichen Anforderungen ist
daher eine große Anzahl von Formwerkzeugen vorzuhalten. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß gesinterte Wendeplatten
nicht einem Beschichtungsprozeß nach dem PVD-Verfahren unterworfen werden können. Beschxchtungsprozesse
dieser Art zum Zwecke einer Oberflächenhärtung des Werkzeugs erfordern zumeist eine vorangehende Schleifbehandlung
des Werkzeugs, welche gewünschte Wendeplatten nicht zulassen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfach herzustellende Fräswendeplatte zu schaffen, mit der eine
ähnlich hohe Bearbeitungsgüte wie beim Schlichtfräser erzielt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Merkmalke
des Patentanspruchs 1.
Die erfindungsgemäße Wendeplatte wird aus einem trapezoiden
vorbearbeiteten, vorzugsweise plangeschliffenen Rohling geformt. Der Rohling bzw. das Halbzeug hat eine an
sich bekannte plane Auflagefläche und eine annähernd plane der Auflagefläche gegenüberliegende Vorderfläche, wobei
entscheidend ist, daß lediglich die an die Schneidkanten angrenzenden Flächenbereiche plan sind, während der Verlauf
der Fläche im mittleren Bereich unwesentlich ist.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß ähnliche Ergebnisse wie mit kurvierten Span- und Freiflächen an der
bekannten Wendeplatte erzielt werden, wenn die Spanfläche mittels einer vorzugsweise geraden sich im Winkel zur
Schneidkante erstreckenden Hohlkehle in der Vorderfläche geformt wird mit vom voreilenden zum nacheilenden Ende hin
stetig abnehmender Tiefe. Eine derartige Hohlkehle läßt sich durch einen einfachen Schleifprozeß herstellen. Durch
entsprechende Wahl der Schleifparameter läßt sich mithin der Spanwinkel an den Enden der Schneidkante willkürlich
festlegen, so daß zum Beispiel am voreilenden und am nacheilenden Ende der Schneidkante bei gegebenem Axialwinkel
gleiche Werte erhalten werden. Es versteht sich, daß der Spanwinkel zwischen den Enden nicht exakt die gleichen
Werte annehmen kann. Hierzu würde es eines "Dralls" der Spanfläche bedürfen, wie er aus dem oben beschriebenen
Stand der Technik an sich bekannt ist. Die durch die erfindungsgemäße
Maßnahme erzielbare Formgebung der Wendeplatte im Schneidkantenbereich ist mithin eine Annäherung
an die geometrischen Verhältnisse der bekannten Schneidplatte, die nicht nachteiliger ist, jedoch aus anderen
Gründen eine Reihe von Vorteilen im Gefolge hat. So ist es auf einfache Weise möglich, in vorgegebene Rohlinge gewünschte
Spanwinkel zu schleifen, d.h. eine entsprechende Anpassung an die Fräsanforderungen vorzunehmen. Hierzu
sind bei vorgegebener Einspannung in der Schleifmaschine nur die Schleifparameter zu ändern, was völlig problemlos
zu bewerkstelligen ist. Das Herstellungsverfahren führt im übrigen zu einer höheren Rundlaufgenauigkeit als dies bei
gesinterten Wendeplatten möglich ist. Die erfindungsgemäße Fräswendeplatte ermöglicht mithin eine Präzision, wie sie
bisher nur mit Schlichtfräsern (ohne Wendeplatten) erreichbar war. Bei der erfindungsgemäßen Wendeplatte läßt
sich auch ein besonders vorteilhaftes, bei niedriger Temperatur durchführbares Beschichtungsverfahren anwenden,
das, wie erwähnt, eine Schleifbearbeitung des Werkstücks voraussetzt.
Der Winkel, unter dem sich die Hohlkehle zur Schneidkante (des Rohlings) erstreckt, ist naturgemäß abhängig von dem
gewünschten Spanwinkel, wobei die Schrägung mit der Steigung der Hohlkehle korreliert und ggf. mit dem Radius des
Schleifwerkzeugs, mit dem die Hohlkehle erzeugt wird. Bei einem gegebenen Radius bestimmt die Schleiftiefe die Neigung
der Spanfläche, wobei selbstverständlich dafür ge-
. . Jl
sorgt werden muß, daß die Hohlkehle unter dem gewünschten Spanwinkel unmittelbar an die Schneidkante angrenzt. Die
Vorgaben zur Herstellung der Hohlkehle sind jedoch nicht schwierig zu ermitteln. Es ist auch denkbar, die Steigung
der Hohlkehle nicht konstant veränderlich zu machen; für die Bearbeitung ist indessen von Vorteil, wenn die Steigung
der Hohlkehle annähernd konstant ist.
Falls ein über die Länge der Schneidkante konstanter Spanwinkel erwünscht ist, kann, wie bereits erwähnt, die Neigung
der Spanfläche am voreilenden und nacheilenden Ende der Schneidkante so gewählt werden, daß bei einem vorgegebenen
Axialwinkel diese Winkel einen gleichen Wert aufweisen. Die zwischen den Enden liegenden Spanwinkel haben
dann nur geringfügig abweichende Werte.
Zur Erzeugung eines exakten 90"-Winkels sieht der eingangs
beschriebene Stand der Technik vor, die Schneidkante auf dem Mantel eines Zylinders verlaufen zu lassen in Form
einer Schnittlinie eines ebenen Schnitts durch den Zylinder nach Maßgabe des Axialwinkels. Hieraus resultiert eine
elliptische Bombierung der Schneidkante, die sich theoretisch ebenfalls mit Hilfe einer Schleifmaschine herstellen
ließe. Bei der Erfindung wurde indessen erkannt, daß ein derartiger Aufwand nicht notwendig ist, vielmehr ausreicht,
wenn die Schneidkante eine gewisse Balligkeit erhält, wie sie jedoch grundsätzlich etwa aus der FR-A-7 423 183 bekanntgeworden
ist. Diese Balligkeit kann nach einer Ausgestaltung der Erfindung dadurch erreicht werden, daß der
an die Schneidkante angrenzende Abschnitt der Flanke (Freifläche) ballig geschliffen wird. Vorzugsweise wird
die Flankenfläche mit einem relativ großen Radius kreisbogenförmig
geschliffen. Es wurde festgestellt, daß die mit einer derartigen Schneidkante erzeugten Flächen in
ausreichendem Maße einem idealen 90°-Winkel angenähert sind. Der Schleifprozeß ermöglicht ohne Mehraufwand eine
beliebige Korrektur des Freiwinkels über die Schneidenlänge gesehen.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, daß mit Hilfe der erfindungsgemäßen Fräswendeplatte eine hohe Rundlaufund
eine hohe Planlaufgenauigkeit erzielt wird und hochgenaue 90°-Flächen erreichbar sind. Außerdem ermöglicht sie
einen großen Axialwinkel, was einen weichen Schnitt und eine gute Spanabfuhr zur Folge hat.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt perspektivisch ein Fräswerkzeug mit drei Wen-
deplatten nach der Erfindung.
Fig. 2 zeigt perspektivisch vergrößert einen Fräskopf ähnlich dem nach Fig. 1.
Fig. 3 zeigt perspektivisch eine Wendeplatte der Fräswerkzeuge nach den Figuren 1 und 2.
Fig. 4 zeigt eine Draufsicht auf die Wendeplatte nach Fig. 3.
Fig. 5 zeigt eine Seitenansicht der Wendeplatte nach Fig. 4 in Richtung Pfeil 5.
Fig. 6 zeigt einen Schnitt durch die Wendeplatte nach Fig. 4 entlang der Linie 6-6.
Fig. 7 zeigt eine Seitenansicht der Wendeplatte nach Fig. 4 in Richtung Pfeil 7.
Fig. 1 zeigt ein Fräswerkzeug 10, bei dem in einem allgemein zylindrischen Halter 12 drei Fräswendeplatten 14 in
geeigneter und bekannter Weise aufgenommen sind, und zwar unter einem Axialwinkel a.
.../10
Fig. 2 zeigt ein ähnliches Fräswerkzeug 10a, das fünf Wendeplatten 14 der in Fig. 1 gezeigten Art aufnimmt. Auf
den Aufbau des Werkzeughalters 12 bzw. 12a und die Festlegung der Wendeplatten 14 wird im einzelnen nicht näher
eingegangen, da sie zum Stand der Technik gehören.
Die Wendeplatten 14 sind aus einem trapezoiden, gesinterten Rohling hergestellt. Er weist eine plangeschliffene
Auflagefläche 16 und eine plane parallel zur Auflagefläche
16 verlaufende Vorderfläche 18 auf. Die Wendeplatte 14 weist mittig einen im Querschnitt kreisförmigen Durchgang
20 auf zur Aufnahme einer Halteschraube 22 zwecks Festlegung der Wendeplatte 14 im Werkzeughalter 10 bzw. 10a in
bekannter Art und Weise.
Die Wendeplatte 14 weist auf gegenüberliegenden Seiten Schneidkanten 24, 26 auf. Die Schneidkanten werden zum
einen gebildet durch die angrenzenden Flächen einer Hohlkehle 28 bzw. 30, die in die Vorderfläche 18 eingeformt
sind sowie zum anderen einer Freifläche 40. Die Hohlkehlen erstrecken sich in einem Winkel b zur Schneidkante 24 bzw.
26 bzw. zur Achse der Wendeplatte 14 einschließt, die mit 32 bezeichnet ist. Die Hohlkehlen 28, 30 sind mit einem
Schleifwerkzeug hergestellt, so daß sich über die Länge im Querschnitt ein konstanter Radius Rl ergibt. Aufgrund des
.../11
Schrägwinkels und der unterschiedlichen Tiefe der Hohlkehlen 28, 30 ergibt sich ein unterschiedlicher Keilwinkel
mit der Flanke 34 bzw. 36 der Wendeplatte 14. Wie insbesondere aus Fig. 7 hervorgeht, hat die Hohlkehle an einem
Ende die maximale Tiefe und verringert ihre Tiefe stetig zum anderen Ende hin. Die Hohlkehlen 28, 30 sind spiegelbildlich
geformt, damit beide Schneidkanten 24, 26 nacheinander durch ein entsprechendes Wenden der Platte zum
Einsatz kommen können.
Bei einem gegebenen Radius Rl des Schleifwerkzeugs und der gewählten Tiefe der Hohlkehle 28 bzw. 30 läßt sich mithin
über die Länge der Schneidkante 24 bzw. 26 eine sich stetig in der Neigung verändernde Spanfläche erzeugen. Bei
eingespannter Wendeplatte 14 liegt das den tieferen Nutabschnitt aufweisende Ende der Schneidkante am voreilenden
Ende, während der flache Nutabschnitt am nacheilenden Ende liegt. Dadurch wird bei vorgegebenen Axialwinkel und vorberechnetem
Winkel am voreilenden und am nacheilenden Ende über die Länge der Schneidkante 24 bzw. 26 ein annähernd
konstanter Spanwinkel erhalten.
Wie aus den Figuren 3 bis 7 ferner hervorgeht, ist der an die Schneidkante 24 bzw. 26 angrenzende Abschnitt 40
.../12
ballig geschliffen. Der Anschliff, der in der gleichen Maschine und in der gleichen Einspannung wie beim Schleifen
der ebenen Flächen 34 und 36 erfolgen kann, findet mit einem relativ großen Radius R statt (Fig. 4). Dadurch ergibt
sich in der Ebene der Vorderfläche 18 der Wendeplatte 14 eine schwach konvex gewölbte Schneidkante 24, 26, sowie
die Freifläche 40, die in gleicher Aufspannung auch eine stetige Veränderung des Freiwinkels d erfährt (Fig. 6; der
Freiwinkel der ebenen Flächen 34, 36 ist in Fig. 6 mit c bezeichnet). Die Balligkeit ermöglicht eine ausreichend
präzise 90°-Fläche, wenn auch die Schneidkante 24 bzw. 26 nicht völlig exakt auf einem Zylindermantel liegt, sondern
lediglich angenähert.
Wie bereits erwähnt, erfolgt das Schleifen der balligen Flächen in einer Aufspannung im Anschluß an das Schleifen
der Anlageflächen 34, 36. Nach dem Formgebungsverfahren kann die Wendeplatte 14 mit Hilfe bekannter Beschichtungsverfahren
mit einem geeigneten Material beschichtet werden zwecks Erhöhung der Oberflächenfestigkeit.
.../13
Claims (8)
1. Fräswendeplatte, die unter einem von Null abweichenden Axialwinkel an einem Werkzeughalter fixierbar ist und
die von einem trapezoiden Körper gebildet ist, mit einer annähernd planen Auflagefläche und mindestens
zwei gegenüberliegenden Schneidkanten, die von der der Auflagefläche gegenüberliegenden Vorderfläche und einer
Freifläche an der angrenzenden Flanke gebildet sind, wobei an der Vorderfläche angrenzend an die Schneidkante
eine Spanfläche gebildet ist, die vom voreilenden zum nacheilenden Ende der Schneidkante eine sich verkleinernde
Neigung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Wendeplatte (14) aus einem trapezoiden, vorbearbeiteten,
vorzugsweise plangeschliffenen, gesinterten
Rohling geformt ist mit einer annähernd planen Vorderfläche (18) und die Spanfläche mittels einer vorzugsweise
geraden Hohlkehle (28, 30) in der Vorderfläche (18) geformt ist, die im Winkel (b) zur Schneidkante
(24, 26) verläuft mit vom voreilenden zum nacheilenden Ende hin stetig abnehmender Tiefe.
2. Wendeplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlkehle (28, 30) über ihre Länge im Querschnitt
einen annähernd konstanten Radius (Rl) aufweist.
.../14
3. Wendeplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Hohlkehle (28, 30) im Winkel (b) von 5 bis 10° relativ zur Achse des trapezoiden Körpers erstreckt.
4. Wendeplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Steigung der Hohlkehle (28, 30)
annähernd konstant ist.
5. Wendeplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Neigung der Spanfläche am voreilenden
und nacheilenden Ende der Schneidkante (24, 26) so gewählt ist, daß bei vorgegebenem Axialwinkel
(a) der Spanwinkel an den Enden im montierten Zustand den gleichen Wert aufweist.
6. Wendeplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der an die Schneidkante (24, 26)
angrenzende Abschnitt (40) der Flanken (34, 36) ballig geschliffen ist dergestalt, daß die Schneidkante (24,
26) in der Ebene der Vorderfläche (18) schwach konvex ist und die Schneidkante (24, 26) im montierten Zustand
einen etwa konstanten Freiwinkel aufweist.
7. Wendeplatte nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekenn-
.../15
zeichnet, daß die ballige Flankenfläche (40) mit einem
relativ großen Radius (R) kreisbogenförmig geschliffen ist.
8. Wendeplatte nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Flanken (34, 36) unterhalb der balligen Flankenfläche (40) plan sind.
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CN110234456B (zh) * | 2017-01-30 | 2021-02-09 | 伊斯卡有限公司 | 具有两个夹紧孔的可转位的单侧切削刀具和包括这种刀具的切削工具 |
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