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Auswertautomat für Lochstreif en Es sind Registriergeräte bekannt,
bei denen ein Registrierstreifen mittels eines Fortschaltwerks durch Geber beliebiger
Art transportiert wird und bei denenmittels einer Schaltuhr jeweils nach Ablauf
einer bestimmten Zeit, z. B. nach 60, 30 oder 15 Minuten, eine Markiervorrichtung,
vorzugsweise in Form einer lochenden Stanze, ausgelöst wird. Die Abstände zwischen
zwei aufeinanderfolgenden Lochungen entsprechen dann direkt den einstündigen, halbstündigen
oder viertelstündigen Mittelwerten des vom Geber gezählten Meßobjekts.
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Die Erfindung betrifft einen Auswertautomaten für Lochstreifen mit
einer Ablaufvorrichtung zur Abtastung mittels Kontaktgabe oder lichtelektrischer
Einrichtungen. Erfindungsgemäß werden zur Auswertung die zwischen den Markierungen
bestehenden Abstände nacheinander auf Zählwerke ihrer Größe nach übertragen, wobei
für jeden Abstand ein besonderes Zählwerk vorgesehen ist. Es kann eine einstellbare
Kontaktvorrichtung vorgesehen sein, die jeweils bei Erreichen einer bestimmten Grenze
des Mittelwertes eine Signalvorrichtung betätigt und damit einen Hinweis auf die
etwa vorliegende Überschreitung gibt. Bei dieser Anordnung wird also der in der
obenerwähnten Weise mit Markierungen versehene Lochstreifen durch eine Ablaufvorrichtung
geführt. Die Geschwindigkeit des Durchlaufens kann in ununterbrochener oder schrittweiser
Bewegung erfolgen. Für jeden. Zeitabschnitt wird ein Zählwerk stetig oder schrittweise
betätigt. Für einen ganzen Tag werden in diesem Automaten also bei einstündiger
Unterteilung 24 Zählwerke, bei halbstündiger Unterteilung 48 Zählwerke und bei viertelstündiger
Unterteilung 96 Zählwerke benötigt. Die Zählwerke zeigen bei der Auswertung
Zahlen an,
die der Größe der Lochabstände entsprechen und ein Maß
für den Mittelwert der Meßgröße über die betreffende Zeitperiode geben.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch
dargestellt, und zwar zeigt Fig. i zunächst die Markiervorrichtung, Fig. 2 die Zuordnung
zwischen den einzelnen Abschnitten des Registrierstreifens und den Zählwerken im
Auswertautomaten.
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In Fig. i bezeichnet i einen Registrierstreifen. z ist ein Zähler,
der mit einer der primären Meßgröße entsprechenden Geschwindigkeit umläuft, z. B,.
ein Kilowattstunidenzähler. Er gibt jeweils nach einer festliegenden Zahl von Umdrehungen
einen Impuls auf ein Fortschaltwerk 3 mit einem Schaltrad .I, das dazu dient, den
Registrierstreifen zu transportieren. Der Registrierstreifen i läuft demzufolge
mit wechselnder Geschwindigkeit je nach der von dem Zähler i gemessenen primären
Größe. Ferner ist eine Schaltuhr 5 vorgesehen, die in festliegenden Zeitabständen,
z. B. alle 30 Minuten, einen Impuls auf eine Markiervorrichtung 6 gibt, die
in Form einer Stanze ausgebdldet sein kann. Der Registrierstreifen ist demzufolge
mit Lochungen versehen, deren gegenseitiger linearer Abstand direkt proportional
der primären Meßgröße ist.
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Die Auswertung eines solchen Streifens kann nun nach dem Schema der
Fig.2 vorgenommen werden. Hier ist entsprechend den oben gemachten Angaben eine
Zahl von Zählwerken io, 1i, 12 ... vorgesehen, und zwar bei dem angenommenen 3o-Minuten-Abstand
48 Zählwerke. DerRegistrierstreifen wird nun in den Automaten zeitrichtig eingelegt,
so daß also beispielsweise die erste Xarkierung, die etwa morgens um S Uhr vorgenommen
wurde, an einer bestimmten Stelle liegt. Beim Ablaufen des Streifens werden die
Zählwerke io, 11, 12 ... nacheinander fortgeschaltet, und zwar wird die Fortschaltung
des Zählwerks io entsprechend dem ersten Abstand, die Fortschaltung des Zählwerks
i i entsprechend dem zweiten Abstand und so fort vorgenommen. Mit den gewonnenen
Zahlen lassen sich also Tageskurven in Mittelwerten von festen Zeitperioden sowie
Tagessummenkurven in derselben Unterteilung aufzeichnen. Dadurch, daß die Markierungen
auf dem Registrierstreifen von der Schaltuhr gegeben werden, hat man eine Bezugsmöglichkeit,
:um Streifen miteinander zu vergleichen, die an aufeinanderfolgenden Tagen :aufgenommen
wurden, bzw. die Summe der Aufzeichnungen zu bilden. Ein am nächstfolgenden Tag
in der gleichen Schicht -aufgenommener Registrierstreifen wird zeitrichtig in den
Auswertautomaten eingespannt, und dann wird wiederum der erste Abstand dem Zählwerk
i o, der zweite Abstand dem Zählwerk ii usw. zugeführt. Man erhält dadurch Summen
von Mittelwerten, die nach derTageszeit geordnet sind.
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Um einen Hinweis für eine Überschreitung einer vorher festgelegten
Größe des Mittelwertes bei der Auswertung zu erhalten, kann ferner das Gerät mit
einer einstellbaren Kontaktvorrichtung versehen werden, welche jeweils von einer
Nullstellung aus mit den Zählwerkswegen parallel läuft und an dem eingestellten
Punkt beispielsweise eine Signallampe aufleuchten läßt. Auf diese Art läßt sich
die Auswertung auf die möglicherweise nur wenigen Überlastungsfälle beschränken.
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Damit die Richtigkeit der Auswertung jederzeit nachgeprüft werden
kann und bei der Verarbeitung der Auswertergebnisse Zeit gespart wird, besteht eine
weitere Ausgestaltung der Einrichtung darin, daß bei Beendigung der Auswertung das
Gesamtbild der Zählwerksstände mittels einer aufsetzbaren fotografischen Einrichtung
aufgenommen wird.