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DE902257C - Verfahren zur Herstellung von Acylderivaten der Enolform des Codeinons - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Acylderivaten der Enolform des Codeinons

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Publication number
DE902257C
DE902257C DEK10625A DEK0010625A DE902257C DE 902257 C DE902257 C DE 902257C DE K10625 A DEK10625 A DE K10625A DE K0010625 A DEK0010625 A DE K0010625A DE 902257 C DE902257 C DE 902257C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
codeinone
preparation
acyl derivatives
enol form
room temperature
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEK10625A
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Abbott GmbH and Co KG
Original Assignee
Knoll GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Knoll GmbH filed Critical Knoll GmbH
Priority to DEK10625A priority Critical patent/DE902257C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE902257C publication Critical patent/DE902257C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D489/00Heterocyclic compounds containing 4aH-8, 9 c- Iminoethano-phenanthro [4, 5-b, c, d] furan ring systems, e.g. derivatives of [4, 5-epoxy]-morphinan of the formula:
    • C07D489/02Heterocyclic compounds containing 4aH-8, 9 c- Iminoethano-phenanthro [4, 5-b, c, d] furan ring systems, e.g. derivatives of [4, 5-epoxy]-morphinan of the formula: with oxygen atoms attached in positions 3 and 6, e.g. morphine, morphinone

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Acylderivaten der Enolform des Codeinons Es ist bekannt, daß das aus Codein durch Odxydation z. B. mit Chromsäure erhältliche Codeinon ebenso wie dessen Enolmethyläther, das Thebain, die sogenannte Morpholspaltung erleidet: Es wird beim Kochen mit Essigsäureanhydrid in ein neutrales Spaltstück, das 3-Methoxy-4, 6-diacetoxyphenanthren und Äthanolmethylamin gespalten (L. Knorr, Berichte der Deutschen Chem. Gesellschaft, Bd.36, S.3081 [19o3]).
  • Es wurde nun gefunden, daß man bei dieser Umsetzung eine Base, die offenbar ein Zwischenprodukt der Spaltungsreaktion ist, in guter Ausbeute dadurch fassen kann, daß man das Essigsäureanhydrid längere Zeit bei Zimmertemperatur oder nur wenig erhöhter Temperatur auf Codeinon einwirken läßt. Eine Abänderung des Verfahrens besteht darin, daß man die Einwirkung von Essigsäureanhydrid bei dessen Siedepunkt oder in dessen Nähe unterbricht, bevor die Morpholspaltung merklich geworden ist. Die Aufarbeitung kann dadurch erfolgen, daß man die Reaktionslösung zur Zersetzung des überschüssigen Anhydrids auf eine Soda-Eis-Mischung gießt und die abgeschiedene Base mit organischen Lösungsmitteln ausschüttelt. Oder man dampft die Reaktionsmischung bei niedriger Temperatur im Vakuum ein, nimmt den Rückstand in Wasser auf und macht mit Bicarbonat alkalisch. Die abgeschiedene Base wird mit Äther ausgeschüttelt und nach Verdampfen des Äthers in kristallisierter Form vom F. = 133 bis 13q.° erhalten.
  • Berechnet für C20 H2104 N: C 70,75°/0, H 6,24°/a; gefunden: C 70,62 0/0, H 6,29 0/0.
  • Die Analyse zeigt, daß das Codeinon eine Acetylgruppe aufgenommen hat. Die neue Verbindung gibt mit konzentrierten Säuren quantitativ dieselbe tieforangerote Halochromie wie das Thebain. Sie besitzt daher die Konstitution eines Enolacetats der Formel Die neue Verbindung kann denselben Umsetzungen des konjugierten Systems der Doppelbindungen unterworfen werden, denen auch Thebain zugänglich ist. So lagert sie z. B.an Doppelbindungen anlagerungsfähige Verbindungen wie Chinon oder Maleinsäureanhydrid an; mit Wasserstoffsuperoxyd wird sie zu Oxycodeinon oxydiert.
  • Bei der erfindungsgemäßen Umsetzung können an Stelle von Essigsäureanhydrid flüssige Anhydride anderer niederer Fettsäuren verwandt werden, und man erhält die entsprechenden Acylverbindungen.
  • Beispiel 3 g Codeinon vom F. = 18o bis 181° werden mit 15 g frisch destilliertem Essigsäureanhydrid zwei Tage bei Zimmertemperatur geschüttelt, wobei das zunächst suspendierte Codeinon in Lösung geht. Man dampft bei Zimmertemperatur im Vakuum das überschüssige Essigsäureanhydrid ab und verreibt den harzigen Rückstand mit wasserfreiem Äther, wobei sich das Acetat des Codeinonenolacetats als mikrokristallines, bräunlich verfärbtes, leicht absaugbares Pulver abscheidet. Man saugt ab und wäscht mit Äther nach. Durch Umkristallisieren aus Essigester erhält man das Acetat in farblosen Kristallen vom F. = 104 bis i05°.
  • Das Acetat wird in wenig eiskaltem Wasser gelöst, die Lösung mit Bicarbonat versetzt und die abgeschiedene Base mit viel peroxydfreiem Äther aufgenommen, wobei eine kleine Menge amorpher Flocken ungelöst bleibt. Man trocknet den Äther über Natriumsulfat, versetzt mit wenig Aktivkohle, filtriert und dampft die Ätherlösung auf dem Wasserbad ein. Das Codeinonenolacetat bleibt als Harz zurück, das nach einiger Zeit strahlig zu Kristallen erstarrt. Ausbeute 1,9 g. Durch Umkristallisieren aus Hexan, in dem ein kleiner Teil des Rohprodukts unlöslich ist, wird die Base mit dem scharfen Schmelzpunkt 133 bis i34° erhalten. Mit dem bei der gleichen Temperatur schmelzenden Acetylcodein gibt die Verbindung eine starke Schmelzpunktserniedrigung.
  • Die neue Verbindung zeigt wie Thebain intensive Halochromie mit konzentrierter Schwefelsäure und konzentrierter Salzsäure. Das Pikrat der Base wird durch Lösen derselben in verdünnter Essigsäure und Fällung mit wäßriger Pikrinsäure erhalten. Das zunächst amorph ausfallende Pikrat wird abgesaugt, getrocknet und bei Zimmertemperatur in Methanol gelöst, aus dem beim Einengen im Vakuum zunächst amorphe Anteile ausfallen, von denen abgesaugt wird. Beim weiteren Einengen der Methanollösung kristallisiert das Pikrat des Codeinonenolacetats aus, das nach zweimaligem Umkristallisieren durch Einengen der bei Zimmertemperatur bereiteten Methanollösung in Prismen vom F. = toi bis 2o3° unter Zersetzung erhalten wird. Mit dem bei i97° unter Zersetzung schmelzenden Codeinonpikrat gibt es eine starke Schmelzpunktserniedrigung auf 184 bis 188°.
  • Analyse: C2oHg104N - C,H307N3 (568,5). Berechnet: C 54,90%, H 4,250/0, N 9,85%; gefunden: C 54,76 0/0, H 4,23 0/0, N 9,77 %-Das Pikrat gibt im Gegensatz zu Codeinonpikrat intensive orangerote Halochromie mit konzentrierter Schwefelsäure und konzentrierter Salzsäure.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Acylderivaten der Enolform des Codeinons, dadurch gekennzeichnet, daß man Codeinon mit flüssigen Carbonsäureanhydriden, insbesondere denen der niedrigmolekularen Fettsäuren, bei Zimmertemperatur behandelt.
  2. 2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Säureanhydride in der Wärme auf Codeinon einwirken läßt und die Reaktion unterbricht, bevor die sogenannte Morpholspaltung merklich geworden ist.
DEK10625A 1951-07-17 1951-07-17 Verfahren zur Herstellung von Acylderivaten der Enolform des Codeinons Expired DE902257C (de)

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