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DE896002C - Verfahren zur Verbesserung von Staehlen bei der Verguetung - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung von Staehlen bei der Verguetung

Info

Publication number
DE896002C
DE896002C DEB4003D DEB0004003D DE896002C DE 896002 C DE896002 C DE 896002C DE B4003 D DEB4003 D DE B4003D DE B0004003 D DEB0004003 D DE B0004003D DE 896002 C DE896002 C DE 896002C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
thermal
tempering
steels
electrolyte
workpiece
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB4003D
Other languages
English (en)
Inventor
Richard Beck
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEB4003D priority Critical patent/DE896002C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE896002C publication Critical patent/DE896002C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D3/00Diffusion processes for extraction of non-metals; Furnaces therefor
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25FPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC REMOVAL OF MATERIALS FROM OBJECTS; APPARATUS THEREFOR
    • C25F3/00Electrolytic etching or polishing
    • C25F3/02Etching
    • C25F3/06Etching of iron or steel

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Heat Treatment Of Articles (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verbesserung von Stählen bei der Vergütung Bei der üblichen Vergütung von Stählen entstehen in der Oberfläche kraterförmige Gebilde, die bei gewöhnlicher mikroskopischer Untersuchung festgestellt werden können. Diese Oberflächenfehler werden bei der üblichen Fertigung nicht zum Verschwinden gebracht und beeinträchtigen beispielsweise die Güte von aus ihnen gefertigten Werkzeugen.
  • Es wurde nun gefunden, daß man .diese Fehler weitgehend vermeiden kann, wenn man die Stähle vor der thermischen bzw. chemischen und thermischen Vergütung, sei es , durch Härtung, Nitrierung oder Vergütung im Glühprozeß, beispielsweise auch vor der Inchromierung oder Zementierung in einem neutralen oder alkalischen Bad, in welchem das zu behandelnde Werkstück als Anode geschaltet ist, mit kurzen intermittierenden Stromstößen behandelt, deren @ Dauer nach der Eigenart des Werkstoffes sowie des Elektrolyten so zu bemessen ist, .daß die Gewähr für eine möglichst tiefgehende Austreibung des Gasgehaltes, vornehmlich des Wasserstoffes gegeben ist. Die Dauer der jedesmaligen Stromeinwirkung beträgt beispielsweise wenige Sekunden. Sie kann je nach den Umständen bis zu 6o Sekunden, .aber auch weniger als r Sekunde betragen. Vorzugsweise wählt man .die Dauer des einzelnen Stromstoßes so, Üaß durch einen ein. zelnen Stromstoß kein Oxydlbelag auf .dem Stahlwerkstück entsteht. Die Stromeinwirkungen werden vorzugsweise so lange fortgesetzt, bis der Augenschein ergibt, daß alle oxydierbaren Bestandteile außer dem behandelten Metall an der Oberfläche restlos oxydiert sind. Dies läßt sich mit dem bloßen Auge gut beobachten. Bei den ersten Stromstößen zeigen sich z. B. auf einem Versuchsblech zunächst inselartige und streifige Flächen, die unregelmäßig über die ganze Oberfläche verteilt sind, auf denen eine besonders starke Gasentwicklung zu beobachten ist. Nach einer gewissen Zahl von Stromstößen verschwinden diese sich zunächst .deutlich abhebenden Flächen; und die Gasentwicklung findet auf der ganzen Oberfläche gleichmäßig statt. In diesem Zeitpunkt sind keine oxydierbaren Bestandteile mehr vorhanden. Die erfindungsgemäße Behandlung wird vorzugsweise nach einer gegebenenfalls vorzunehmenden Reinigung eingeschaltet.
  • Eine verbessernde Wirkung mit Hilfe der beschriebenen Behandlung mit intermittierenden Stromstößen erzielt man auch, wenn man dieselbe nicht vor der thermischen und/oder chemischen Vergütung anwendet, sondern am fertig vergüteten Werkstück, bzw. wenn man eine solche Nachbehandlung zusätzlich zu einer erfindungsgemäßen Vorbehandlung vornimmt.
  • Beispiel Ein 13-mm-Spiralbohrer aus Dreierstahl Böhler, der elektrolytisch entfettet war und anschließend nach dem Nitrierungsverfahren bei iigo° vergütet wurde, wurde verglichen mit einem sonst auf gleiche Weise hergestellten 13-mm-Spiralbohrer, der nach der elektrolytischen Entfettung und vor der Vergütung 5 Minuten bei einer Stromdichte von 3 Amp. mit einer Unterbrechung von 2 Sekunden Expositionszeit, 2 Sekunden Unterbrechungszeit in einem alkalischen Elektrolyten aus Trinatriumphosp'hat - mit einem pH-Wert 8,5-bei 70° behandelt wurde. Vergleicht man die beiden Bohrer, indem man sie unter gleichen Bedingungen Bohrungen ausführen läßt, so lassen sich mit den auf bekannte Weise gehärteten Bohrern 14 bzw. 16 Bohrungen, mit den gemäß Erfindung vor der Vergütung vorbehandelten Bohrern 'hingegen 30 bzw. 32@ Bohrungen ohne Nachschleifen durchführen. Die Vorbehandlung kann bei Raumtemperatur erfolgen. Es ist jedoch besonders vorteilhaft, bei erhöhter Temperatur zu arbeiten, beispielsweise den Elektrolyten bei 8o bis ioo° anzuwenden, da auf diese Weise die Behandlungsdauer sich abkürzen läßt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur thermischen und/oder chemischen Vergütung von Stählen, dadurch gekennzeichnet, .daß man die Stähle zusätzlich zu einer bekannten. thermischen und/oder chemischen Vergütung in einem neutralen oder alkalischen Bad, in welchem das zu behandelnde Werkstück als Anode geschaltet ist, mit kurzen intermittierenden Stromstößen behandelt, .deren Dauer nach der Stahlsorte sowie nach der Eigenart .des Elektrolyten maximal so bemessen ist, daß ein oxydischer Niederschlag auf dem Werkstück durch den einzelnen Stromstoß noch nicht entsteht.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrolyt bei- erhöhter Temperatur, beispielsweise bei 8o bis ioo° angewandt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und. 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung mit intermittierenden Stromstößen vor der thermischen und/oder chemischen Vergütung, gegebenenfalls nach der Reinigung, erfolgt. q.. Verfahren nach Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß .die Behandlung mit intermittierenden Stromstößen nach der thermischen un.d/oder chemischen Vergütung vorgenommen wird.
DEB4003D 1943-04-17 1943-04-17 Verfahren zur Verbesserung von Staehlen bei der Verguetung Expired DE896002C (de)

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DE896002C true DE896002C (de) 1953-11-09

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