DE889775C - Verfahren zum Herstellen von Kabelschuhen, Verbindungs- und Endstuecken an elektrischen Kabeln - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von Kabelschuhen, Verbindungs- und Endstuecken an elektrischen KabelnInfo
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- H—ELECTRICITY
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- H01R4/00—Electrically-conductive connections between two or more conductive members in direct contact, i.e. touching one another; Means for effecting or maintaining such contact; Electrically-conductive connections having two or more spaced connecting locations for conductors and using contact members penetrating insulation
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- H01R4/62—Connections between conductors of different materials; Connections between or with aluminium or steel-core aluminium conductors
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Description
- Verfahren zum Herstellen von Kabelschuhen, Verbindungs-und Endstücken an elektrischen Kabeln Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Kabelschuhen, Verbindungs- und Endstücken an elektrischen Kabeln, und zwar insbesondere solchen aus Aluminium, obgleich auch Kupfer, Zink, Magnesium und ähnliche Metalle als Kabelmaterial in Betracht kommen. Es ist vorgeschlagen worden, die zu verschweißenden Kabelenden in einer Form aus Metall, Kohle oder keramischen Stoffen anzuordnen und durch äußere oder durch elektrische Erhitzung die zu verschmelzenden Teile auf die Schweißtemperatur zu bringen. Die zusätzliche Beheizung -ist zuweilen schwer zu beschaffen. Es ist ferner bekannt, die Kabelenden aufnehmende Metallformen mit einem Einguß und einem Auslauf zu versehen und flüssiges Material so lange durch die Form zu gießen, bis die zusammenzuschweißenden oder mit einem Kabelschuh zu versehenden Teile geschmolzen sind und sich mit dem Eingußmaterial vereinigt haben. Es ist schließlich auch noch bekannt, das Kabelende in eine Metallform einzulegen und sehr hoch erhitztes Metall in solchen Mengen einzugießen, daß etwas außen über die Form herunterläuft und damit auch die nötige Erwärmung von außen erzeugt. In beiden Fällen ist eine übergroße Menge von flüssigem Metall notwendig.
- Gemäß der Erfindung wird dieser Nachteil dadurch vermieden, daß die Adern des in die Form eingelegten Kabelendes oder der verschiedenen Enden vor der Verschweißung derart aufgelöst werden, daß das in die Form eingefüllte, über den Schmelzpunkt erhitzte Metall alleAderenden gleichmäßig bespült und rasch gleichmäßig schmilzt. Diese Wirkung kann dadurch erreicht werden, daß das Kabel nach dem Ende zu entsprechend den einzelnen Aderlagen abgesetzt wird, so daß das Metall die Stirnfläche und einen entsprechenden Teil der Außenseite jeder Kabelader umspült. Besonders zweckmäßig ist es, die Adern des abgesetzten Kabels einzeln nach außen abzubiegen, so daß diese Enden völlig von dem flüssigen Metall umgeben werden und sofort damit verschmelzen. Die Form, die zweckmäßig der Wärmeisolation und Porosität wegen aus Kohle besteht, ist nach oben offen, so daß das flüssige Metall einfach von oben eingegossen werden kann und auf den Adern befindliche Oxydhäutchen sich ablösen und nach oben aufschwimmen können.
- In den Zeichnungen sind mehrere Ausführungsbeispiele für das neue Verfahren- und die dabei verwendeten Formen im Längsschnitt dargestellt.
- Gemäß Fig. z ist das Kabel in eine zweckmäßig der Länge nach geteilte, oben offene Kohleform k1, k2 durch einen verengten Teil e eingeführt. Die Aderlagen a:" a2, a3, a4 sind abgesetzt, so daß das von oben eingegossene flüssige Metall sämtliche Adern in gleichmäßiger Weise umfaßt und schmilzt. Die Verschweißung erfolgt dabei nur an den Außenseiten und Stirnkanten, während nach unten zu die innenliegenden Adern unverschweißt, also nur an ihren freien Enden mit dem Eingußmetall vereinigt sind. Es können auf diese Weise einfache zylindrische Angüsse an den Kabelenden hergestellt werden, die zur Verbindung durch Anklemmen oder Verschrauben dienen. Die beiden Teile der Form werden durch umgelegte Schellen oder auf konische Teile aufgedrückte Ringe od. dgl. zusammengehalten.
- Fig. 2 zeigt, teilweise auch im Schnitt, durch das eingeführte Kabel, wie die Kabeladern einzeln nach außen gebogen sind, so daß ihre Enden von dem eingegossenen Metall sehr rasch geschmolzen werden und sich damit vereinigen.
- In Fig.3 ist dieselbe Anordnung dargestellt, doch ist hierbei der Hohlraum h für die Aufnahme des einzugießenden Metalls in der Mitte wesentlich verbreitert, während die Eingußöffnung e entsprechend dem gewünschten Verbindungsstück geringeren Durchmesser aufweist. Eine derartige Bauart ist notwendig, wenn der gegebene Kabelquerschnitt eine bestimmte Größe überschreitet. Der Manteldurchmesser muß dann so groß gewählt werden, daß das Eingußmaterial mit Sicherheit die Kabeladerenden verschmilzt.
- Die Einführungsvereinigung e der Form für das Kabel kann verhältnismäßig weit sein und wird dann, wie beispielsweise dargestellt ist, durch eingelegte Halbringe r aus Kohle jeweilig passend gemacht.
- Fig. q. und 6 zeigen in Längs- und Querschnitt die Verbindung zweier Kabel, die waagerecht von beiden Seiten in eine längs geteilte Form k1, k2 eingeführt und mit abgebogenen Aderenden versehen sind. Für das Einfüllen des flüssigen Materials ist eine Öffnung o an der Oberseite der Form vorgesehen, die so angeordnet ist, daß die Oxydteilchen durch sie nach oben entweichen können. Auch ist es zweckmäßig, wie punktiert dargestellt, zusätzliche Entlüftungsöffnungen o' vorzusehen, um den Abzug der Gase und Oxydteilchen auch von den weiter auswärts gelegenen Teilen n zu ermöglichen.
- Die Fig. 6 und 7 zeigen im Längsschnitt und Grundriß ein Ausführungsbeispiel für eine Abzweigverbindung. Die Unterform k ist einteilig, die darüber gelegte Oberform besteht äus den teilen k1 und k2, in deren Trennfuge die E'inguß-5ffnung o liegt.
- In-den Fig. 8 und 9 ist in zwei senkrecht zueinander stehenden Schnitten eine Vorrichtung zur Herstellung eines Kabelschuhes an einem Kabelende dargestellt. Die Form besteht wieder aus zwei Teilen k1, k2, die die Einführungsöffnung e für das Kabel und Putzen für das Schraubloch in dem Anschlußlappen des Kabelschuhes aufweisen. Unmittelbar unter der Form ist eine Kühlbacke b auf das Kabel geschoben, um die Schweißwärme vor dem Eintritt in das (Kabel abzuleiten. Wie in Fig.9 punktiert angedeutet, kann der Anschlußlappen anstatt in der Mitte des Kabelschuhes auch seitlich dazu angeordnet werden.
- Gemäß Fig. zo kann auch an ein von oben nach unten geführtes Kabelende ein Kabelschuh angeschweißt werden. Die Form ist an der Oberseite mit der Einführungsöffnung e für das Kabel und der Eingußöffnung o für das flüssige Metall versehen. Das Kabel ist von einer Kühlbacke b umgeben, die eine trichterförmige öffnung o" für den Metalleinguß aufweist. Die Form wird an der Kühlbacke b durch starke Zugfedern f festgehalten, die an einem Bodenstück s befestigt sind.
- Für das zur Bildung der Anschlußstücke oder Kabelschuhe verwendete Material wird das Kabelmetall oder zweckmäßig eine Legierung davon gewählt, die nach dem Erstarren größere Härte als jenes aufweist.
- Wesentlich ist bei allen Ausführungsformen, daß hinter dem ersten abgesetzten oder abgespreizten Aderring ein Teil verbleibt, der zwar nicht immer mit den Adern verschweißt, aber einen kräftigen Schaft für das an der Schweißstelle etwas in seiner Härte geschwächte Kabel bildet.
- Das neue Verfahren hat zunächst den Vorteil, daß bei genügend starker Erhitzung des flüssigen Metalls im Gegensatz zu dem bekannten Durchspülverfahren nur so viel Aufgießmetall benötigt wird, als für das Verschmelzen der verhältnismäßig kleinen Masse der einzelnen Aderenden notwendig ist. Auch bedürfen Gießformen bei Verwendung eines keramischen Materials oder einer elektrisch schlecht leitenden Kohle keiner besonderen Anwärmung vor dem -Gießen. Als besonders vorteilhaft haben sich die Kohleformen erwiesen. Sie zeigen selbst bei sehr häufiger Verwendung keine nennenswerte Abnutzung und halten die großen, plötzlich auftretenden thermischen Beanspruchungen gut aus, ohne zu springen oder sich auch nur zu verziehen. Das eingegossene Material löst sich nach dem Erstarren leicht von den Wandungen ab, so daß Nachbearbeitungen des Schmelzstückes kaum erforderlich sind. Schließlich wird die Isolation des Kabels bei diesem Verfahren sehr geschont, weil das Kabel bzw. die Form vor dem Eingießen des Metalls nicht besonders erwärmt zu werden braucht und die Wärmemenge des Aufgußmetalls leicht von der Gießform und der Kühlbacke aufgenommen wird.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen von Kabelschuhen, Verbindungs- und Endstücken an elektrischen Kabeln, insbesondere aus Leichtmetall, wobei das Kabelende in eine Form eingelegt und das Material für die Bildung des Kabelschuhes flüssig eingebracht wird, so daß das Kabelende damit verschmilzt, dadurch gekennzeichnet, daß die Adern des Kabels derart aufgelöst werden, daß das flüssige Metall alle ihre Enden gleichmäßig bespült und schmilzt.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Kabelende nach den einzelnen Aderlagen abgesetzt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aderenden nach außen abgebogen werden.
- 4.. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Herstellung des Kabelschuhes oder sonstigen Anschlußstückes ein kräftiger Schaft unterhalb der Schweißstelle gebildet wird.
- 5. Verfahren nach Anspruch z, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Kohleform.
- 6. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Eingußmaterials besonders großer Härte.
- 7. Form zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i oder den Unteransprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Form an der Eintrittsstelle des Kabelendes eine Verengung aufweist, die der Zentrierung und Abdichtung dient. B. Form nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Einführungsstelle für das Kabelende mit einlegbaren Halbringen zur Anpassung an verschiedene Kabeldurchmesser versehen ist. g. Form zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i oder den Unteransprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Offnungen für die Einführung des Kabelendes und des Eingußmaterials an der Oberseite vorgesehen sind, um ein senkrecht hängendes Kabelende umgießen zu können.
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