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Lichtpausmaschine, bei der das Pausgut an der Pausfläche mittels eines
endlosen Förderbandes vorbeibewegt wird Es sind Lichtpausmaschinen bekannt, bei
denen das Pausgut an. der Pausfläche mittels eines endlosen Förderbandes vorbeibewegt
wird. Über dem Förderband und senkrecht zu seiner Bewegungsrichtung ist vorzugsweise
eine langgestreckte Strahlenquelle angeordnet, die eine für den Pausvorgang aktivische
Strahlung aussendet. Deren Strahlung wird durch einen Reflektor auf einer meist
gebogenen Glasscheibe vereinigt, die ihrerseits als Pausfläche dient. Durch das
endlose Förderband wird das Pausgut an. der Pausfläche vorbeibewegt. Zum Antrieb
und, Spannen: des. Fördertuches, wird dieses über zwei oder mehrere Walzen. geführt,
von denen die eine durch ,einen Motör angetrieben wird. Falls man nur zwei derartige
Walzen vorsieht, kommt es vor, da3 das F'ürdertuch etwas schräg läuft. Zu diesem
Zweck ist es notwendig, die Walzen etwas zu schwenken. Man hat dies bisher in der
Weise durchgeführt, daß man. an den beiden Enden der einen Walze eine Verstellvorrichtung
angebracht hat, mittels der der Abstand der einen Walze von der anderen Walze geändert
werden kann. Die andere, meist die angetriebene
Walze wird starr
gelagert. Mit der gleichen Vorrichtung kann mann auch den. Anpreß-druck einstellen,
indem man die eine Walze parallel zu sich selbst bewegt. In, diesem Fall ist also
eine gleichmäßige Betätigung der beiden Stellvorrichtungen an den Enden dieser Walze
erforderlich. Es hat sich dabei als nachteilig 'herausgestellt, daß. dafür zwei
Vorrichtungen bedient werden müssen. Auch wenn man sich bemüht, beide um den gleichen
Betrag zu verstellen, kann es vorkommen, daß sich die beiden Walzenenden nicht um
den gleichen Betrag verschieben, so daß, das Fördertuch nunmehr nach der einen.
Seite, die den geringen Abstand aufweist, läuft. Man muß also durch wiederholtes
Betätigen der Einstellvorrichtung die schwenkbare Walze so lange verstellen, bis
das Fördertuch wieder genau gerade läuft. Es ist klar, daß eine derartige wiederholte
Einstellung mühevoll ist.
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Gemäß der Erfindung wird dieser Nachteil dadurch beseitigt, daß eine
Vorrichtung vorgesehen ist, mit deren Hilfe durch Betätigen eines einzigen Handgriffes
der Abstand der zum Spannen des Förderbandes dienenden Walzen, unter Beihehaltung
der Richtung ihrer Achsen verändert werden kann.. Bei einer solchen Verstellung
bleibt daher der Geradlauf des Förderbandes erhalten. Falls jedoch, etwa durch ungleichmäßiges
Ausdehnen des Fördertuches oder durch einen anderen Umstand, ein Schieflauf des
Förderbandes eintreten sollte, ist es erforderlich, durch eine zusätzliche Vorrichtung,
vorzugsweise durch Schwenken einer der Spannwalzen, die Richtung der Achsen der
Spannwalzen gegeneinander zu verändern. Eine selche Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Anordnung hat den Vorteil, daß man-je nach Bedarf entweder z. B. wenn der Anpreßdruck
geändert werden soll, den Abstand der beiden Walzen voneinander unter Beibehaltung
der Richtung ihrer Achsen ändern kann oder unabhängig davon, z. B. wenn das Förderband
sich an seinen beiden Kanten ungleichmäßig ausgedehnt hat, die Richtung der beiden
Achsen der Spannwalzen gegeneinander, vorzugsweise durch Schwenken, einer der Spannwalzen,
verändert werden kann. Für die Durchführung dieser beiden Bewegungen sind also erfindungsgemäß
zwei verschiedene Vorrichtungen vorgesehen.
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In den Figuren sind verschiedene Ausführungsformen des Erfindungsgedankens,
zum Teil in schematischer Weise, dargestellt. In Fig. i und 2 ist das Fördertuch
i zwischen zwei Walzen 21 geführt, von denen die eine, vorzugsweise die durch einen
Motor angetriebene, in: zwei-Lagerböcken 3 starr gelagert ist. Die Lager 4 der anderen
Walze dagegen sind durch einen starren Bügel 5 miteinander verbunden, der in seiner
Mitte durch eine Verstellvorrichtung senkrecht zur Walzenachse verschoben werden
kann. Diese Vorrichtung besteht aus einer in einem Lager 6 gelagerten und mit einem
drehbaren Handrad 7 versehenen Spindel 8, deren freies Ende durch eine Bohrung des
Bügels 5 hindurchgeführt ist. Der Durchmesser der Spindel ist so bemessen, daß,
sie sich in der Bohrung fre: drehen läßt. Dabei ist aber das betreffende End<
des Gewindestabes so umgebördelt oder verdickt, daß die Bewegung der Schraubspindel
in axialer Richtung auf den, Bügel 5 übertragen wird. Da sich die Bohrung
in der Mitte des Bügels befindet werden die beiden Lager ,4 und damit auch die Walze
um den gleichen Betrag verschoben, so daß also die Richtung der Achsen: der beiden
Walzen gegeneinander bei der Verstellung ohne weiteres erhalten bleibt. Die Fig.2
zeigt die gleiche Anordnung in einer Seitenansicht, aus, der insbesondere die Anordnung
der Strahlenquelle 9, vorzugsweise eine langgestreckte Quecksilberhochdrucklampe,
des Reflektors io und der als Pausfläche dienenden Glasscheibe ii entnommen werden
kann.
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Die Übertragung der Bewegung auf die beiden Enden der Walzen kann
auch in anderer Weise vorgenommen werden. In der Fig. 3 ist beispielsweise eine
Hebelübertragung dargestellt. Die Betätigung des Handrades 7 bewirkt eine axiale
Verschiebung der Schraubspi,ndel8, deren Ende in einem Führungskopf z2 gelagert
ist, der zwar die Axialbewegung der Schraubspindel mitmacht, nicht aber die Drehbewegung.
Der Führungskopf greift an den Enden der um, die Lager 15 drehbaren Hebel 13 und
14 an, die ihrerseits. wieder die eine Walze 2 führen. Hierbei ist der Hebel 13
über ein Gelenk mit dem linken Lagerbock für die Walze verbunden, während bei dem
rechten Hebel 14 die Vorrichtung angebracht ist, die für die Schwenkung der Walze
erforderlich ist. Diese Vorrichtung kann mittels des Handrades 16 betätigt werden.
Die Bedienung wird also in der Weise gehandhabt, daß bei einer Änderung des Anpreßdruckes
des Förderbandes das Handrad 7 gedreht wird, während ein etwaiges Schieflaufen des
Förderbandes durch einseitiges Schwenken, der Walze mittels des Handrades 16 beseitigt
werden kann. Die Hebel 13, 14 sind je an zwei Drehpunkten, mit Schlitzen
versehen, die eine Verschiebung der Drehzapfen in der Längsrichtung der Hebel ermöglichen.
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Bei der dritten Ausführungsform nach Fig.4 des Erfindungsgedankens
sind die Enden der Walzen durch zwei scherenartige Bügel 17 und 18 über Kreuz miteinander
verbunden. Die Bewegung der beiden Scherenarme wird mittels einer Schraubspindel
19 vorgenommen, die -durch ein Handrad2o gedreht werden kann. Der Bügel 18
ist. an dem einen Ende der Spindel derart befestigt, daß sein Ende. in bezug auf
die Spindel festliegt, sich diese aber drehen kann, während der andere Bügel 17
in einem Gewindestück 2i endet, das in das Gewinde der Spindel eingreift. Beim Drehen
der Spindel bewegt sich also der .Teil2i axial zur Spindel, so daß damit die beiden
Scherenarme 17 und 18 ihre Stellung zueinander ändern. Die beiden Mitten der Scherenarme
17 und 18 sind an dem Punkt 2z drehbar miteinander verbunden. Außerdem ist zwischen
den Armen 17 und i8 einerseits an den Enden und den Lagern 3 bzw. 4 andererseits.
je-%veils ein Drehgelenk 23 vorgesehen, das notwendig
ist, damit
trotz der Drehbewegung der .Scherenarme die Lager für die Walzen von der Drehbewegung
ausgeschlossen sind und sich nur parallel zu sich selbst verschieben. Die Scherenarme
17, 18 sind auf der linken Seite mit Schlitzen.,versehen, die eine Verschiebung
der Drehzapfen dieser Gelenke 23 in der Längsrichtung der Scherenarme ermöglichen.
Auch bei dieser Ausführungsform nach- Fig. 4 ist eine Schwen1,vorrichtung für die
Walzen vorgesehen, -die wiederum mittels einer mit Handrad versehenen Spindel 225
betätigt werden kann. Die Spindel verändert den Abstand zwischen dem Ende des Scherenarmes
18. und dem Lager für die Walze. Dieser Teil ist in Fig. 5 nochmals ein.-* zeln
herausgezeichnet. Damit dass Lager an dem anderen Ende dieser Walze nicht klemmt,
muß es bei 24 drehbar mit dem Teil 21 verbunden sein.
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Bei der in Fig. 6 dargestellten Vorrichtung wird die Parallelbewegung
der Walzen mittels zweier Drahtseile 25 vorgenommen, die um die Rollen 26 und 27
geführt sind. Die Bewegung der Walzen um den gleichen Betrag erfolgt durch Betätigung
der Sc'hraubspindel. 28 und mittels eines Handrades 29. Um auch hier einen ungleichmäßigen
Gang des Fördertuches beseitigen zu können, ist die eine Rolle 27 auf einen Hebelarm
30 derart sc'hwenk'bar gelagert, daß das Schieflaufen des Förderbandes durch
ein Schwenken des Handgriffes 31 ausgeglichen werden kann. Es ist lediglich erforderlich,
daß der Hebelarm 3o durch eine Vorrichtung32 festgestellt werden kann, damit eine
gleichmäßige Bewegung beider Drahtseile auch zu einer gleichmäßigen Bewegung der
beiden Enden der Walzen führt.
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Bei der Ausführung nach Fig. 7 wird sc'hließlic'h die gleichmäßige
Betätigung der beiden Walzenenden dadurch herbeigeführt, daß_ ein. Handrad 33 über
Zahnräder 34 die Parallelbewegung der Walzen herbeiführt. Die Anordnung ist hierbei
so getroffen, daß von der mittels Handrades 33 drehbaren Achse 35 zwei Schraubspindeln
37 über zwei Paar Kegelräder 34 synchron bewegt werden können. Dies geschieht in
der Weise, daß, die Lagerböcke mit einem Führungsstück 36 versehen sind, das ein
der Schraubspindel 37 angepaßtes Innengewinde aufweist. Es wird im allgemeinen genügen.,
daß die eine von den beiden Walzen. in der beschriebenen Weise parallel zu sich
selbst verschoben wird. In der Fig. 7 ist aber der Fall .dargestellt, daß die beiden
Walzen entgegengesetzt bewegt werden. Die Schraubspindeln. sind nämlich zweiteilig
ausgebildet, von denen der eine Teil mit einem Rechts:-, der andere Teil mit einem
Linksgewinde versehen ist. Außerdem ist auch die zweite Walze mit entsprechenden
Führungsstücken 36 verbunden, so daß bei einer Drehung der Spindeln 37 die beiden
Führungsstücke 36 und- damit auch die beiden Walzen sich um den gleichen Betrag
entweder voneinander oder zueinander bewegen. Eine etwa erforderliche Veränderung
der Richtung der Achsen der beiden Spannwalzen kann mit Hilfe eines Verbindungsstückes
38 durchgeführt werden, das die eine zweiteilige Spindel 37 verbindet. Durch eine
Drehung des Zwischenstückes, gegenüber der Spindel werden, da die Spindel ein Rechts-
und ein Linksgewinde trägt, die beiden Teile der Spindeln einander genähert oder
voneinander entfernt. Dadurch wird die gewünschte Änderung der Richtung der Achsen
der beiden Walzen gegeneinander herbeigeführt. Bei dieser Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Lichtpausmaschine müssen selbstverständlich mindestens, drei der Führungsstücke
36 drehbar mit den zugehörigen Lagerböcken verbunden sein, damit bei keiner der
vorkommenden Stellungen des Verbindungsstückes 38 die Lager klemmen. Da die
beiden Walzen selbst im äußersten Fall nur wenig von der parallelen: Stellung abweichen,
hat die Verstellung der Spindelrichtungen gegeneinander keinen störenden Einfluß,
auf den Eingriff der Zahnräder.
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In den Abbildungen ist die Vorrichtung jeweils nur für zwei Walzen
dargestellt, sie läßt sich aber ohne weiteres für den Fall anwenden, daß mehr als
zwei Walzen, vorhanden sind. Es. genügt in diesem Fall, daß jeweils nur eine oder
höchstens zwei der Walzen in der beschriebenen. Weise verstellbar sind.