[go: up one dir, main page]

DE860214C - Verfahren zur Herstellung von 2, 5, 5, 9-Tetramethyloktahydronaphthalinderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 2, 5, 5, 9-Tetramethyloktahydronaphthalinderivaten

Info

Publication number
DE860214C
DE860214C DEF4805A DEF0004805A DE860214C DE 860214 C DE860214 C DE 860214C DE F4805 A DEF4805 A DE F4805A DE F0004805 A DEF0004805 A DE F0004805A DE 860214 C DE860214 C DE 860214C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
formula
cleavage
radical
alcohol
tetramethyloctahydronaphthalene
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEF4805A
Other languages
English (en)
Inventor
Max Dr Stoll
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Firmenich SA
Original Assignee
Firmenich SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Firmenich SA filed Critical Firmenich SA
Application granted granted Critical
Publication of DE860214C publication Critical patent/DE860214C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C35/00Compounds having at least one hydroxy or O-metal group bound to a carbon atom of a ring other than a six-membered aromatic ring
    • C07C35/22Compounds having at least one hydroxy or O-metal group bound to a carbon atom of a ring other than a six-membered aromatic ring polycyclic, at least one hydroxy group bound to a condensed ring system
    • C07C35/23Compounds having at least one hydroxy or O-metal group bound to a carbon atom of a ring other than a six-membered aromatic ring polycyclic, at least one hydroxy group bound to a condensed ring system with hydroxy on a condensed ring system having two rings
    • C07C35/36Compounds having at least one hydroxy or O-metal group bound to a carbon atom of a ring other than a six-membered aromatic ring polycyclic, at least one hydroxy group bound to a condensed ring system with hydroxy on a condensed ring system having two rings the condensed ring system being a (4.4.0) system, e.g. naphols
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B9/00Essential oils; Perfumes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von 2, 5, 5, 9-Tetramethyloktahydronaphthalinderivaten Es ist noch gänzlich unbekannt, welches die riechenden Bestandteile des grauen Ambra sind. Sein Hauptbestandteil, der Triterpenalkohol Ambrein, ist in reinem Zustand geruchlos und ergibt beim Abbau ein einziges riechendes Produkt, das Dihydro-y-jonon, welches aber keinen wirklichen Ambrageruch besitzt, sowie einige andere geruchlose Produkte.
  • Andererseits weiß man, daß das Sclareol, ein Diterpenglykol, Hauptbestandteil des absoluten Muskatellersalb3iöls und des Muskatellsrsalbeiextrakts, immer von einem schwachen Ambrageruch begleitet ist, obwohl es in reinem Zustand geruchlos ist. Die Ozon-Spaltung eines seiner neutralen Abbauprodukte, des Anhydrides des i-Butylon-2-oxy=2, 5, 5, 9-tetramethyldekahydronaphthalins, welches auch als Sclarcoloxyd (Formel I) bezeichnet wird, mit anschließender Hydrolyse oder Reduktion des gebildeten Ozonides ergibt ein Gemisch aus mindestens vier Produkten, welche in reinem Zustand alle geruchlos sind: i. 2-Acetoxy-z, 5, 5, 9-tetramethyldekahydronaphthalinessigsäure-(i) (Formel Il); 2. ein monoacetyliertes y-Glykol: 2-Acetoxy-2, 5, 5, 9-tetramethyldekahydronaphthalinäthylol (Formel III) ; 3. ein acetylierter Oxyaldehyd: 2-Acetoxy-2, 5, 5, 9-tetramethyldekahydronaphthalinäthanal (Formel IV) ; q.. ein neutrales Produkt unbekannter Konstitution von der Bruttoformel C1$ Hso 02. Man hat nun die unerwartete Feststellung gemacht, daß durch Überführung der Säure von Formel (II) oder des Glykols der Formel (III) oder des Aldehyds der Formel (IV) unter Essigsäureabspaltung in einen ungesättigten Aldehyd, nämlich den d i' 2-a, 5, 5, 9-Tetramethyloktahydronaphthalinacetaldehyd (Formel V), dieser Aldehyd einen ausgesprochenen, intensiven und haftenden Ambrageruch besitzt. Man hat auch festgestellt, daß der entsprechende Alkohol, das dl' 2-2,:5, 5, 9-Tetramethyloktahydronaphthalinäthanol (Formel VI) ebenfalls einen sehr haftenden, an Ambra erinnernden Geruch aufweist. Diese beiden ungesättigten Stoffe, welche bisher noch nicht synthetisch hergestellt worden sind, können die unbekannten, riechenden Substanzen des grauen Ambra vorteilhaft ersetzen. Sie stellen demnach wertvolle neue Verbindungen dar, die in der Parfümerie und Kosmetik überall dort verwendet werden können, wo eine Geruchsnote nach Ambra gewünscht wird. Man hat weiterhin festgestellt, daß außer den beiden Verbindungen gemäß den Formeln (V). und (VI) auch ihre Isomeren, bei denen die Doppelbindung sich zwischen dem Kohlenstoffatom 2 und einem seiner ihm benachbarten Kohlenstoffatome (abgesehen vom Kohlenstoffatom z) befindet, ebenfalls einen an Ambra erinnernden Geruch besitzen. In allgemeiner Weise kann man also sagen, daß ungesättigte Verbindungen mit der Gruppierung 2, 5, 5, 9-Tetramethyloktahydronaphthalin, welche am Kohlenstoffatom 2 eine Doppelbindung tragen und ferner in ihrer am Kohlenstoffatom r sich befindlichen Seitenkette einen Aldehyd-oder einen Alkoholrest tragen, sich als neue, für die Parfümerie interessante Riechstoffe erwiesen haben.
  • Die vorliegende Erfindung, welche auf den obigen Feststellungen gegründet ist, hat somit ein Verfahren zur Herstellung einer neuen Verbindung mit Ambrageruch zum Gegenstand, welche der nachstehenden allgemeinen Formel (VIII) entspricht.
  • Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man eine die Gruppierung 2, 5, 5, 9-Tetramethyldekahydronaphthalin aufweisende Verbindung, welche in der 2-Stellung einen abspaltbaren Rest und in der z-Stellung eine -CH.- COOH- oder -CH,CH20H-oder -CH,CH0- oder -CH,CH,CH20H- oder -CH.CH.CH0- oder -CH = CHOR- oder -CH,CH = CHOH-Gruppe trägt, in an sich bekannter Weise durch Abspalten des abspaltbaren Restes unter Bildung einerDoppelbindungzum Kohlenstoffatom in der 2-Stellung in einen Aldehyd oder Alkohol oder ein Epoxyd mit 16 bis 17 -Kohlenstoffatomen des 2, 5, 5, 9-Tetramethyloktahydronaphthalins überführt, wobei vorhandene Carboxyl- bzw. Estergruppen zu den entsprechenden Alkoholen vor oder nach der Abspaltung reduziert werden. Die obige Umwandlung kann in allgemeiner Weise folgendermaßen dargestellt werden: In der Formel (VII) bezeichnet X einen abspaltbaren Rest, z. B. eine acylierte Hydroxylgruppe (z. B. die Gruppe -0 C O C H3) oder einen Hydroxylrest oder ein Halogenatom, und R einen funktionellen Rest, wie Alkohol, Aldehyd, Säure, Ester. In der Formel (VIII) ist der ungesättigte Charakter der neuen Verbindung durch die Doppelbindung zwischen dem Kohlenstoffatom in der Stellung 2 und einem der diesem benachbarten Kohlenstoffatome bedingt, und R' bezeichnet einen Alkohol- oder Aldehydrest.
  • Wenn R in der Formel (VII) ein Alkohol- oder Aldehydrest ist, ist es nicht notwendig, diesen Rest umzuwandeln, um die neue Verbindung gemäß Formel (VIII) zu erhalten.' Demgegenüber aber muß der Rest R in einen Alkohol- oder Aldehydrest umgewandelt werden, wenn R ein Säure- oder Esterrest ist; diese Umwandlung kann vor oder nach der Abspaltung des Restes X stattfinden; wenn sie vor der Abspaltung durchgeführt wird, hat man den Fall, in welchem R in der Formel (VII) ein Alkohol- oder Aldehydrest ist.
  • Es ist auch festgestellt worden, daß dann, wenn der in Stellung i im Ausgangsstoff sich befindliche Kohlenwasserstoffrest eine Hydroxylgruppe trägt, die Abspaltung des abspaltbaren Restes X nicht nur zur Bildung eines ungesättigten Produktes wie demjenigen der Formel (VIII) Anlaß gibt, sondern auch die Bildung eines Epoxydes, Formel (X), durch Ausbildung eines dritten Ringes zur Folge hat. Diese Umwandlung kann folgendermaßen dargestellt werden Wenn der abspaltbare Rest X eine Hydroxylgruppe ist, so überwiegt' die obige Umwandlung gegenüber der durch die Formeln (VII) und (VIII) veranschaulichten sogar dann, wenn R" eine Kette mit 3 Kohlenstoffatomen ist. Es kann in der obigen Formel (IX) der die Hydroxylgruppe tragende, durch -R"-OH bezeichnete Rest zum Beispiel eine der folgenden Gruppierungen sein: -CH,CH20H, -CH,CH,CH20H, -CH=C H O H (Enolform desAldehydrestes-C Ha C H O), -CH2CH = CHOR.
  • In gleicher Weise wie die ungesättigten, durch die Formel (VIII) dargestellten Alkohole und Aldehyde sind auch die Epoxyde gemäß Formel (X) durch einen sehr feinen und ausgesprochenen Ambrageruch ausgezeichnet.DieseEpoxydestellen neue Substanzen darund sind selbstverständlich für die Parfümerie von Interesse.
  • Als Ausgangsstoff für die Herstellung der Substanzen gemäß Formel (VIII) kann man vorteilhaft den acetylierten Oxyaldehyd, Formel (IV), oder die oben angegebene Acetoxysäure, Formel (II), verwenden. Diese Ausgangsstoffe werden vorteilhaft durch Ozonspaltung des Anhydrides des i-Butylon-2-oxy-2, 5, 5, 9-tetramethyldekahydronaphthalins der Formel (I) erhalten (Ruzicka, Seidel und Engel, Helvetica chimica Acta, Band 25, S. 621 [19q.2]), was gleichzeitig zum Aldehyd der Formel (IV) und zur Säure der Formel (II) führt.
  • Man kann als Ausgangsstoff auch den Alkohol der Formel (III) oder einen Ester der Formel (VII) verwenden, in welcher R ein Esterrest ist. Ein solcher Ester kann z. B. erhalten werden durch Verseifung der Säure der Formel (II) allein oder in Mischung mit dem Aldehyd der Formel (IV), in diesem Fall in Gegenwart von Luft, was zu dem Lakton der 2-Oxy-2, 5, 5, 9-tetramethyldekahydronaphthaiinessigsäure führt. Dieses Lakton wird hierauf durch Umesterung in einen Ester übergeführt. Der Ester kann auch durch Umesterung der Säure der Formel (II) erhalten werden. Man kann auch das y-Glykol der Formel (VII) als Ausgangsstoff verwenden, in welcher Formel X gleich -OH und R gleich -C H2 0 H ist.
  • Als Ausgangsstoff für die Herstellung des Epoxydes der Formel (X) kann mit Vorteil der Oxyaldehyd der Formel (XI) (Enolform) oder das entsprechende Glykol der Formel (XII) verwendet werden: Diese Körper können durch Ozonspaltung des Anhydrides des i-Butylon-2-oxy-2, 5, 5, 9-tetramethyldekahydronaphthaas, Formel (I), hergestellt werden, wobei man durch eine nachfolgende geeignete Behandlung unter anderem ein monoacetyliertes y-Glykol, nämlich das 2-Acetoxy-2, 5, 5, 9-tetramethyldekahydronaphthalinäthanol, Formel (III), und einen acetylierten Oxyaldehyd, das 2-Acetoxy-2, 5, 5, 9-tetramethyldekahydronaphthalinäthanal, Formel (IV), erhält. Durch Acetalisierung dieser Verbindung und anschließender Verseifung des erhaltenen Acetals bekommt man den Oxyaldehyd der Formel (XI).
  • Die Abspaltung des Restes X, Formeln (VII) und (IX), kann durch Destillation des betreffenden Körpers unter vermindertem Druck vrwirldicht w.-rden, und zwar gleichgültig, ob der Rest X eine acylierte Hydroxylgruppe, ein Hydroxylrest oder ein Halogenatom ist; die Abspaltung des genannten Restes kann je nach Fall in Gegenwart eines Katalysators durchgeführt werden, wie Kupferbronze in Pulverform, Aluminiumoxyd, Sebacinsäure, ß-Naphthalinsulfonsäure, alkoholische Schwefelsäure u. dgl. Die genannte Abspaltung kann gleichzeitig mit und im gleichen Reaktionsmilieu wie die oben angegebene Umesterung des Laktons oder des Esters stattfinden, da für jeden dieser Arbeitsgänge das gleiche Mittel verwendet wird.
  • Da alle bei der Abspaltung des in Stellung 2 befindlichen Restes X entstehenden Produkte einen Ambrageruch besitzen, gleichgültig ob es sich um ungesättigte Alkohole, ungesättigte Aldehyde oder um gesättigte oder ungesättigte Epoxyde handelt, kann man sie roh und in Mischung miteinander verwenden.- Auf diese Weise erspart man sich eine kostspielige Reinigung.
  • Im nachfolgenden sind einige Beispiele für das erfindungsgemäße Verfahren angegeben: Beispiel x 15,59 der neutralen Fraktion der aus der Ozonspaltung des Sclareoloxyds, Formel (I), vom F. = 45° (Semicarbazon 145°) entstandenen Produkte, welche also den Aldehyd der Formel (IV) enthält, wird in Gegenwart von ein wenig Kupferbronze oder Sebacinsäure unter einem Vakuum von 15 mm destilliert. Das Destillat (14,6x g) wird unter 15 mm Vakuum fraktioniert, und die oberhalb 18o° übergehenden Anteile (etwa 7 g) werden von neuem einer Behandlung mit Kupfer unterworfen, bis zur praktisch vollständigen Abspaltung der Essigsäure. Nach Abtrennung der sauren Anteile besitzt die hergestellte neue Verbindung mit Ambrageruch, welche den Aldehyd der Formel (V) darstellt, die folgenden physikalischen Konstanten: Kpo,ol = xoo bis 1o5°; d4 = 0,993 bis o995, nö = 1,512 bis 1,51q.. Diese Verbindung gibt ein Semicarbazon vom Schmelzpunkt 223 bis 225°. Gewichtsausbeute etwa 6o °/o des Sclareoloxyds.
  • Anstatt die Essigsäureabspaltung mit den neutralen und sauren Anteilen aus der Ozonspaltung getrennt durchzuführen, kann man sie auch mit der Mischung vornehmen und hierauf die neutralen von den sauren Anteilen trennen.
  • Beispiel n - Die saure Fraktion der von der Ozonspaltung des Sclareoloxyds, Formel (I), herrührenden Produkte oder das bei der Permanganatoxydation der neutralen Fraktion der genannten Ozonspaltung erhaltene Produkt (4,6 g, F. = 156°), diese Fraktion oder dieses Produkt enthält die Säure der Formel (II), wird -in einem schwachen Vakuum in Gegenwart von Kupferbronze auf 16o bis 2oo° erhitzt. Nach 40 Minuten ist die Essigsäureabspaltung fast vollständig. Die erhaltene ungesättigte Säure destilliert unter o,ox mm bei 135 bis 145°. Ausbeute 3,6 g = 97 °/o der Theorie. Sie wird hierauf in ätherischer Lösung mit UAIH4 reduziert und man erhält direkt den ungesättigten Alkohol mit Ambrageruch, Formel (VI). Ausbeute 3,4 g = 95 °/o (Gewicht). Kpo,oi = 116 bis 117°. Dieser Alkohol gibt ein bei 133 bis 135° schmelzendes 3,5-Dinitrobenzoat.
  • Beispiel 3 Die gleiche Fraktion oder das gleiche Ausgangsprodukt (3,6 g) wie im Beispiel 2 wird während mehrerer Tage mit 7o ccm Methanol, welchem 5 Gewichtsprozent konzentrierte Schwefelsäure zugesetzt wurden, zum Sieden erhitzt. Durch diese Behandlung erleidet die Säure der Formel (II) eine Umesterung. Aus dem erhaltenen Ester der Formel (VII), in welcherX=-OH und R = C 0 0 C H3, wird durch Erhitzen auf 12o bis 13o° in Gegenwart von ein wenig Jod Wasser abgespalten. Der aus dieser Wasserabspaltung entstehende ungesättigte Ester (z,8 g) wird in ätherischer Lösung mit UAIH4 zum Alkohol der Formel (V1) reduziert. Man erhält 2,4 g (Ausbeute = 88 °/o der Theorie).
  • Wenn das verwendete Methanol mehr als 5 °/o Schwefelsäure enthält, vollzieht sich eine Wasserabspaltung mit der Säure der Formel (II), was direkt zum ungesättigten Ester führt; die Behandlung mit Jod ist dann also überflüssig.
  • Beispiel 4 Die saure Fraktion der aus der Ozonspaltung des Sclareoloxyds, Formel (I), entstandenen Produkte, welche also die Säure der Formel (II) enthält, wird mit alkoholischer Kalilauge verseift. Das bei dieser Verseifung entstehende Lakton wird hierauf zu einem gesättigten Ester der Formel (VII) umgeestert, in welcher X = -OH und R ein Esterrest ist. Dieser Ester wird hierauf wie im Beispiel 3 durch Wasserabspaltung und anschließende Reduktion in den Alkohol der Formel (VI) übergeführt.
  • Beispiel 5 4,2 g des durch die Verseifung der sauren Fraktion der Ozonspaltung des Sclareoloxyds oder des Permanganatoxydationsproduktes der neutralen Fraktion der Ozonspaltung erhaltenen Laktons werden in ätherischer Lösung mit 2,5 g LiAIH4 oder in alkoholischer Lösung mittels 5 g Natrium in ein gesättigtes primärtertiäres Glykol (4,3 g = 96 °/o der Theorie) der Formel (VII) reduziert, in welcher X = 0 H und R = -C H2 0 H ist. F. = z31°. Durch Destillation dieses Glykols über Aluminiumoxyd in einem guten Vakuum bei einer Temperatur von ungefähr 2oo° wird es in o,9 g des ungesättigten Alkohols der Formel (VI) übergeführt. Ausbeute ungefähr 2o °/o (s. auch Beispiel 8).
  • Beispiel 6 Das am Anfang des Beispiels 5 erwähnte Lakton wird bei 2o° mit an trockener Salzsäure gesättigtem Alkohol behandelt. Nach Filtration des Reaktionsgemisches wird das Filtrat in Wasser gegossen; man extrahiert den restlichen gebildeten chlorierten Ester, Formel (VII), in welcher X = Cl und R ein Esterrest ist, mit einem mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel. Dieser kristallisierte Ester (Schmelzpunkt 78 bis 79°) wird nach dem erfindungsgemäßen Verfahren im Vakuum destilliert: Man erhält dabei in einer Ausbeute von 9o °/o den ungesättigten Ester, welcher hierauf zu dem ungesättigten Alkohol, Formel (VI), nach einer bekannten Methode reduziert wird, z. B. mit Hilfe von UAIH4. .
  • . Beispiel 7 11,2 g Glykol der Formel (XII) vom F. = 131° werden in Gegenwart eines elektrophilen Katalysators, z. B. 40 mg ß-Naphthalinsulfonsäure, im Vakuum zwecks Abspaltung eines Moleküls Wasser auf 135° erhitzt, hierauf wird das Reaktionsgemisch destilliert und die bei 1o mm Hg zwischen 168 und 173° über-.gehende - Fraktion aufgefangen. Durch Behandlung dieser Fraktion mit Petroläther kann man 8 g Epoxyd der Formel (X) abtrennen, welches bei 75 bis 76° schmilzt; in der genannten Formel ist R" der Rest -CH,CH2 . Dieses Epoxyd besitzt einen guten Ambrageruch, besonders in Lösung und nach einer gewissen Verweilzeit an der Luft.
  • Beispiel 8 7 g Glykol der Formel (XII) (F. = 131°) werden in einem Vakuum von o,1 mm Hg über auf Zoo bis 225° erhitztem Aluminiumoxyd destilliert. Man erhält 5,5 g Destillat und 0,85 g Wasser, welches in einem auf - 8o° abgekühlten Gefäß aufgefangen wird.
  • Durch Chromatographieren über Aluminiumoxyd wird das Destillat in 3,2 g gesättigtes Epoxyd der Formel (X) (R" = -CHZCHZ) vom Schmelzpunkt 76°, in ungesättigten Alkohol und in ungesättigten Kohlenwasserstoff aufgetrennt. Die Ausbeute 'an Epoxyd beträgt etwa 5o %.
  • Beispiel 9 12,7 g Sclareoloxyd C13H3o0 (F. = 45°) (Helvetica chimica Acta, Band 25, S. 625 [1942]) werden, gelöst in 25o cm3 reinem trockenem Hexan, bei - 3o° einer Ozonspaltung unterworfen. Nach Sättigung wird das Ozonid in der Weise reduziert, indem man ihm allmählich 310 g einer filtrierten ätherischen Lösung von 2,5 °/o UAIH4 zusetzt. Man kann auch umgekehrt die kalte Ozonidlösung allmählich zu 14o g 2°/oiger nicht filtrierter LiAIH,- Lösung geben und erhält dann 78 % Glykol. Zum Schluß wird noch zum Sieden erhitzt. Nach der gewöhnlichen Aufarbeitung erhält man 8o % Glykol .der Formel (XII) und eine kleine Menge EpoxydderFormel (X) (R"=-CH,CH2 ), welches man durch Behandlung mit Petroläther abtrennt. Um die Ausbeute an Epoxyd zu erhöhen, kann das rohe Reduktionsprodukt gemäß den Beispielen 7 oder 8 behandelt werden.
  • Beispiel 10 17,4g des Acetoxyaldehyds der Förmel (IX), in welcher X = 0 C O C H3 und R" = -CH = CH- und welcher von der Ozonspaltung des Sclareoloxyds herrührt (s. Beispiel 9), werden in einem absolut sauerstofffreien Milieu verseift. Um die Anwesenheit von Sauerstoff nicht ausschließen zu müssen, kann man den Aldehyd auch nach einer bekannten Methode in ein Acetal umwandeln und ihn hierauf verseifen. Die beiden Verfahren führen schließlich zum Oxyaldehyd der Formel (XI). Durch Wasserdampfdestillation des mit Phthalsäureanhydrid vermengten unreinen Oxyaldehydsemicarbazons (245 mg), F. =136° (rein 2o4°), wird der Oxyaldehyd wahrscheinlich in das ungesättigte Epoxyd der Formel (X) übergeführt, in welcher R" = -CH = CH- ist. Gleichzeitig scheint sich der mit dem Epoxyd isomere ungesättigte Aldehyd der Formel (VIII) (in welcher R'=-CHO) zu bilden. Das erhaltene Gemisch (2oo mg) hat folgende Konstanten: KPo,oos mm = Zoo bis 11o°; C18H"0: berechnet C 82,10/0; H 11,10/" gefunden C 82,3 °/o; H 11,4 %. Durch alkalische Oximierung lassen sich 28 °/o ungesättigter Aldehyd bestimmen und durch saure Oximierung 65 °/o Epoxyd. Das Öl besitzt einen sehr guten Ambrageruch.
  • Beispiel 11 1,9 g Glykol der Formel (XI) (F. =131 bis 132°), in welcher X = -Ölund R" _ -C HZ C HZ C H2 ist, welches durch Reduktion von Ambreinolid hergestellt wurde; werden in 8o cm3 Methylalkohol, welcher 7,2 cm3 konzentrierte Schwefelsäure enthält, gelöst und das Ganze während 3 Tagen unter Rückfluß erhitzt. Nach der gewöhnlichen Aufarbeitung erhält man 1,75 g neutrale Anteile. Nach Umkristallisieren aus Alkohol oder Petroläther schmilzt das erhaltene Epoxyd bei 83°. Ausbeute 70 °%.
  • Beispiel 12 Man behandelt in der Kälte 7 g Glykol der Formel (IX) (F. = 131°), in welcher X = -OH und R" = -C H2 C H2 ist, mit Zoo ccm einer kalt gesättigten Lösung von Salzsäure in absolutem Äther. Nach einigen Tagen bildet sich bei Zimmertemperatur ein Gemisch von 2,2 g Epoxyd der Formel (X) (in welcher R" = -C H,CH2 ), 1,75 g chloriertem Alkohol der Formel (IX) (F. = 124°), in welcher X = -Cl und R" =-CH,CH2 ist, 0,74 9 ungesättigtem Alkohol der Formel (VI) und 2,i g seines Chlorids. Die gegenseitigen Verhältnisse dieser vier Produkte sind je nach Reaktionsdauer, Temperatur, Konzentration und Salzsäureüberschuß verschieden. Durch einfaches Erhitzen des chlorierten Alkohols der Formel (IX) im Vakuum auf ioo° wird er zu 8o % in den ungesättigten Alkohol der Formel (VI) und zu 2o °/o in das Epoxyd der Formel (X) übergeführt. Dieses ist teilweise ein sterisches Isomeres des in den Beispielen 6 und 8 beschriebenen Epoxydes und schmilzt bei 6o°. Alle diese Produkte besitzen Ambrageruch und können rein oder in Mischung untereinander verwendet werden. Dieses Gemisch kann durch Destillation und anschließende Verseifung mit KOH in ein Gemisch von Epoxyd und Alkohol übergeführt werden. Diese beiden Substanzen können durch Chromatographieren über Aluminiumoxyd sehr leicht voneinander getrennt werden.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von 2, 5, 5, 9-Tetramethyloktahydronaphthalinderivaten,dadurch gekennzeichnet, daß man eine die Gruppierung 2, 5, 5, 9-Tetramethyldekahydronaphthalin aufweisende Verbindung, welche in der ?-Stellung einen abspaltbaren Rest und in der i-Stellung eine -CH,COOH-oder -CH2CHaOH-oder -CH.,CHO-oder-CH2CH.CH2OH- oder-CHZCH2CHO- oder -CH = CHOH- oder -CH2CH = CHOH-Gruppe trägt, in an sich bekannter Weise durch Abspalten des abspaltbaren Restes unter Bildung einer Doppelbindung zum Kohlenstoffatom in der ?-Stellung, in einen Aldehyd oder Alkohol oder ein Epoxyd mit 16 bis 17 Kohlenstoffatömen des 2, 5, 5. 9-Tetramethyloktahydronaphthalins überführt, wobei vorhandene Carboxyl- bzw. Estergruppen zu den entsprechenden Alkoholen vor oder nach der Abspaltung reduziert werden.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der in der ?-Stellung im Ausgangsstoff sich befindliche abspaltbare Rest eine Hydroxylgruppe, ein Halogenatom oder eine acy; lierte Hydroxylgruppe, z. B. eine Acetoxygruppe (-0 # C O . C HZ), ist.
  3. 3. Verfahren gemäß Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Abspaltung des in Stellung 2 sich befindlichen abspaltbaren Restes durch Destillation unter vermindertem Druck durchführt.
  4. 4. Verfahren gemäß Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Destillation in Anwesenheit eines Katalysators, wie Kupferbronzepulver oder Aluminiumoxydpulver, durchführt.
  5. 5. Verfahren gemäß Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abspaltung des abspaltbaren Restes und des Wasserstoffs der Hydroxylgruppe unter Bildung eines Epoxydes gleichzeitig durch einfaches Erwärmen mit anschließender Destillation zweckmäßig im Vakuum zwischen Zoo bis 3oo° über Aluminiumoxyd erfolgt.
  6. 6. Verfahren gemäB,wAnspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man aus einem die genannte Gruppierung aufweisenden Glykol ein Molekül Wasser unter Bildung,eines Epoxydes abspaltet, wobei die Wasserabspaltung durch Erwärmen im Vakuum auf ioo bis =5o° und in Gegenwart eines elektrophilen Katalysators durchgeführt wird.
DEF4805A 1949-11-03 1950-10-08 Verfahren zur Herstellung von 2, 5, 5, 9-Tetramethyloktahydronaphthalinderivaten Expired DE860214C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH860214X 1949-11-03

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE860214C true DE860214C (de) 1952-12-18

Family

ID=4543061

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEF4805A Expired DE860214C (de) 1949-11-03 1950-10-08 Verfahren zur Herstellung von 2, 5, 5, 9-Tetramethyloktahydronaphthalinderivaten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE860214C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4918205A (en) * 1987-09-30 1990-04-17 Basf Aktiengesellschaft Preparation of alkylated dodechydronaphto[2,1-b]furans
EP0696587A2 (de) * 1994-08-08 1996-02-14 Basf Aktiengesellschaft Verfahren zur stereoselektiven Herstellung von (-)3a,6,6,9a-Tetramethyl-perhydronaphtho[2,1-b]furan
EP0752423A1 (de) * 1995-07-06 1997-01-08 Basf Aktiengesellschaft Verfahren zur stereoselektiven Herstellung von (-)3a,6,6,9a-Tetramethyl-perhydronaphtho[2,1-b]furan

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4918205A (en) * 1987-09-30 1990-04-17 Basf Aktiengesellschaft Preparation of alkylated dodechydronaphto[2,1-b]furans
EP0696587A2 (de) * 1994-08-08 1996-02-14 Basf Aktiengesellschaft Verfahren zur stereoselektiven Herstellung von (-)3a,6,6,9a-Tetramethyl-perhydronaphtho[2,1-b]furan
EP0696587A3 (de) * 1994-08-08 1998-06-10 Basf Aktiengesellschaft Verfahren zur stereoselektiven Herstellung von (-)3a,6,6,9a-Tetramethyl-perhydronaphtho[2,1-b]furan
EP0752423A1 (de) * 1995-07-06 1997-01-08 Basf Aktiengesellschaft Verfahren zur stereoselektiven Herstellung von (-)3a,6,6,9a-Tetramethyl-perhydronaphtho[2,1-b]furan

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1617006C3 (de) Gesättigte oder olefinisch ungesättigte Alkohole, Acetale, Carbonsäureester und solche enthaltende Riechstoffkompositionen
DE2654268B2 (de) Verwendung von Tricyclodecanderivaten als Bestandteil von Parfümkompositionen und parfümierten Produkten
DE2455761A1 (de) Riechstoffe
DE2155671C3 (de) Neue Riechstoffe
EP0045453B1 (de) Neue Alkenole (I) und Verfahren zu deren Herstellung, Verwendung von (I) als Riech- und/oder Geschmackstoffe sowie Riech- und/oder Geschmackstoffkompositionen mit einem Gehalt an (I)
CH621105A5 (de)
DE860214C (de) Verfahren zur Herstellung von 2, 5, 5, 9-Tetramethyloktahydronaphthalinderivaten
DE3120700C2 (de) Tricyclische Verbindungen und deren Verwendung zur Herstellung von Parfümkompositionen und parfümierten Gegenständen
DE2063166C3 (de) Kondensierte Dioxolane, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung als Riechstoffe
EP0086945B1 (de) Neue Alkenole(I), Verfahren zu deren Herstellung, Verwendung von (I) als Riechstoffe und Riechstoffkompositionen mit einem Gehalt an (I)
DE2511410C2 (de) 12-Oxo-15-hydroxy-tetradecancarbonsäurelactone und Verfahren zu ihrer Herstellung
EP0044413B1 (de) 3,6-Dimethyl-oct-1-in-3-ole und -oct-1-en-3-ole sowie Derivate davon und ihre Verwendung als Riechstoffe und Verfahren zur Herstellung von 3,6-Dimethyl-octan-3-ol
DE2305981C3 (de) Naphthopyran-Gemische, Verfahren zu deren Herstellung und Riechstoffkompositionen mit einem Gehalt dieser Gemische
EP0269999B1 (de) Neue aliphatische Alkohole und Ester, deren Herstellung und Verwendung als Riechstoffe
EP0025869B1 (de) 3-Methyl-cyclohexadecen-5-on-1, Verfahren zu seiner Herstellung und seine Verwendung als Riechstoff
DE2558657C2 (de)
EP0070566B1 (de) C-8-substituierte 1,5-Dimethyl-bicyclo (3.2.1)octan-8-ole
DE3300713A1 (de) Ester- oder aetherderivate von tricyclischem methylol und sie enthaltende parfuem- oder aromazusammensetzung
DE2324469A1 (de) Neue riechstoffe
EP0262388B1 (de) 2-tert.-Butyl-4-methyl-cyclohexanol-derivate, deren Herstellung und Verwendung als Riechstoffe
EP0024517B1 (de) 3-Methyl-aldehyde, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung als Riechstoffe
DE1811289A1 (de) Sauerstoffhaltige Decalinderivate
DE3049802C1 (de) Bicyclische Alkohole,deren Herstellung und Verwendung
DE2048970C3 (de) Bicycle (2.2.1 (-heptan- und Tricyclo (2.2.1.0 hoch 2 .6)-heptanderivate, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung als Riechstoffe
EP0119546A2 (de) Neues Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der 4-Oxodamascon-Reihe sowie neue Riechstoffe aus dieser Verbindungsklasse