DE857224C - Ventil fuer Druckluftschalter - Google Patents
Ventil fuer DruckluftschalterInfo
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- DE857224C DE857224C DEA14230A DEA0014230A DE857224C DE 857224 C DE857224 C DE 857224C DE A14230 A DEA14230 A DE A14230A DE A0014230 A DEA0014230 A DE A0014230A DE 857224 C DE857224 C DE 857224C
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- compressed air
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-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
- H01H33/70—Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid
- H01H33/7015—Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid characterised by flow directing elements associated with contacts
Landscapes
- Circuit Breakers (AREA)
- Lift Valve (AREA)
Description
Für die Löschung des Lichtbogens in einem
Druckluftschalter ist es von größter Bedeutung, daß der Lichtbogen von dem Löschmedium schon von
dem Augenblick an getroffen wird, wo die Kontakte sich voneinander trennen. -In den bisher bekannten
Druckluftschaltern war das Druckluftventil gewöhnlichcrweisc in einem bedeutenden Abstand
von der Kontaktstelle angeordnet, was zur Folge gehabt hat, daß eine bedeutende Zeit für die Füllung
ίο des Schalters mit Druckluft erforderlich war, weshalb
die Kontakte sich trennen konnten, ehe der Druck den vollen Wert erreicht hatte. Um diesen
Nachteil zu vermeiden, hat man deshalb in einigen Fällen die Anordnung so getroffen, daß der Schalter
schon von Anfang an mit Druckluft gefüllt war, so daß der Druckluftstrom mit voller Stärke einsetzen
konnte, sobald die Kontakte getrennt wurden. In diesem Falle müssen aber die Kontakte
so ausgebildet sein, daß sie in geschlossenem Zustand auch gegen den Luftdruck dichten können,
um einen Verlust an Druckluft zu vermeiden, oder die Betätigungsanordnung ist so ausgebildet, daß
die Druckluft zunächst kurz vor dem Öffnen des Schalters in den Schalter hineingelassen wird, wonach
erst die Kontakte geöffnet werden. Die letztere Verfahrungsweise bedeutet aber eine bedeutende
Verspätung in der Wirksamkeit des Schalters.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung, bei der dcT bewegliche Kontakt des
Schalters mit einem Betätigungskolben verbunden ist, der einen Teil des Blasventils des Schalters
trägt oder selbst bildet, wobei dieses dicht an der Kontaktstelle angeordnet ist. Hierdurch gewinnt
man einerseits eine sehr schnelle Betätigung des beweglichen Kontaktes, und andererseits kann der
Schalter mit Luft mit dem für die Löschung erforderlichen
Druck praktisch bis an die Kontaktstelle heran stets gefüllt sein, so daß beim Trennen der
Kontakte die Luftströmung mit voller Stärke einsetzen kann. Die Erfindung bringt auch im Vergleich
zu der Anordnung mit einem mechanisch betätigten beweglichen Kontakt, welcher in geschlossener
Lage die Ausströmöffnung für die Luft schließt, den Vorteil, daß man die Bewegung des
beweglichen Kontaktes begrenzen kann, so daß er bei dem Öffnen des Schalters in der für die
Löschung günstigstem Lage verbleiben kann. Die Verbindung zwischen dem beweglichen Kontakt
und diesem Dichtungsglied kann entweder starr oder nachgiebig sein. In der Zeichnung zeigt die
Fig. ι eine Anordnung der erstgenannten Art und Fig. 2 eine Anordnung für Verminderung des
Luftverbrauchs durch Schließen der Öffnung in dem hülsengeformten festen Kontakt des Schalters, während
Fig. 3 einen Schalter zeigt mit einem im Veras hälrnis zu dem Kontaktstift nachgiebigen Absperrglied.
• In der Fig. ι bezeichnet ι den festen Kontakt
des Schalters, in dem auf der unteren Seite ein Dichtungsring 2 eingesetzt ist. Der bewegliche Kontakt
3 des Schalters ist mit einem Kolben 4 starr verbunden, dessen obere Kante sich dichtend gegen
den Ring 2 anlegen kann. Der Kolben 4 ist dicht in einem gleichzeitig den einen Schalterpol bildenden
Rohr geführt. Der bewegliche Kontakt 3 steht durch den Schleifkontakt 5 in leitender Verbindung
mit dem zugehörigen Schalterpol, und er wird normalerweise mit dem Kontakt 1 durch die Feder 51
im Eingriff gehalten, welche Feder bestrebt ist, den Kontakt mit dem an ihm befestigten Kolben 4
nach oben zu schieben. Normalerweise steht das Innere des Druckluftschalters mit dem Druckluftbehälter
7 in Verbindung, wodurch man den Vorteil gewinnt, daß die Luft in den isolierenden Teilen
in dem Innern des Schalters immer trocken ist, so daß teils deshalb und teils auf Grund des herrschenden
hohen Druckes die Isolationsabstände innerhalb des Schalters klein gehalten werden
können. Bei Betätigung des Schalters wird das Ventil 8 mittels des Betätigungsapparates 9 geöffnet.
Hierbei wird der auf den Kolben 4 wirkende Druck in dem Schalter den Kolben mit dem an ihm befestigten
Kontaktstift 3 nach unten schieben. Gleichzeitig oder "kurz bevor der Kontakt 3 den Kontakt 1
verläßt, wird zwischen der oberen Kante des Kolbens 4 und dem Ring 2 ein Luftspalt gebildet,
so daß der zwischen den Kontakten 1 und 3 entstehende
Lichtbogen einer kräftigen Beblasung ausgesetzt wird.
Die in Fig. 2 gezeigte Anordnung hat zur Aufgabe, eine Verminderung des Luftverbrauches nach
dem Löschen des Lichtbogens zu erreichen, und diese wird dadurch erhalten, daß die Luft, die
durch den Kontakt 1 hinausströmt, teilweise durch die Öffnung in dem Kolben 10 zu der oberen Seite
desselben strömt und diesen nach unten schiebt, so daß die Druckluft nachher nicht durch die Öffnungen
6 sondern satt dessen nur durch die Öffnung 11 entweichen kann.
Die Anordnung nach Fig. 3 unterscheidet sich von der ersten nur darin, daß der Stiftkontakt 3 im
Verhältnis zu dem Kolben 4 beweglich ist. Der Kolben 4 wird normalerweise von der Feder 12 nach
oben gepreßt, so daß seine obere Kante sich gegen den Dichtungsring 2 legt. Der Stiftkontakt 3 wird
hierbei von der Feder 13 gegen den festen Kontakt ι gepreßt. Durch den Hohlkontakt 1 5 und den
Stift 14 steht der Kontakt 3 mit dem einen Pol des Schalters in leitender Verbindung. Wenn das
Ventil 8 geöffnet wird, wirkt der in dem Schalter herrschende Druck wie zuvor auf den Kolben 4
und bewegt diesen nach unten, so daß ein Spalt zwischen dem Ring 2 und der oberen Kante des
Kolbens 4 gebildet wird. Wenn der Kolben sich einen kleinen Weg nach unten bewegt hat, wird
der inwendige Anschlag an demselben den Kragen am Kontakt 3 treffen und diesen Kontakt von dem
Kontakt 1 wegreißen. Durch diese Anordnung gewinnt man den Vorteil, daß für den Fall, daß die
Kontakte 1 und 3 zusammengeschweißt sind, diese Zusammensehweißung von dem Schlag gebrochen
wird, den der Kolben 4 auf den Kontakt 3 ausübt, und ferner gewinnt man den Vorteil, daß der
Kolben 4 schon eine ganz bedeutende Geschwindigkeit erhalten hat, ehe er den Kontakt 3 trifft, wodurch
der Kontakt 3 bei dem Öffnen eine erhöhte Anfangsgeschwindigkeit erhält.
Claims (2)
1. Druckluftschalter, dadurch gekennzeichnet, daß sein beweglicher Kontakt mit einem von der
Druckluft in dem Schalter betätigten Kolben verbunden ist, welcher Kolben mit einem dichtenden
Glied verbunden ist oder selbst dieses Glied bildet in einem unmittelbar an der Lichtbogenstrecke
des Schalters angeordneten Blasventil.
2. Druckluftschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Kontakt mit
dem Betätigungskolben in der Weise verbunden ist, daß beim Öffnen des Schalters der Kolben
und das mit ihm verbundene Dichtungsglied ihre Bewegung vor dem beweglichen Kontakt beginnen
und nach einem gewissen Weg den Kontakt mitnehmen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1 5513 11.52
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
SE422544A SE115691C1 (sv) | 1944-05-20 | 1944-05-20 | Tryckluftströmbrytare |
Publications (1)
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DE857224C true DE857224C (de) | 1952-11-27 |
Family
ID=20312664
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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DEA14230A Expired DE857224C (de) | 1944-05-20 | 1945-05-26 | Ventil fuer Druckluftschalter |
Country Status (5)
Country | Link |
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DE (1) | DE857224C (de) |
FR (1) | FR912387A (de) |
GB (1) | GB592965A (de) |
SE (1) | SE115691C1 (de) |
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1948
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Also Published As
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