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DE85436C - - Google Patents

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Publication number
DE85436C
DE85436C DENDAT85436D DE85436DA DE85436C DE 85436 C DE85436 C DE 85436C DE NDAT85436 D DENDAT85436 D DE NDAT85436D DE 85436D A DE85436D A DE 85436DA DE 85436 C DE85436 C DE 85436C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lead
objects
mixture
acid
cleaned
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT85436D
Other languages
English (en)
Publication of DE85436C publication Critical patent/DE85436C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C2/00Hot-dipping or immersion processes for applying the coating material in the molten state without affecting the shape; Apparatus therefor
    • C23C2/04Hot-dipping or immersion processes for applying the coating material in the molten state without affecting the shape; Apparatus therefor characterised by the coating material
    • C23C2/10Lead or alloys based thereon

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Cleaning And De-Greasing Of Metallic Materials By Chemical Methods (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bisher bekannt gewordenen Verfahren, Gegenstände von Metall jeder Art für chemische Zwecke zu verbleien, können in ihrer Verbindung des Bleies mit dem Gegenstande, der verbleit worden ist, nicht als thatsächlich homogene Verbindung betrachtet werden. Bei diesem Verfahren werden die zu verbleienden Gegenstände erst verzinnt und dann mit Blei umgössen, und soll das Zinn die feste Verbindung mit dem Blei bewirken. Da aber die verbleiten Gegenstände, wie Rohre, Schlangen, Stutzen, Hähne etc., wie sie in der chemischen Industrie Verwendung finden, beim Gebrauch grofsen. Temperaturdifferenzen ausgesetzt sind, durch welche abwechselnde Ausdehnung und Zusammenziehung der Gegenstände eintritt, löst sich das Zinn sehr bald von den Gefäfsflächen ab, der Bleimantel lockert sich infolge dessen, verschiebt sich, und die Säure, tritt ungehindert durch die schadhaften Stellen des Mantels an die Gefäfswandungen. Hierdurch wird der Zweck der Verbleiung, die Gefäfswände vor Zerstörung durch Säure zu schützen, illusorisch.
Das vorliegende Verfahren bezweckt, diesen Uebelstand zu beseitigen, und zwar dadurch, dafs die beim Verbleien in Anwendung kommende Löthflüssigkeit durch ihre eigenthümliche Zusammensetzung ein vollständig festes Anhaften des Bleiüberzuges an den Gefäfsflächen bewirkt, so dafs ein Loslösen des Bleies auch bei den schroffsten Temperaturwechseln nicht möglich ist.
Der Hergang des Verfahrens ist folgender:
Die zu verbleienden Gegenstände werden mittels Bürsten und Petroleum gereinigt, abgerieben und hierauf in einem ausgebleiten Holzkasten eine Zeit lang in eine Mischung von Salpetersäure mit Wasser gelegt. Alsdann nimmt man die Theile aus der Mischung heraus, trocknet sie gut ab und bringt sie in einen zweiten ausgebleiten Bottich, der ein Gemisch von Schwefelsäure, Urin und Wasser enthält.. In dieser Beize bleiben die Gegenstände so lange liegen, bis sie vollkommen von Rost und Schmutz gereinigt sind. Die hierzu erforderliche Zeit bestimmt sich nach der Art des Metalls, aus dem die Gegenstände bestehen. Nach vollendeter Reinigung kommen dieselben — abermals recht gut abgetrocknet — in den dritten Bottich mit der eigentlichen Löthflüssigkeit. Diese besteht aus einem Gemisch von Salzsäure, Wasser und Kaliumquecksilberjodid. Letzteres hat den Zweck, die Verbindung des Metalls mit dem Blei zu bewirken und zu beschleunigen. In der Zusammensetzung dieser Beize besteht das Neue des vorliegenden Verfahrens.
Auch in dieser Beize müssen die Theile je nach Art und Beschaffenheit der Metalle, aus denen sie bestehen, eine bestimmte Zeit verbleiben, werden dann herausgenommen, gut abgetrocknet und in geschmolzenes Hart- oder Weichblei getaucht, je nachdem sie hart oder weich verbleit werden sollen. Dies Eintauchen wird so lange wiederholt, bis alle Flächen der Gegenstände gleichmäfsig mit Blei überzogen sind.
Bei Schmiedeisen und anderen Metallen mufs das Bleibad eine Temperatur von mindestens 4700 C. haben, während bei Gufseisentheilen eine höhere Temperatur verlangt wird.
Will man einzelne Flächen oder Theile der Gegenstände nicht verbleien, so überstreicht man sie vor dem Eintauchen in das Bleibad mit einer Mischung aus Graphit und Bleiglätte, die mit Glycerin eingemengt wird; auf den damit bestrichenen Flächen haftet das Blei nicht an.
Nach vollendeter Verbleiung werden die Gegenstände in Wasser abgekühlt, geputzt und gereinigt.
Das Blei haftet infolge der eigenartigen Zusammensetzung der Löthsäure so fest auf dem Eisen oder dergl., dafs es weder durch Hämmern, Biegen, Zerschlagen — ja selbst nicht durch Meifseln von dem betreffenden Gegenstande zu entfernen ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Verbleien von Eisen und anderen Metallen, dadurch gekennzeichnet, dafs die zu behandelnden Gegenstände vor der Einführung in das Bleibad mit angesäuertem Kaliumquecksilberjodid behandelt werden.
DENDAT85436D Active DE85436C (de)

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