DE85436C - - Google Patents
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Classifications
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bisher bekannt gewordenen Verfahren, Gegenstände von Metall jeder Art für chemische
Zwecke zu verbleien, können in ihrer Verbindung des Bleies mit dem Gegenstande, der
verbleit worden ist, nicht als thatsächlich homogene Verbindung betrachtet werden. Bei diesem
Verfahren werden die zu verbleienden Gegenstände erst verzinnt und dann mit Blei umgössen,
und soll das Zinn die feste Verbindung mit dem Blei bewirken. Da aber die verbleiten
Gegenstände, wie Rohre, Schlangen, Stutzen, Hähne etc., wie sie in der chemischen
Industrie Verwendung finden, beim Gebrauch grofsen. Temperaturdifferenzen ausgesetzt sind,
durch welche abwechselnde Ausdehnung und Zusammenziehung der Gegenstände eintritt,
löst sich das Zinn sehr bald von den Gefäfsflächen ab, der Bleimantel lockert sich infolge
dessen, verschiebt sich, und die Säure, tritt ungehindert durch die schadhaften Stellen des
Mantels an die Gefäfswandungen. Hierdurch wird der Zweck der Verbleiung, die Gefäfswände
vor Zerstörung durch Säure zu schützen, illusorisch.
Das vorliegende Verfahren bezweckt, diesen Uebelstand zu beseitigen, und zwar dadurch,
dafs die beim Verbleien in Anwendung kommende Löthflüssigkeit durch ihre eigenthümliche
Zusammensetzung ein vollständig festes Anhaften des Bleiüberzuges an den Gefäfsflächen
bewirkt, so dafs ein Loslösen des Bleies auch bei den schroffsten Temperaturwechseln
nicht möglich ist.
Der Hergang des Verfahrens ist folgender:
Die zu verbleienden Gegenstände werden mittels Bürsten und Petroleum gereinigt, abgerieben
und hierauf in einem ausgebleiten Holzkasten eine Zeit lang in eine Mischung von Salpetersäure mit Wasser gelegt. Alsdann
nimmt man die Theile aus der Mischung heraus, trocknet sie gut ab und bringt sie in
einen zweiten ausgebleiten Bottich, der ein Gemisch von Schwefelsäure, Urin und Wasser
enthält.. In dieser Beize bleiben die Gegenstände so lange liegen, bis sie vollkommen von
Rost und Schmutz gereinigt sind. Die hierzu erforderliche Zeit bestimmt sich nach der Art
des Metalls, aus dem die Gegenstände bestehen. Nach vollendeter Reinigung kommen dieselben
— abermals recht gut abgetrocknet — in den dritten Bottich mit der eigentlichen Löthflüssigkeit.
Diese besteht aus einem Gemisch von Salzsäure, Wasser und Kaliumquecksilberjodid.
Letzteres hat den Zweck, die Verbindung des Metalls mit dem Blei zu bewirken und zu
beschleunigen. In der Zusammensetzung dieser Beize besteht das Neue des vorliegenden Verfahrens.
Auch in dieser Beize müssen die Theile je nach Art und Beschaffenheit der Metalle, aus
denen sie bestehen, eine bestimmte Zeit verbleiben, werden dann herausgenommen, gut
abgetrocknet und in geschmolzenes Hart- oder Weichblei getaucht, je nachdem sie hart oder
weich verbleit werden sollen. Dies Eintauchen wird so lange wiederholt, bis alle Flächen der
Gegenstände gleichmäfsig mit Blei überzogen sind.
Bei Schmiedeisen und anderen Metallen mufs das Bleibad eine Temperatur von mindestens
4700 C. haben, während bei Gufseisentheilen eine höhere Temperatur verlangt wird.
Will man einzelne Flächen oder Theile der Gegenstände nicht verbleien, so überstreicht
man sie vor dem Eintauchen in das Bleibad mit einer Mischung aus Graphit und Bleiglätte,
die mit Glycerin eingemengt wird; auf den damit bestrichenen Flächen haftet das Blei
nicht an.
Nach vollendeter Verbleiung werden die Gegenstände in Wasser abgekühlt, geputzt und
gereinigt.
Das Blei haftet infolge der eigenartigen Zusammensetzung der Löthsäure so fest auf dem
Eisen oder dergl., dafs es weder durch Hämmern, Biegen, Zerschlagen — ja selbst nicht
durch Meifseln von dem betreffenden Gegenstande zu entfernen ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zum Verbleien von Eisen und anderen Metallen, dadurch gekennzeichnet, dafs die zu behandelnden Gegenstände vor der Einführung in das Bleibad mit angesäuertem Kaliumquecksilberjodid behandelt werden.
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE85436C true DE85436C (de) |
Family
ID=357581
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DENDAT85436D Active DE85436C (de) |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE85436C (de) |
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