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DE852692C - Verfahren zur Sulfonierung von sekundaeren Alkoholen - Google Patents

Verfahren zur Sulfonierung von sekundaeren Alkoholen

Info

Publication number
DE852692C
DE852692C DEH2848D DEH0002848D DE852692C DE 852692 C DE852692 C DE 852692C DE H2848 D DEH2848 D DE H2848D DE H0002848 D DEH0002848 D DE H0002848D DE 852692 C DE852692 C DE 852692C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sulfonation
fatty acids
secondary alcohols
carbon atoms
mixture
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH2848D
Other languages
English (en)
Inventor
Fritz Dr Schlegel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Henkel AG and Co KGaA
Original Assignee
Henkel AG and Co KGaA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Henkel AG and Co KGaA filed Critical Henkel AG and Co KGaA
Priority to DEH2848D priority Critical patent/DE852692C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE852692C publication Critical patent/DE852692C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C303/00Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zur Sulfonierung von sekundären Alkoholen Es ist bekannt, daß sich sekundäre aliphatische und cycloaliphatische Alkohole mit Chlorsulfonsäure oder konzentrierter Schwefelsäure nur unter großen Schwierigkeiten in die entsprechenden Schwefelsäureester überführen lassen. Man ist z. B. gezwungen, die Sulfonierung unter sehr starker Kühlung, meist bei Temperaturen unter o°, durchzuführen. Diese Arbeitsweise ist mit Unkosten verbunden und führt trotzdem nur zu sehr unvollkommen sulfonierten Erzeugnissen, was sowohl zu einer Verschlechterung der Qualität der Sulfonate führt als auch die Ausbeute wesentlich herabsetzt.
  • Beachtet man diese Vorsichtsmaßnahmen nicht, so ist neben der unvollständigen Sulfonierung eine starke Zersetzung der sekundären Alkohole, besonders Olefinbildung, die Folge.
  • Aus diesem Grunde ist man dazu übergegangen, die Sulfonierung der sekundären Alkohole in Gegenwart von Pyri.din vorzunehmen. Dieses Verfahren arbeitet an sich sehr gut; es ist aber nur dort anwendbar, wo die Sulfonate einen Pyri,dingeruch behalten dürfen; zudem ist es wegen der sehr schwierigen Aufarbeitung der Pyridinlaugen mit hohen Kosten verbunden.
  • Es ist ferner bekannt, bei .der Sulfonierung sekundärer Alkohole mit Chlorsulfonsäure hochsiedende halogenierte Äther als Lösungsmittel zu @,erwen.den. Jedoch sind diese schwierig darstellbar und infolgedessen schlecht erhältlich.
  • Schließlich hat man bereits Chloride und Anhydride von Fettsäuren mit bis zu 3 Kohlenstoffatomen als Wasserbindemittel bei der Sulfonierung sekundärer Alkohole vermittels Schwefelsäure verwendet. Die aus ihnen entstehenden wasserlöslichen Fettsäuren gehen aber bei der Aufarbeitung des Suifonierungsgemisches restlos verloren und verbrauchen außerdem bei der Neutralisation ein Mehrfaches anAlkali als die Fettsäuren des vorliegenden Verfahrens.
  • Es wurde demgegenüber gefunden,, daß man die Sulfonierung von sekundären Alkoholen mit Vorteil in einem Gemisch aus Chlorsulfonsäure oder anderen sulfonierenden Mitteln und gesättigten Fettsäuren, die 4 bis 9 Kohlenstoffatome enthalten, durchführen kann. Zweckmäßig werden Fettsäuregemische, wie sie als Vorlauf bei den durch Paraffinoxydation synthetisch gewonnenen Fettsäuren anfallen, verwendet, wobei sich die Fraktion der Säuren von 4 bis 6 Kohlenstoffatomen als besonders geeignet erwiesen hat. Mit gleich gutem Erfolg lassen sich aber auch Gemische mit 7 bis 9 Kohlenstoffatomen oder die gesamte als Vorlauf betrachtete Fraktion mit 4 bis 9 Kohlenstoffatomen verwenden.
  • Die technische Durchführung des Verfahrens ist einfach und läßt sich in bereits vorhandenen Sulfonierungsanlagendurchführen.
  • Man verfährt z. B. in folgender Weise: Die als Verdünnungsmittel dienende Fettsäure wird in einem mit einer guten Wasser- oder Solekühlung versehenen Rührgefäß bei einer Temperatur von o bis 30° nach und nach unter Rühren .mit der dem zu sulfonierenden Alkohol entsprechenden Menge von Chlorsulfonsäure versetzt. Bei diesem Vereinigen von Fettsäure mit Chlorsulfonsäure ist darauf zu achten, daß eine Temperatur von etwa 40° nicht überschritten wird. Ist diese erste Wärmetönung mit Hilfe der Kühlvorrichtung abgefangen, so kann der zu sulfonierende Alkohol rasch bei Temperaturen von o bis + 35° zugesetzt werden. Der dabei frei werdende Chlorwasserstoff wird durch eine Absorptionsanlage angesaugt und auf Salzsäure, die im Verlauf des Verfahrens bei .der Rückgewinnung der Fettsäure verwendet werden kann, verarbeitet.
  • Ist der gesamte bei der Umsetzung frei werdende Chlorwasserstoff, gegebenenfalls durch Hindurchleiten eines trockenen Luftstromes, aus dem Umsetzungsgemisch entfernt, so wird das Säuregemisch, also der saure Schwefelsäureester des angewandten Alkohols und die als Verdünnungsmittel dienende Fettsäure, in bekannter Weise neutrasiliert. Es ist dabei vorteilhaft, wenn mit so viel überschüssigem Alkali gearbeitet wird, daß Phenolphthaleih eine deutliche Rotfärbung ergibt.
  • Nach der Neutralisation wird eine gut zu rührende Paste erhalten, die sich beim Zusatz von bestimmten Mengen kalten Wassers in zwei Schichten trennt, und zwar besteht die obere Schicht aus dem Sulfonat und die untere aus einer wäßri.gen Lösung der den Fettsäuren entsprechenden Salze, die wegen ihrer geringen kolloiden Eigenschaften ähnlich wie eine Neutralsalzlösung aussalzend auf das Sulfonat wirken.
  • Man ist also in die Lage versetzt, sowohl das Sulfonat mühelos abzutrennen als auch die Fettsäuren wiederzugewinnen. Diese beiden überraschenden Ergebnisse machen das neue Sulfonierungsverfahren besonders wertvoll.
  • Die erhaltenen Sulfonate, welche im allgemeinen in Form einer etwa 4oo/oigen Paste anfallen, sind als Netz- und Reinigungsmittel geeignet. Sie enthalten, wenn während der Abtrennung nur einmal mit kaltem Wasser ausgewaschen wird, meist noch geringe Mengen von Salzen der angewandten Carbonsäuren, die durch wiederholtes Waschen mit einer 5- bis ioo/oigen Kochsalzlösung weitgehend entfernt werden können. In den meisten Fällen stört aber dieser Salzgehalt in keiner Weise, so daß sich di,e anfallende Paste in Verbindung mit z. B. Soda, Wasserglas oder Phosphaten auf Reinigungsmittel verarbeiten läßt.
  • Die Wiedergewinnung der als Löungsmittel verwandten Fettsäuren geschieht in einfachster Weise durch Ansäuern der Unterlaugen, wobei die bei der Sulfonierung mit Chlorsulfonsäure anfallende Salzsäure mit verbraucht werden kann.
  • Das neue Verfahren läßt sich auf sekundäre Alkohole aller Art anwenden. Solche Alkohole erhält man z213. durch Reduktion von Ketonen, wie n-Diamylketon, Di-n=heptylketon, Di-n-octylketon, Di-n-nonylketon, Äthylundecylketon usw. Auch cyeloalip'hatische Alkohole, wie das 2-Methyl-4- (a-methyl-n-heptyl) -cyclohexanol, können nach diesem Verfahren sulfoniert werden. Beispiel 8o Gewichtsteile eines Fettsäuregemisches mit einer Kettenlänge von 4 bis 6 Kohlenstoffatomen, wie es aus den Vorläufen von synthetisch durch Paraffinoxydation hergestellten Fettsäuren abgetrennt werden kann, werden unter Rühren und Kühlung bei einer Temperatur von io bis 25° nach und nach mit 67 Gewichtsteilen Chlorsulfonsäure versetzt. Darauf werden 115 Gewichtsteile eines Gemisches sekundärer Alkohole mit einer Kettenlänge von i i bis 17 Kohlenstoffatomen rasch zugesetzt. Das Alkoholgemisch ist durch Ketonisieren eines ebenfalls bei .der Paraffinoxydation anfallenden Gemisches von Carbonsäuren mit 6 bis 9 Kohlenstoffatomen und anschließender Reduktion der Ketone gewonnen. Unter Durchleiten eines trockenen Luftstromes wird bei einer Temperatur bis zu 20° so lange nachgerührt, bis eine Probe sauer und alkalisch in jeder Verdünnung klar in Wasser löslich ist. Das Sulfonierungsgemisch wird in üblicher Weise mit Natronlauge neutralisiert, und zwar so weit, bis mit Phenolphthalein eine deutliche Rotfärbung erhalten wird. Das erhaltene Sulfonierungsgemisch wird mit 4 bis 5oo Gewichtsteilen kalten Wassers versetzt und gründlich durchgerührt. Dabei scheidet sich das Sulfonat in Form einer weichen Paste auf der Flüssigkeitsoberfläche ab, und die fettsauren Salze gehen ,in Lösung. Je nach dem Trennungsgrad zwischen Unterlauge und Paste enthält das Sulfonat noch kleine Mengen Salze der angewandten Fettsäuren, die wegen ihrer geringen Menge die Netzeigenschaften, Schaumentwicklung und reinigende Wirkung nicht nachteilig beeinflussen. Das erhaltene Sulfonat kann als Netzmittel in der Textilbearbeitung oder in Verbindung mit alkalischen Salzen, wie Soda, Phosphat oder Wasserglas, als Spül- und Einweichmittel für Haushaltungsgegenstände oder Reinigungsmittel für verschmierte Maschinenteile, @vie z. B. Dieselmotoren u. dgl., gebraucht @N-erden.

Claims (1)

  1. PAT1-:NTANSPRI5CH: Verfahren zur Sulfonierung von sekundären Mkoliolenmit sulfoliierelidenNfittelti, wieChlor-
    sulfonsäure, in Gegenwart von Lösungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß man als Lösungsmittel gesättigte Fettsäuren mit einer Kettenlänge von 4 bis 9 Kohlenstoffatomen verwendet. Angezogene Druckschriften: Britische Patentschriften Ihr. 456214: 471483.
DEH2848D 1940-03-30 1940-03-30 Verfahren zur Sulfonierung von sekundaeren Alkoholen Expired DE852692C (de)

Priority Applications (1)

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DEH2848D DE852692C (de) 1940-03-30 1940-03-30 Verfahren zur Sulfonierung von sekundaeren Alkoholen

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DEH2848D DE852692C (de) 1940-03-30 1940-03-30 Verfahren zur Sulfonierung von sekundaeren Alkoholen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE852692C true DE852692C (de) 1952-10-16

Family

ID=7143271

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DEH2848D Expired DE852692C (de) 1940-03-30 1940-03-30 Verfahren zur Sulfonierung von sekundaeren Alkoholen

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DE (1) DE852692C (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB456214A (en) * 1934-05-09 1936-11-04 Carbide & Carbon Chem Corp Alcohol sulphation process
GB471483A (en) * 1936-03-02 1937-09-02 Ig Farbenindustrie Ag Improvements in the manufacture and production of products suitable as assistants forthe textile, leather, lacquer and like industries

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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