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DE849831C - Aufbereitung von Kohle, Graphit od. dgl. nach dem Schaumschwimmverfahren - Google Patents

Aufbereitung von Kohle, Graphit od. dgl. nach dem Schaumschwimmverfahren

Info

Publication number
DE849831C
DE849831C DEE4235A DEE0004235A DE849831C DE 849831 C DE849831 C DE 849831C DE E4235 A DEE4235 A DE E4235A DE E0004235 A DEE0004235 A DE E0004235A DE 849831 C DE849831 C DE 849831C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coal
flotation
phenols
graphite
processing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEE4235A
Other languages
English (en)
Inventor
Wilhelm Dr Phil Schaefer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ERZ U KOHLE FLOTATION GmbH
Original Assignee
ERZ U KOHLE FLOTATION GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ERZ U KOHLE FLOTATION GmbH filed Critical ERZ U KOHLE FLOTATION GmbH
Priority to DEE4235A priority Critical patent/DE849831C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE849831C publication Critical patent/DE849831C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03DFLOTATION; DIFFERENTIAL SEDIMENTATION
    • B03D1/00Flotation
    • B03D1/001Flotation agents
    • B03D1/004Organic compounds
    • B03D1/016Macromolecular compounds
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03DFLOTATION; DIFFERENTIAL SEDIMENTATION
    • B03D2203/00Specified materials treated by the flotation agents; Specified applications
    • B03D2203/02Ores
    • B03D2203/04Non-sulfide ores
    • B03D2203/08Coal ores, fly ash or soot

Landscapes

  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description

  • Aufbereitung von Kohle, Graphit od. dgl. nach dem Schaumschwimmverf ahren Die Verwendung von Phenolen als Schwimmittel bei der Aufbereitung von Kohle nach dem Schaumschwimmverfahren ist bekannt. In Anbetracht des hohen Preises und des wirtschaftlich wertvolleren Einsatzes der Phenole auf anderen Gebieten werden Phenole selten allein als Schwimmittel verwendet, sondern sie werden in fast allen Fällen in Mischung mit billigeren Teerölen, wie Steinkohlenteermittelöl oder ßenzol,#vaschöl od. dgl., benutzt. Auch in Verbindung mit Terpentinölen sind Phenole bereits als Schwimmittel bei der Steinkohlenaufbereitung angewendet worden. Alle diese Schwimmittel zeichnen sich jedoch durch eine mehr oder minder in Erscheinung tretende, verhältnismäßig geringe Sammelwirkung ans, die sich ihrerseits in einem hohen \lengenverbrauch beim Flotationsvorgang auswirkt. Zudem geben alle phenolhaltigen Schwimmittel einen nassen, leicht fließenden Konzentratschaum, der sich infolge Mitreißens von . kolloidalen Ton- und Lettenteilchen wenig gut auf Vakuumfiltern entwässern läßt.
  • Es wurde nun gefunden, daß diese nachhaltige Wirkung der Phenole und der phenolhaltigen Öle bei der SchaumKhwimmaufbereitung von Kohle beseitigt werden kann, wenn gemäß der Erfindung Kondensationsprodukte zwischen polymerisierten Terpentinölen und Phenolen, die durch die Einwirkung von Alkalien kondensiert werden, als Schwimmittel angewandt werden.
  • Der Verlauf der Kondensation muß so gesteuert werden, daß die dabei auftretende Temperaturerhöhung 200 bis 22o° nicht übersteigt, da sonst leicht Verharzungen eintreten. Es hat sich weiter gezeigt, daß die Sammelwirkung dieser Kondensationsprodukte aus polymerisierten Terpentinölen und Phenolen noch gesteigert werden kann, wenn statt der einfachen Phenole alkylierte Phenole mit Seitenketten verwandt werden. An Stelle der fixen Alkalien kann auch wasserfreies Ammoniak als Kondensationsmittel verwandt werden, wobei meist Kondensationsprodukte von geringerer Viskosität erhalten werden.
  • Die verbesserte Wirkung der Kondensationsprodukte, die aus Phenolen und polymerisierten Terpentinölen unter der Einwirkung von Alkalien entstehen, im Vergleich zu einem phenolhaltigen Steinkohlenteeröl, sei durch folgende Betriebsbeispiele erläutert: Beispiel l In einer Fettkohlenwäsche wurden in einer dem Setzprozeß nachgeschalteten Flotationsanlage Fett-I<ohlenschlämme mit i8 % Asche unter Zusatz von 1250 g/t phenolhaltigem Steinkohlenteermittelöl flotiert. Dabei entfielen eine Flotationskohle mit 8% Asche und Berge mit 69% Asche. Das Kohleausbringen betrug rd. 83,6%. Der Wassergehalt der gefilterten Flotationskohle lag bei 24 bis 25 0/0.
  • Nach Einführung eines Kondensationsproduktes aus P-Kresol und Terpentinölpolymerisat, das unter der Einwirkung von flüssigem, wasserfreiem Ammoniak hergestellt worden war, konnten bei einer Zusatzmenge von nur 6oo g/t Flotationsaufgabe in der gleichen Flotationsanlage eine Flotationsko@hle mit 8,5% Asche und Berge mit 79,5% Asche erzielt werden.
  • Das Kohleausbringen stieg in diesem Fall auf 86,7 0/0. Der Wassergehalt der gefilterten Flotationskohle betrug 21 bis 22% H20. Die Filterleistung erhöhte sich bei Verwendung des Kondensationsproduktes um rd. 5o 0/0. Beispiel H In einer Flotationsanlage, in der io t Gasflammkohlenschlämme in der Stunde mit 2i % Asche unter Zusatz von phenolhaltigem Benzolwaschöl flotiert wurden, fielen als Endprodukte eine Flotationskohle mit 7% Asche und Berge mit 65% Asche an. Dabei wurden rd. 1150g Benzolwaschöl pro Tonne Flotationsaufgabe zugesetzt. Das erzielte Kohleausbringen lag bei 75,8'/0, der Wassergehalt der gefilterten Kohle betrug 26 bis 27% H20.
  • Nach Ersatz des phenolhaltigen Benzolwaschöles durch 55o g/t Flotationsaufgabe eines Kondensationsproduktes aus einem Kresolgemisch und' Terpentinölpolymerisat (spezifisches Gewicht o,98), dessen Kondensation durch N atriumhydroxyd bewirkt wurde, wurden aus dem gleichen Gasflammkohlenschlamm eine Flotationskohle mit 7,5 0/0 Asche und Berge mit 78% Asche erhalten.
  • Das Kohleausbringen stieg auf rd. 8o,8 %; der Wassergehalt der gefilterten Flotationskohle sank auf 24 % H2 O.
  • Die beiden Betriebsbeispiele beweisen eindeutig die überlegene Wirkung der zum Gegenstand der Erfindung gemachten Kondensationsprodukte gegenüber anderen bisher verwandten Schwimmmitteln bei der Kohleaufbereitung. Die Vorteile sind: gesteigertes Kohleausbringen, bessere Filterfähigkeit der Flotationskohle, gesteigerte Filterleistung und damit verbunden geringerer Gewebeverschleiß.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Aufbereitung von Kohle, Graphit od. dgl. nach dem Schaumschwimmverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß Kondensationsprodukte zwischen polymerisierten Terpentinölen und Phenolen als Schwimmittel angewandt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß solche Kondensationsprodukte Verwendung finden, die durch Einwirkung von Alkalien oder wasserfreiem ;'£mmoniak kondensiert worden sind.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als polymerisierte Terpentinöle niedrigschmelzende Harze mit alkylierten Phenolen kondensiert werden.
  4. 4. Verfahren nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die bei der Kondensation auftretenden Temperaturen 200 bis 22o° nicht übersteigen.
DEE4235A 1951-08-18 1951-08-18 Aufbereitung von Kohle, Graphit od. dgl. nach dem Schaumschwimmverfahren Expired DE849831C (de)

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