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DE845363C - Schaltverfahren mit einpoliger Kurzschluss-Fortschaltung fuer starr geerdete, ein- oder zweiseitig gespeiste Hochspannungsnetze - Google Patents

Schaltverfahren mit einpoliger Kurzschluss-Fortschaltung fuer starr geerdete, ein- oder zweiseitig gespeiste Hochspannungsnetze

Info

Publication number
DE845363C
DE845363C DES762A DES0000762A DE845363C DE 845363 C DE845363 C DE 845363C DE S762 A DES762 A DE S762A DE S0000762 A DES0000762 A DE S0000762A DE 845363 C DE845363 C DE 845363C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
line
switch
earthing
switching method
circuit
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES762A
Other languages
English (en)
Inventor
Heinrich Dipl-Ing Borberg
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Original Assignee
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Licentia Patent Verwaltungs GmbH filed Critical Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority to DES762A priority Critical patent/DE845363C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE845363C publication Critical patent/DE845363C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H3/00Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
    • H02H3/02Details
    • H02H3/06Details with automatic reconnection

Landscapes

  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description

  • Schaltverfahren mit einpoliger Kurzschluß-Fortschaltung für starr geerdete, ein- oder zweiseitig gespeiste Hochspannungsnetze Bekanntlich spielt die einpolige Kurzschluß-Fortschaltullg in starr geerdeten Netzen eine wesentliche Rolle. Insbesondere dient sie zur Wegschaltung von einpoligen Erdkurzschlüssen. Bei langen Leitungen erschwert im Störungsfall der voti den gesunden Phasenleitern nach dem kranken Leiter fließende Querstrom die Unterbrechung des Lrdschlußlichtbogeris schon bei Werten ab 5 A. Der störenden Wirkung des Querstroms kann man durch Verzicht auf die einpolige Kurzschluß-Fortschaltung und durch Übergang zur dreipoligen Kurzschluß-Fortschaltung begegnen. In diesem Fall wird aber unter Umständen die Stabilität der Leistungsübertragung gefährdet. Aus diesem (.runde wurde vorgeschlagen, den fehlerhaften Phasenleiter auf der fehlerbehafteten Strecke nach der Allschaltung zu überbrücken und damit den durch den Querstrom erzeugten Lichtbogen zum Erlöschen zu bringen.
  • Bei diesem Verfahren muß dann die Phasenkurzerdung leitungsweise durchgeführt und daher jeder Leitungsschalter mit drei zusätzlichen, einpoligen Leistungsschaltern für die Erdung ausgerüstet werden.
  • Der Nachteil dieser Lösung ist daher ihre Kompliziertheit sowie der kostspielige Aufwand.
  • Aus diesen Gründen wurde vorgeschlagen, statt der Leistungsschalter für die Erdung Trennschalter zu verwenden und diese nach Möglichkeit nur kurzeitig an Erde zu legen, um eine Beschädigung derselben zu vermeiden.
  • Dieses Verfahren setzt aber einen volkommenen Synchronismus der Schalthandlungen am Anfang Lind Ende der Leitung voraus. Ist ein solcher nicht gewährleistet, so kann es zu Beschädigungen der Erdungstrennschalter kommen. Zum Beispiel kann an einem Ende der fortzuschaltenden Leitung der einpolige Leitungsschalter schon offen und der zugehörige Trennerdungsschalter schon geschlossen sein, während auf der Gegenseite noch keine Schalthandlung stattgefunden hat. Anschließend kann der Trennerdungsschalter auf der einen Seite wieder geöffnet werden und muß dann den vollen einpoligen Erdkurzschlußstrom unterbrechen. Einer solchen Belastung ist natürlich der Erdungstrenner nicht gewachsen.
  • Wenn man auch ein synchrones Öffnen beider Schalter einer Leitung sicherstellen könnte, so erscheint das weitaus notwendigere gleichzeitige Schließen der beiden Leitungsschalter undurchführbar. Man muß eben auf alle Fälle mit einem ungleichmäßigen Verhalten beider Schalterapparaturen an den Enden der Leitung rechnen.
  • Erfindungsgemäß wird deshalb für starr geerdete, ein- oder zweiseitig gespeiste Hochspannungsnetze ein verbessertes einpoliges Kurzschluß,Fortschaltverfahren vorgeschlagen. Diese Verbesserung besteht darin, daß zur Löschung des bei Erdkurzschlüssen durch den Querstrom von den gesunden Phasenleitern nach der kranken Phase erzeugten Lichtbogens in jeder Phase nur ein einziger Erdungstrennschalter, gegebenenfalls ein Leistungstrennschalter vorgesehen ist.
  • Zunächst ist es belanglos, ob der beschädigte Phasenleiter zur Unterdrückung des durch den Querstrom der gesunden Phasenleiter erzeugten Lichtbogens beiderseitig oder nur auf einer Seite geerdet wird. Somit würde die Erdungsapparatur ausschließlich auf einer Seite genügen. Steht die Leitung nur einseitig unter Spannung, undwird sie gerade von, der Seite unter Spannung gehalten, auf welcher die Erdungsapparatur fehlt, so muß dafür gesorgt werden, daß diese auf der Gegenseite eingeschaltet 'wird. Als Kriterium hierzu kann man das Verschwinden der Spannung am offenen Ende der Leitung benutzen.
  • Da es bei nicht synchronem Schalten der beiden Leitungsschalter an den beiden Enden der Leitung vorkommen kann, daß der nicht mit der Erdungsapparatur ausgerüstete Schalter noch nicht geschaltet hat, während der Trennerder des 'Schalters auf der Gegenseite schon öffnet, muß man dieses Öffnen von dem durch den Trennerder fließenden Kurzschlußstrom abhängig machen. Es darf also der Trennschalter erst geöffnet werden, wenn dieser praktisch stromlos ist.
  • Genau so gut kann es vorkommen, daß der nicht mit der Erdungsapparatur ausgerüstete Schalter als erster fortschaltet, so daß dieser Schalter einschaltet, bevor der Trennerder auf der Gegenseite seinen Schaltzyklus beendet hat. Es wird daher weiterhin der Vorschlag gemacht, auf der dem Leitungsschalter mit Erdungstrenner korrespondierenden Seite der Leitung auf alle Fälle eine Spannungsüberwachung anzuordnen. Eine Wiedereinschaltung dieser Seite darf erst dann erfolgen, wenn auf allen drei Phasen die gesunden Spannungen zurückgekehrt sind.
  • Darüber hinaus ist einer nicht sychronen Wiederzuschaltung des fortgeschalteten Phasenleiters zu begegnen für den Fall, daß trotz der nur einphasigen, kurzseitigen Unterbrechung die Stabilität gestört sein sollte, wenn es sich bei der betrachteten Leitung um eine Kupplung zwischen zwei Kraftwerk-Systemen handelt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schaltverfahren mit einpoliger Kurzschluß-Fortschaltung für starr geerdete ein- oder zweiseitig gespeiste Hochspannungsnetze, dadurch gekennzeichnet, daß zur Löschung des bei Erdkurzschlüssen durch den Querstrom von den gesunden Phasenleitern nach der kranken Phase erzeugten Lichtbogens in jeder Phase nur ein einziger Erdungstrennschalter, gegebenenfalls ein Leistungstrennschalter, vorgesehen ist. z. Schaltverfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß dieser Erdungstrennschalter nur an einem Ende der Leitung angeordnet wird. 3. Schaltverfahren nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß der Erdungstrennschalter bei einpoligen Erdkurzschlüssen auch dann eingeschaltet wird, wenn die Leitung nur von einer Seite unter Spannung steht und daß der mit der Erdung kombinierte Leistungsschalter auf der nichtgespeisten Seite liegt, wobei die ErdungselbstvomSpannungszusammenbruch abhängig gemacht wird. Schaltverfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterbrechung des Erdungstrennschalters bzw. Leistungstrennschalters von dem Verschwinden des durch ihn fließenden Stroms vermittels eines Überstromrelais abhängig gemacht wird. 5. Schaltverfahren nach Anspruch i bis 4. dadurch gekennzeichnet, daß nach der Kurzschluß-Fortschaltung die Wiedereinschaltung in der Weise erfolgt, daß zunächst der mit der Erdungsvorrichtung versehene Leitungsschalter und erst anschließend der korrespondierende Leitungsschalter eingelegt wird, wobei das Einlegen des letzteren von der Rückkehr gesunder Spannungen am Ende der Leitung durch Überwachung mittels Spannungswandler abhängig gemacht wird. 6. Schaltverfahren nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Wiederzuschaltung des zweiten Leitungsschalters auch noch von dem Svchronismus der beiden an den Enden der fehlerbehafteten Leitung zuzuschaltenden Netzteile abhängig gemacht wird.
DES762A 1949-11-18 1949-11-18 Schaltverfahren mit einpoliger Kurzschluss-Fortschaltung fuer starr geerdete, ein- oder zweiseitig gespeiste Hochspannungsnetze Expired DE845363C (de)

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Publications (1)

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DE845363C true DE845363C (de) 1952-07-31

Family

ID=7468891

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DES762A Expired DE845363C (de) 1949-11-18 1949-11-18 Schaltverfahren mit einpoliger Kurzschluss-Fortschaltung fuer starr geerdete, ein- oder zweiseitig gespeiste Hochspannungsnetze

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