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DE839049C - Verfahren zur Verminderung des Fernnebensprechens in Vierdrahtleitungen - Google Patents

Verfahren zur Verminderung des Fernnebensprechens in Vierdrahtleitungen

Info

Publication number
DE839049C
DE839049C DEP17666A DEP0017666A DE839049C DE 839049 C DE839049 C DE 839049C DE P17666 A DEP17666 A DE P17666A DE P0017666 A DEP0017666 A DE P0017666A DE 839049 C DE839049 C DE 839049C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
point
line
end crosstalk
far
lines
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP17666A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Phil Willy Wolff
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Original Assignee
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Licentia Patent Verwaltungs GmbH filed Critical Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority to DEP17666A priority Critical patent/DE839049C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE839049C publication Critical patent/DE839049C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04BTRANSMISSION
    • H04B3/00Line transmission systems
    • H04B3/02Details
    • H04B3/32Reducing cross-talk, e.g. by compensating

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verminderung des Fernnebensprechens in Vierdrahtleitungen Der Ausgleich des Fernnebensprechens der für den Trägerstrombetrieb benutzten Kreise eines Kabels wird bekanntlich bei der höchsten übertragungsfrequenz konzentriert, d. h. an einem oder zwei Punkten des Verstärkerfeldes ausgeführt. Damit das Nahnebensprechen nicht allzusehr gefährdet wird, wählt man dazu zwei Stellen des Verstärkerfeldes, die auf 1/a und 2/s Entfernung vom Anfang aus liegen. Ein unter Umständen notwendig werdender Feinabgleich wird an den Verstärkerpunkten selbst untergebracht, ohne die Nahnebensprechwerte allzusehr zu gefährden. Zum Ausgleich dienen Kondensatoren oder komplexe Elemente, die z. B. aus Hintereinanderschaltung von Widerstand und Kondensator bestehen können. Hiermit hatte die Technik des Ausgleichs von Trägerstromleitungen einen Stand erreicht, der allen Anforderungen gerecht wurde. Mit der Ausweitung des ausnutzbaren Trägerfrequenzbandes von bisher 6o kHz auf 24o kHz und darüber hinaus jedoch entstand die Aufgabe, die Leitungen auch für diese Frequenzen nebensprechfrei zu machen. Es zeigte sich, daß die bisher angewandte Ausgleichsmethode auch hier grundsätzlich brauchbar ist, aber bedeutende Verbesserungen durch zusätzliche Maßnahmen an den Enden des Verstärkerfeldes erreicht werden können, und zwar nicht durch den Einbau von Ausgleichsmitteln, sondern überraschenderweise durch den Abschlußwiderstand selbst, mit dem Leitungen abgeschlossen werden, bzw. durch den Eingangswiderstand des auf die Leitung geschalteten Verstärkers. Dies soll im folgenden näher erläutert werden.
  • Die Leitungsenden werden beim Ausgleich mittels Widerständen abgeschlossen, die mit dem Wellenwiderstand der Leitungen möglichst übereinstimmen. In der Regel genügt ein rein Ohmscher Widerstand, weil der Wellenwiderstand nur eine sehr geringe Phase bei den in Betracht kommenden Ausgleichsfrequenzen besitzt. Die gemessenen Fernnebensprechkopplungen sind komplex und werden als Vektoren, beispielsweise im Widerstandsmaß r -h- ja) m"gemäß ihren reellen und imaginären Komponenten in der komplexen Zahlenebene aufgetragen. Der absolute Betrag des vom Ursprung des Systems ausgehenden Vektors mg ist ein Maß für den Fernnebensprechdämpfungswert gemäß der Beziehung Man kann nun um den Ursprungspunkt Kreise für einzelne b-Werte schlagen, und die Aufgabe des Ausgleichs besteht darin, den Endpunkt des unausgeglichenen Vektors etwa aus dem 6-Neper-Kreis in den 8-Neper-Kreis zu verschieben.
  • Es wurde nun gefunden, und dies möge die Fig. i näher erläutern, daß -der auf diese Weise ermittelte Ausgleichspunkt A andere Werte in der r + ja) m-Ebene annimmt, je nach den an den Leitungsenden liegenden Abschlußwiderständen, also je nach dem Reflexionsgrad am Ende. Es tritt dann an den nicht richtig abgeschlossenen Enden reflektiertes Nahnebensprechen auf, welches den Fernnebensprechwert am Meßende beeinflußt. Die Unterschiede zu dem mit Z abgeschlossenen Wert sind am größten, wenn die Leitung offen oder kurzgeschlossen ist. Bezeichnet man in der r -I- jco m-Ebene diese Punkte mit L und K und zieht durch sie eine Gerade, so liegt auch der Punkt A auf derselben, und zwar genau auf der Mitte. Diese Gerade ist der Ort aller Fernnebensprechdämpfungswerte, ha, die infolge falschen reellen Abschlusses am Leitungsende auftreten können. Es wurde gefunden, daß die Punkte der Geraden gegeben sind durch die Beziehung worin Z den Wellenwiderstand und R den reellen Ohmschen Abschlußwiderstand bedeuten. Für R = - (Leerlauf) wird z9 = - i, man erhält den Punkt L auf der Geraden. Für R = Z_ (richtiger Abschluß) wird z9 = o, entsprechend dem Punkte A und für den Kurzschlußfall, wo R = o und t9 = -i- i wird, ist der entsprechende Punkt auf der z9-Geraden K. Bildet man also für jeden möglichen R-Wert den zugehörigen z9-Wert, so kann von vornherein auf der *-Geraden in der r -I- jco m-Ebene der durch den Abschluß R gegenüber A veränderte b,-Wert abgelesen werden.
  • Umgekehrt kann, wenn es nicht gelungen ist, durch die übliche Ausgleichstechnik den Punkt A genau in den Ursprung zu schieben, auf der t9-Geraden ein Punkt abgelesen werden, der den kürzesten Abstand zum Ursprung hat. Dies ist an dem gewählten Beispiel der Fig. i der Punkt Al, der genau auf dem io-Neper-Kreis liegt und gegenüber dem Punkt A eine Verbesserung von 2,0 N aufweist. Da der Punkt Al in Richtung I_ liegt, gehört zu ihm ein Widerstandswert R, der größer als Z ist. Das Verhältnis der Entfernung dieses Punktes A1 von A zu der Strecke AL oder AK ergibt den iü-Wert aus dem gemäß der Beziehung nach Gleichung 2 als Wert für den Abschlußwäderstand oder Eingangsscheinwiderstand des Verstärkers abgelesen werden kann, der den durch Ausgleich erreichten b, - Wert noch verbessert. Im Beispiel der Fig. i erhält man t9 =-o,38, ,also für R einen Wert von 2,23 Z.
  • Eine weitere Verbesserung des durch Einbau von Ausgleichselementen erzielten Abgleichs ist aber noch möglich, wenn der Abschluß der Leitung mit komplexen Widerständen erfolgt. Bekanntlich ist (s. Fig. 2) der i9-Kreis der geometrische Ort für die Endpunkte aller von einem Punkt o ausgehenden Widerstandsvektoren -9, für die die Beziehung gilt. Für ein bestimmtes e gibt es zwei Widerstände _; die reell sind, nämlich O Bi und O B2, alle anderen Widerstände sind komplex (kapazitiv oder induktiv) ; der größte Winkel (Phase), den ein Abschlußwiderstand für ein bestimmtes 0 haben kann, wird durch den tangierenden Strahl 0T gegeben.
  • Hat man z. B. gemäß Fig. 3 als Ausgleichspunkt A einen Wert von etwa 8,3 N erhalten und; wie vorher beschrieben, die t9-Gerade LK durch A konstruiert und schließt beispielsweise die Leitung mit kapazitiven Widerständen (Widerstand und Kapazität in Reihe) ab, die der Bedingung 4 genügen, so erhält man für jedes a9 Halbkreise um A. Diese sind der Ort für die durch verschiedene komplexe (kapazitive) Abschlußwiderstände erzielten b8 Werte. Richtet man seinen Standpunkt zur 0-Geraden so ein, daß der Leerlaufpunkt L links von A, der Kurzschlußpunkt K rechts von A liegt, so gilt . der Halbkreis über ZK für kapazitive, unter LK für induktive Widerstände. Die Fig. 3 zeigt die Er-, gebnisse für die Fälle a9 = 0,2 und e = o,5. Die größten auftretenden Winkel sind 22° für 0 = 0,2 und 52° für z9 = o,5 bei einem hier in Rede stehen. den Z =i25 9. Wie leicht aus der Fig. 3 ersichtlich ist, würde der Halbkreis um A über LK für 0 = 0,4 durch den Ursprungspunkt in der r -f- ja) m-Ebene gehen und somit den günstigsten b,-Wert ergeben. Man hat jetzt nur noch nötig, für den z9-Kreis 0,4 die günstigste Phase zu finden. Dies geht folgendermaßen vor sich. Der nach Fig.2 größte Phasenwinkel von 92 für ein bestimmtes N, das ist der tangierende Y-Strähl, findet sieh im Halbkreis über ZK und A (s. Fig. 3) stets senkrecht über A. Teilt man von diesem Punkt aus nach links und rechts in Richtung auf die 0-Gerade hin die Viertelkreisbögen in so viel gleiche Teile, als Winkelgerade für das jeweilige ü möglich sind, also für z9 = 0,2 in 22 'heile, für 0 = 0,5 in 52 Teile, so ist die gewünschte Beziehung gefunden. In unserem Falle der Fig. 3 erhält man für den durch den o-Punkt gehenden Halbkreis 0 = 0,4 einen größten Phasenwinkel von ,Id° und auf diesen Halbkreisbogen eine günstigste Beziehung 1>ei einem Winkel von etwa 3fi° nach der Kurzschlußseite zu, d. 1i. die Leitung muß abgeschlossen werden mit einem komplexen (kapazitiven) Widerstand, welcher der Bedingung Lenüet. Für "l. = 125 und = 24o kHz wäre hierfür eine Reihenschaltung von nötig. Somit ist es auf die beschriebene Art und Weise möglich, den durch komplexen Ausgleich erhaltenen 1),-Wert durch Wahl des Abschlußwiderstandes der Leitungen beliebig hoch zu treiben. Statt des Abschlußwiderstandes kann selbstverständlich auch der Eingangswiderstand der eingeschalteten Verstärker gelten, dessen Phase in der beschriebenen Weise nutzbringend für die Erreichung günstigster b8 Werte in Anspruch genommen werden kann.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Verminderung des Fernnebensprechens in Vierdrahtleitungen, insbesondere für Trägerstrombetrieb, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne oder alle Leitungen an ihrem Eingang und/oder Ausgang nicht mit ihrem Wellenwiderstand, sondern einem davon abweichenden Widerstand abgeschlossen werden, bei dem die resultierenden Fernnebensprechströme geringer sind.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Abschluß ein rein reeller Widerstand gewählt wird, der mit Hilfe der &-Geraden als der Punkt auf der e-Geraden ermittelt wird, der den geringsten Abstand vom Koordinatenursprung hat (Fig. 2).
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein komplexer Abschlußwiderstand (kapazitiv oder induktiv) gewählt wird, der mit Hilfe eines Phasenkreises über der ,0-Geraden als derjenige Punkt des Kreises ermittelt wird, der durch den Koordinatenursprung hindurchgeht.
DEP17666A 1948-10-10 1948-10-10 Verfahren zur Verminderung des Fernnebensprechens in Vierdrahtleitungen Expired DE839049C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP17666A DE839049C (de) 1948-10-10 1948-10-10 Verfahren zur Verminderung des Fernnebensprechens in Vierdrahtleitungen

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DEP17666A DE839049C (de) 1948-10-10 1948-10-10 Verfahren zur Verminderung des Fernnebensprechens in Vierdrahtleitungen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE839049C true DE839049C (de) 1952-05-15

Family

ID=7366660

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DEP17666A Expired DE839049C (de) 1948-10-10 1948-10-10 Verfahren zur Verminderung des Fernnebensprechens in Vierdrahtleitungen

Country Status (1)

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DE (1) DE839049C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE952454C (de) * 1953-01-18 1956-11-15 Oberspree Kabelwerke Veb K Verfahren zum Ausgleich indirekter Kopplungsvektoren

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE952454C (de) * 1953-01-18 1956-11-15 Oberspree Kabelwerke Veb K Verfahren zum Ausgleich indirekter Kopplungsvektoren

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