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Verpadtungsmasdine für Rasierklingen 0. dgl.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum Verpacken von Rasierklingen
oder ähnlichen Waren und insbesondere auf die Maschinenteile zum Fördern der Klingen
zu den Verpackungsvorrichtungen der Maschine.
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Bei der Maschine nach der Erfindung werden die Klingen von einer
Aufgabestelle aus durch ein schrittweise sich drehendes Leitglied transportiert,
das zwei oder mehrere Förderglieder aufweist, von denen jedes eine Klinge an der
Aufgabestelle durch Oberflächenberührung erfassen und zu den Verpackungsvorrichtungen
bringen kann. Vorzugsweise ergreift jeweils ein Förderglied eine Klinge an der Aufgabestelle
gerade dann,' wenn ein anderes Förderglied seine Klinge an die Verpackungsvorrichtung
abliefert. Das Leitglied kann 3, 4, 6, 8 oder auch mehr Förderglieder aufweisen
und so gebaut sein, daß sich zwischen der Aufgabestelle und den Verpackungsvorrichtungen
eine oder mehrere Zwischenstellen befinden, in deren Bereich weitere Arbeiten beim
Fördern der Klingen verrichtet werden. Zum Beispiel &ann eine Stelle vorgesehen
sein, an der das Vorhandensein oder Fehlen einer Klinge durch eine Prüfvorrichtung
festgestellt wird, die beim Fehlen einer Klinge auf einem Förderglied eine Anordnung
betätigt, die die fehlerhafte Packung aus der Maschine entfernt Die auf dem Leitglied
befindlichen Förderglieder können die Klingen durch Saugwirkung oder magnetisch
aufnehmen. Ferner ist eine Vorrichtung vorhanden, die die Klingen vom Förderglied
löst, wenn sie an die Verpackungsvorrichtung abgeliefert werden sollen. Das Ablösen
der Klingen kann z. B. durch einen aus einer Düse austretenden Luftstrom erfolgen,
der auf das Förderglied gerichtet ist, oder durch Abstreiffinger, die die Klinge
in der richtigen Lage halten, wenn das Förderglied nach dem Abliefern der Klinge
zurückläuft Die Aufgabestelle
kann ein Magazin aufweisen, das einen
Stapel von Klingen enthält. Die Klingen werden einzeln vom Boden des Magazins einer
üblichen Führung zugeleitet, von der sie wiederum durch die Förderglieder aufgenommen
werden.
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Die Maschine nach der Erfindung ist besonders zum Verpacken von Rasieiklingen
brauchbar. Die Zeichnungen zeigen ein Ausführungsbeispiel für diese Anwendung, und
zwar zeigt Fig. I einen Teil der Maschine im Grundriß, und zwar die Fördereinrichtung
für die Klingen, Fig. 2 einen Teilschnitt der in Fig. I gezeichneten Vorrichtung
in Richtung des Pfeiles I der Fig. l und Fig. 3 einen Vorrichtungsteil im Schnitt
in Richtung des Pfeiles 2 der Fig. 1.
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Die Verpackungsmaschine ist mit einemTaschenrad II versehen, das
eine Anzahl Taschen I2 etwa von der Größe einer Klinge 13 aufweist. Das Taschenrad
II dreht sich nur schrittweise, und zwar so, daß jede Tasche zu den einzelnen Arbeitsplätzen
gelangt, die auf dem Umfang des Taschenrades verteilt sind. Während jeder Rastzeit
des Taschenrades II wilrd an jedem Arbeit.splatz eine Arl>eit ausgeführt Bei
jeder Drehung des Tasche iades wird dann eine vollständig eingepackte Klinge auf
dem Ablieferungsplatz ausgeliefert.
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Die Klingen werden von der Unterfläche eines Magazins l durch einen
Schieber I6 zugeführt, der auf einer am Hauptrahmen der Maschine hefindlichen Führung
I7 gleitet. Der Schieber I6 ist mit Stiften verseen, die bewm Fördern in die Löcher
der Klingen eingreifen und die Klingen auf der Oberfläche des Schiebers in der richtigen
I.age halten. Die Oberfläche der Führung I7 ist gegen die Unterfläche des Magazins
hinsichtlich der Förderrichtung der Klinge 13 leicht geneigt, so daß sich der Schieher
16 während seines Förderhubes nach der Unterfläche des Magazins in einer Querrichtung
bewegt und der vorstehende Stift die vordere Kante des vorderen Klingenloches erfaßt
und die Klinge aus dem Magazin entfernt. Der Schieber I6 wird durch einen zweiarmigen
Hebel I8, 19 hin und her bewegt, der bei 2I drehbar gelagert ist. Der Hebelarm I8
ist mit dem Schieber 16 durch einen Lenker 22 verbunden; der Arm 19 trägt eine frei
bewegliche Rolle 23, die gegen die Oberfläche einer drebbaren Nockenscheibe 24 drückt.
Diese Nockenscheibe sitzt auf einer Welle 26, die sich in zeitlicher Abstimmung
mit dem Taschen rad 1 1 dreht. Der Schieber i6 hringt die Klinge 13 zu dem drehbaren
Leitglied 27, an dem vier Förderglieder 28 radial angebracht sind, von denen jedes
eine Klinge von dem Schieber abnimmt.
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Das Leitglied 27 ist an einer Hülse 29 befestigt, deren unterer Teil
31 die Nuten eines Malteserkreuzes enthält. Die Hülse 29 ist mit einer ringförmigen
Auskehlung 32 versehen und frei an einem Rohr 33 beweglich, das sich gleichfalls
frei an einer mittleren Trägersäule verstellen kann, die an einem Ansatz 36 des
Hauptrahmens der Maschine befestigt ist. Das Rdhr 33 weist ebenfalls eine ringförmige
Auskehlung 37 auf, deren Zweck später erläutert wird.
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In die Auskehlung 32 greifeii Mitnehmer 38, die frei beweglich an
dem gabelförmigen Arm 39 eines zweiarmigen Hebels 39, 41 gelagert sind. Der Arm
41 ist mit einer Laufrolle 42 versehen, die gegen eine auf der Welle 44 sitzende
Nockenscheibe 43 gedrückt wird. Die Welle 44 wird in zeitlicher Übereinstimmung
mit dem Taschenrad 1 1 gedreht.
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Das Malteserkreuz 3I steht mit der Kurbelscheibe 46 des Maltesergetriebes
im Eingriff, die frei beweglich an einer am Hauptralimen der Maschine befestigten
festen Achse 47 angebracht ist. Die Zapfen der Kurbelscheibe 46 sind hinreichend
lang, um eine axiale Bewegung der Hülse 29 durch den Hebel 39, 41 zu erlauben. Das
Afaltesergetriehe wird durch ein Kegelzahnraå 48 angetrieben. das an der Scheibe
46 befestigt ist und mit einem weiteren Kegelzalmrad 49 im Eingriff steht, das an
der in zeitlicher Übereinstimmung mit dem Taschenrad gedrehten Welle 50 sitzt. Jedes
der Förderglieder 28 ist mit einer Saugdüse 51 versehen, die über die Zeitung 52
des Fördergliedes 28 über eine Saugkammer 53 der Ventilhülse 33 und über Durchlässe
54 an den Hohlraum 55 derTrägersäule 34 angeschlossen ist, der mit dem Saugstutzen
einer Pumpe in Verbindung steht.
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Kommt beim Betrieb der Maschine jede Tasche I2, die vorher mit einem
Einwickelpapier und einer Umhüllung versehen wurde, an der Klingenaufgabestelle
zur Ruhe, so wird ihr eine Klinge 13 von einem Förderglied 28 zugeliefert, während
gleichzeitig eine weitere Klinge von der Saugdüse jl des gegenüberliegenden För(lergliecles
28 ill folgender Weise erfaßt wird.
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Kommt das Taschenrad 1 1 zur ltuhe, so kommt auch der Schieber IG
in seiner vorderen Stellung zum Stillstand, nachdem er eine Klinge unter dem Magazin
14 hervorgeschoben hat. In diesem Augenblick kommt auch das Leitglied 27 gerade
zur Ruhe, nachdem es unter Einwirkung des Nialtesergetriebes 31, 46 eine Viertelumörehung
ausgeführt 'hat. Das gegenüberliegende Förderglied befindet sich gerade über der
Tasche I2 und dem messer, 13 auf dem Schieber I6. Das Leitglied 27 nähert sich gerade
dem Ende seiner Abwärtsbewegung unter Wirkung des Nockens 43 und des z\veiarmit,en
Hebels 39,41, der die Hülse 29 in zeitlicher Übereinstimmung mit der Bewegung des
Taschenrades 11 hin und her bewegt, während gleichzeitig die Hülse 29 durch das
Maltesergetriebe 31. 46 gedreht wird. In den Abbildungen befindet sich das Leitglied27
in seiner tiefsten Lage, in der ein Förderglied 28 eine Klinge vom Schieber aufnimmt
und das gegenüberliegende Förderglied seine Klinge an die anliegende Tasche 12 des
Taschenrades 1 1 ahgiht.
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Die Schieberhülse 33 wird durch einen zweiarmigen Hebel 66, 67, der
bei 68 drehbar gelagert ist, verstellt Der Arm 66 ist gegabelt und greift mit Ansätzen
in die ringförmige Kehlung 37 der Schieberhülse 33. Der Arm 67 ist mit einer Laufrolle
69 ausgerüstet, die gegen die an der Welle 44 befestigten Nockenscheibe 71 gedrückt
wird. Die Saugkammer 53 ist derart gestaltet, und das Eingreifen der Nockenscheibe
71 erfolgt zu einem
solchen Zeitpunkt, daß dlurch den Kanal 52 Luft
ein wenig vorher gesaugt wird, bevor die Saugdüse sich auf die Klinge I3 auf dem
Schieber I6 senkt.
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Es wird so lange Luft durch den Kanal 52 gesaugt, bis die Klinge I3
an die Tasche 12 abgegeben ist; dann wird der Kanal 52 des Förderglfedes 28 von
der Saugkammer 53 durch eine weitere Bewegung der Ventilhülse 33 geschlossen. Diese
Bewegung hält so lange an, bis eine Druckleitung 8I der Schieberhülse 33 mit dem
Loch einer Blasröhre 82 sich deckt, die durch die Wandung der Schieberhülse 33 ragt
und mit Druckluft von einer üblichen Quelle gespeist wird. Die Klinge wird so der
Tasche 12 übergeben. Sie wird durch einen aus der Düse 51 austretenden, durch die
Rohre 82 zugeführten Luftstrom von der Düse 51 gelöst.
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Fast gleichzeitig mit der Ablieferung der Klinge 13 an die Tasche
12 Setzt die Aufwärtsbewegung der Hülse 29 unter Steuerung der Nockenscheibe43 wieder
ein. Das anliegende Förderglied 28 des Taschen rades komme von der Tasche und dem
hochstehenden Verpackungsmaterial frei. Das gegenüberliegende Förderglied 28 erfaßt
eine Klinge von dem Schieber 16. Sodann wird das Leitglied 27 und das Taschenrad
II um einen Schritt wiederum weitergedreht. Der Arbeitsvorgang wiederholt sich.
Der Schieber I6 wird zurückgezogen und bewegt sich wieder vorwärts. Während jeder
Drehung des Leitgliedes 27 wird so eine weitere Klinge I 3 zur Aufgabestelle gebracht.
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Wie bereits erwähnt ist, wird das Leitglied 27 um eine Einviertelumdrehung
bei jeder Weiterleitung des Taschenrades 1 1 gedreht. Nachdem eine Klinge von dem
Schieber abgenommen ist, wird sie auf einer Zwischenstelle anhalten, bevor sie zur
Tasche 12 des Taschenrades geführt wird. Auf dieser Zwischenstelle wird eine Prüfung
durchgeführt. Unmittelbar, nachdem das Förderglied 28 auf der Untersuchungsstelle
zur Ruhe gekommen ist, greift ein zweiarmiger Prüfhebel 72 und 73, der um 74 drehbar
gelagert ist, ein. Unter dem Druck einer Feder 76 tastet er eine sich drehende Nockenscheibe
77 ab, die in zeitlicher Übereinstimmung mit der Drehung des Leitgliedes 27 betätigt
wird. Durch die Bewegung des Hebels 72 und 73 wird eine Prüfeinrichtung78 an dem
Arm 72 mit der Klinge in Berührung gebracht. Wenn aus irgendeinem Grunde eine Klinge
nicht vorhanden ist, dann bewegt sich die Prüfeinrichtung 78 über die gewöhnlich
von der Klinge I3 belegte Fläche hinaus in einen Einschnitt der Düse 51. Infolge
dieser übermäßigen Bewegung betätigt der Arm 73 einen Kleinschalter 79, der wiederum
eine mit Verzögerung arbeitende Vorrichtung auslöst, um die leere Packung von der
Tasche in einem späteren Arbeitsgang zu entfernen.