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Elektrische Schaltanlage mit Schaltzellentüren und Laufstegen aus
Gitterwerk Die Erfindung bezieht sich auf elektrische Schaltanlagen mit Schaltzellentüren
und Laufstegen aus Gitterwerk.
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Schaltzellentüren elektrischer Schaltzellen werden seit langem mit
einem in dem Türrahmen befindlichen Gitterwerk versehen, um einerseits die Schaltzellen
vor Betreten zu sichern, wenn sie unter Spannung stehen, und um andererseits eine
möglichst ungehinderte Lichtdurchlässigkeit zu gewähren sowie um die Beobachtung
der Schaltapparate vom Schaltzellengang aus zu ermöglichen.
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Es kommt darauf an, daß Schaltzellentüren besonders stabil und verwindungssteif
sind, damit die Schaltzellen unter keinen Umständen, auch nicht unter Anwendung
von Gewalt, geöffnet werden können. Deshalb sind Schaltzellentüren, die mit einem
Drahtgewebe versehen sind, unzureichend. :Ulan hat deshalb für die Türfüllung gestanztes
Blechgitter verwendet und hat auch dieses gering profiliert, um eine größere Steifigkeit
zu erzielen. Bei gestanztem Blechgitter ergibt sich ein Materialabfall von etwa
650/0, und die beim Stanzen anfallenden Abfallstücke sind nicht weiter verwendbar.
Die Festigkeit ünd Steifigkeit dieser Schaltzellentüren ist nicht immer ausreichend.
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Die Schaltzellengänge werden zur besseren Licht- und Luftdurchlässigkeit
ebenfalls aus Gitterwerk hergestellt, das so fest sein muß, daß es begehbar ist.
Man kennt Laufsteggitter, die zu ihrem Halt einen starken Rahmen benötigen und beispielsweise
aus Streckmaterial bestehen. Man hat auch gestanztes Riffelblech verwendet.
.lußerdem
kennt man bereits rahmenlose Konstruktionen, bei denen gestanzte U-Profile, die
aneinandergesetzt sind, verwendet werden. Diese rahmenlosen Laufsteggitter haben
zwar eine hohe Tragfestigkeit und eine große frei tragende Länge, sind aber verhältnismäßig
teuer und haben ebenfalls einen ziemlich großen Materialabfall bei ihrer Herstellung.
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In allen Fällen wurde das für Schaltzellentüren oder Laufstege verwendete
Gitterwerk aus ganzen Blechtafeln hergestellt, so daß Blechabfallstücke nicht verwendet
werden konnten.
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Die Erfindung hat sich demgegenüber die Aufgabe gestellt, Gitterwerk
für Schaltzellentüren und Laufstege, wie sie in Schaltzellenanlagen gebräuchlich
sind, bei Aufrechterhaltung höchster Ansprüche bezüglich der Steifigkeit und Festigkeit
bzw. der Tragfähigkeit unter Verwendung beliebig kleiner und kleinster Blechabfallstücke
herzustellen.
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Nach der Erfindung geschieht dies dadurch, daß das Gitterwerk aus
aus Blechstreifen gebogenen und rechtwinklig sich durchdringenden U-Profilen besteht,
von denen die durchdringenden U-Profile eine kleinere Höhe haben als die mit Durchgangsöffnungen
versehenen durchdrungenen U-Profile und an der Kreuzungsstelle innerhalb der durchdrungenen
U-Profile aufgebogen sind.
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Um auch kleinste Blechabfallstücke verwenden zu können, können die
aus Blechstreifen gebogenen U-Profile aus kurzen Stücken bestehen, derart, daß deren
Stoßstellen innerhalb der mit Durchgangsöffnungen versehenen U-Profile liegen und
beiderseitig aufgebogen sind. Da die Stoßstellen innerhalb des rechtwinklig kreuzenden
U-Profils liegen, sind sie von außen verdeckt, und es ist nicht erkennbar, daß das
Gitterwerk aus kleinen Teilabschnitten zusammengesetzt ist. Die Festigkeit dieses
Gitterwerks wird dadurch nicht verringert, da durch das Aufbiegen der Enden dieser
Teilabschnitte ein fester Verband der U-Profile untereinander erzielt wird.
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Schaltzellentüren werden nach der Erfindung bei Verwendung dieses
Gitterwerkes so zusammengebaut, daß die freien Enden der U-Profile durch in zwei
an der Innenseite des oberen und unteren waagerechten Teiles des Türrahmens befestigten
Profilleisten befindliche Durchgangsöffnungen hindurchgehen und hinter den Durchgangsöffnungen
aufgebogen sind. Da die Profile, die mit Durchgangsöffnungen versehen sind, höher
sind als die rechtwinklig kreuzenden U-Profile, so wird man aus Gründen der Festigkeit
die mit Durchgangsöffnungen versehenen U-Profile waagerecht im Türrahmen anordnen.
Die entsprechend der Türbreite kurzen U-Profile geben der Schaltzellentür eine große
Festigkeit.
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Bei Laufstegen wird das Gitterwerk nach der Erfindung derart benutzt,
daß die mit Durchgangsöffnungen versehenen U-Profile senkrecht zur Längsrichtung
des Laufsteges angeordnet und in in Längsrichtung des Laufsteges liegenden Profilleisten
befestigt sind. Die auf diese Weise erzeugten Laufsteggitter lassen sich durch Aneinandersetzen
mehrerer Einheiten gleicher Breite beliebig breit machen. Die herstellbare Länge
dieser Laufstege ist praktisch unbegrenzt, da in Längsrichtung beliebig viele Teilabschnitte
der aus Blech gebogenen U-Profile mit ihren Stoßstellen im rechtwinklig kreuzenden
U-Profil aneinandergesetzt werden können.
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Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung in mehreren Ausführungsbeispielen
dargestellt, und zwar zeigt Fig. i einen Schaltzellengang einer Schaltzellenanlage
mit mehreren nebeneinanderliegenden Schaltzellentüren und Laufsteg, Fig. 2 die Konstruktion
des Gitterwerkes perspektivisch dargestellt in stark vergrößertem Maßstab, Fig.
3 die Ecke einer Schaltzellentür mit Gitterwerk, Fig. 4 einen Schnitt in Richtung
1-I der Fig. 3, Fig. 5 einen Schnitt in Richtung II-I1 der Fig. 3, Fig. 6 die Rückansicht
des Gitterwerkes, Fig. 7 eine Schaltzellentür und Fig. 8 einen Laufsteg.
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In der Fig. i sind die Schaltzellentüren mit i und der Laufsteg mit
2 bezeichnet.
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Das Gitterwerk besteht, wie es Fig. 2 zeigt, aus aus Blechstreifen
gebogenen U-Profilen 3, die Durchgangslöcher 4 haben, und aus diese U-Profile 3
rechtwinklig durchdringenden, ebenfalls aus Blechstreifen gebogenen U-Profilen 5.
An dem Rahmen 6 ist die Profilleiste 7 befestigt, die zur Aufnahme der U-Profile
5 dient. Als Profilleiste 7 ist ein L-förmig gebogener Blechstreifen verwendet.
In dem rechtwinklig aus der Türebene nach hinten abgebogenen Schenkel 8 sind Durchgangslöcher
g angebracht, durch die die freien Enden der U-Profile 5 hindurchgesteckt und bei
io aufgebogen sind, wie es die Fig. 3 und 4 zeigen. Die freien Enden einiger U-Profile
3 können an dem Rahmen 6 durch Laschen i i befestigt sein.
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In der Fig. 6 ist dargestellt, wie die U-Profile 5 gestückelt sind.
Sie bestehen aus Teilabschnitten 5'. Die Stoßstelle zweier Teilabschnitte 5' ist
mit 12 bezeichnet. Die U-Profile 5 sind bei 13 innerhalb des U-Profils 3 aufgebogen.
In gleicher Weise sind auch die Teilabschnitte 5' an der Stoßstelle 12 aufgebogen.
Auf diese Weise wird ein fester Verband der sich kreuzenden und sich durchdringenden
U-Profile erzielt.
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Die in der Fig. 7 dargestellte Schaltzellentür besteht aus dem geschlossenen
Rahmen 6 und weist im übrigen alle Bauteile auf, wie sie die Fig.2 bis 6 bereits
enthalten. Die waagerechten U-Profile 3 werden von senkrecht stehenden U-Profilen
5, 5' durchdrungen. Der Drehzapfen der Schaltzellentür ist mit 14 bezeichnet.
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Der in der Fig. 8 dargestellte Laufsteg besitzt zwei in Längsrichtung
des Laufsteges liegende Rahmenleisten 15 und 16, die ebenso wie die Rahmenleisten
6 ausgebildet sind. Die mit Durchgangsöffnungen versehenen U-Profile 3 sind senkrecht
zur Gehrichtung angeordnet, während die sie durchdringenden U-Profile 5 oder deren
Teilabschnitte
5' in Richtung der Rahmenleisten 15 und 16 liegen.
Auch hier ist die Ausbildung des Gitterwerkes die gleiche wie in den Fig. 2 bis
6.