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DE823757C - Verfahren zur Entlastung der Erdschlussstelle in Hochspannungsnetzen mit Erdschlusskompensation - Google Patents

Verfahren zur Entlastung der Erdschlussstelle in Hochspannungsnetzen mit Erdschlusskompensation

Info

Publication number
DE823757C
DE823757C DEP53880A DEP0053880A DE823757C DE 823757 C DE823757 C DE 823757C DE P53880 A DEP53880 A DE P53880A DE P0053880 A DEP0053880 A DE P0053880A DE 823757 C DE823757 C DE 823757C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
earth fault
earth
voltage
relieving
current
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP53880A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Arthur Gassberger
Dr-Ing Werner Grunert
Dipl-Ing Karl Huber
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Huels AG
Original Assignee
Chemische Werke Huels AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemische Werke Huels AG filed Critical Chemische Werke Huels AG
Priority to DEP53880A priority Critical patent/DE823757C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE823757C publication Critical patent/DE823757C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H3/00Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
    • H02H3/02Details
    • H02H3/06Details with automatic reconnection

Landscapes

  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description

  • Bei der Anwendung der bisher bekannten Verfahren zur Löschung des Erdschlußstromes in Hochspannungsnetzen mittels induktiver Widerstände fließt bekanntlich über die Fehlerstelle noch ein Erdschlußreststrom, der sich aus einem Wirkstrom, abhängig von den Verlusten des Kompensationskreises, und einem Blindstrom, abhängig vom Abstimmungsverhältnis der Blindwiderstände deS Kompensationskreises, zusammensetzt. Dieser Erdschlußreststrom kann in Hochspannungsnetzen großer Ausdehnung oder sehr hoher Betriebsspannung noch so beträchtlich sein, daß eine Erdschlußlöschung an der Fehlerstelle in Frage gestellt wird. Bleibt der Erdschlußreststrom bestehen, so kann in Kabelnetzen ein Kurzschluß und in Freileitungsnetzen eine Beschädigung des Leitungsmaterials mit späteren Leitungsbrüchen die Folge sein. Gemäß der nachstehend beschriebenen Erfindung kann die Fehlerstelle insbesondere inHochspannungsfreileitungsnetzen hoher Betriebsspannung so weitgehend entlastet werden, daß ein Erdschlußlichtbogen praktisch stets erlischt.
  • Erfindungsgemäß wird in einem Hochspannungsnetz, das in bekannter Weise mittels induktiver Widerstände zwischen Netzsternpunkt und Erde kompensiert ist, die erdschlußbehaftete Phase an mehreren weit voneinander entfernten Stellen, zweckmäßig in den Umspannstationen des Netzes, kurzzeitig über einphasige Leistungsschalter gleichzeitig zusätzlich geerdet. Die Betätigung dieser Leistungsschalter, hier Erdungsschalter genannt, erfolgt unter Benutzung eines am Netz liegenden Erdscblußkontrollwand?ers in bekannter Weise mittels Spannungsrückgangrelais. Die Gleichzeitigkeit der Einschaltung aller Erdungsschalter kann durch Übertragung des Einschaltimpulses über die Hochspannungsleitung mittels Hochfrequenz erreicht werden. Die Wirkungsweise des Verfahrens sei der Übersichtlichkeit halber an einer einfachen Hochspannungsübertragungsleitung mit einer Erdschlußlöschspule auf der Energieerzeugungsseite an Hand der Abb. i und 2 näher erläutert. In Abb. i und 2 bedeuten T1 die Hochspannungswicklung des Transformators auf der Energieerzeugungsseite, T$ die Hochspannungswicklung des Transformators auf der Verbraucherseite, Ü die Hochspannungsübertragungsleitung, L die Erdschlußlöschspule, C die gegen Erde wirksame Kapazität der Leitungsphasen, E die Erdschlußstelle, Se die Erdungsschalter, Jb den betriebsmäßigen Belastungsstrom, Jb den bei dem erfindungsgemäßen Verfahren in der kranken Phase über die Leitung fließenden Teil des Belastungsstromes und Jb' den über die Erde fließenden Teil des Belastungsstromes, JR"t ist der Erdschlußreststrom, JR",t ist bei dem Verfahren gemäß der Erfindung der über die Erdschlußstelle fließende Teil des Erdschlußreststromes und JResi ' bzw. JReu"' sind die über die Erdungsschalter fließenden Teile des Erdschlußreststromes. Die Schaltung ist aus den Abbildungen ersichtlich. In Abb. i ist dieÜbertragungsleitungmit Erdschlußkompensation bei Erdschluß in einer Phase dargestellt. In der kranken Phase fließt außer dem Belastungsstrom Jb noch der Erdschlußreststrom JRest in bekannter Weise über die Leitung in die Erdschlußstelle E. Wenn gemäß der Erfindung die kranke Phase zusätzlich am Anfang und Ende der Leitung mittels der zugehörigen Erdungsschalter Se geerdet wird, ergibt sich die in Abb. 2 dargestellte Stromverteilung. Der Belastungsstrom der kranken Phase fließt jetzt zum Teil über die Leitung (Jb) und zum anderen Teil über die Erde (Jb') zum Verbraucher. Ebenso tritt eine Verteilung des Erdschlußreststromes auf die Erdschlußstelle (JRen') und die geschaltete Erdung (JResr" und JRest"') ein. Dabei ist zunächst einmal nicht berücksichtigt, daß auch über die Erdschlußstelle E noch ein Teil des Belastungsstromes fließen kann.
  • Grundsätzlich entfällt jedoch auch ein Anteil der über die Erde fließenden Komponente des Belastungsstromes auf die Erdschlußstelle. Liegt die Erdschlußstelle am Anfang oder Ende der Übertragungsleitung, dann zieht der benachbarte Erdungsschalter mit seinem wesentlich kleineren Übergangswiderstand den Strom der Fehlerstelle auf sich ab. Liegt die Erdschlußstelle mehr nach der Mitte der Leitung zu, dann ist deren Stromanteil aus dem Belastungsstrom deshalb vernachlässigbar klein, weil durch die von den beiden Erdungsschaltern hergestellte Parallelschaltung der Leitung mit der Erde an der Erdschlußstelle praktisch keine vom Belastungsstrom herrührende Spannungsdifferenz zwischen Leitung und Erde besteht.
  • Wie aus der Abb. 2 ersichtlich ist, verteilt sich der Erdschlußreststrom bei der Schaltung gemäß der Erfindung auf die drei Verbindungsstellen der kranken Phase mit der Erde. Der auf die Erdschlußstelle entfallende Strom JRest' kann somit immer nur ein Bruchteil des gesamten Erdschlußreststromes sein.
  • Bekanntlich ist die Lichtbogenspannung für längere Wechselstrombögen in Luft etwa 15 bis 30 Volt/Cm, wobei der kleinere Wert für hohe Ströme und der größere für geringe Stromstärken gilt. Die größtmögliche Spannungsdifferenz zwischen der kranken Phase und Erde ist bei der Schaltung gemäß der Erfindung in jedem Falle kleiner als diese Lichtbogenspannung, die für das Fortbestehen eines Erdschlußlichtbogens erforderlich ist. Ein Lichtbogenerdschluß wird somit stets sicher erlöschen.
  • Im allgemeinen wird es zweckmäßig sein, die geschaltete Erdung über die Erdungsschalter nur kurze Zeit, etwa io bis 30 Perioden, aufrechtzuerhalten, da sich sonst die Spannungsunsymmetrie, hervorgerufen durch die Verkleinerung des Spannungsabfalles längs der Leitung der kranken Phase, auf die Verbraucher unter Umständen ungünstig auswirken kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Entlastung der Erdschlußstelle in Hochspannungsnetzen mit Erdschlußkompensation, dadurch gekennzeichnet, daß die erdschlußbehaftete Phase an mehreren weit voneinander entfernten Stellen zweckmäßig in den Umspannstationen des Netzes kurzzeitig über einphasige Leistungsschalter gleichzeitig zusätzlich geerdet wird.
DEP53880A 1949-09-04 1949-09-04 Verfahren zur Entlastung der Erdschlussstelle in Hochspannungsnetzen mit Erdschlusskompensation Expired DE823757C (de)

Priority Applications (1)

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DEP53880A DE823757C (de) 1949-09-04 1949-09-04 Verfahren zur Entlastung der Erdschlussstelle in Hochspannungsnetzen mit Erdschlusskompensation

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DEP53880A DE823757C (de) 1949-09-04 1949-09-04 Verfahren zur Entlastung der Erdschlussstelle in Hochspannungsnetzen mit Erdschlusskompensation

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE823757C true DE823757C (de) 1951-12-06

Family

ID=7386730

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DEP53880A Expired DE823757C (de) 1949-09-04 1949-09-04 Verfahren zur Entlastung der Erdschlussstelle in Hochspannungsnetzen mit Erdschlusskompensation

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DE (1) DE823757C (de)

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