-
Verstellbarer Nut- und Spundfräskopf 1)ie 1:rfin(ltiiig betrifft einen
verstellbaren -Nut-und Spundfriiskopf für verschiedene Holzstärken und beliebige
Nut- und Spundbreiten, welcher sich durch seine einfache und zweckmäßige Konstruktion
auszeichnet. l)ei den bisherigen Nut- und Sliundfräsköhfen bestanden Körper und
Zähne aus einem einzigen Teil, wobei dieser Teil aber auch geteilt und die einzelnen
Teile verstellbar zueinander ausgebildet waren. Hierdurch war es wohl möglich. Spunde
verschiedener Stärke herzustellen, jedoch niußten für die Herstellung verschieden
breiter Nuten besondere Fräser verwendet werden, welche die gewünschten Breiten
der Nuten aufwiesen und die aus einem einzigen Stück bestanden.
-
I?rtindungsgemäl.i werden nun in radial verlaufenden Schlitzei des
Fräskopfes Nut- und/oder Spundmesser in beliebiger Anzahl und Reihenfolge angeordnet
und von seitlich im Fräskopf sitzenden Gewindebüchsen gehalten. Hierdurch ist es
möglich, mit einem und demselben Fräskopf sowohl Nuten und Spunde verschiedener
Breite je nach Auswahl der in die Schlitze zu setzenden Messer mit einem einzigen
Fräskopf herzustellen und auch durch Verstellen der einzelnen Abstände zwischen
den einzelnen Messern bzw. durch Einsetzen von Messern verschiedener Stärke jede
beliebige Spund-bzw. Nutbreite zu schlagen.
-
Mehrere beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes
sind in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt Fig. i eine schaubildliche Ansicht eines
verstellbaren Nut- und Spundfräskopfes mit sechsfacher Anordnung der einzelnen Messer
in sechs verschiedenen den Umfang querdurchlaufenden Schlitzen,
Fig.
2 einen Querschnitt A-B durch den Fräskopf nach Fig. i, Fig.3 ein einzelnes Spundmesser
in schaubildlicher Ansicht, Fig.:I ein Glattkantmesser in schaubildlicher Ansicht,
_ Fig. 5 eine Gewindebüchse zum Feststellen der einzelnen Messer, Fig. 6 eine Draufsicht
auf einen v erstellbaren Nut- und Spundfräskopf mit vierfacher Anordnung der Messer
in vier Schlitzen" Fig. 7 eine Seitenansicht auf den Nut- und Spundfräskopf nach
Fig.6, welcher insbesondere die über jedem Schlitz befindliche Skala 16 erkennen
läßt, Fig. 8 einen Schnitt C-D der Fig. 6 durch den Nut- und Spundfräskopf, Fig.9
eine Draufsicht aureinen Nut- und Spundfräskopf gemäß der Erfindung in zweifacher
Anordnung der Messer, Fig. io eine Seitenansicht auf den Nut- und Spundfräskopf
nach Fig.9. Fig. i i einen Schnitt E-F der Fig. 9 durch den Nut- und Spundfräskopf,
Fig.12 ein Notmesser in schaubildlicher Ansicht.
-
Wie aus vorstehendem hervorgeht, wird zweckmäßig der Nut- und Spundfräskopf
gemäß der Erfindung mit sechs-, vier- oder zweifacher Anordnung der Nut- und Spundmesser
in einer entsprechenden Anzahl Schlitze i' hergestellt. Er besitzt, wie alle derartigen
Fräsköpfe einen eigentlichen Körper i mit einer Nabe 3 und einer darin befindlichen
zentralen Bohrung 3' zum Aufsetzen des Fräskopfes auf die Maschinenwelle.
-
Je größer die Anzahl der Messer bzw. der Schlitzzahl ist, um so zügiger
und leichter isst das Arbeiten mit dem Fräskopf und je sauberer fällt die betreffende
Arbeit aus.
-
In den radial verlaufenden Schlitzen i' des Nut-und Spundfräskopfes
i sind die Nut- und/oder Spundmesser 5, 18 in beliebiger Anzahl und Reihenfolge
angeordnet. Sie werden von seitlich im Fräskopf i sitzenden Gewindebüchsen 2 bzw.
17 (Fig.9) gehalten. In diesen Gewindebüchsen sind Vierkantöffnungen 4 vorgesehen,
in welche ein Vierkantschlüssel zum Eindrehen der Gewindebüchsen 2 in den ein entsprechendes
Gewinde tragenden seitlichen Bohrungen des Fräskopfes i vorgesehen sind. Die Spundmesser
5 weisen seitliche Ausfräsungen 9 auf, in welche die Gewindebüchsen 2 zwecks sicheren
Sitzes der Messer 5 eingreifen. wobei der Abstand zwischen zwei oder mehreren Spundmessern
entsprechend der Breite des herzustellenden Spundes mittels zwischengelegter Scheiben
7 gewährleistet ist. Hierbei greift jedes Spundmesser mit seinem Fuß 8 um die Gewindebüchse
2 herum, so daß ein Herausfliegen der Spundmesser infolge der Fliehkraft unter allen
Umständen verhindert ist. Die Spundmesser 5 weisen eine Schneidkante io auf. Sie
lassen sich form- und profiltreu sehr leicht nachschleifen ebenso wie die Notmesser
18. welche eine Schneidkante 21 besitzen. Die Nutrnesser 18 können gleichfalls in
beliebiger Anzahl und auch in Kombination mit den Spundmessern ; in ein und denselben
Fräskopf über die ganze Breite desselben in den radial angebrachten Schlitzen i'
eingesetzt und gleichzeitig von Gewindebüchsen 17 gehalten sein.
-
In den Fig. io und i i ist ein Fräskopf mit nur einem Nutmesser dargestellt.
Selbstverständlich können auch in den beliebig breiten Fräskopf eine beliebige Anzahl
Nutmesser 18 nebeneinander angeordnet sein, wobei jedes einzelne Nutmesser beiderseitig
von i,- in ihrer Lage sicher festgehalten werden. Vorsorglich ist aber auf der Seitenflanke
20 diese: Nutmessers 18 ein Sicherheitsstift i9 angebracht, welcher in die
in der anliegenden Gewindebuchse i7 befindlichen Vierkantöffnung 4 zwecks Sicherung
des Notmessers gegen Herausfallen eingreift. Der Nut- und Spundfräskopf kann aber
auch außer in beliebiger Anzahl und Reihenfolge auf seinem Umfang angeordneter Nut-und
Spundmesser 5, 18 auch Glattkantmesser 6 aufweisen, die den Grund des betreffenden
Holzes glatthobeln, während die im gleichen Fräskopf eingesetzten Nut- und Spundmesser
gleichzeitig die Nuten und Spunde herausschlagen. Die Glattkantmesser mit der -Messerschneide
14 werden gleichfalls durch eine Ausfräsung 12 in ihrem Körper durch die Gewindebüchse
2 im Fräskopf gehalten. Hierbei legt sich der stehenbleibende Fuß 13 des Glattkantmessers
6 wieder seitlich gegen die Gewindebüchse 2, welche in die Ausfräsung 12 des Glattkantmessers
eingreift, und so eine vollkommene Sicherheit gegen Herausfliegen des Messers durch
die Fliehkraft bietet. Auf dein Umfang des Fräskopfes i ist über jedem die Messer
5, 18 aufnehmenden Schlitz i' eine Skala 16 angebracht, welche eine die Breite des
Kopfes halbierende Linie 15 besitzt, wodurch eine genaue zentrische Einstellung
der Nut- und Spundmesser 5, 18 möglich ist.
-
Zu jedem Nut- und Spundfräskopf gehören verschiedene Sätze von Nut-
und Spundfräsern verschiedenster Breite, um jede gewünschte Nut- bzw. Spundstärke
herstellen zu können. Der Fräskopf selbst kann in den verschiedensten Breiten und
Durchmessern hergestellt und geliefert werden. Es sind auch in den diametral angeordneten
Schlitzen des Fräskopfes beliebig viele Nut-, Spund- und Glattkantmesser einsetzbar
oder auch nur eine einzige Art dieser -Messer für sich. Dieser Fräskopf ist links-
und rechtslaufend verwendbar. Besonders vorteilhaft ist außerdem, daß alle \Tesser
allseitig auf Schnitt geschliffen sind, so daß sie nach dem Nachschleifen sofort
wieder gebrauchsfertig sind.