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Jäthacke Die Erfindung betrifft eine jäthacke, die für ziehende Arbeitsweise
zur Bekämpfung des Unkrautes und zur Bodenkrümelung bestimmt ist.
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Jäthacken mit diesem Bestimmungszweck sind bereits in verschiedenen
Konstruktionen und mit mehr oder minder vollkommenen Arbeitsleistungen bekannt.
Sie bestehen im Prinzip aus einem vorzugsweise parallel zur Bodenoberfläche mit
geringer Neigung geführten Messerblatt, das an beiden Seiten an besonderen Halteschenkeln
befestigt ist, was eine komplizierte und entsprechend kostspielige Fertigung zur
Folge hat.
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Die Vorderkante der Messerblätter der bekannten Hackgeräte dieser
Art ist entweder geradlinig oder pfeilförmig (mit einer Spitze in der Mitte) nach
vorn gezogen, was entweder durch entsprechende Formgebung des Messerblattes oder
durch Aufsetzen eines besonderen mit Spitzen versehenen Messerblattes erzielt wird.
Während bei den ersten bekanntgewordenen jäthacken dieser Art die nach unten verlängerte
Stiel-und Tüllenachse hinter der Messerschar den Boden berührt, ist man auf Grund
praktischer Erfahrungen allmählich dazu übergegangen, die Stiel- und Tüllenachse
weiter nach vorn, d. h. in Arbeitsrichtung zu verlegen.
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Die Erfindung betrifft eine neue jäthacke, die gegenüber den bekannten
Geräten wesentliche Vorteile in ihrer Arbeitsweise und in der Herstellung aufweist.
Erfindungsgemäß besteht das parallel zur Bodenoberfläche arbeitende mittlere Messerblatt
und die es tragenden seitlichen Messerschenkel einschließlich der zur Stieltülle
führenden Halteschenkel aus einem einzigen, praktisch ohne Abfall aus einem Stahlband
entsprechender Breite hergestellten Stanzteil, das nach der durch Abkanten und Prägen
bewirkten endgültigen Formgebung mit der Stieltülle versehen wird, deren verlängerte
Achse in
Zugrichtung gesehen vor der hinteren Begrenzungslinie der
Messerschar den Boden berührt.
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Im Gegensatz zu den bekannten Jäthacken ermöglicht die Jäthacke gemäß
der Erfindung erstmals ein Erfassender auch in unmittelbarer Nähe der Kulturpflanzen
stehenden Unkräuter, zu welchem Zwecke die sich an der Knicklinie zwischen dem mittleren
Messerblatt und der es an beiden Seiten tragenden seitlichen Messerschenkel anschließenden
Vorderkanten so ausgebildet sind, daß sie eine pfeilartige Spitze bilden.
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Zu diesem Zwecke weicht die mit der Hinterkante kongruente Vorderkante
des Messerblattes an ihren beiden Seiten, wo die senkrecht nach oben abgekanteten
seitlichen Messerschenkel anschließen, erfindungsgemäß nach hinten zurück und bildet
dabei mit der Abkantlinie einen spitzen Winkel, der kleiner ist als 45° und vorzugsweise
in der Größenordnung von 22,5° liegt.
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Für besondere Verwendungszwecke ist die mit der Hinterkante kongruente
Vorderkante des mittleren Messerblattes zickzackförmig ausgebildet.
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Erfindungsgemäß bildet auch der an die Abkantlinie anschließende Teil
der Vorderkante der bogenförmig zurückgebogenen seitlichen Messerschenkel mit dieser
Abkantlinie einen spitzen Winkel, der kleiner ist als 45° und vorzugsweise in der
Größenordnung von 22,5° liegt.
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Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform sind die zwischen
den Vorderkanten der Messerschenkel und des Messerblattes einerseits und der Abkantlinie
anderseits gebildeten Winkel gleich.
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Zur Versteifung des Hackenkörpers sind die sich an die seitlichen
Messerschenkel anschließenden verjüngten Halteschenkel mit einer Längssicke versehen
und nach innen abgeknickt, so daß sie sich an ihren Enden, die mit der Tülle verschweißt
sind, berühren. Die während des Arbeitens innerhalb .des Bodens befindlichen Vorderkanten
aller drei Messer sind in an sich bekannter Weise angeschürft.
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Alles Nähere über die Erfindung ergibt sich aus der nachfolgenden
Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung, auf der die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt ist. Im einzelnen zeigt Fig. i eine Seitenansicht der Jäthacke gemäß
der Erfindung in Arbeitsstellung, Fig. 2 eine Draufsicht auf die Jäthacke, Fig.
3 einen Vertikalschnitt gemäß Linie 111-III der Fig. i, Fig.4 eine vergrößerte Darstellung
der Spitze der seitlichen Messerschenkel in unmittelbarer Nähe der Abkantlinie,
Fig. 5 eine vergrößerte Darstellung des mittleren Messerblattes in unmittelbarer
Nähe der Abkantlinie, Fig. 6 eine Ansicht zweier aus einem Stahlband tierausgestanzter
zu der Jäthacke zu formenden Stanzteile.
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An das ebene Messerblatt i schließen sich an beiden Seiten die bogenförmig
ausgebildeten, längs der Abkantlinie A-B senkrecht nach oben abgekanteten, seitlichen
Messerschenkel 2 an, die in die verjüngten Halteschenkel 3 übergehen. Zur Versteifung
des Gerätes sind die Halteschenkel 3 mit einer Längssicke 4 `-ersehen, welche auch
die Steifigkeit der längs der Knicklinie 5 ausgeführten Abbiegung gewährleistet.
Die Halteschenkel 3 sind in an sich bekannter `'eise vorzugsweise durch Schweißen
mit der konischen Stieltülle6 verbunden.
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Die Jäthacke gemäß der Erfindung wird beim Arbeiten in der aus Fig.
i ersichtlichen Stellung gehalten. in welcher das Messerblatt i unter einem spitzen
Winkel gegen die horizontale Arbeitsrichtung j geneigt ist.
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Zur möglichst wirksamen Übertragung der an der Stieltülle angreifenden
Zugkräfte schneidet die nach unten verlängerte Achse der Stieltülle 6 in der Arbeitsrichtung
7 gesehen das Messerblatt i vor seiner hinteren Begrenzungslinie.
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Das Messerblatt i kann alle für derartige Jäthacken bisher üblichen
Formen haben, also beispielsweise eine geradlinig vordere Begrenzungstinie aufweisen,
auch eine oder mehrere pfeilartig nach vorn gerichteten Spitzen haben.
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Erfindungsgemäß werden jedoch die an die Abkantlinie A-B (vgl. Fig.4
und 5) anschließenden vorderen Begrenzungskanten der seitlichen Messerschenkel 2
(Linie B-D) und des 'Messerblattes i (Linie B-E) nach hinten zurückweichend ausgebildet,
so daß die seitlichen Teile der Jäthacke mit der Abkantlinie A-B pfeilartig in den
Boden hineinschneiden. Dadurch wird erstmals die Möglichkeit geschaffen, daß auch
an den äußersten Rändern der von dem Messerblatt i bestrichenen Bodenfläche die
Unkräuter abgeschnitten bzw. nach dem inneren Teil der Messerschar i hingezogen
werden.
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Wie aus Fig. ö ersichtlich ist, wird der zur Herstellung der Jäthacke
gemäß der Erfindung dienende und die 'Messerteile i und 2, sowie die Halteschenkel
3 umfassende Stanzteil praktisch ohne Abfall aus einem um die Breite der bogenförmigen
senkrechten Messerschenkel 2 weitergeschobenen entsprechend breiten Stahlband tierausgestanzt
und alsdann durch Abkanten. Prägen u. dgl. in die endgültige aus den Fig. i und
2 ersichtliche Form gebracht, worauf die Tülle 6 angeschweißt wird.
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Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Messerblatt i mit
pfeilartigen Spitzen 8 versehen, deren Zahl und Form dem V erwendungszweck der betreffenden
Jäthacke und der Beschaffenheit des zu bearbeitenden Bodens angepaßt ist.
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Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist die Jäthacke fünf
auf den Stiel hin gerichtete pfeilartige Spitzen 8 auf. Auch die längs der Abkantlinie
A-B (vgl. Fig. 4 und 5) abgekanteten Teile der in der Fig. 6 dargestellten -Stanzteile
haben praktisch die gleiche Forin wie die pfeilartigen Spitzen 8, was zur Folge
hat, daß der Neigungswinkel ß zwischen der Abkantlinie A-B und dem anschließenden
Teil D-B der Vorderkante der seitlichen Messerschenkel 2, und der Winkel a zwischen
der Abkantlinie A-B und dem anschließenden Teil E-B der Vorderkante des Messerblattes
i einander gleich sind und bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel annähernd gleich
dem Nei.gungs-
Winkel y zwischen der Ebene des Messerblattes i in
ihrer Arbeitsstellung und der Oberfläche des zu bearbeitenden Bodens.