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DE812956C - Tiefschachtfoerderung - Google Patents

Tiefschachtfoerderung

Info

Publication number
DE812956C
DE812956C DED1333A DED0001333A DE812956C DE 812956 C DE812956 C DE 812956C DE D1333 A DED1333 A DE D1333A DE D0001333 A DED0001333 A DE D0001333A DE 812956 C DE812956 C DE 812956C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rope
ropes
deep shaft
conveyor
double
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED1333A
Other languages
English (en)
Inventor
Carl Schneider
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mannesmann Demag AG
Original Assignee
Demag AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Demag AG filed Critical Demag AG
Priority to DED1333A priority Critical patent/DE812956C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE812956C publication Critical patent/DE812956C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66BELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
    • B66B7/00Other common features of elevators
    • B66B7/06Arrangements of ropes or cables
    • B66B7/10Arrangements of ropes or cables for equalising rope or cable tension

Landscapes

  • Lift-Guide Devices, And Elevator Ropes And Cables (AREA)

Description

  • Tiefschachtförderung Die Grenze der zulässigen Länge von unbelastet freihängenden Förderseilen mit einer Festigkeit von i8ol~g/m@m2 und 7,5facher Sicherheit liegt bei etwa 2500 m, unabhängig von der Seildimension. Unter Berücksichtigung der von den Seilen zu tragenden Fremdlast, die sich aus den zu bewegenden Fördergestellen und der Nutzlast ergibt, verringert sich die zulässige Seillänge bei der Verwendung eines einzelnen Förderseiles, also bei der sog. Einseilförderung, auf ein ungefähres Mittel von iooo m Teufe.
  • Nachdem mit Teufen über iooo m zu rechnen ist (Tiefschächte), hat sich die Fachwelt eingehend mit der Frage befaßt, wie diese tiefen Teufen bewältigt werden können, ohne daß zu große Seildurchmesser erforderlich sind, die sich, wie bekannt, in vielfacher Hinsicht als nachteilig erwiesen haben. Es sind eine Reihe entsprechender Vorschläge gemacht worden, die statt einer Einseilförderung, Mehrseilförderung vorschlugen, und zwar vornehmlich Vierseilförderung, d. h. die Fördergestelle werden an vier Seile geringeren Durchmessers angehängt. Bei einer solchen Mehrseilförderung besteht die Schwierigkeit, die ang-ehängte Last gleichmäßig auf alle Seile zu verteilen, da die unterschiedlichen Dehnungen der einzelnen Seile Seillängenunterschiede ergeben und außerdem durch ungleiche Treibscheibendurchmesser Verschiebungen zwischen den einzelnen Seilen hervorgerufen werden können. Es wurden deshalb besondere Ausgleichsvorrichtungen vorgesehen. Diese Ausgleichsvorrichtungen waren jedoch verhältnismäßig umständlich und schwer und erforderten zudem besondere raumbeanspruchende Aufbauten auf den Fördergestellen. Eine entsprechend ausgebildete Versuchsanlage wurde auch gebaut. Ob diese Einrichtungen auf großen Teufen einwandfrei arbeiten, ist bisher praktisch noch nicht erwiesen. Durch diese Ausgleichsvorrichtungen, die natürlich um so umständlicher sind, je mehr Seile verwendet werden und bei einer Vierseilförderung einen ungewöhnlich hohen Anteil der Fremdlast ausmachen, werden die Vorteile, die an sich durch die Verwendung von vier Seilen erzielt werden, zu einem erheblichen Teil aufgehoben.
  • Die Erfindung benutzt die Erkenntnis, daß sich die erreichbare Teufe keineswegs im gleichen Verhältnis vervielfacht wie die Anzahl der Seile. Der Übergang von der Einseilförderung auf Zweiseilförderung (bei gleichem Seildurchmesser) ermöglicht z. B. eine Vergrößerung der Teufe um etwa 750;.. Unter entsprechenden Bedingungen ergibt eine Dreiseilförderung gegenüber der Einseilförderung eine Vergrößerung der Teufe um etwa 9o°/0, während eine Vierseilförderung nur eine Vergrößerung der Teufe auf etwa ioo% ermöglicht und nicht auf 400°,10. Der Ausnutzungsgrad, d.li. das prozentuale Verhältnis des aufgewendeten Seilnutzgewichtes zu der erreichbaren Teufe, sinkt also mit der Vervielfachung der Seilzahl. Eine weitere Verschlechterung tritt zudem dadurch ein, daß mit der Vervielfachung der Seile die Ausgleichsvorrichtungen immer verwickelter werden und das zusätzliche Totgewicht der Fördergestelle unverhältnismäßig ansteigt, wodurch sich der Ausnutzungsgrad noch mehr verschlechtert.
  • Weiter benutzt die Erfindung die Erkenntnis, daß die Unterschiede in der Höhenlage der Seilenden, beruhend auf der unterschiedlichen Dehnung der einzelnen Seile, selbst bei vorläufig in Frage kommenden Teufen bis etwa 160o m, höchstens nur i m betragen. Erkannt wurde ferner, daß die Längenverschiebungen der einzelnen Seile zueinander, hervorgerufen durch das Voreilen bzw. Zurückbleiben eines der Seile infolge unterschiedlicher Treibsaheibendurchmesser, praktisch in einer Größenordnung von höchstens i m gehalten werden können. Durch die Überlagerung dieser beiden Bewegungen kann sich also im ungünstigsten Falle die Relativbewegung an den Seilenden auch bei einer Teufe von i6oo m auf höchstens z m insgesamt erstreicken.
  • Die Erfindung besteht darin, für Tiefschächte eine Zweiseilförderung zu verwenden, deren beide Seile an den Fördergestellen über je einen geraden Doppelhebel angreifen, die zusammen etwa z m Relativbewegung der Seilenden ausgleichen können. Hierzu genügt bei einer angenommenen größten Schräglage der Doppelhebel von etwa 45° eine Länge der Doppelhebel von etwa 1400 mm. Durch diese erfindungsgemäße Ausbildung einer Tiefschachtförderung wird in überraschend einfacher Weise erreicht, daß selbst die größten, praktisch vorkommenden Unterschiede in der gegenseitigen Lage der Enden der beiden Förderseile mit Sicherheit ausgeglichen werden und eine stets gleiche Belastung der beiden Seile erreicht wird, und zwar mit einer Ausgleichsvorrichtung, die im Gegensatz zu den bisherigen umständlichen Gebilden nur aus einem einzigen, einfachen und leicht zu verlagernden geraden Doppelhebel an jedem Fördergestell besteht, der 'keiner besonderen Wartung bedarf.
  • Das Totgewicht der Fördergestelle wird also im Gegensatz zu den bisher vorgeschlagenen Mehrseilfördereinrichtungen wesentlich weniger erhöht. Für den Fall, daß ein Seil brechen sollte, besitzt das verbleibende Seil, da die Seile mit 7,5facher Sicherheit ausgelegt werden, noch genügende Tragfähigkeit, um den Förderzug zu beenden. Es kann deshalb auf eine -Sicherheitsvorrichtung verzichtet werden. Nach der weiteren Erfindung werden die Doppelhebel so an den Fördergestellen gelagert, daß sie sich frei durchdrehen und in die senkrechte Totlage einstellen können. Dadurch kann jeder Doppelhebel bei einem etwaigen Seilbruch zur selbsttätigen zentralen Aufhängung an dem verbliebenen Seil werden. Das Fördergestell bleibt also auch nach einem Seilbruch geradehängen, ohne die Spurlatten einseitig zu belasten.
  • Zweckmäßigerweise werden die Doppelhebel zwischen den Seitenwandungen der Kopfkonstruktion der Fördergestelle verlagert; res ist dann kein besonderes Hilfsgerüst erforderlich.
  • Erfindungsgemäß können mit den Doppelhebeln Anzeige-, Melde- oder Alarmvorrichtungen .in Verbindung stehen, welche die Schwenkbeweegungen meßbar anzeigen und jedes Überschreiten des Schwenkbereiches melden.
  • Um ein Einregulieren der beiden Seile, insbesondere nach dem Auflegen neuer Seile bzw. nach längeren Betriebszeiten oder unvorhergesehenen Vorkommnissen in einfacher Weise zu ermöglichen, sollen nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung die beiden Treibscheiben, über die die Förderseile geleitet werden und die starr miteinander verbunden sind, über eine Versteckvorrichtung o. dgl. zueinander einstellbar sein.
  • Bei Fahrstühlen und ähnlichen Lastenaufzügen in Gebäuden, bei. denen nur geringfügige Unterschiede in den Seillängen auftreten, hat man bereits balanciera rtige Hebel zum Ausgleich von Unterschieden in der Seillänge verwendet. Für die Schachtförderung und insbesondere für die Tiefschachtförderung sind wesentlich andere Lösungen vorgeschlagen worden, die mit einer Vielzahl von Ausgleichsrollen, hydraulischen Zylindern, Ketten, Hebeln u. dgl. arbeiten. Bei anderen Ausführungen (dargestellt in Glückauf 1948, Heft 7/8, S. 103, Abb. 7) ist das Ausmaß der Schwenkbewegung von Hebeln durch die gegebenen Verhältnisse, Seilabstand u. dgl., so gering, daß eine Ausgleichbewegung der Seile im Sinne der Erfindung nicht stattfinden kann. Zum Teil sind die Hebel als Dreieckhebel ausgebildet, bei denen der Aufhängepunkt wesentlich unter den Angriffspunkten der Seile liegt, so daß jede Seillängenänderung eine starke Verlagerung der Seile und eine starke Änderung der Heb#edverhältnisse und damit der Lastverteilung in den Seilen hervorruft. .
  • Die Zeichnung gibt ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung schematisch wieder, wobei der besseren Übersicht halber die Fördergestelle nebeneinanderliegend dargestellt sind, während sie in Wirklichkeit hintereinanderliegen.
  • Die Fördergestelle i und 2 tragen zwischen den Seitenwandungen ihrer Kopfkonstruktion 3 und 4, Drehachsen 5 und 6 für die Doppelhebel 7 und 8, an deren Enden die beiden Förderseile 9 und io angeschlagen sind.
  • Das Treibscheibenpaar für die Seile 9 und io besteht aus den Teilen ii und 12, welche während des Betriebes starr miteinander gekuppelt sind. Zwischen den beiden Scheiben ii und 12 ist eine nicht näher dargestellte Versteckvorrichtung bekannter Art eingebaut, durch welche erforderlichenfalls die Stellung der Seile 9 und io zueinander einreguliert werden kann.
  • Bei der in der Abbildung gestrichelt eingetragenen Schräglage der Hebel 7 bzw. 8 von ungefähr 450 und einem angenommenen Seilabstand bzw. einer Hebellänge von etwa i4oo mm können die Hebel insgesamt etwa 2 m Relativbewegung der Seilenden ausgleichen.
  • Wie die Zeichnung lehrt, ist es aber auch ohne Schwierigkeit möglich, die Hebel noch bedeutend länger zu gestalten und damit auch größere Unterschiede auszugleichen, wie sie etwa bei Teufen von noch mehr als i6oo m auftreten können.
  • Wird besonderer Wert darauf gelegt, daß der Seilmittenabstand an den Fördergestellen auch beim Schwenken der Hebel gleichbleibt, so können diese mit bogenförmigen Auflagen für das Seilende versehen werden. Die Hebel sind dann also gewissermaßen als Teil eines Umlenkrollenkörpers ausgebildet.
  • Die Zweiseilförderung gemäß der Erfindung zeichnet sich gegenüber den bisherigen Vorschlägen, die für die Behebung der Schwierigkeiten bei der Tiefschachtförderung gemacht wurden, durch ihre große Einfachheit, ihr geringes Gewicht sowie ihre große Sicherheit aus und sie hat, lastenmäßig gesehen, den günstigsten Ausnutzungsgrad. Es können z. B. mit der Zweiseilförderung nach der Erfindung und 68 mm Seildurchmesser ohne Schwierigkeiten Teufen bis zu i6oo m bewältigt werden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Tief schachtförderung, gekennzeichnet durch die Anwendung von zwei Förderseilen, die an jedem Fördergestell über einen geraden Doppelhebel angreifen.
  2. 2. Tiefschachtförderung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Doppelhebel (7, 8) so an den Fördergestellen (i, 2) gelagert sind, daß sie sich frei durchdrehen und in die senkrechte Totlage einstellen können.
  3. 3. Tiefschachtförderung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dop.pedhebel (7, 8) zwischen den Seitenwandungen (3, 4) der Kopfkonstruktion der Fördergestelle (i, 2) verlagert sind.
  4. 4. Tiefschachtförderung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mit den Doppelhebeln Anzeige-, MeldeoderAlarmvorrichtungen in Verbindung stehen, welche die Schwenkbewegungen meßbar anzeigen und jedes Überschreiten des Schwenkbereiches melden.
  5. 5. Tiefschachtförderung ,nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die die beiden Förderseile (9, io) tragenden Treibscheiben (11, 12) starr miteinander verbunden, jedoch durch eine Versteckvorrichtung zueinander einstellbar sind.
DED1333A 1950-03-14 1950-03-14 Tiefschachtfoerderung Expired DE812956C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED1333A DE812956C (de) 1950-03-14 1950-03-14 Tiefschachtfoerderung

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DED1333A DE812956C (de) 1950-03-14 1950-03-14 Tiefschachtfoerderung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE812956C true DE812956C (de) 1951-09-06

Family

ID=7029209

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DED1333A Expired DE812956C (de) 1950-03-14 1950-03-14 Tiefschachtfoerderung

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Country Link
DE (1) DE812956C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE949080C (de) * 1953-02-01 1956-09-13 Gutehoffnungshuette Sterkrade Ausgleichseinrichtung fuer die Seile bei Mehrseilfoerderanlagen
EP1591399A1 (de) * 2002-09-19 2005-11-02 Mitsubishi Denki Kabushiki Kaisha Aufzugsvorrichtung

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE949080C (de) * 1953-02-01 1956-09-13 Gutehoffnungshuette Sterkrade Ausgleichseinrichtung fuer die Seile bei Mehrseilfoerderanlagen
EP1591399A1 (de) * 2002-09-19 2005-11-02 Mitsubishi Denki Kabushiki Kaisha Aufzugsvorrichtung
EP1591399A4 (de) * 2002-09-19 2009-02-25 Mitsubishi Electric Corp Aufzugsvorrichtung

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