DE747317C - Schiebersteuerung fuer Zweitaktbrennkraftmaschinen - Google Patents
Schiebersteuerung fuer ZweitaktbrennkraftmaschinenInfo
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- DE747317C DE747317C DEA84549D DEA0084549D DE747317C DE 747317 C DE747317 C DE 747317C DE A84549 D DEA84549 D DE A84549D DE A0084549 D DEA0084549 D DE A0084549D DE 747317 C DE747317 C DE 747317C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L5/00—Slide valve-gear or valve-arrangements
- F01L5/04—Slide valve-gear or valve-arrangements with cylindrical, sleeve, or part-annularly shaped valves
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02B—INTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
- F02B25/00—Engines characterised by using fresh charge for scavenging cylinders
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02B—INTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
- F02B2700/00—Measures relating to the combustion process without indication of the kind of fuel or with more than one fuel
- F02B2700/03—Two stroke engines
- F02B2700/034—Two stroke engines with measures for charging, increasing the power
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Description
- Schiebersteuerung für Zweitaktbrennkraftmaschinen Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Zweitaktbrennkraftmaschinen, bei denen während -des Spülvorganges ein Teil der Frischladung, der bereits über die Auspuffschlitze in die Auspuffrohre entwichen ist, wieder in .den Arbeitszylinder zurückgedrückt wird, um den Füllungsgrad zu verbessern. Es sind bereits Mehrzylinderbauarten bekannt, bei denen der Druck der Auspuffgase eines Zylinders benutzt wird, um mit Hilfe von Rcshrverbindungen zum Auspuff eines anderen Zylinders, dessen Spülperiode seinem Ende entgegengeht, die durch den Auspuff dieses Zylinders bereits entwighene Frischladung in denselben zurückzudrücken.
- Mit dieser Anordnung wird jedoch nur eine geringe Wirkung zum besagten Zweck erzielt, weil .die verbindende Rohrleitung mit dem offenen Auspuffsam,melrohr in Verbindung steht, wobei sich ein Vermischen mit Auspuffgasen nicht vermeiden und ein Überladen des Zylinders unmöglich erreichen läßt. Zudem ist diese Anordnung nur bei Mehrzylinderausführung anwendbar.
- Die vorliegende Erfindung vermeidet diese Nachteile dadurch, daß ein von der Kurbelwelle angetriebenes Hebelgestänge einen Kolben in einem neben dem Arbeitszylinder angeordneten und mit einem zweiten Auslaß versehenen Nebenzylinder derart beschleunigt bewegt, daß der .in dem Nebenzylinder tiefliegende Auslaß beim Einwärtsgang des: Kolbens von diesem sofort überdeckt und die vorher aus dem Arbeitszylinderauslaß in den Nebenzylinder überströmte Frischladung, von dem Kolben geschoben, durch den Au'slaß .des Arbeitszylindiers wieder hindurch in diesen zurückgepreßt wird, bevor der Arbeitskolben den Auslaß bei seinem Verdichtungshub verschließt.
- Mit der Anordnung gemäß der Erfindung wird zudem besonders bei Anwendung einer Gehäus:eladepumpe eine sehr starke Überladung ermöglicht, weil gleichzeitig durch die Unterkante des Nebenzylinderkolbens der Einlaß .derart gesteuert wird, daß derselbe während der ganzen Saugperiode des Arbeitskolbens offen gehalten und erst bei Beendigung derselben geschlossen wird.
- Hervorzuheben ist hierbei der einer guten Füllung besonders dienliche Umstand, daß der Nebenzylinder mit seinem Kolben dem Arbeitszylin. der zusätzlich ansaugen hilft. Zudein ist die Bauweise nach der Erfindung nicht an Mehrzylinderanordnung gebunden.
- In der Zeichnung ist die Anordnung genannter Mittel zum angestrebten Zweck in einer Zweitaktbrennkraftinaschine mit Stufenkolben dargestellt, deren Ladepumpe im oberen Zylinderteil angeordnet ist. Bei einer Zweitaktinaschine mit Stufenkolben und Ktirbelkastenladepumpe oder einer Zweitaktinaschine mit gewöhnlichem Kolben ist derselbe Zweck mit denselben Mitteln zu erreichen, sofern mir der Kurbelzapfen zum Antrieb des Schwinghebelgestänges finit denn angelenkten Steuerkolben zum Kurbelzapfen des Arbeitskolbens um i8o° versetzt angeordnet wird, entsprechend den in diesen Fällen unigekehrt, wie in der gezeichneten Anordnung, ;zum Auslaß ein Arbeitszylinder bewegten Arlieitskolben.
- Fig. I zeigt einen Längsschnitt des Motors beine Anfang der Verdichtung.
- Fig. 2 zeigt einen ebensolchen Schnitt mit Darstellung der Teile am Ende der Verdichtung.
- Mit a. ist der Stufenkolben, mit a' die kleine Stufe desselben bezeichnet, bist der Arbeitszylinder, b' dessen kleine Zylinderstufe, s ist der Steuerzylinder, r der Steuerkolben.
- Der im Arbeitszylinder befindliche Auslaß ist mit I, der im Steuerzylinder zusätzlich vorgesehene Auslaß ist mit 11 bezeichnet. In der Wand des Steuerzylinders ist ein Einlaßschlitz 1f gestrichelt erkenntlich gemacht, der mit einem hinter der Wand des Steuerzylinders nach oben führenden Kanal u,, ebenfalls gestrichelt gezeichnet, verbunden ist. Der Kanal ai! mündet in den Einlaßschlitz u" im oberen Zylinderteil, der bei dieser Anordnung als Vorv erdichtungsraum dient. Der Einlaß u wird von der Unterkante des Steuerkolbens r gesteuert. Ini Kurbelgehäuse c ist noch ein Einlaß d vorgesehen, der immer offen bleibt und. fortwährend Luft oder Gas-Luft-Gemisch ixe das Kurbelgehäuse eintreten läßt, was jedoch nur bei dieser Stufenkolbenausführung möglich bzw. bedingt ist. Bei einer Stufenkolbenmaschine mit Kurbelkastenladepurnpe oder bei einer Zweitaktniaschine mit gewöhn, lichem Arbeitskolben fällt dieser Einlaß fort, ebenso der Verbindungskanal ai mit Einlaßschlitz tl', weil bei dieseji Bauarten der ebenfalls voin Kolben r gesteuerte Einlaßschlitz ic die Ladungszuführung in das Kurbelgehäuse unmittelbar vorsieht.
- Die Pleuelstange des Stufenkolbens ist mit P, die des Steuerkolbens ist mit in bezeichnet. p ist ein um den Punkt o schwenkbarer Hebel, der Alen angelenkten Winkelliebel ir führt, an dessen kurzem Hebelarm die Pleuelstange in, des Steuerkolbens angelenkt ist, während der längere Hebelarm vom Kurbelzapfen t seinen Antrieb erhält, wie bei dieser Anordnung gleichzeitig auch die Pleuelstange P des Arbeitskolbens a_ bzw. a'. (" sind LTberströuittngslsanäle in der kleinen Kolbenstufe @1us Arbeitskolbens. Der in zwölf Teile eingeteilte Kurbelzapfendrehkreis zeigt Ziffern i bis i.>, «-elche vorn Mittelptnikt des hurb°lzapfens t durchlaufen werden :iiid die len Punkten i bis 12 in der hitrvenb2ilin entsprechen, die voin Mittelpunkt des Pleuelzapfens tia' zu gleichen Zeiten durchlaufen werden. Die Zahlen über den zugehörigen waagerechten Strichen ein Steuerzylinder zeigen die gleichzeitige Lage der Steuerl:olf>enoberhante an. Die Zahlen i his 6 ini -lrbeitz_@-liiider be- zeichnen die jeweils gleichzeitige Lag( der Stirnkante der großen Kolbenstufe a, ati. Die Wirkungsweise ist wie folgt: Nenn sich der Kurbelzapfen t in Pfeilrichtung drehend vom Punkt 12 nach i bis 6 bewegt, wirkt die grolle Kolbenstufe a beim Einwärtshub satigencl im oberen Zvlijiderteil b. Der (lein Kolben a entgegengesetzt gerichtet bewegte Steuerkolben r wird Eierbei so lxschleunigt, daß seine Unterkante schon vorn Punkt i an den Einlal.l rt ini Steaerzvlinder freilegt. so dall infolge d--,r Saugwirkung des Kolbens a Frischluft oder Gas-Ltift-Geniiseli aus dein Kurbelgehäuse durch den Kanal ii' und E.inlaß ii' in den Zylinder b eintreten kann, bis bei Punkt 6 bis 7 durch die Unterkante des Steuerkolbens r infolge der Rückbewegung desselben der Einlaß tt wieder geschlossen wird. Der Einlaß war dabei während des vollständigen Saughubs des Kolbens a geöffnet (Kolbenstellung wie Fig. 2 zeigt). Beim Auswärtshub des Kolbens a wird die eingesaugte Ladung ein oberen Zylinderteil verdichtet bis zur Freilegung der L1be>atrönillaiiäle -il in der kleinen Kolbenstufe a' bei der Kolbenstellung. wie in Fig. i dargestellt. Die Ladung strömt dabei in den ringförmigen Arbeitsrauen e über und treibt die Reste der noch in diesen befindlichen veri>rannten Gase vorn vorhergegangenen Arbeitsspiel über den Auslaß I durch den Steuerzylinder s und -den letzt vom Steaerkolben r freigelegten Auslaß II ins Freie. Bei dein nun folgenden Einwärtshub des Kolbens a vom Punkt 1z ab wird, wie schon beschrieben, der Steuerkolben r beschleunigt nach Punkt i bewegt und der Auslaß 1I von der Oberkante desselben geschlossen. Die vom vorliergegangenen Arbeitsspiel bereits au: dein Arbeitszylinder in den Steuerzylinder übergetretene Ladung wird nun durch den weiterhin beschleunigt bewegten Steuerkolben (Punkt z-3) über den Auslaß I in den Arbeitszylinder ztiriickgeschoben, bevor der Auslaß I von der Stirnkante des' Arbeitskolbens geschlossen wird, so daß der Arbeitszylinder in seinem ringförmigen Arbeitsraum Überladung erhält. Nach Schluß des Auslasses I wird die Ladung im Arbeitsraum verdichtet und in der I#',-olbenst.ellung wie in Fig. 2 äm Ende der Verdichtung entzündet. Nach erfolgter Entspannung der Gase und Arbeitsleistung während der Auswärtsbewegung des Arbeitskolbens vom Punkt 6 bis 12 strömen die Abgase nach Wiederöffnung des Auslasses I in-den Steuerzylinder und den nun ebenfalls geöffneten Auslaß II, wie beschrieben, ins Freie, worauf sich das Arbeitsspiel wiederholt. Dadurch, daß .der Auslaß II im Steuerkolbenzylinder nicht vor Freilegung,des Auslasses I geöffnet wird, erfahren .die noich gespannten Gase aus dein Arbeitsizyl.inder vorteilhaft eine weitere Entspannung, ehe sie ins Freie gelängen, weil vorher im Steuerzylinder infolge der Rückbewegung des Steuerkolbens ein Unterdruck erzeugt wurde.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: 1. Schieber.steuerung für Zweitaktbrennlcraftmaschinen, bei welcher ein gegen Ende der Spülperiode bereits durch die Auspuffschlitze geströmter Ladungsteil wieder in .den Arbeitszylinder zurückgeschoben wird, unter Verwendung eines neben dem Arbeitszylinder angeordneten Steuerzylinders. mit Kolben, gekennzeichnet durch die Anordnung zweier hintereinandergeschalteter Auslaßöffnungen, von denen die eine in der Wand .des Arbeitszylinders durch den Arbeitskolben und die andere in der Wand des Steuerzylinders durch den Steuerkolben unter Zuhilfenahme eines durch eine Schwinge gefenkten Hebels so gesteuert wird, daß der Steuerkolben (r) bei Beginn des Verdichtungshubes des Arbeitskolbens (a) unter großer Beschleunigung den zweiten Auslaß (II) abschließt, dabei den Steuerzylindereinlaß öffnet und hiernach seinen inneren Totpunkt erreicht, bevor .der Arbeitskolben den Auslaß (I) .am Arbeitszylinder abgeschlossen hat, und daß ferner der Steuerkolben (r) bei verlangsamter Rückbewegung den Steuerzylindereinlaß schließt und den zweiten Auslaß (II) etwa gleichzeitig bei Freigabe des Auslasses (I) durch den Arbeitskolben öffnet.. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschriften .... N r. 370 413, 4901 735, 417 o78, 541 513 britische Patentschriften . . . Nr. 158 327, -2492 d. J. 1892, 25 681 d. J. 19o9; französische Patentschrift ... Nr. 599 88q..
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEA84549D DE747317C (de) | 1935-04-18 | 1935-04-18 | Schiebersteuerung fuer Zweitaktbrennkraftmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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DEA84549D DE747317C (de) | 1935-04-18 | 1935-04-18 | Schiebersteuerung fuer Zweitaktbrennkraftmaschinen |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE747317C true DE747317C (de) | 1944-09-27 |
Family
ID=6949219
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEA84549D Expired DE747317C (de) | 1935-04-18 | 1935-04-18 | Schiebersteuerung fuer Zweitaktbrennkraftmaschinen |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE747317C (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US5228415A (en) * | 1991-06-18 | 1993-07-20 | Williams Thomas H | Engines featuring modified dwell |
Citations (7)
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GB190925681A (en) * | 1909-11-06 | 1910-10-27 | James Burton | Improvements in Internal Combustion Engines. |
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DE417078C (de) * | 1923-03-11 | 1925-08-07 | Paul Hentschke Dipl Ing | Zweitaktverbrennungskraftmaschine mit Ladepumpe |
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DE490735C (de) * | 1928-02-02 | 1930-08-19 | Paul Schauer | Doppelkolben-Zweitaktbrennkraftmaschine |
DE541513C (de) * | 1931-02-15 | 1932-01-13 | Hans Vogel | Mehrzylindrige Zweitaktbrennkraftmaschine mit Spuel- und Ladepumpe |
-
1935
- 1935-04-18 DE DEA84549D patent/DE747317C/de not_active Expired
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